Die Wette

GeschichteDrama, Romanze / P18
Blaise Zabini Harry Potter Hermine Granger OC (Own Character) Ronald "Ron" Weasley Severus Snape
26.07.2020
08.09.2020
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26.08.2020 2.318
 
Leichter Nebel umschloss die Gassen in Hogsmead und es regnete leicht. Seitdem es vor zwei Monaten in der Winkelgasse einen Überfall gegeben hatten, bei dem viele Geschäfte zerstört und einige Leute ermordet wurden, patrouillierten hier jetzt einige Auroren des Ministeriums, was bei den Dorfbewohnern zwar ein mulmiges Gefühl auslöste, doch tat es der Stimmung, die hier herrschte keinen Abbruch. Die Schüler aus Hogwarts, die den Samstag hier verbringen durften, liefen vergnügt durch die Geschäfte und machten ihre Besorgungen.
Harry, Ron, Hermine, Neville und Lara kamen gerade aus dem Honigtopf, wo sie sich mit allerlei Süßigkeiten für die nächsten Wochen eingedeckt hatten, um die Prüfungen, die bald anstanden, irgendwie zu überstehen. Sie waren auf dem Weg zu Madame Rosmerta, um sich mit Ginny, Rene, Ron und den Patil Zwillingen zu treffen und ein Butterbier zu trinken. Die Jungs rannten schon vor, während Lara und Hermine gemütlich an den Schaufenstern vorbei bummelten. Abrupt blieb due Rothaarige stehen, als sie sah, dass Severus, in Begleitung von Professor Sinistra und Professor Folt ebenfalls dabei war das Ladenlokal der "Drei Besen" zu betreten.

"Sollen wir woanders hingehen?" Hermine blickte ihre Freundin an.
"Nein, geh du ruhig. Ron wartet sicher schon auf dich. Aber ich möchte ihm jetzt ungern begegnen. Ich hoffe du verstehst das", sagte Lara, die immer noch auf die Türe zum Laden sah.
"Natürlich. Sollen wir uns nachher irgendwo treffen?"
"Ich muss auf alle Fälle noch zu Schreiberlings Federladen. Wie wäre es, wenn wir uns in einer Stunde vor dem Postamt treffen?"
"Ok, dann bis nachher", antwortete die Brünette.

Lara lief die Gasse zurück und war nach kurzer Zeit am Laden angekommen, wo sie zwei Rollen Pergament und eine neues Notizbuch kaufte. Am einem der kleinen Stände besorgte sie sich eine heiße Karamellwaffel und spazierte bis zum Aussichtspunkt der Heulenden Hütte, wo sie sich auf einen großen Felsen setzte und das mystische Haus betrachtete. Sie konnte überhaupt nicht verstehen, warum die meisten ihrer Klassenkameraden Angst hatten, diesen Ort zu besuchen. Die Landschaft um dieses Gebäude war wunderschön und die Ruhe war einfach herrlich.
Die winzigen Haare an ihrem Nacken stellten sich auf und ihr Herz machte einen Satz, als sie den Geruch von Moschus und Vanille wahrnahm und sie hoffte inständig, dass ihr Verstand nur einen Streich spielte. Doch sie erblickte einen kurzen Moment später einen Schatten neben sich und leise seufzte sie auf.

"Störe ich?" Sie drehte sich um und blickte in Severus dunkle Augen, die sie fixierten.
"Ich wollte gerade wieder gehen, Sir", stammelte sie und wollte an ihm vorbei. Doch er legte sanft eine Hand auf ihre Schulter und blickte auf sie herab.
"Wie lange soll das so weiter gehen, Lara? Willst du mich den Rest des Schuljahres ignorieren?"
"Wenn es sein muss?", antwortete sie. Nervös nestelte sie an ihrem Umhang herum.
Er war neben sie getreten und blickte an ihr vorbei in die Ferne. "Es tut mir leid", flüsterte er.
Lara drehte ihren Kopf nach rechts und schluckte, als sie sah, wie blass und müde er aussah. Eine Haarsträhne hing ihm über das Gesicht und leicht rieb er seine Finger über das Geländer.
"Mir tut es auch leid. Das hätte alles nicht passieren dürfen. Hätte ich vorher gewusst, wie sich alles entwickelt...glaub mir, so war das alles nicht geplant", hauchte sie leise.
Sie drehte sich nach links, damit er ihre aufkommenden Tränen nicht sah. Severus blickte sich kurz um und drehte sich dann so, dass er jetzt hinter ihr stand. Lara zuckte kurz auf, als warme Hände sich um ihren Körper legten und sie eng an sich zogen. Sie wollte sich eigentlich aus seiner Umarmung winden, doch stattdessen presste sie sich an ihn, legte den Kopf an seine Brust und lauschte dem regelmäßigem Schlagen seines Herzen.
"Nein, es war so nicht geplant, aber wir können es nicht mehr ändern."
"Und wie soll es weitergehen?" Sie fuhr mit ihrem Finger sanft über seinen Daumen.
"Ich weiß es nicht. Gib mir bitte etwas Zeit. Verdammt, ich weiß selbst nicht, was los ist. Lara, ich habe schon lange niemanden so nah an mich rangelassen. Du hast was in mir ausgelöst, was ich nicht beschreiben kann. Ich glaube, ich..."

Er riss den Kopf hoch, als es plötzlich einen Ohrenbetäubenden Knall gab und grelle Schreie aus dem Dorf zu hören waren.
Erschrocken blickten die beiden sich um sahen grauen Rauch über den Baumwipfeln emporsteigen.
"Was zum Teufel? Lara, bitte bleib hier, ich werde nachschauen, was da los ist."
Und schon lief er los, doch Lara dachte überhaupt nicht daran hier stehen zu bleiben, denn sie hatte plötzlich einen riesen Angst um ihre Freunde, die im Dorf auf sie warteten. Severus schnaubte laut auf und schüttelte den Kopf, als sie neben ihm her lief. "Du sollst hier bleiben", schrie er sie jetzt an, doch Lara ignorierte ihn einfach.

Harry und seine Freunde saßen am Brunnen, als plötzlich einige Todesser wie aus dem Nichts auftauchten. Hermine begriff die Situation als Erste und zückte sofort ihren Zauberstab, um einen der vermummten Männer zu entwaffnen, der eine alte Frau umwarf und ihr dann seinen Zauberstab an die Kehle hielt. Ein weiterer Mann stürmte auf sie zu, doch Ron sprang ihm von hinten gegen den Rücken und warf ihn so zu Boden. Es gab eine heftige Explosion, die den Dorfbrunnen in Stücke riss und einige der Besucher wurden unter den umherfliegenden Gesteinsbrocken begraben. Dean und Seamus versuchten eine junge Frau aus den Trümmern zu ziehen, während Rene Professor McConagall erblickte, die versuchte einige ihrer Schüler zu schützen. Sofort rannte er ihr entgegen, um ihr zu helfen. Der Rothaarige Weasley hatte seine Freundin Hermine an der rechten Hand gepackt und zog sie hinter sich her, um sich in einem der Läden zu verstecken.

„Hilfe, ich sehe nichts" rief die braungelockte Gryffindor, als sie durch eine graue Rauchwolke liefen und schon im nächsten Moment prallte sie mit Parvati zusammen, die zu Boden fiel. Ihr rechter Arm schien gebrochen, denn er stand ungewöhnlich vom Körper ab und das Gesicht der Inderin war von Schmerzen gezeichnet. Ron und Hermine halfen ihr hoch und zogen sie einfach mit sich.
"Deckung Leute", rief Neville und von irgendwo rechts rief jemand „Todesser".

Kurz bevor Severus und Lara das Dorf erreichten, umfasst er ihren Arm, sodass sie stoppen musste. Er zog sie an sich, legte beide Hände auf ihr Gesicht, und drückte ihr einen Kuss auf die Lippen. " Sei vorsichtig", hauchte er. Kurz nickte sie ihm zu, dann sie rannten weiter und liefen am Eingang des Dorfes in verschiedene Richtungen. Als Lara auf das Postamt zueilte, erblickte sie zwei Todesser, die sich ihren Freunden Lars und Jan gerade in den Weg stellten.

"Verkestatum", brüllte Lara und einer der der Männer schleuderte gegen einen Schaukelstuhl, der vor dem Postamt stand und blieb dann regungslos liegen.
„Kinder, lauft so schnell ihr könnt Richtung Schloss" rief Hagrid, der sich den anderen Mann gepackt hatte und ohne Mühe gegen eine Wand warf. Jan packte Laras Hand und gemeinsam liefen sie los. Eine Ravenclaw Schülerin vor ihnen stürzte und sofort war Harry zu Stelle, hob sie auf, nahm sie an der Hand und zog sie mit sich. Zwei maskierte Männer kamen von rechts und Professor Sinistra stellte sich vor ihre Schüler, um sie zu schützen.
„Stupor" rief einer der Todesser schnell und Professor Sinistra fiel auf den harten Asphalt.
„Tarantallegra", schrie Hermine und einen der Männer hob es von den Beinen. Neville und Ron waren sofort bei ihrer Lehrerin, um ihr zu helfen, während Harry und Ginny versuchten die drei so gut wie es ging abzuschirmen. Lara sah, dass Luna die Straße hinunter gelaufen kam, weil sie verfolgt wurde und rannte auf sie zu. Doch ehe sie bei ihr war, wurde sie grob von zwei Todessern angehalten, die sie sofort packten. Lara schrie verzweifelt um Hilfe und wehrte sich, doch sie hatte keine Kraft gegen die zwei riesigen Männer. Sie trat wie wild um sich, ihr Mund war trocken und sie zitterte vor Angst, doch die beiden blickten nur grinsend auf sie herab. Als einer ihrer Kumpanen den Rückzug befahl, als sie einen wutentbrannten Professor Dumbledore erblickten, der wie von Sinnen mit seinem Zauberstab die Gasse hinauflief, zogen sie Lara eng an sich.
„Lara" schrie Rene und lief auf sie zu, doch im selben Moment waren die Todesser mit ihr appariert. Verzweifelt blieb der junge Mann an dem Ort, wo die Drei Verschwunden waren zurück und brach in Tränen aus.

Eine Weile beherrschte eine unheimliche Stille das Dorf, ehe man realisierte, was gerade geschehen war. Nach und nach tauchten Ministeriumsmitarbeiter und Heiler aus dem St. Mungo auf und einige der Dorfbewohner liefen umher, um die Verletzten zu versorgen. Neville lief auf zwei Auroren zu, von denen einer Parvati auf dem Arm hatte.
„Ist sie…", stotterte Neville.
Nein, aber sie muss gleich behandelt werden", antwortete der Auror und legte sie sanft auf dem Boden ab.
Neville ließ sich neben sie auf die Knie fallen, strich ihr sanft über die Wangen und flüsterte immer wieder ihren Namen. Eine Heilerin war sogleich zur Stelle, um die junge Frau zu untersuchen. Ginny lag schluchzend in den Armen ihres Bruder Ron und Harry versuchte die aufgelöste Cho Chang zu beruhigen. Professor Dumbledore versuchte gemeinsam mit seinem Bruder Aberforth, sich ein Bild von der ganzen Sache zu machen und sprach aufgeregt mit den Ministeriumsmitarbeitern.

Hermine sprang plötzlich auf riss sich eine Hand vor den Mund und stieß einen Schrei aus, der einem den Atem gefrieren ließ, als Hagrid und Professor Snape aus einer Seitengasse kamen und die leblosen Körper von Lavender Brown und Professor Vector in ihren Armen hielten. Madame Sprout legte ihr tröstend einen Arm um die Hüfte und zog sie eng an sich.
"Bringt sie in meinen Laden", stammelte Madame Rosmerta, die neben einem älteren Zauberer saß, der stark blutete.
Professor McConagall zückte ihren Zauberstab, schwenkte ihn leicht und zwei Tücher erschienen, die sich über die Körper der beiden Frauen legte.
Albus sprach mit einigen Auroren, stellte sich dann in die Dorfmitte und rief laut "Sonorus" Er blickte sich um und rückte seine Brille zurecht.
„Die Schüler werden gleich in Begleitung der Lehrer zurück zum Schloss gehen. Diejenigen die verletzt sind und Hilfe benötigen, versammeln sich in der großen Halle, ihr anderen begebt euch bitte in eure Gemeinschaftsräume und wartet dort auf weitere Anweisungen. Ich werde mit den Auroren die Dorfbewohner unterstützen und warte auf weitere Instruktionen des Ministeriums. Stellt euch bitte in euren Klassenverbänden auf, damit wir nachsehen können, ob alle da sind." Die Schüler versammelten sich neben ihren Lehrern und blickten sich ängstlich um.
"Hannah Abbott und Tina Schulze fehlen", rief Luna.
„Draco Malfoy fehlt auch", kam von Millicent Bulstrode.
„Und Lara", rief Ginny schluchzend.

Severus schnürte es den Hals zu und seine Beine drohten unter ihm wegzubrechen. Am liebsten wäre er sofort appariert, doch Albus sah ihn durchdringend an und schüttelte leicht den Kopf. Also folgte er jetzt den anderen Lehrern in Richtung Schloss. Er sah, dass Hermine Granger langsamer wurde und drehte sich zu ihr um.
„Miss Granger, hätten sie die Güte…"zischte er gerade los.
„Professor, lassen sie bitte nicht zu, dass ihr etwas passiert", flehte sie ihn an.
Er sah sie erstaunt an, und als er auf ihre Augen traf, die ihn mit Tränen anblickten, wusste Severus, dass er ihr trauen konnte.
„Ich werde alles tun, was in meiner Macht steht, Miss Granger" sagte er mit ruhiger Stimme, „und nun kommen sie."
Er reichte ihr einen Arm, da sie humpelte und sie nahm ihn dankend an.

Severus ging nach Ankunft des Schlosses zuerst in seine Gemächer, packte ein paar Sachen zusammen und machte sich dann auf zum Schulleiterbüro, wo Albus schon auf ihn wartete. Er ließ sich auf den Sessel, der neben dem Fenster stand nieder und legte seinen Kopf in die Hände. "Wieviele?"
"Lavender Brown, Marietta Edgcombe, Melinda Bobbin, Septima und fünf Dorfbewohner. Die Eltern der Mädchen sind schon bei Minerva und Pomona in der großen Halle, genauso wie die Eltern der Vermissten", antwortete Albus mit trauriger Stimme.
"Ich hätte nie zugelassen, dass die Schüler ins Dorf gehen. Ich wusste von nichts." Severus blickte ihn verzweifelt an.
"Das weiß ich, Severus."
Als es klopfte, begab sich Albus zur Türe und öffnete sie. Severus Herz klopfte wie verrückt, als er sah, wie Ben und Katja den Raum betraten. Katja kam sofort auf ihn zu ließ sich vor ihn auf die Knie fallen.
„Was werden sie meinem Kind antun Severus?"
Katja blickte ihn durchdringen an. Doch er schwieg, senkte den Kopf und stumme Tränen verließen seine Augen. Sie packte ihn an den Schultern und schüttelte ihn.
"Du muss ihr helfen. Du musst ihnen allen helfen." Katja hob sein Gesicht mit ihren Händen an und blickte ihm tief in die Augen. "Wenn sie dir was bedeutet, dann hilf ihr."
"Du weißt es?" Kurz hob er den Kopf und sah, dass sie nickte. "Es tut mir so leid. Ich weiß das dies nicht passieren durfte."
"Hilf ihr", schluchzte sie.
"Ich werde alles versuchen, und wenn es das Letzte ist was ich tue. Das verspreche ich dir.
"Severus, es wird Zeit", sagte Albus. Severus drückte Katja einen Kuss auf die Stirn, nickte Ben und Albus zu und verließ mit wehendem Umhang den Raum.
Ben blickte ihm nach und drehte sich dann zu seiner Frau. "Darling?"
"Ich glaube, er liebt sie", sagte sie nur.
"Er tut was", fragte Ben ungläubig.
„Ich glaube, ihr habt da einiges zu besprechen. Ich lasse euch alleine", sagte Albus und war auch schon aus der Türe verschwunden
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