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The Second Me

von Liisuu
GeschichteHumor, Liebesgeschichte / P16
Akagi Michinari Kita Shinsuke Miya Atsumu Miya Osamu OC (Own Character) Suna Rintarō
26.07.2020
10.01.2021
25
40.102
10
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26.07.2020 1.995
 
Präfektur Hyogo. Eine Kleinstadt, die direkt am Meer gebaut wurde, strahlte zu jeder Jahreszeit aus einem neuen Licht. Im Sommer ist der Strand der beliebteste Ort für die Einwohner oder Urlauber und im Winter, wenn das Meer leicht eingefroren ist, hat die Stadt ihre eiskalte Schönheit erreicht. Selbst, wenn man diese wunderschöne Stadt sein zu Hause nennen darf, ist das Leben mit all seinen Komplikationen überall gleich. Gerade, wenn man im zweiten Jahr der Oberstufe ist und sich fehl am Platz fühlt. Die Oberstufe ist ein Ort voller Gefühle und wird einem eine ganze Zeit lang im Gedächtnis bleiben. Es wird Gefühle geben, an die man sich ein Leben lang erinnern wird. Freunde, mit denen man vielleicht noch befreundet ist, wenn das wahre Berufsleben anfängt. Beste Freunde, die dich durch deine schlimmsten Zeiten begleiten und alles geben, um dich glücklich zu machen. Die erste Liebe, an die man sich immer erinnern wird. Vielleicht weil sie einzigartig oder schrecklich war. Die erste verlorene Liebe, weil man sich nicht getraut hat die Person anzusprechen. Die Liebe, über die man trauern wird, weil man das erste Mal richtig verliebt war. Den einen Menschen im Freundeskreis für den man Gefühle entwickelt. Die Clubaktivitäten, die dir einen neuen Horizont und eine Eintrittskarte in die Zukunft verschaffen können.

Auf einem Hügel wurde die Inarizaki Oberschule gebaut, die den Schülern aus der Stadt zur Bildung dienen soll. An der Schule gab es drei Jahrgänge mit je fünf verschiedenen Klassen. Für die Schüler, die nach ihrem Abschluss auf eine Universität wollen. Die Schüler, die sofort eine Ausbildung beginnen wollen und auf diesen Start vorbereitet werden. Die Schüler, die in ihrem Sportclub vielleicht eine langfristige Karriere sehen. Die Schule bietet ihren Schülern eine ganze Menge, um ihren Schülern den Einstieg in das Berufsleben zu erleichtern.
Daneben breitete sich ein großer Sportplatz mit einem großen Fußballfeld aus. Von diesem Platz konnte man perfekt auf die Stadt und das Meer sehen.

Die Pfeife der Trainerin ertönte schrill über den gesamten Platz und alle Mädchen hörten auf zu trainieren, wie jeden Dienstag und Freitag.
„Mädels, es ist 18:30 Uhr. Das Training ist für heute beendet, ihr wart klasse. Wir sehen uns Freitag um 15:00 Uhr wieder“, rief die Trainerin stolz und die Mädchen nickten zustimmend.
Sie verließen den Platz und liefen in die Umkleideräume, um sich umzuziehen oder ihre Sachen zu holen. Ein Mädchen von ihnen ließ sich besonders viel Zeit, da sie die anderen Mädchen in ihrem Verein nicht ausstehen konnte und es bevorzugte allein zu sein. Die Mädchen verabschiedeten sich nacheinander von ihr und verließen den Raum. Als sie nach einigen Minuten endlich allein war, seufzte sie laut, setzte sich auf eine der Bänke und sah nachdenklich an die Decke. Sie lauschte der Ruhe, die durch die Räume zu vernehmen war und nahm plötzlich Schritte wahr, die mit jedem Mal deutlicher zu hören waren. Sie spürte einen warmen Atem an ihrem Hals und ein Geruch erstreckte sich über ihr, den sie sehr gut kannte.
„Bist du endlich mal umgezogen oder muss ich dir dabei helfen?“, sagte eine männliche Stimme und sie öffnete schnell ihre Augen. Sie wurde wütend und stieß ihren Ellbogen in seinen Magen. Er sackte ein wenig in sich zusammen und grinste sie selbstsicher an als wäre er auf diesen Angriff vorbereitet gewesen.
„Du Idiot!“, schrie sie ihn an und musterte den Jungen. Er war deutlich größer als sie und trug ebenfalls noch sein Trikot vom Training. Er hatte kurze blone Haare, dessen Pony er nach rechts trug und stand mit der Jacke über seinen Schultern hinter ihr. Normalerweise hatte er schwarze Haare aber diese hatte er sich blond gefärbt. Seine haselnussbraunen Augen starrten sie an und sie sah verlegen zur Seite.
„Hast du etwa die ganze Zeit gewartet?“, fragte sie ihn verwirrt und verlegen.
„Ich hole dich doch immer vom Training ab, schon wieder vergessen?“, grinste er frech und strich mit seiner Hand durch ihr Haar. Dabei vergaß er sich und hielt eine Strähne vorsichtig in seiner Hand.
„Das habe ich mit Sicherheit nicht vergessen und jetzt geh bitte, ich möchte mich umziehen”, sie schubste ihn aus dem Raum heraus bis er schließlich im langen Flur des Vereinshauses stand.
„Aber beeil dich bitte, ok?“.
Sie nickte stumm und schmiss die Tür zu. Sie seufzte daraufhin laut und lächelte, weil sie froh war, dass er gekommen war.
Sie zog ihr orangenes Trainingsshirt und ihre schwarze kurze Hose aus und schlüpfte in ihre Alltagsklamotten. Sie zog eine schwaze Jeanshose an und darüber zog sie ein weißes schlichtes Shirt an. Sie band ihre Haare zu einem hohen Pferdeschwanz zusammen und zog ihren gelben Pullover an. Dieser hatte einen schwarzen Streifen, der quer über dem Pullover war. Dazu zog sie sich ihre gelb-weißen Schuhe an. Sie nahm ihre Sporttasche und trat die Tür mit einem Fuß auf. Vor dem Haus war der Trainingsplatz ihres Vereins und die Vögel zwitscherten während ein sanfter Wind über den Platz wehte.
Der Junge lehnte sich an der Wand des Hauses an und schien geduldig zu warten. Während er dies tat, genoss er die warmen Sonnenstrahlen, die seine Haut wärmten. Er hatte seine Augen geschlossen und sein Brustkorb bewegte sich leicht auf und ab. Sie beobachtete ihn einige Minuten lang und lächelte erneut in sich hinein.
„Na endlich“, seufzte er erleichtert und stellte sich vor sie. Ein Schatten überdeckte sie und sie sah zu ihm nach oben.
„Du hättest mich ja nicht abholen müssen“, antwortete sie gereizt und vermied Blickkontakt zu ihm.
„Dann hätte es ja keinen Spaß gemacht dich zu ärgern. Außerdem sehen wir uns diese Woche vielleicht gar nicht mehr“, sagte er traurig und die beiden liefen vom Sportplatz herunter.
„Wie kommst du denn darauf?“, fragte sie ihn verwirrt während sie neben ihm lief.
„Wenn die Temperaturen so hoch bleiben, bekommen wir schulfrei. Hast du das etwa auch vergessen?“, antwortete er überrascht und sie dachte nach. Zurzeit konnte sie sich in der Schule nicht richtig konzentrieren und bekam viele Termine und Änderungen in der Schule nicht mehr mit. Zwischen dem Training und der Zeit, die sie mit ihrem besten Freund verbrachte, war sie froh in der Schule nicht seelisch anwesend sein zu müssen.
„Ach stimmt ja… Dann treffen wir uns eben öfters, um uns die Zeit zu vertreiben“, erinnerte sie sich wieder und antwortete ihm auf seine Frage.
Sie folgten einem Fußweg durch einen dichten Wald, den sie schon als Kinder durchliefen. Für die beiden weckte dieser Wald Erinnerungen hervor. Gerüchten zufolge soll dieser Wald Menschen zusammenbringen und Wunder wirken, doch das konnte noch nie jemand genau bestätigen. Als sie aus dem Wald liefen, befanden sie sich auf einem kleinen Hügel, auf dem man die ganze Stadt sehen konnte. Dieser ist natürlich nicht mit dem Ausblick von der Oberschule aus zu vergleichen. Die beiden blieben stehen und genossen den Ausblick.
„Und was willst du dann nächste Woche mit mir unternehmen?“, fragte er interessiert mit dem Blick nach vorn gerichtet.
„Hm…Ich weiß nicht. Entweder du kommst zu mir oder ich zu dir. Das ist deine Entscheidung“, antwortete sie nachdenklich und war glücklich, dass er an ihrer gemeinsamen Zeit interessiert war.
„Wir können ja auch in das Café gehen und uns da die Zeit vertreiben, da sind schließlich auch deine Freundinnen“, schlug er widerrum vor und lächelte bei dem Gedanken. Er liebte es, wenn sie zwischen ihren Freundinnen lachte und Spaß hatte. Es kommt ihm dann so vor als wäre sie ein völlig anderer Mensch. In der Schule sieht er sie selten lachen und wird traurig, wenn sie Sorgen hat oder sie allein ist. Die beiden gehen zwar auf dieselbe Schule aber sie sind nicht in derselben Klasse, was ihr den sozialen Austausch mit den Schülern erschwert.
„Aber dann bist du doch so alleine“, lachte sie bei dem Gedanken.
„Quatsch! Taku ist doch auch da“.
„Aber was wenn er nicht da ist, dann bist du trotzdem allein!“, diskutierte sie mit ihm und sah ihn an.
„Was macht das denn für einen Unterschied!?”, fragte er genervt und lief weiter. Sie lief ihm hinterher und im selben Moment stolperte sie über eine herausragende Wurzel und drohte zu fallen. Seine Reaktion war blitzschnell und er fing sie sicher auf. Sie krallte sich an seine starken muskulösen Arme und versuchte ihr Gleichgewicht zu halten. Er sah sie erschrocken an und richtete sich dann wieder auf.
„Ist alles in Ordnung?”, fragte er sie besorgt und sah ihr in die Augen.
„Ja, ich habe nur nicht aufgepasst“, antwortete sie verlegen und löste sich von ihm.
„Lass uns weitergehen“.
Sie nickte und die beiden liefen nebeneinander die Straße auf dem Hügel hinunter. Als er sie losließ, überkam sie ein seltsames Gefühl. Ein Teil in ihr wollte nicht, dass sie ihn losließ und sie sah ihm noch einige Sekunden lang hinterher, während er voranlief.
Die Sonne ging schon langsam unter und das Meer färbte sich zu einem schimmernden Rot.
Eine kurze Zeit lang herrschte Stille zwischen den beiden, weil sie von der Schönheit des Meeres begeistert waren. Sie wohnen seit ihrer Kindheit in dieser Stadt und seitdem sie in die Oberstufe gingen, blieben sie immer an diesem Ort stehen, um das Meer zu beobachten.
Er grinste sie auf einmal frech von der Seite an und wartete auf ihre Reaktion.
„Was ist?“.
„Wer zuletzt an der Straße ist, muss das nächste Mal im Café bezahlen!“, sagte er und rannte wie vom Blitz getroffen den Hügel hinunter zur Hauptstraße. Durch seine überdurchschnittliche Größe fiel es ihm nicht schwer den Berg hinunter zu rennen.
„Ey, das ist gemein!!“, rief sie und rannte ihm hinterher. Nach ihrem Training war ihr Körper bereits kraftlos und sie konnte ihm nur schleppend hinterher laufen.
„Haha warum, nur weil du total abgelenkt warst?“, lachte er und rannte weiter zur Straße.
Er war bedeutend schneller als sie und lief siegessicher seinem Ziel entgegen. Er war auf einem Gehweg, der neben der Straße entlang ging. Von diesem aus konnte man direkt in den Sand und an das Meer gehen.
Er streckte die Arme stolz in die Luft und rief: „Gewonnen! Du gibst das nächste Mal aus, wenn wir ins Café gehen”.
Sie rannte weiter auf ihn zu und sprang auf seinen Rücken. Sie legte dabei ihre Arme um seinen Hals und ihre Beine um seine Hüfte. Er hielt sie sofort fest und drehte seinen Kopf leicht zu ihr. Für die beiden war die Art und Weise, wie sie miteinander umgingen, nichts besonderes mehr. Für Außenstehende sah es so aus als würden sie ein Paar sein.
„Ich hab gewonnen“, wiederholte er stolz und lächelte.
„Halt die Klappe!“, sagte sie genervt und legte ihren Kopf auf seinen Schultern ab.
„Bist du müde?“, fragte er sanft und sie sah zur Seite.
„Etwas“.
„Ich bring dich nach Hause“, beschloss er und lief mit ihr auf dem Rücken zu ihrem Haus.
Er wusste genau, welchen Weg er gehen musste, um mehr Zeit mit ihr zu haben. Nach einigen Minuten kamen sie in die Nähe ihres Hauses. Es war ein schlichtes Einfamilienhaus mit einer Einfahrt und einem Garten, der hinter dem Haus war. Vor dem Haus war eine kleine Hecke, die die Wohnzimmerfenster verdecken sollte und die Lichter waren bereits eingeschaltet. Ein Auto stand ebenfalls in der Einfahrt und er blieb stehen. Sie hob ihren Kopf an und sah ihn irritiert an.
„Sind wir schon da?“.
„Ja. Ich bleibe vorsichtshalber auf Abstand, damit deine Eltern nicht irgendwas mitbekommen“, sagte er vorsichtig und sie stieg langsam von seinem Rücken ab.
„Wir sehen uns“, verabschiedete sie sich und lief an ihm vorbei. Er sah ihr aufmerksam hinterher bis sie kurz vor ihrer Haustür stand. Sie drehte sich noch einmal zu ihm um, als Zeichen, dass sie heil angekommen ist und er lief beruhigt davon.
Sie steckte ihren Hausschlüssel in das Schlüsselloch und öffnete die Tür. Im Flur zog sie sich die Schuhe aus und öffnete dann die Tür ins Wohnzimmer. Sie wollte unbemerkt die Treppen hochlaufen als ihr kleiner Bruder ihr entgegenkam. Er sah auf seine Armbanduhr, grinste sie frech an und rief zu seinen Eltern hinunter, die auf der Couch saßen.
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