Die Wette

GeschichteDrama, Romanze / P18
Blaise Zabini Harry Potter Hermine Granger OC (Own Character) Ronald "Ron" Weasley Severus Snape
26.07.2020
08.09.2020
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42.736
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05.09.2020 3.390
 
DAS NÄCHSTE KAPITEL ENTHÄLT GEWALT UND SEXUELLE HANDLUNG!



"Du musst das nicht tun." Severus hatte die Hände fest auf ihren Hüften, seine Stirn an ihrer und besorgt blickte er auf sie hinab.

"Doch, ich muss. Danach wirst du es verstehen", antwortete Lara.

Nervös standen sie vor dem großen Tor des Zauberministeriums und warteten darauf abgeholt zu werden. Heute wollte man Lucius Malfoy und seine Männer für ihre grausamen Taten zur Verantwortung ziehen. Da sie die Einzige war, die noch ihre Erinnerungen daran hatte, waren nur sie und Severus als Zeugen geladen. Die Erinnerungen, die Hannah vor ihrem obligieren an Dumbledore gegeben hatte, waren am Tag zuvor im Denkarium des Ministeriums ausgewertet worden. Von ihrem Vater hatte sie erfahren, dass Hannahs Mutter nach der Verhandlung schluchzend zusammengebrochen war und sie hatte gehofft, sie könnte ihren Eltern ausreden, zur Verhandlung zu erscheinen. Doch sie hatten überhaupt nicht mit sich reden lassen, sie wollten ihrer Tochter beistehen. Als einer der Auroren auf sie zukam, fing ihr Herz fürchterlich an zu rasen. Severus drückte ihr sanft einen Kuss auf den Mundwinkel.

"Es werden nur die Wichtigsten Personen dort sein. Kingsley wollte dir das ersparen", sagte er leise.

"Ich wünschte meine Eltern und du würden auch nicht dabei sein. Versprich mir bitte, dass du ruhig bleibst." Fast flehend blickte sie ihn an.

"Ich werde es versuchen", murmelte er.

Der freundliche Auror bot ihr seinen Arm und führte sie den langen Gang durch den Saal zu ihrem Platz. Sie war jetzt wirklich froh, dass nur wenige Zuschauer an der Verhandlung teilnehmen durfte, aber trotzdem schlug ihr Herz bis zum Hals, ihr Magen rebellierte und ihr war totschlecht. Aber sie wollte das heute unbedingt. Das war sie ihm und das war sie sich und den anderen Mädchen schuldig.

"Miss Miller, zuerst einmal möchte ich ihnen sagen, dass ich es sehr mutig finde, dass sie heute selbst hier erschienen sind. Sie wissen, dass sie das nicht müssen", sagte Kingsley freundlich.

"Das weiß ich Sir, aber es war mein freier Wille", antwortete sie.

Ein Angestellter des Zaubergamots trat vor das Podium. "Verhandelt wird heute die Entführung, Vergewaltigung und schwere Körperverletzung der Schülerinnen Tina Schulze, Lara Miller und Hannah Abbott aus der Zauberschule Hogwarts und der Muggel Leslie Walden durch die Angeklagten Lucius Malfoy, Draco Malfoy, Fenrir Greyback und Sebastian Scabior. Außerdem wird Anklage gegen Fenrir Greyback gestellt, wegen dem gewaltsamen Tod durch einen Unverzeihlichen Fluch an der Muggel Cassie Alstrop. Die Verhandlungen weiterer Angeklagten ist auf morgen gesetzt. Die Auroren mögen die Gefangengen bitte hereinbringen."

Die Flügeltüre hinter Lara öffnete sich und die genannten Vier Männer wurden in Ketten in den Raum geführt. Sie hob den Kopf, als sie gegenüber von ihr Platz nahmen und traf sofort auf die blauen Augen von Lucius, die sie mit einem mörderischem Grinsen anblickten. Neben ihm Draco, der bleich und zitternd mit gesenktem Kopf stumm zu Boden blickte.

"Da bei Miss Abbott und Miss Schulze der Obliviate eingesetzt wurde, haben wir zu heutigen Zeugenaussage nur Miss Lara Miller geladen. Sie hat sich dazu bereit erklärt, Legilimentik anwenden zu lassen. Miss Miller, ich frage sie jetzt hier vor allen Zeugen im Saal, ob sie bereit dazu sind?" Kingsley Shackleybolt blickte von seinen Platz aus auf sie runter.

Lara straffte ihre Schultern und atmete noch einmal tief durch. "Ja, Sir"

"Das hohe Gericht hat beschlossen, dass Albus Dumbledore ihnen zur Seite steht, da er ihnen vertraut ist. Sind sie damit einverstanden Miss Miller?"

"Ja, Sir, das bin ich."

Albus trat neben sie und lächelte ihr kurz zu.

"Albus Percival Wulfric Brian Dumbledore, sie sind vom Gericht dazu befugt Legilimentik in ausweitender Form dúrchzuführen. Sind sie damit einverstanden?" Kingsley blickte auf Albus, der nickte und laut "Ich bin damit einverstanden" sagte.

"Haben sie noch Fragen, Miss Miller"

"Nein, Sir"

Albus trat jetzt neben sie und lächelte sie an. Behutsam legte er eine Hand auf ihre Schulter und sofort entspannte sich ihr Körper ein wenig. Er hob seinen Zauberstab und hielt ihn nah an ihre Schläfe.

Lara spürte, wie die beiden Todesser sie fest umschlungen hielten. Ihr Atem setzte kurz aus, als sie mit ihr apparierten und im nächsten Moment krachte sie hart auf einen Steinboden. Sie hatte keine Zeit sich umzusehen, denn eine Hand packte ihre roten Haare und zog sie durch einen langen Korridor. Schwere Leuchter zierten die Wände und an den grauen Steinen konnte sie jetzt erkennen, dass sie sich in einem alten Gemäuer befand. Sie schrie auf, als sie mit Schwung nach vorne geschubst wurde und gegen einen Tisch knallte, der vor ihr stand.

"Wieviele habt ihr mitgebracht?", hörte sie eine Stimme hinter sich und drehte sich um.

Sie bereute dies sofort, denn sie blickte in die eiskalten Augen von Lucius Malfoy. Etwas flog auf sie zu und schon im nächsten Moment spürte sie einen heftigen Schmerz an ihrem Gesicht und den Geschmack von Eisen in ihrem Mund. "Bring sie nach oben", hörte sie ihn weit weg, ehe alles um sie herum schwarz wurde.

Als sie wieder erwachte, war es dunkel um sie herum und sie hörte ein Wimmern, dass rechts von ihr zu kommen schien. "Wer ist da?, flüsterte sie.

"Lara, ich bin es Hannah", schluchzte das Blonde Mädchen.

Unter Schmerzen kroch sie in die Richtung, aus der die Stimme kam und umfasste Hannahs Knie. "Bist du verletzt?"

"Nein. Wo sind wir?"

"Ich weiß es nicht, Hannah", antwortete sie.

Lara zuckte zusammen, als die Türe aufgerissen wurde. Durch das Grelle Licht auf dem Korridor konnte sie zuerst nichts erkennen und nahm nur einen Schatten wahr. Sie blinzelte ein paarmal und blickte erneut auf die Türe. Ihr gefror das Blut in ihren Adern, als sie Fenrir Greyback und Sebastian Scabior erblickte, die mit verschränkten Armen im Türrahmen standen und sie teuflisch angrinsten. "Merlin, hilf uns", murmelte sie leise.

Fenrir kam auf die beiden zu und blickte kurz zwischen ihnen hin und her. Dann riss er Hannah vom Boden hoch und zog sie hinter sich her aus dem Raum. Lara drückte sich eng an die Wand, als Scabior langsam auf sie zutrat. Er hatte ein Messer in der Hand und legte es unter ihr Kinn, sodass sie gezwungen war, ihn anzusehen. Langsam leckte er mit seiner Zunge über seine Lippen und kam dann nah an ihr Ohr. "Wenn du das hier überleben willst, dann machst du jetzt besser, was ich dir sage", raunte er. Ihr Körper erschauderte, als seine Zunge ihr Ohr entlangfuhr. "Auf die Knie."

Sie riss die Augen auf und schüttelte den Kopf. "Nein," keuchte sie.

"Auf die Knie hab ich dir gesagt", schrie er jetzt, packte unter ihrem Arm und zog sie mit einem Ruck vom Boden. Er griff ihr grob in die Haare und warf sie mit Gewalt an die Wand, sodass sie mit dem Kopf dagegen schlug. "Ich mag es überhaupt nicht, wenn man sich mir widersetzt."

Finster blickte er sie an, ehe er sein Messer an ihren Oberschenkel setzte und einmal von oben nach unten durchzog. Er erstickte ihren Schrei damit, das er seine Hand auf ihren Mund drückte und sie eng an sich presste, sodass sie seine Erektion an ihrem Becken spürte. Sie schluchzte auf, doch verstummte sofort, als er seinen Handrücken in ihre Kehle drückte. Kurz blickte er sich um, packte sie und schleuderte sie gegen den Tisch, der an der Wand stand. Lara stöhnte auf, als sie dagegen prallte und eine ihrer Rippen laut knackte. Sie versuchte tief durchzuatmen, um einen kurzen Moment zu verschnaufen, als seine Hand schon an ihrer Schulter war, sie umfasste, sie zu sich drehte und auf die Tischplatte schob. Seine rechte Hand fest an ihrer Kehle, nestelte er an ihrer Hose und zog sie ihr bis zu den Knien hinunter. Sie riss die Augen auf, als sie sah, dass er dann seinen Gürtel löste und sich seine Hose ebenfalls von der Hüfte schob.

"Bitte nicht", wimmerte sie und versuchte sich aufzubäumen, als sie erneut einen Schlag im Gesicht spürte.

"Bitte nicht", äffte er sie nach. Er beugte sich über sie und sein Penis strich ihre Oberschenkel entlang. Sie drehte ihren Kopf nach links und erbrach sich auf dem Boden.

"Reiß dich zusammen, meine Süße, sonst stecke ich ihn so tief in den Rachen, dass du einen Grund zum kotzen bekommst. Ich weiß nicht, ob du das hier jetzt genießen wirst, aber ich werde es mit Sicherheit tun", raunte er, positionierte sich und stieß fest in sie.

"Du verdammter Mistkerl", schrie Severus, der von seinem Platz aufgesprungen war, seinen Zauberstab auf Scabior gerichtet hatte und ihn anfunkelte. Neben ihm Ben der ebenfalls mit gezücktem Zauberstab, der Scabior mit tränenüberströmten Gesicht fixierte.

"Albus", hörte man Kingsley und er löste die Verbindung. Lara schnappte erschrocken nach Luft.

"Professor Snape, Mister Miller, nehmen sie ihren Zauberstab herunter. Ich weiß es ist eine schwierige Situation, aber sie müssen jetzt besonnen sein", hörte sie Shacklebolt und ihr Kopf schnellte in ihre Richtung. Sie sah die Verzweifelten Blicke der beiden Männer und auch das geschockte Gesicht ihrer Mutter, die von Molly Weasley umarmt wurde. Zwei Auroren standen vor den beiden Männern und hatten ihre Zauberstäbe auf sie gerichtet.

Sebastian Scabior lachte Severus ins Gesicht. "Ich weiß gar nicht, was du willst Severus. Ich habe nichts anderes mit ihr getan, als du, mein Freund. Ich habe ihr das verdammte Hirn rausgevögelt."

"Mister Hanson, begleiten sie Mister Scabior aus dem Gerichtssaal und sperren sie ihn in die Zelle zurück", sagte Kingsley.

"Dad, Severus, bitte", flehte Lara. Sie hatte sich erhoben und blickte sie angsterfüllt an. "Severus, du bist nicht wie sie. Du bist kein bisschen wie sie."

Severus sah zu ihr und langsam ließ er seinen Zauberstab sinken. Er schnaubte laut auf und überreichte ihn einem der Auroren. "Verzeihen sie, Mister Shacklebolt." Und auch Ben ließ seinen Zauberstab sinken und ließ sich kraftlos auf die Bank sinken.

"Wir werden einen Pause machen, damit Miss Miller sich beruhigen kann. Professor Dumbledore, begleiten sie Miss Miller bitte in den Nebenraum. Wir werden uns solange die Aussagen von Severus Snape anhören."

Sie blickte sich um, als er seinen Arm um sie legte und als sie auf ihre weinende Mutter sah, schluchzte sie leise auf. Albus führte sie ein Zimmer weiter, wo schon eine Heilerin aus dem St. Mungo auf sie wartete.

"Setzen sie sich Miss Miller", wies die Dame sie freundlich an.

Lara hatte den Kopf gesenkt und lauschte ihrem eigenen Herzschlag. Sie schämte sich, obwohl sie wusste, dass es nicht ihre Schuld war. Albus spürte sofort, was in ihr vorging und legte beide Hände auf ihre Schultern.

"Du musst das nicht weiter machen, Lara", sagte er sanft.

"Ich weiß, aber ich will es. Das bin ich Hannah, Tina und und beiden anderen Mädchen schuldig. Diese Unmenschen sollen dafür büßen. Und sie wissen den Grund, weshalb ich es noch tun muss. Ich kann nicht zulassen..."

"Und das finde ich sehr mutig von dir." Albus klopfte ihr leicht auf das Knie.

"Miss Miller, ich habe hier einen Stärkungstrank. Sie machen das wirklich toll und wir sind stolz auf sie", kam von der Heilerin, die sie freundlich anblickte.

"Vielen Dank". Sie nahm den Becher und leerte ihn in einem Zug.

Sie hatte eine halbe Stunde vor sich hin gegrübelt und sofort steigerte sich ihre Nervosität wieder, als Albus sie zurück in den Gerichtssaal führte.

"Miss Miller, ich hoffe sie konnten sich ein bisschen erholen." Der Richter blickte sie an und Lara nickte. "Dann kommen wir jetzt zum nächsten Punkt. Ihre Zeugenaussage gegen Mister Draco Malfoy."

"Sir, ich bin nicht hier, um eine Zeugenaussage gegen Draco Malfoy zu machen"

"Lara, bist du von Sinnen", hörte sie Severus, der von seinem Platz aufgesprungen war und sie ratlos ansah.

"Severus, bitte vertrau mir". Sie drehte ihren Kopf in Draco's Richtung. "Sir, ich bin hier um für Draco Malfoy auszusagen."

"Nun gut, Miss Miller. Professor Dumbledore, fahren sie fort."

Sie nickte Albus zu, der seinen Zauberstab erneut an ihre Schläfe hielt.

Lara öffnete die Augen und sofort war dieser Schmerz da, der ihren Körper unter Kontrolle hatte. Sie befand sich immer noch auf dem Tisch, doch sie spürte, das sie nicht alleine war. Sofort war da wieder diese Angst, die ihr die Kehle zuschnürte und ihr Körper fing an zu beben.

"Lara, bist du wach", hörte sie Hannah.

"Hannah", keuchte sie. Vorsichtig richtete sie sich auf und sah die Blonde Hufflepuff, die an der Wand lehnte. Unter Schmerzen rollte sie sich vom Tisch, ging zu ihr rüber und ließ sich vor ihr auf den Boden sinken. Die beiden Frauen schluchzten gleichzeitig los und fielen sich in die Arme. Als sie das Drehen des Schlüssels hörten, fuhren sie auseinander und drückten sich angstvoll gegen die kalte Wand. Lara erkannte sofort Dracos blondes Haar und schüttelte den Kopf.

"Ich möchte das mich niemand stört", zischte er und schloss dann die Türe hinter sich.

Fast wie in Zeitlupe kam er auf die beiden zu und ließ seine blauen Augen über ihre Körper wandern. Lara biss fest die Unterlippe zusammen, da sie wusste, das ihr letztes Stündlein jetzt geschlagen hatte. Draco Malfoy hasste sie. Seinen Blick fest auf die beiden jungen Frauen, ging er in die Hocke. Als er seine Hand vorstreckte, zuckte Lara zusammen und schloss die Augen.

"Ich will euch nichts tun, Lara. Es tut mir alles so leid", flüsterte er. "Verdammt, was haben sie euch angetan?"

"Was willst du Malfoy? Willst du dich über uns lustig machen?", zischte sie ihn an.

"Nein, glaub mir, ich wollte das alles nicht."

"Warum sollten wir dir trauen?"

"Ich weiß, dass ich euer Vertrauen nicht verdiene, aber ich möchte euch wenigstens ein bisschen helfen."

"Du kannst uns nicht helfen, wir sind verloren", flüsterte Lara.

Er zückte seinen Zauberstab und ließ ihn über die beiden gleiten. "Ihr seid beide verletzt. Vulnera Sanentur", murmelte er und sofort schlossen sich die Wunden an den Beinen der beiden langsam zusammen. "Ich habe versucht, das Ministerium zu informieren, aber ich weiß nicht, ob sie mir geglaubt haben und kommen werden."

"Warum tust du das?"

"Weil ich nicht so sein will, wie mein Vater. Ich wollte nie so sein. Aber ich hatte bisher keine Wahl. Meine Mutter wollte ihn schon lange verlassen, aber wir wissen beide, dass wir nicht weit kommen würden."

"Und deswegen bist du so ein Arschloch. Warum hast du dich nicht an Dumbledore oder Severus gewandt?"

"Weil ich Angst hatte, verstehst du das. Was wäre gewesen, wenn man mir nicht geglaubt hätte. Ich habe schon lange den Verdacht, dass Severus ein Spion ist, aber ich habe mich nicht getraut, aus Angst. Ich habe Angst um meine Mutter. Sie ist der Einzige Mensch der mich liebt. Verdammt, ich weiß nicht mehr, was ich tun soll."

"Du hast schon alles getan. Wenn das Ministerium niemanden schickt, dann ist das unser Schicksal", sagte Hannah leise.

"Ich würde euch so gerne befreien, aber wir könnten nirgendwo hin. Mein Vater hat überall Wachen postiert."

Er blickte abrupt hinter sich, als er von unten seinen Vater hörte. "Du bist ein elender Sadist, Snape. Wie wäre es, wenn du uns die jungen Damen herunterholst?"

Als er die Schritte auf der Treppe hörte, sprang er erschrocken auf. Lara sah zu Hannah, die erneut schluchzte und nahm sie tröstend in den Arm. Schnell murmelte Draco noch ein paar Worte, öffnete seine Hose und knöpfte sein Hemd halb auf.

"Ich denke, wir können das jetzt beenden", sagte Kingsley und gab Albus ein Zeichen die Verbindung zu lösen.

…...

Lucius Kopf drehte sich in die Richtung seines Sohnes. Er warf ihm einen vernichtenden Blick zu und spuckte ihm ins Gesicht. "Du elendiger kleiner Feigling. Du bist genauso unfähig wie deine Mutter", beschimpfte er ihn. Er versuchte sich zu erheben, doch einer der Auroren war sogleich zur Stelle und drückte ihn auf seinen Platz.

"Mister Malfoy, wenn sie die Zelle dem Gerichtssaal vorziehen, kann ich das sehr gerne einrichten lassen. Also halten sie ihren Mund." Kingsley hatte sich über seinen Tisch gebeugt und blickte ihn wütend an.

Dann wandte er sich an Draco. "Mister Malfoy, wir haben in den letzten Tagen ihre Erinnerungen ausgewertet und haben gesehen, dass sie mit der von Miss Miller übereinstimmen. Eine Frage habe ich noch."

"Natürlich, Sir"

"Was haben sie noch zu ihnen gesagt, ehe Severus Snape den Raum betat?"

"Ich habe einen Verhütungszauber ausgesprochen, Sir. Für die Mädchen war das alles schwer genug und ich möchte mir gar nicht ausmalen, wie es ihnen ginge, wenn sie schwanger geworden wären."

Lara drehte den Kopf in seine Richtung und schluchzte leise auf. "Danke", hauchte sie leise. Sie war sehr erschrocken, denn darüber hatte sie sich überhaupt keine Gedanken gemacht.

"Nicht dafür. Und verzeiht mir, dass ich nicht mehr tun konnte", antwortete er.

"Miss Miller, wir danken ihnen für ihre Unterstützung. Wenn sie möchten, dürfen sie natürlich die Urteilsverkündung abwarten, oder..."

"Ich würde den Saal gerne verlassen, Sir", flehte sie fast.

"Natürlich Miss Miller. Mr. Knox, bitte begleiten sie die Dame nach draußen und übergeben sie in die Obhut ihrer Freunde."

Langsam stand Lara auf und lief den Gang zurück zur Türe, die der Ministeriumsmitarbeiter für sie öffnete. Als sie nach draußen trat, holte sie tief Luft. Sie hatte es endlich geschafft. Sie wusste das ihr Eltern und Severus die Verhandlung bis zum Ende verfolgen würden und ging auf den Springbrunnen zu, der in der Mitte der Halle stand. Sie setzte sich auf den Rand und blickte stumm auf das Wasser. Ihre Freunde näherten sich ihr zögerlich und als Harry sich vor sie kniete, ließ sie sich in seine Arme fallen und ihr Körper bebte.

"Du hast es geschafft, Lara", flüsterte er.

"Soll ich ihnen etwas Wasser holen", fragte Mr. Knox und blickte sie mitleidig an.

Sie schüttelte den Kopf und vergrub ihren Kopf in Harrys Umhang. "Sie waren sehr tapfer Miss Miller. Ich werde in ihrer Nähe bleiben", hörte sie ihn sagen, ehe er sich ein paar Meter weiter von ihr postierte.

Lara hatte keine Ahnung, wie lange sie hier gesessen hatte, als die Türe zum Saal aufsprang und ihre Eltern ihn verließen. Sie stand auf und ging auf sie zu. "Und?"

"Die drei werden noch in dieser Woche den Dementoren vorgeführt. Kingsley wollte endlich ein Exempel statuieren und hielt lebenslange Haft in Askaban für wenig sinnvoll. Es soll die restlichen Todesser abschrecken. Narzissa Malfoy ist zu zwei Jahren Askaban verurteilt worden, weil sie bei allem Stillschweigen gewahrt hat. Natürlich aus Angst, aber sie hätte sich Hilfe suchen können", antwortete Ben, der noch ziemlich aufgelöst war.

"Und Draco?"

"Eigentlich auch zwei Jahre Askaban. Aber das Ministerium hat in den letzten Wochen alle seine Erinnerungen ausgewertet und gesehen, dass er selbst nur ein Opfer war. Daher haben sie die Strafe umgeändert. Kingsley hat ihn dazu verdonnert die Strafe im St. Mungo abzuarbeiten und er hat sich sofort dazu bereit erklärt."

Die Türe zum Saal wurde erneut geöffnet und Severus kam mit Narzissa und Draco heraus. Narzissa blickte sie an und Tränen liefen ihr die Wangen hinab. "Lara, es tut mir alles so leid. Wenn ich früher gehandelt hätte, dann wäre das alles nicht passiert."

"Es ist nicht ihre Schuld, Mrs. Malfoy", antwortete Lara.

"Ich hoffe du..nein ihr könnt mir irgendwann verzeihen, dass ich die ganzen Jahre so zu euch gewesen bin. Es tut mir wirklich sehr leid. Ich wünsche euch allen alles Gute", kam leise von Draco. Dann nahm er seine Mutter in den Arm ging mit ihr und den Auroren Richtung Ausgang.
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