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Vergangenheit und Gegenwart

GeschichteSchmerz/Trost, Liebesgeschichte / P18 Slash
Legolas OC (Own Character) Thranduil
26.07.2020
20.09.2020
33
59.392
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10.08.2020 1.516
 
Wir warteten nur einige Tage, bevor wir uns zu dritt aufmachten und weiterreisten. Nur nicht stehen bleiben und einen Weg finden, wie wir wirklich an die Krone des Meeres-Volkes kommen konnten. Milant war in der Thronfolge der Nächste, aber dafür musste sein Großvater entweder den Thron weiter geben oder sterben. Nur wie sollte man einen König stürzen?
Wir ritten über die endlosen Weiten des Landes Rohan und mein Kopf dröhnte von den ganzen Plänen, Überlegungen usw. Ich sah einfach keinen Ausweg für uns. Ein Attentat konnten wir ausschließen, da ich die Sicherheitsvorkehrungen nur zu gut kannte. Bliebe uns nur die Möglichkeit eines aktiven Krieges. Aber ohne Armee würden wir scheitern. Ein anderes Elben-Volk wollte ich aber nicht mit rein ziehen und sie würden uns auch nicht helfen.
„Wir rasten hier“, gab ich meinen zwei Begleitern bekannt, als wir uns einem kleinen Wald näherten.
Hier würden wir von der freien Fläche nicht gesehen werden und waren geschützt. Zudem brauchte Elleth sicher eine Pause. Sie war noch nie eine Kriegerin oder Reisende gewesen und ihre Wunde tat ihr ziemlich sicher noch weh.
„Meine Herrin. Habt ihr… einen Plan?“, fragte mich Elleth und in ihren Augen funkelte Hoffnung.
Ich war tausende Ideen durchgegangen und hatte doch nur einen Weg gefunden. Einen, den ich hätte früher ergreifen sollen. Einen, bei dem ich die zwei erst mal in Sicherheit bringen musste. Zu meinem Leidwesen gab es nur einen Ort, an dem sie sicher waren. Zu einem Mann, der mir sicherlich nicht noch einen Gefallen tun würde.
„Ja. Wir müssen in den Düsterwald“, brachte ich hervor.
Mein Enkel schien verwundert zu sein und gesellte sich zu uns.
„Wieso dorthin? Habt ihr nicht gesagt, dass der König des Düsterwaldes euch nicht gut wohl gestimmt ist?“
„Das stimmt. Deswegen erwähnen wir nicht, dass ihr mein Enkel seid. Und ich werde auch nicht mitkommen.“
„Was macht ihr dann?“, fragte mich Milant und er schien zu ahnen, dass etwas nicht stimmte.
„Bringen wir erst euch in Sicherheit. Denn der Weg zum Düsterwald ist lange und der Wald selbst zurzeit nicht gerade einladend. Immer noch sind dort riesige Spinnen und auch Orks wurden gesichtet.“
Elleth wurde blass und ihr Sohn strich ihr sachte über eine Hand.
„Alles wird gut Naneth. Ich bin da um auf dich auszupassen.“


„Schneller! Wenn wir den Wald betreten, können wir sie abschütteln!“, rief ich Elleth und Milant zu.
Wir waren Richtung Düsterwald unterwegs und zu meinem Leidwesen, hatte mein Ehemann nicht nur ein paar Attentäter engagiert, sondern auch Söldner. Eine gewaltige Gruppe. Er wollte wirklich meinen Tod und den von Elleth. Am Anfang hatten Milant und ich gegen sie gekämpft und sicher zwei Dutzend von ihnen erledigt, aber da wir noch auf Elleth aufpassen mussten und es immer mehr wurden, hatten wir uns für eine Flucht entschieden. In einem Wald, würden die Massen es schwerer haben uns zu folgen und wir waren auch flinker in den Bäumen unterwegs als unsere Verfolger. Der Wald, der früher einst meine Heimat war, würde mir sicher helfen. Doch zuerst müssten wir dort ankommen.
Wir trieben unsere Pferde an. Immer wieder drehten Milant oder ich uns um, um einen herannahenden Feind zu erledigen, mit Schwert, Dolchen oder Pfeilen. Elleth hatten wir zwischen uns genommen. Gerade näherten sich drei Männer zu meiner Rechten. Ich schwang mein Schwert und erwischte den Ersten, der wie ein nasser Sack von seinem Pferd fiel.
„Es werden nicht weniger“, brüllte Milant zu mir.
Einmal wieder unachtsam, ich musste wirklich daran arbeiten, und einer der übrig gebliebenen Männer war von seinem Pferd auf meins gesprungen. Durch die Ruckartige Bewegung war mein Hengst ins straucheln geraten und warf uns beide ab.
„Herrin!“, schrie Elleth.
Ich rollte mich ab und sprang sofort wieder auf meine Beine, nun meine Zwillingsklingen in der Hand. „Reitet weiter!“, schrie ich den zwei Elben zu.
Der Mann, der mit mir auf dem Boden gelandet war, hatte sich ebenfalls aufgerafft, vom anderen, auf dem Pferd wurde ich noch umkreist. Bevor die restlichen Angreifer uns sich nähern konnten, griff ich an. Ich stoß mich kraftvoll mit einem Bein ab und sprintete in einem enormen Tempo auf den ersten Mann. Er blockierte meinen ersten Angriff, übersah aber die Klinge in der zweiten Hand und so rammte ich diese ihm tief in den Bauch. Ebenso schwungvoll zog ich sie heraus und trennte dann in einer fließenden Bewegung den Kopf ab. Noch einer. Da dieser auf seinem Pferd noch war, war es schwerer an ihm zu kommen. Immer wieder versuchte ich ihn herunterzuziehen, aber ohne Erfolg. Schlussendlich zielte ich auf die Beine des Pferdes. Es tat mir leid so ein edles Geschöpf zu verletzten, aber es galt gerade es oder ich. Durch die Überraschung wieherte es laut und ließ nun seinen Reiter fallen.
„Du Miststück“, knurrte er mich an, während das Pferd sich von dannen machte.
Rasch rannte er auf mich zu. Seine Kollegen kamen immer näher auf uns zu. Zeit war nun das wertvollste Gut.
„Hiril Nessa!“, hörte ich einen Ruf und sah, wie Milant zurückgeritten kam, sein Schwert in der Hand.
Als ich mich zu meinem Enkel umdrehte, rammte mir der Mann etwas in die Seite. Ich blickte herab und sah einen Dolch. Mal wieder. Wieso hatten alle das Bedürfnis mir einen Dolch in die Seite zu stechen?! Den Schmerz ignorierend, köpfte ich den Mann sofort. Milant steckte sein Schwert weg und hielt mir seine Hand hin.
„Wir können euch nicht zurücklassen. Wir kennen immerhin den Weg im Wald nicht“, dabei grinste er mich an.
Ich zog rasch den Dolch hinaus, verdeckte mit meinem Umhang die Wunde und schwang mich hinter Milant auf das Pferd.
„Es ist nicht mehr weit“, sagte er und wir ritten wieder los.
Elleth war weiter vorausgeritten, aber wir holten sie rasch ein. Am Rande des Waldes schienen meine Begleiter eingeschüchtert zu sein.
„Er sieht so… düster aus“, meine Elleth, als wir unsere Pferde los ließen.
„Nicht nachdenken, rein mit euch!“, befahl ich und Schritt voraus.
Die Söldner waren mittlerweile sehr nahe, durch meinen kurzen Abstecher. Sofort wurde jeder Ton und jeder Sonnenstrahl von den dichten Ästen geschluckt. Nicht mal Schnee hatte es geschafft hier auf den Boden zu fallen. Wir kletterten so leise wir möglich über etliche Wurzeln und ich hörte das Getrampel unserer Verfolger. Auch wenn ich die Spinnen nicht mochte, so hoffte ich sehr, dass sie auftauchen würden und die Söldner angreifen würden.
„Hier lang“, wisperte ich und meine Kameraden gingen an mir vorbei, wobei ich mich an einem Baum abstützte.
Der Dolch vorhin war doch tiefer in mir gewesen, als ich mir eingestehen wollte. Als die Beiden an mir vorbei waren, hob ich den Umhang und betrachtete die Wunde. Ein tiefes Loch, das noch blutete und mein Oberteil an der gesamten linke Seite eingetränkt hatte. Super. Ich hatte keine Zeit mich darum zu kümmern. Rasch riss ich ein Stück Stoff des Saums meines Umhangs ab und verband damit notdürftig die Wunde. Besser als nichts. Wieso meine Elben-Magie nicht wirkte oder die Wunde zumindest nicht vom bluten stoppte, wusste ich nicht und dachte daran gerade auch kaum.
Sofort stieß ich mich wieder ab und begab mich wieder Richtung der anderen. Wir kamen, ohne von den Söldnern eingeholt zu werden oder Spinnen zu begegnen bis zu einer eingestürzten Brücke. Irgendwie mussten wir auf das andere Ende.
„Los. Die Wurzeln.“, kommandierte ich und sie gehorchten mir.
Ich hatte wohl noch gut den königlichen Befehlston drauf. Ich fixierte meinen Blick auf den Weg vor mir, der Verlust des Blutes machte sich nun bemerkbar und mir wurde leicht schummerig. So bekam ich nicht mit, das Elleth Probleme hatte und mit einem lauten Klatschen ins Wasser fiel.
„Naneth“, brüllte Milant und reichte seiner Mutter die Hand.
„Da sind sie“, brüllte nun eine männliche Stimme und sofort rauschte ein Pfeil an mir vorbei.
Elleth hatte sich aufgerafft und nun rannten wir weiter. Pfeil um Pfeil verfehlte uns, aber unsere Angreifer wussten nun wo wir waren. Wir würden es nicht schaffen.
„Elleth, Milant. Ihr lauft weiter. Ich werde sie ablenken. Ich führe sie in das Gebiet, wo die Spinnen das letzte Mal waren. Keine Widerworte. Folgt diesem Pfad einfach“, dabei deutete ich auf einen unscheinbaren Trampelpfad.
„Auch wenn sie euch dort zunächst gefangen nehmen, seit ihr sicher.“
„Brennil nin, wir können euch…“
„Doch, das werdet ihr Elleth. LAUFT!“
Milant, der mir besorgt ins Gesicht schaute griff den Arm seiner Mutter und zog diese weiter. Jetzt hieß es, die Söldner auf mich aufmerksam zu machen. Ich wartete einige Sekunden ab, bis sie mich sahen und rannte in die andere Richtung davon.
Der Trick funktionierte und sofort hatte ich etliche Männer an meinen Fersen.

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Hallöchen
Heute mal eine Nachricht am Ende.
Ich wollte mich entschuldigen, das Nessa IMMER WIEDER irgendwelche Verletzungen abbekommt und andauernd von einem Dolch erstochen wird.
Leider wird sich das nicht besser *sorry*
Sie wird noch so einige Hiebe und Stiche einkassieren müssen.
Hoffe euch stört das nicht.

Da ich heute Nacht doch noch einen Lauf hatte, werdenheute sicher noch 2-3 Kapitel folgen.
Sozusagen als Vorab-Entschuldigung, weil ich ab nächste Woche wieder arbeiten muss und dann sicher weniger kommen wird.
Freue mich über eure Reviews und Likes :)
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