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Vergangenheit und Gegenwart

GeschichteSchmerz/Trost, Liebesgeschichte / P18 Slash
Legolas OC (Own Character) Thranduil
26.07.2020
20.09.2020
33
59.392
1
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28 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
01.09.2020 1.448
 
Und das dritte Kapitel.
Es läuft gerade!
Das nächste Kapitel wird dann auch morgen reingestellt.
Wuhuuu
Schaffe gerade gut was weg.
Aber nur in dieser Geschichte :D

Viel Spaß

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-Rückblick-
Ich beobachte Nessa und ein Schmunzeln glitt über meine Lippen. Sie trainierte gerade einige jungen Wald-Elben, die sie um Hilfe gebeten hatten. Nessa war die beste Bogenschützin im Reich und war somit auch die beste Jägerin. Nun hatten sich einige Elben getraut sie um Rat zu bitten und sich von ihr unterrichten zu lassen. Sie standen alle in einer Reihe mitten auf dem Trainingsgelände und sie hatte eine einfache Aufgabe bereit gestellt. Einige Meter von ihnen entfernt waren Zielscheiben. Doch allein diese einfachen Ziele, trafen viele von ihnen nicht und ich bemerkte, wie Nessa etwas gereizt wurde. Sie war nicht wirklich geduldig, aber dennoch eine gute Lehrerin. Sie entriss einem Elb, der sie um ein vielfaches überragte den Bogen und schien mit ihm zu schimpfen. Dann spannte sie den Bogen selbst und schleuderte drei Pfeile in einer raschen Geschwindigkeit in die Zeile. Alle fast im Zentrum, aber doch so weit auseinander, dass sie keinen Pfeil zerstörte. Es war also absichtlich. Sie drückte den Bogen ihm wieder in die Hand und deutete auf die Zielscheibe. Dieser versuchte es erneut. Nun stellte sie sich hinter ihn und umgriff seine Arme. Ich zuckte kurz zusammen, wie sie ihn von hinten umarmte und berührte, schien mir etwas zu vertraut zu sein. Also beschloss ich einzuschreiten. Ich trat aus der Ecke, aus der ich sie beobachtet hatte, hervor und räusperte mich. Sofort drehten sich alle um und die Elben verbeugten sich, außer Nessa. Diese nickte mir nur kurz zu und ich gestattete es allen sich wieder zu erheben.
„Ich dachte, ihr könntet einen etwas anspruchsvolleren Kampf gebrauchen.“
Nun zog sich ein Lächeln über ihre Lippen.
„Wie ihr wünscht mein Prinz.“
Wenn wir wo öffentlich waren, benahmen wir uns, meistens, und begegneten uns immer höflich und auf die Anrede bedacht, was uns immer ein Schmunzeln entlockte. Eigentlich wusste jeder, dass das nur Fassade war und sie mich sogar mit Schlamm abschmeißen konnte, ohne ernsthafte Konsequenzen ertragen zu müssen. Also, okay, das war schon passiert, im letzten Herbst, als sie von ihrem Pferd gefallen war und in eine Schlammpfütze gelandet war und ich sie ausgelacht hatte. Die Blicke der Wachen, die uns begleitet hatten, gingen mir bis heute nicht aus dem Kopf, als sie eine große Kugel Schlamm genau in mein Gesicht warf. Rasch eilten die Elben um den Trainingsplatz bereit zu machen, denn sie wussten, dass wir nicht mit Pfeil und Bogen kämpften. Eigentlich hatte ich vor meine Schwert-Kunst zu trainieren, aber Nessa beherrschte, als fast einzige Waffe, diese nicht. Ich wollte sie mal in dieser Hinsicht trainieren, aber da sie auch ohne Schwert besser war, als viele meiner Wachen, beließ ich es so lange dabei, bis sie mich darum bat. Rasch war der Platz also gelehrt und ich schaute zu, wie sich Nessa einen Panzer umband. Da sie schon eine Lederhose und ein kurzes Kleid trug, waren nur noch die Panzerplatten dran. Als Lehrerin musste sie keine Rüstung tragen, aber jetzt war es angebracht. Ich entschied mich auch nur für eine Lederrüstung, da wir beide so Kampferprobt waren, um uns nicht gegenseitig, tiefe Verletzungen zufügen würden. Zudem waren wir beide so wendiger und der Kampf würde dann noch interessanter werden. Aus dem Augenwinkel erblickte ich noch, wie sie ihre Haare zu einem hohen Pferdeschwanz mit einem Stück Leder zusammen band und musste grinsen. Sie war wohl die einzige Elbe, die es nicht wirklich mochte ihre Haare offen zu tragen. Erst Recht nicht im Kampf, weswegen ich immer das eine oder andere Band in meiner Satteltasche mit mir führte. Ich griff zu einem Kurzschwert und auch sie schnappte sich ihr eigenes. Ihres, war ein Geschenk ihres Vaters. Die Beziehung zu ihm war etwas schwierig, aber die Waffen, die er ihr schenkte, waren von ausgezeichneter Qualität.
Wir begaben uns zur Mitte des Platzes und ich grinste sie an. Wir standen nicht mal eine Sekunde uns gegenüber, als sie schon zum Angriff losstürmte. So kannte ich sie. Keine Sekunde zögernd. Ihre Größe erlaubte es ihr, sehr wendig zu sein und ein schweres Ziel. Aber obwohl ich größer war, war auch ich schnell. Bevor sie mich mit ihrem Schwert treffen konnte, blockierte ich diesen. Rasch sprang sie hoch und schaffte es mit einem Fuß mich in den Magen zu treten. Ich torkelte einige Schritte nach hinten, ehe ich mich fing. Damit hatte ich nicht gerechnet. Sie wollte heute unfair spielen. Wie sie wollte. Als sie landete, stand ich schon bereit und ließ die Klinge auf ihr Gesicht zu fliegen. Rasch hob sie ihre Arme hoch und blockte die Klinge mit ihren Armplatten und rollte sich dann nach hinten ab. Die umstehenden hielten die Luft an. Wie eine Raubkatze gebeugt schaute sie mich an und ich stand gerade vor ihr.
„Etwas eingerostet. Hat dich das trainieren der jungen Elben etwa lahm gemacht?“, witzelte ich und ich erkannte einen Funken in ihren Augen.
Zorn und Freude zugleich.
„Oh mein Prinz. Ich werde euren königlichen Hintern versohlen.“
Dann stürmte sie wieder auf mich los und ein tiefes Lachen kam aus meiner Brust. Ich stand bereit und sah, wie sie auf mich zu rannte. Ich rechnete schon wieder mit einem Sprung, aber kurz vor mir, rutschte sie auf dem Boden unter mir hindurch. Immer wieder für Überraschungen gut. Dabei benutzte sie die stumpfe Seite der Waffe und knallte sie gegen mein Knie. Es schmerzte und ich musste mir ein Stöhnen unterdrücken. Doch weit kam sie nicht, denn ich drehte mich rasch um und mit meiner freien Hand ergriff ich ihren Zopf und zog sie zu mir. Ebenso schnell windete sie sich um und wir standen nun gegenüber. Eine meiner Hände, vergraben in ihren Haaren und die andere umschlang meine Klinge, die ich sachte gegen ihren Bauch drückte. Doch auch sie hatte schnell regiert und hielt ihr Kurzschwert an meine Kehle und ihre andere Hand hielt ein Dolch, welchen sie an ihrem Zopf-Ansatz hielt. Sie wollte sich ihre Haare abschneiden, um aus dieser Lage rauszukommen.
„Wie wäre es mit einem unentschieden und ihr lasst eure schönen Haare ganz.“
Sie grinste mich breit an.
„Ihr findet meine Haare schön….eure Hoheit“, dabei blitzten ihre Augen auf.
„Ja finde ich, Ithildim“, wobei ich das letzte Wort so leise sprach, dass nur sie mich hören konnte.
Ihre Wangen wurden etwas rosa, was aber auch vom Kampf stammen konnte.
„Nicht in der Öffentlichkeit“, wisperte sie mir zu und senkte ihre Waffen.
Ich tat es ihr gleich. Nahm meine Klinge von ihrem Bauch und ließ meine Finger aus ihren seidigen Locken gleiten. Irgendwie hatte ich die umstehenden Elben vergessen, die aber nun auf uns zugeeilt kamen um uns unsere Waffen und Rüstungen abzunehmen.
„Ich hatte gar nicht gemerkt, dass du auch Dolche eingesteckt hast“, bemerkte ich nebenbei, als ich den Brustpanzer auszog.
„Tja eure Hoheit. Ihr solltet vielleicht besser auf euren Gegner aufpassen.“
„Vor allem wenn der Gegner eine gewitzte Elbe ist, die ziemlich frech ist“, konterte ich und sie riss die Augen spielerisch weit auf.
„Ihr trefft mich sehr eure Hoheit. Ich bin euch gegenüber NIE frech“, wobei sie dann anfangen musste zu kichern.
Ja, ich liebte es mit ihr zu kämpfen und Zeit mit ihr zu verbringen. Diese sture, freche, kämpferische, liebevolle, wunderschöne Elbe.

-Gegenwart-
Ich wisch wieder einem Schlag aus und langweilte mich langsam. Abermals blockierte ich einen Schlag und dann hörte ich, wie sie sich an diesen Elb namens Bruinen widmete. Ich konnte ihn nicht leiden. Er blickte sie an, als ob sie das Zentrum seiner Welt wäre. Wahrscheinlich hatte er tiefere Gefühle für sie. Innerlich wollte ich ihn tot sehen, wo wie er sie ansah. So schaute man seine Königin nicht an. Doch was sie dann sagte irritierte mich, sie wollte, dass ihre Untertanen ihren Enkel aufhielten. Ihn nicht unterstützen, sondern abhielten auf mich einschlagen zu wollen. Ich schaute dem Geschehen nur zu, als sie mehrere Meeres-Elben auf diesen Elb, Milant, stürzten und ihn dann entwaffneten. Als dies geschehen war, schaute ich zu Nessa und schluckte schwer. Ich hatte erwartet, sie aufgebracht oder wütend zu sehen. Stattdessen war sie ruhig und hatte ihre Königin-Maske wieder auf.
„Auf ein Wort!“, richtete sie ihre Worte zu mir, drehte sich galant, einer Königin würdig um und schritt dann in die Richtung der Besprechungsräume.
Ich reichte das Schwert einer Wache und folgte ihr ruhig. Mein Sohn blickte mich verwirrt an, doch ich wusste, dass jetzt Zeit für Politik und Diplomatie war. So wie sie aufgetreten war, ließ sie jetzt keinerlei Spielraum für was anderes.

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Info zum nächsten Kapitel:
Da müsst ihr vielleicht Taschentücher holen, denn da werden wahre Gefühle laut ausgesprochen
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