Die Wette

GeschichteDrama, Romanze / P18
Blaise Zabini Harry Potter Hermine Granger OC (Own Character) Ronald "Ron" Weasley Severus Snape
26.07.2020
08.09.2020
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02.09.2020 1.486
 
Serverus betrat nach einigen Stunden Schlaf die Krankenstation. Leise schloss er die Türe und bewegte sich langsam auf ihr Bett zu. „Wie geht es ihr, Poppy", fragte er.
„Es scheint zu wirken, Severus. Ihre Lage hat sich zumindest nicht verschlechtert", antwortete sie freundlich.
"Geh und Ruhe dich aus Poppy, ich bleibe bei ihr. Und vielen Dank" Sie nickte ihm zu und verließ den Raum.

Severus setzte sich auf die Kante des Bettes und blickte sie an. Sanft nahm er ihre Hand und ließ seine Finger durch ihre gleiten. Eine Haarsträhne hing ihr über das Gesicht und vorsichtig schob er sie hinter ihr Ohr. Wie sehr musste sie ihn hassen, dass sie diesen Schritt gegangen war. Er hasste sich selbst, hasste sich dafür, dass er nicht in der Lage gewesen war, die Mädchen zu beschützen, nicht Manns genug war, sich gegen Lucius zu stellen. Eine einsame Träne löste sich aus seinem Auge und lief sein Gesicht hinab. Er liebte die junge Frau vor ich so sehr. Nicht in seinen kühnsten Träumen hätte er sich das vorstellen können.
„Wo bin ich", hörte er Lara leise.
„Auf der Krankenstation", antwortete er. Er wollte aufstehen, doch sie griff an den Ärmel des Umhangs.
„Nein, bleib bei mir"
Vorsichtig hob er ihre Hand, führte sie zu seinem Mund und küsste sie sanft. „Es tut mir alles so leid. Alles war passiert ist, war meine Schuld", flüsterte er.
„Nein, mir tut es Leid, dass ich dir für alles die Schuld geben wollte. Aber du hast keine Schuld. Und dann plötzlich war mir alles Zuviel. Ich konnte meine Gedanken nicht mehr sortieren."
"Doch ich habe Schuld. Ich hätte euch da raus holen müssen, aber ich war zu feige."
"Du warst nicht feige. Sie hätten Tina umgebracht, wenn du nicht gewesen wärst. Severus, du hast deine Verpflichtung gegenüber Dumbledore und dem Ministerium."
"Ich hätte euch schützen müssen!" Er sprang auf und fuhr sich mit der Hand durch die Haare. "Fast hätte ich dich verloren", sagte er.
„Hmmm", räusperte Dumbledore sich. Er stand ihm Türrahmen und blickte auf die beiden. „Na, da haben unsere Zaubertranklehrlinge und ihr Meister wohl gute Arbeit geleistet", sagte er fröhlich. Er kam auf Lara zu, nahm ihre Hand und tätschelte sie. „Deine Eltern kommen auch gleich."
„Danke Professor. Aber ich verstehe nicht ganz."
„All deine Freunde haben mir geholfen, dass Gegenmittel herzustellen", antwortete Severus ihr. Er war noch immer sehr aufgebracht, wollte aber das Gespräch mit ihr in Albus Anwesenheit nicht weiterführen.
„Was? Und sie leben noch?"
„Na, du bist ja schon wieder zu Scherzen aufgelegt", rief Ben und stürzte auf seine Tochter. Mit Tränen in den Augen begrub er sie mit Küssen.
„Hallo mein Kleines. Was hast du uns für Sorgen gemacht." Katja kniete sich auf die andere Seite des Bettes und hielt ihre Tochter fest im Arm.
„Es tut mir leid", flüsterte Lara.
„Schon gut. Nun haben wir dich ja wieder", antwortete Ben und strich ihr über die Wange.
„Wir werden euch dann mal alleine lassen", sagte Albus und war schon auf dem Weg zur Türe. Severus folgte ihm.
"Kommst du nachher wieder", hörte er sie leise.
"Wenn du das möchtest?" Als sie nickte, lächelte er und verließ den Raum.
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Lara lag stumm auf ihrem Kissen und starrte auf die Decke. Sie war gerade wieder schweigebadet aufgewacht und hatte diesen fürchterlichen Alptraum. Sie fragte sich, ob das irgendwann mal aufhören würde. Sie wischte sich mit ihrer Hand die Tränen vom Gesicht, aber schon nach ein paar Sekunden liefen sie wieder ihre Wangen hinab.
"Lara, was ist passiert", hörte sie eine aufgebrachte Hermine. Die ließ die Pralinen, die sie in der Hand hielt auf den Boden fallen und stand schon an ihrem Bett.
Lara hob den Kopf und erblickte ihre Freunde, die mit Süßigkeiten und Blumen im Zimmer standen.
"Es kommt immer wieder. Immer wieder kommen diese Träume", schluchzte sie jetzt.
Jan war sofort bei ihr und nahm sie in seine Arme. Er setzte sich hinter sie und zog sie nah an sich heran. Sanft wiegte er sie hin und her. "Warum haben diese Mistkerle das getan. Warum haben sie das Mädchen einfach so getötet?"
"Weil das keinen Menschen sind", antwortete Neville.
Langsam und stockend fing sie an ihren Freunden zu erzählen, was an diesem Tag passiert war. Ginny und Parvati weinten leise vor sich hin und und den jungen Männern sah man die Wut auf die Todesser regelrecht an.
Harry, der rechts neben ihr stand, berührte irgendwann vorsichtig ihren Arm. „Wir sind für dich da. Und vielleicht hat es dir jetzt gut getan, es mal rauszulassen. Man kann nicht immer alles in sich hineinfressen. Irgendwann geht man daran kaputt", sagte er.
"Das sagst gerade du", flüsterte sie leise.
„Ja, das sage ich. Ich glaube, du hast noch gar nicht richtig geschaut, wer alles hier ist, oder?" antwortete er.
„Sorry, nicht wirklich", sagte sie . Sie hob den Kopf und stockte, als sie den Schwarzhaarigen lächelnd neben Seamus stehen sah. „Blaise"

Severus hatte gerade eine Hand an die Türklinke zur Krankenstation gelegt, als er von drinnen ein Schluchzen vernahm. Leise öffnete er die Türe und lugte hinein. Er sah Lara inmitten ihrer Freunde und sie weinte bitterlich. Er blieb stehen und hörte, was sie ihnen erzählte. Stumme Tränen verließen seine Augen und er fasste einen Entschluss. Er drehte sich auf dem Absatz um und lief zu Albus Dumbledores Büro.
„Herein" rief dieser, als er anklopfte. „Severus, mein Junge, wie geht es dir" fragte der alte Mann freundlich und spielte an seinem Bart.
„Es könnte besser sein. Ich möchte dir etwas sagen und ich bitte dich, lass mich ausreden."
Er blickte ihn durchdringend an und nachdem er ein zustimmendes Nicken erhielt, fuhr er fort. „Ich möchte mich bis Ende des Schuljahres beurlauben lassen. Ich möchte, dass Lara vernünftig mit einem freien Kopf ihren Abschluss macht, denn das kann sie nicht, wenn ich hier bin. Ich lenke sie nur ab."
Als er in Albus Augen blickte, die ihn fragend ansahen, senkte sich sein Kopf zu Boden. "Sie kann nicht vergessen, Albus. Sie kann nicht vergessen, was ich ihr angetan habe", flüsterte er.
„Ich verstehe, aber meinst du sie wird vergessen, wenn du fort gehst. Die Erinnerungen Severus hat sie nicht, weil du hier bist, sondern sie hat sie hier." Er zeigte mit dem Zeigefinger auf seinen Kopf. „Aber ich werde deinen Wunsch akzeptieren, damit auch du Zeit bekommst, die Dinge zu verarbeiten", führte er fort.
„Ich danke dir."
„Wohin wirst du gehen", fragte Albus.
„Das möchte ich lieber nicht sagen, da ich dich kenne", sagte Severus und lächelte ihn an. „Aber ich werde mich einmal die Woche bei dir melden."
Er verabschiedete sich schnell und rannte gleich in seine Räume, um zu packen und dann schnellstens hinter die Appariergrenze zu eilen, denn er kannte Albus Dumbledore. Der würde keine Zeit verlieren und war sicher schon auf dem Weg.

Und er sollte recht behalten. Albus Dumbledore betrat in diesem Moment die Krankenstation. „Na, wie ich sehe, scheint es an Besuch nicht zu mangeln", sagte er freundlich.
Dann wurde sein Gesicht ernst. „Lara ich wollte es eigentlich nicht tun, aber vielleicht kannst du es aufhalten"
„Ist etwas mit Sev…Professor Snape?", platzte es sofort aus ihr heraus.
„Er ist gerade dabei Hogwarts zu verlassen."
„Was? Aber warum? Sie wurde blass und blickte ihn fragend an.
„Weil er denkt, es wäre einfacher für dich alles zu verarbeiten, wenn er nicht hier ist. Du könntest so nicht vergessen."
„Natürlich kann ich nicht vergessen. Das werde ich wohl nie können, aber ich werde lernen, damit zu leben und er auch", schrie sie fast. „Dieser Esel kann doch nicht einfach davonlaufen."
„Überleg mal Lara. Du konntest auch nicht damit umgehen und warst noch ein viel größerer Esel. Er läuft nur davon", sagte Harry.
„Wenn du dich beeilst, dann kannst du den Esel vielleicht noch einholen."
Lara sprang vom Bett auf, zog ihre Hausschuhe an und lief aus dem Raum, die Blicke ihrer Freunde im Nacken. Sie stieß die große Eingangstüre zum Hof aus und zuckte kurz, da der eiskalte Wind, der durch die Bäume pfiff, sie mitten ins Gesicht traf. .
Sie erblickte ihn mit einem Koffer in der Hand. Ihr Brustkorb hob sich im schnellen Tempo auf und ab, ihr Hals brannte von der kalten Luft, aber sie lief schneller, da er die Grenze fast erreicht hatte
„Severus, nein. Bitte geh nicht", schrie sie. Doch er drehte sich nur kurz um, murmelte ein "Es tut mir leid", und war kurz darauf verschwunden. Lara sank genau dort auf die Knie, wo Severus Sekunden vorher gestanden hatte und weinte.
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