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Vergangenheit und Gegenwart

GeschichteSchmerz/Trost, Liebesgeschichte / P18 Slash
Legolas OC (Own Character) Thranduil
26.07.2020
20.09.2020
33
59.392
1
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14.09.2020 1.706
 
Hallöchen

Entschuldigung das es dauerte.
Leider habe ich etwas viel um die Ohren und wenn ich nicht Nachts tippe, komme ich nicht dazu.
Mal schauen ob ich es bald weiter schaffe.
Aber hier mal ein kleines Kapitel.

Viel Spaß

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Mein Herz pochte immer noch in meiner Brust und ich wusste eigentlich nicht genau, wo ich ihn mit mir zog. Nachdem wir einige Meter gegangen waren, natürlich in den Wald hinein, schien er meine Unruhe zu spüren.
„Wo willst du mich eigentlich hinbringen?“
Ich blieb stehen und er auch. Ich wollte ihm nicht eingestehen, dass ich es nicht wusste.
„Zu deinem Zelt“, gab ich daher von mir.
Eine perfekte Antwort. Er hatte immer ein eigenes Zelt, in dem er sich ausruhen konnte.
„Interessant“, gab er nur von sich und ich dachte ein schmunzeln gehört zu haben.
„Ist dies euch nicht genehm, Hoheit?“, fragte ich etwas patzig.
„Ich finde es erstaunlich, dass eine so große Königin keinen Fehler eingestehen kann.“
Ich blinzelte verwirrt und drehte mich dann zu ihm um.
„Wie meinst du das?“
Meine Hand immer noch umfassend, beugte er sich zu mir herunter. Mein Atem ging flach und ich dachte, er würde mich wieder küssen.
„Ich habe kein Zelt.“
Offenbar war mein verdutztes Gesicht urkomisch, denn der kalte König fing schallend an zu lachen.
„Wie kein Zelt? Du bist der König. Du hast immer ein Zelt…“, versuchte ich mich zu rechtfertigen und wurde etwas sauer, wie er mich so auslachte.
„Dieses Mal nicht. Aber wir können sicher dafür sorgen, dass es aufgebaut wird, wenn du das willst.“
Ich wollte seine Hand los werden, doch er hielt sie feste. Nun änderte sich sein Gesicht von Heiterkeit zu Besorgnis/Angst.
„Bitte lass mich nicht los“, wisperte er.
Er wirkte urplötzlich so verletzlich und ich behielt meine Hand wo sie war.
„Ich will deinen Untertanen keinen Umstand machen.“
„Wirst du nicht. Aber ich übernehme nun die Führung.“
Da war er wieder. Der kühle, eitle, selbstgefällige Mann. Er hatte es wieder geschafft die Kontrolle zu ergreifen und genoss dies.
„Na gut“, knurrte ich und wieder konnte ich ein Lachen von ihm hören.
Dieses Lachen ging wie Butter in mir durch. Ich hatte es zu lange nicht gehört.
Nun, er führend, gingen wir durch den Wald, bis wir zu einem kleinen Lagerfeuer ankamen, an dem ich sofort Legolas sah.
„Adar, gibt es...“
Dann stockte seine Stimme und er starrte mich an.
„Lady Nessa“, vernahm ich ein wispern.
Der arme, junge Elb war sichtlich verstört.
„Ja Legolas. Ich lebe.“, gab ich von mir, aber Thranduil unterbrach unsere Unterhaltung.
„Lasst mein Zelt aufbauen. Wir werden noch nicht weiter ziehen. Es gibt erst einiges zu besprechen!“, kommandierte er und alle Elben, die um das Feuer saßen und auch überrascht waren, standen auf und begannen wild herumzuwuseln.
Der König des Düsterwaldes hatte aber wirklich einen sehr kommandierenden Ton an sich. Legolas war der Einzige, der immer noch geschockt da stand.
„Wir sollten es ihm auch erklären“, widmete ich mich an Thranduil, der mich kalt und finster dann ansah.
„Wieso?“
Er spannte sich an und mir gingen die letzten Worte durch den Kopf, an die ich mich erinnerte. Ich lehnte mich näher an ihn heran und legte meine Hand auf seinen Arm, während die andere Hand immer noch mit seinen Fingern umschlungen war.
„Du brauchst keine Sorge zu tragen. Ich habe nur Augen für einen Elb.“, flüsterte ich so leise, dass er es nur hören konnte.
Offenbar wirkten meine süßen Worte, denn er beugte sich zu mir herunter und lehnte seine Stirn gegen meine.
„Ich vertraue dir.“
„Du wirst es nicht bereuen nennûr.“
Wir waren nur eine Sekunde so verharrt, als ein Elb zu uns eilte.
„Das Zelt ist fertig.“
Die Wald-Elben waren wirklich effektiv.
„Folg mir mein Sohn“, gab Thranduil von sich und zog mich dann mit sich.
Ich lächelte Legolas entschuldigend zu, denn er hatte es nicht verdient so kalt behandelt zu werden, auch wenn er es nicht anders kannte von seinem Vater. Raschen Schrittes eilten wir zum Zelt. Dort wartete ein Elb mit Wein und etwas Obst und ich blinzelt verwirrt. Es sah eher wie ein Ausflug als der Marsch zu einem Krieg aus.
„Aran nin, Wollt ihr euch umkleiden?“
Thranduil grummelte etwas.
„Das wäre wohl angemessen. Sucht etwas für Königin Nessa auch heraus.“
Der Elb verbeugte sich und eilte weg.
„Mir geht es gut Thranduil“, begann ich meinen Satz.
Aber wie ich es gewohnt war, unterbrach er mich.
„Du bist sicher lange und schnell geritten. Denn als wir gingen warst du noch… tot.“
Die Worte kosteten ihm wohl viel Kraft, denn er griff nun meine Hand noch fester. Legolas hatte sich längst auf eine Bank niedergelassen und sein Kopf hatte er in seine Hände gelegt. Auch er wirkte fertig.
„Ihr beide solltet euch setzen und ausruhen. Nicht ich.“
Damit schob ich Thranduil sachte auf den Platz neben Legolas.
„Wieso lebst du? Wir haben dich gesehen…“, wisperte Legolas und traute sich nicht mich anzusehen.
Nun kniete ich mich vor ihn und strich mit einer Hand seine Haare nach hinten. Thranduil beobachtete jede Bewegung und ich deutete ihm an, nichts zu sagen.
„Legolas. Ich lebe, durch einen Zufall.“
„Wir haben dich im Stich gelassen…“
„Nein, hast du nicht…“
Es kam mir vor, wie wenn ich mit einem meiner verstorbenen Söhne sprach. Auch sie waren immer so gewesen, wenn sie dachten, etwas falsch getan zu haben.
„Keiner von euch!“, dabei schaute ich zu dem Elb, dem mein Herz gehörte. „Ein Pfeil, mit einem Gift, das nur in Quallen vorkommt, hatte mich getroffen und mich in eine Art Koma versetzt. Durch die Magie, die mir Thranduil gegeben hat, konnte mein Körper das klitzekleine Loch in meiner Brust reparieren. Es waren mehrere Zufälle, die aufeinander kamen. Ihr wusstet es nicht. Niemand wirklich. Ein Heiler hatte einen Verdacht aber…“
Jetzt sprang Thranduil auf und Wut war in seinem Gesicht zu erkennen.
„Es WUSSTE jemand etwas? Ich bin der König und niemand hat mir etwas mitgeteilt. Was wenn ich keine Magie mehr in dich geströmt hätte? Dann wärst du tot. Das sehe ich doch richtig oder?“
Jetzt hüpfte auch ich auf um ihn zu beruhigen. Diese zwei Elben waren wirklich schwierig.
„Ja das stimmt. Aber das ist doch egal. Ich lebe.“
„Es ist nicht egal! Dieser Heiler wird keinen Fuß mehr in mein Land tun!“
„THRANDUIL!“, brüllte nun ich.
Diese Starrköpfe hatte ich wirklich satt.
„Das wirst du nicht tun! Immerhin ist es MEIN Untertan.“
Nun brodelte noch mehr Wut in ihm und ich wusste nicht was ich machen sollte.
„Also waren meine Heiler nutzlos? Ich sollte sie alle vertreiben! Jahrhunderte langes Wissen und sie kennen so etwas nicht!“
„Adar. Ich glaube wir sollten auf Lady Nessa hören…“
Legolas stand neben mir und versuchte nun auch auf seinen Vater einzureden, dabei legte er eine Hand auf meinen Rücken, was seinem Vater nicht entging.
„Nehm deine Hände von ihr! Auch wenn du mein Sohn bist, werde ich es nicht zulassen, dass du sie berührst!“
Irgendwie gefiel es mir schon, dass er endlich seine Gefühle freien Lauf ließ, auch wenn es mal wieder nur Wut war, aber immerhin wollte er mich für sich haben.
„Sag nichts“, wandte er sich zu mir, als ich meinen Mund öffnete. „Ich weiß, wie du zu ihm stehst, aber das ändert nichts daran, dass er sich von dir fern halten soll.“
„Adar?“
Legolas trat einen Schritt zurück und berührte mich nicht mehr.
Offensichtlich schien er nun auch die rasende Wut und Blutlust zu spüren, die von ihm ausging.
„Adar. Ich verstehe nicht…“
„Du hast Gefühle für sie!“, keifte der Elbenkönig seinen Sohn an und ich klatschte mir nur meine Hand vors Gesicht.
Diese Gespräche mit ihnen waren wirklich anstrengend. Legolas spannte sich nun auch an. Seine Schultern wurden gerade und er streckte seine Brust heraus.
„Ja die habe ich!“, gab er unverdrossen zu und nun starrte ich ihn an.
Wie eine Raubkatze näherte sich Thranduil seinem Sohn. Da er etwas größer war als er, beugte er sich zu ihm herunter. Ihre Gesichter berührten sich beinahe. Ich hielt mein Atem an, denn ich wusste nicht, was ich tun sollte.
„Ich habe dir viel verziehen mein Sohn. Aber das lasse ich nicht zu.“
„Ihr versteht das Falsch Adar. Ich hege Gefühle für sie… aber…“
„NANETN ADARENIN!”, ertönte eine tiefe Stimme und sofort ein weiteres Gebrüll. „Ich werde dieses Zelt betreten, egal wer darin ist!“
Dann flog ein Elb durch die Türe und wir drei drehten uns verwirrt um.
„Wer wagt es einfach in mein privates Zelt zu treten“, fuhr nun Thranduil den Unbekannten an. Seinen Sohn hatte er für einen kurzen Moment wohl vergessen. Doch eigentlich wussten wir wer es war, denn nur eine Person nannte mich so. Und da trat schon mein Enkel in das Zelt ein. Ein Schwert erhoben und auch er schien etwas gereizt zu sein. So langsam fragte ich mich, ob ich sie nicht doch hätte kämpfen lassen sollen, denn dann hätten sie wenigstens alle etwas Dampf ablassen können. Mein Enkel schaute den Elbenkönig finster an und suchte dann den Raum ab, bis seine Augen auf mich landeten.
„Naneth Adarenin”, diesmal hauchte er es und sein Schwert fiel klirrend zu Boden, ehe er auf mich zu stürmte.
Thranduil, der es wirklich nicht zu mögen schien, dass ich dauernd von einem neuen Elb von ihm gerissen wurde, wollte sich zwischen uns stellen, aber er war zu langsam. Sofort fand ich mich in einer innigen Umarmung mit meinem Enkel wieder.
„Es tut mir Leid. Ich habe euch so schlecht behandelt. Ich… wir… ihr seid doch meine Familie.“
Ich strich ihm sachte durch sein Haar, während er mich immer noch feste umarmte. Zu meiner Überraschung sah ich am Eingang noch mehrere andere Leben. Darunter Bruinen, meine Schwiegertochter und Ivriniel. Den Frauen standen Tränen in den Augen und sie schwiegen. Es war wohl nun unmöglich ein Gespräch nur mit Thranduil und Legolas zu führen.
„Würdet ihr sie bitte los lassen?“
Ich drehte meinen Kopf zu Thranduil, der wirklich sehr unglücklich aussah, aber er schritt nun nicht mehr ein. Immerhin war es mein Enkel und von ihm musste er wirklich keine Annäherungsversuche befürchten. Milant ließ mich auch los und drückte mich dann hinter sich. Sofort war Bruinen und Ivriniel an seiner Seite.
„Ähm. Was soll das?“, fragte ich verwirrt.
„Er hat euch umgebracht. Nun wird er bezahlen!“
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