Die Wette

GeschichteDrama, Romanze / P18
Blaise Zabini Harry Potter Hermine Granger OC (Own Character) Ronald "Ron" Weasley Severus Snape
26.07.2020
08.09.2020
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01.09.2020 2.089
 
Severus und Albus drehten ruckartig ihre Köpfe in Laras Richtung, als diese sich aufbäumte und ein Schwall Blut durch den Raum spuckte.

"Poppy", schrie Albus und sofort kam die Heilerin zurück in den Raum gerannt.
Sie wirkte erschöpft, da sie genau wie alle anderen schon die ganze Nacht und den Tag auf den Beinen war, doch routiniert zückte sie ihren Zauberstab und hielt ihn auf die krampfende Lara. Severus griff nach einem Tuch und wischte ihr das Blut vom Mund. Hilfesuchend ging sein Blick immer wieder zu Poppy, die leise vor sich murmelte. Lara's Atmung wurde leichter und wie in Zeitlupe sie in ihr Kissen zurück. Langsam öffnete sie ihre Augen und blickte die Drei ängstlich an.
„Möchtest du etwas trinken", fragte Severus sie leise, um sie nicht zu erschrecken.
Sie schaute ihn mit Tränen in den Augen an, nickte aber dennoch. Er hielt ihr ein Glas mit Wasser an die Lippen und sie trank ein wenig davon.
„Danke" sagte sie zögerlich, legte sich zurück in ihr Kissen und schloss die Augen
„Wage es gar nicht, dich einfach so davonzustehlen, Miller. Ich will dir noch soviel erklären und dir sagen, dass ich dich liebe! Und danach kannst du mich von mir aus zum Teufel scheren", flüsterte der Schwarzhaarige sich selbst zu.
"Es ist nicht mehr viel Zeit Severus, ich denke du musst.."
Severus Kopf schnellte zu seinem alten Freund und er nickte sofort. "Du hast recht, es gibt keine andere Wahl.
Er griff nach der Phiole mit ihrem Blut, die Poppy auf den kleinen Tisch gelegt hatte und verließ den Raum.
Albus setzte sich zu Lara und schaute sie besorgt an. Professor Dumbledore", flüsterte sie.
„Pscht, mein Kind. Anstrengung ist jetzt nicht gut für dich", sagte er lächelnd und nahm ihre Hand.
„Warum will gerade er mir helfen?"
„Kannst du dir das nicht denken? Er mag dich sehr. Ich kann mir vorstellen, dass es für dich schwer zu verstehen ist, doch ich kann dir nur eines sagen. Wenn Severus nicht getan hätte, was er getan hat, dann wären du und die anderen schon gar nicht mehr unter uns. Wenn es nach ihm gegangen wäre, dann hätte er alles getan um dich da rauszuholen. Er wäre für dich in den Tod gegangen", antwortete Albus und blickte sie traurig an. Langsam stand er auf, stellte sich an den Fenstersims und blickte hinaus auf den See. „Ich gebe mir ein wenig die Schuld an der Sache. Denn ich war es, der Severus dazu gedrängt hat nichts zu verraten. Es hört sich jetzt vielleicht ein wenig gefühlskalt an, doch ich bin froh, dass er sich dazu entschieden hat. Und ich hätte nicht zustimmen dürfen, was dich anbelangt. Wenn du jemanden verurteilen möchtest, dann mich."
„Ich liebe ihn doch auch. Und es war meine Entscheidung, Professor. Ich habe gedacht, dass ich damit klar komme. Aber es funktioniert einfach nicht. Ich bekomme diese Bilder nicht mehr aus dem Kopf", schluchzte sie.
„Ich schätze, dass alles sehr fremd für dich gewesen sein muss. Aber jetzt ist genug geredet. Wir haben später noch genug Zeit dafür. Schlaf, mein Kind." Aber nun genug geredet. Dazu ist später immer noch Zeit."
Er hatte gesehen, dass Laras Atmung langsamer wurde, da sie das sprechen wirklich anstrengte. Und er hoffte, dass sie wirklich für ein weiteres Gespräch Zeit hatten.

Severus war wieder in die Kerker geeilt. Er musste sehr besorgt aussehen, denn all hatten ihre Köpfe zu ihm gedreht und schauten ihn ängstlich und erwartungsvoll an.
„Professor, wie geht es ihr", fragte Harry endlich und löste die angespannte Stimmung, die hier herrschte.
„Nicht sehr gut", antwortete er leise. Er schüttete die Phiole, in der sich Laras Blut befand in den Kessel, den Hermine immer noch rührte.
"Madame Pomfrey befürchtet das schlimmste. Deshalb hab ich beschlossen…."
„…ihr den Trank gleich zu geben", kam ihm Neville zuvor.
Er hatte mit einem Buch in der Ecke gesessen, kam nun auf ihn zu und hielt es ihm hin.
„Mister Longbottom, wie ich sehe, haben sie sich wohl auch schon ihre Gedanken darüber gemacht" antwortete er. „Wir müssen dem Trank nur noch eine Messerspitze Kobeliamark hinzufügen und dann bleibt uns nichts anderes übrig als abzuwarten."
„Wie stehen dann ihre Chancen, Sir?" Rene blickte ihn ängstlich an.
„Das kann ich nicht sagen, aber ich hoffe das wir es wenigstens heraufzögern können. Im St. Mungo brauen sie ebenfalls einen Trank", antwortete er.
„Aber ist es nicht gefährlich das Mark aus der Kobelia rauszuholen", meinte Hermine und schaute ihn mit großen Augen an.
"Ja, Miss Granger und deshalb werden sie jetzt gleich alle diesen Raum verlassen. Ich habe…oder eher gesagt Lara hat ihnen die Auswirkungen der Kobelia im Unterricht neulich erläutert.
„Ich werde hier bleiben Sir, um ihnen das Werkzeug zu reichen", kam entschlossen von Neville. „N..Nur wenn sie es zulassen natürlich."
„Sehr gerne Mr. Longbottom. Ich wollte sie  gerade fragen, ob sie mir assistieren wollen" antwortete Severus und lächelte ihn an. "Professor Dumbledore hat in der Küche etwas Essbares für sie zubereiten lassen und es in Professor McGonagalls Büro gebracht. Bitte verlassen sie jetzt den Raum." Er wies mit der Hand zur Türe und schob die verdutzten Schüler aus dem Zimmer.

„Hab ich da eben richtig gesehen? Hat der echt gelächelt?" Seamus fasste sich ungläubig an den Kopf.
„Und ich kann nicht glauben, dass er Neville wirklich gebeten hat, ihm zu assistieren" sagte Ginny. „Das ist ja ein völlig anderer Mensch, wenn er so…..ähm privat ist."
Als sie kurz vor Ende des Kerkers waren, sahen sie Blaise auf der Treppe sitzen. Er erblickte sie, sprang auf und rannte auf sie zu. „Wie geht es Lara", fragte er schüchtern. „Es tut mir so leid. Das ist nur die Schuld von diesen dämlichen Idioten Malfoy." Leise schniefte er auf.
Harry konnte dies nicht mit ansehen, stürmte auf seinen Freund zu und umarmte ihn. Blaise erschrak fürchterlich und blickte ihn mit aufgerissenen Augen an. „Harry…nicht"
„Nein, es ist schon gut. Ich habe die Nase voll von diesem Versteckspiel", antwortete dieser und drehte sich zu seinen Freunden um. „So Leute, ich habe euch etwas mitzuteilen. Und wenn ihr mich danach links liegen lasst, dann… dann ist es mir auch egal. Also ich bin schwul und habe eine Beziehung mit Blaise seit fast einem Jahr", sprudelte es aus ihm heraus.
Kurz war es auf dem Gang still. Dean schnaubte laut auf und sah zu Ron, der die Hand hob und sie öffnete. "Her mit der Gallone. Ich sagte doch, er erzählt es uns noch vor Schulende."
Der Rothaarige Weasley strahlte über das Ganze Gesicht.

„Aber woher… und warum", stammelte Harry. Er war nun völlig verwirrt und auch Blaise starrte die anderen an.
Ron stellte sich nun vor die beiden und klopfte Harry auf die Schulter. „Hör mal Kumpel. Ich bin dein bester Freund, oder? Meinst du wirklich, ich hätte nicht bemerkt dass du schwul bist. Ich, oder eher gesagt wir haben es letztes Jahr schon bemerkt. Aber wir haben nichts gesagt, weil wir dich nicht bloßstellen wollten. Denn wir sind Freunde und da macht man so etwas nicht.
„Aber warum…", fragte Harry wieder.
Die Mädchen kicherten nun. „Erstens, weil du Null Interesse an Mädels hast und zweitens solltest du im Schlaf nicht soviel von Blaise reden", antwortete Ron wieder und grinste.
"Wollt ihr mich denn noch als Freund?"
„Klar, wenn nicht, dann hätten wir dich doch schon vorher angequatscht, meinst du nicht", kam von Seamus.
„Und dein Blaise schien ja nett zu sein, wenn er es mit dir aushält." Ron hielt Blaise seine Hand hin, die dieser dankend annahm.
„So,nun lasst uns essen gehen", sagte Hermine, ging zwischen Harry und Blaise und hakte sich in ihre Arme.

„Fertig,Mr. Longbottom? Severus blickte auf den jungen Mann, der ein wenig zittrig neben ihm stand, jedoch zustimmend nickte.
„Ja, Sir" antwortete er, reichte Severus das Messer und behielt eine anderes in seiner Hand. Severus atmete noch einmal tief durch und setzte das Messer dann genau an der Mitte der Kobelia an. Langsam schnitt er in sie und schob dann eine Wurzelhälfte zur Seite. Vorsichtig nahm er die linke Hand zur Hilfe, um sie festzuhalten. Leichte Schweißperlen zierten seine Stirn und er versuchte seine Atmung so flach wie möglich zu halten.
„Nun sind sie dran", sagte er zu Neville, ließ jedoch den Kopf gesenkt, damit er die Wurzel nicht aus den Augen verlor.
Neville setzte das Messer nun an die andere Seite und schnitt nun leicht schräg unter die andere Wurzel und zog diese dann nach oben. Die beiden arbeiteten hoch konzentriert, denn nun mussten sie aufpassen, dass die beiden Hälften sich nicht berührten. Severus kratzte nun mit dem Messer das Mark aus der Mitte der Kobelia und strich es in eine Schale neben sich.
"Das wäre geschafft", stammelte er leise. „Und nun schnell weg damit."
Gleichzeitig hoben sie die Koblia an , noch immer die Hände an je einer Hälfte und gingen dann im Gleichschritt zu einem grossen brodelnden Kessel mit Talenumwasser und warfen sie dort hinein. Neville ließ sich auf einen der Stühle fallen. Er war leichenblass im Gesicht, sein Mund staubtrocken und jetzt bemerkte er erst, wie sehr seine Beine zitterten.
„Das haben sie gut gemacht Mr. Longbotton. Ich danke ihnen." Severus klopfte ihm anerkennend auf die Schulter.
„D…Danke Sir" stammelte Neville nur.
„Und nun müssen wir uns sputen." Er nahm die Schale mit dem Mark und fügte eine Messerspitze in den Trank. Dann rührte er ihn um und füllte ihn dann in eine Flasche.
„Gehen wir"

Sie rannten zur Krankenstation, wo schon Madame Pomfrey, Dumbledore und auch Ben und Katja auf die beiden warteten. Er übergab Poppy und diese verschwand gleich hinter dem Vorhang. Alle Anspannung fiel von ihm ab und er drehte sich zum Fenster. Leises schluchzen war zu hören, ehe er sich auf seine Knie fallen ließ. Ben war sofort bei ihm und nahm ihn tröstend in den Arm
"Es wird alles gut, Severus. Ich glaube, du legst dich endlich etwas hin. Du bist seit Tagen auf den Beinen und gegessen hast du auch nichts. Im Moment können wir nur abwarten."
Albus trat auf Severus zu und hob ihn am Arm hoch. „Komm, ich bringe dich in deine Gemächer. Poppy wird dir gleich etwas für einen ruhigen Schlaf geben", sagte der alte Mann mit beruhigender Stimme und ohne eine Gegenwehr liess Severus sich von ihm fortführen.

Neville hatte das alles mit entgeisterter Miene angesehen. Das hatte er wirklich nicht von seinem Professor erwartet. Neville hatte ihn immer gefürchtet wie keinen anderen. Doch nun sah er, dass auch Severus Snape nur ein Mensch war, ein Mensch mit Gefühlen Jemanden der liebte und er tat ihm leid.
„Neville, die anderen sind in Professor McGonagalls Büro. Du gehst am besten auch dorthin und stärkst dich", sagte Katja und drückte den jungen Mann an sich. "Und danke."
Neville nickte und verliess den Raum. Noch immer völlig verwirrt von dem eben geschehenden betrat er das Büro seiner Hauslehrerin.
„Wie ist es gelaufen? Habt ihr Lara den Trank schon gegeben?
Alle stürmten auf ihn zu und bombardierten ihn mit Fragen, doch er schaute sie nur an. Dann setzte er sich auf einen Stuhl.
„Neville, was ist los", fragte Hermine ängstlich.
„Er liebt sie wirklich", sagte er nur leise.
Er erzählte seinen Freunden, was sich eben auf der Krankenstation zugetragen hatte.
„Verstehen kann ich es trotzdem noch immer nicht, das sie gerade ihn liebt." Ron Weasley schüttelte sich leicht.„

"Ihr müsst wissen, dass Severus..…Professor Snape jahrelang ein Doppelleben geführt hat."
Ben stand im Türrahmen und alle Köpfe drehten sich in seine Richtung "Ich vermute, dass er am Anfang gar nicht so fies werden wollte, aber mit den Jahren hat dieses Schauspielen ihn abstumpfen lassen. Und wie kann man am besten verhindern, dass sich jemand einem nähert?"
„In dem man einfach dicht macht und ekelig wird", antwortete Seamus. „Dann will ja keiner nah an dich ran."
„Genau. Glaubt mir, er hat all die Jahre unter einem entsetzlichen Druck gestanden. Von beiden Seiten", führte Ben fort.
„Na dann wollen wir mal hoffen, dass wir bald vielleicht ein wenig von dem wirklichen Professor Snape zu sehen bekommen" meinte Hermine und die anderen nickten zustimmend.
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