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(K)Eine Heldin

von JaliceTo
OneshotFamilie, Schmerz/Trost / P12 / Gen
Dr. Drakken Monkey Fist OC (Own Character) Shego
25.07.2020
25.07.2020
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(K)Eine Heldin



Lauter Applaus hallten an den Wänden des Einkaufszentrum zurück. Erneut hatte die Teenie Heldin Kim Possible den Tag gerettet. Die Menschen jubelten über die ehrenhaften Tat der Cheerleaderin und riefen immer wieder ihren Namen. Denn wieder einmal hatte es Kim Possible geschafft durch ihren Mut, ihre Einsatzbereitschaft und die Hilfsbereite Art eine große - sich an der Decke des Einkaufszentrums befindende Glaskugel - vor dem Absturz zu befahren.

All die Menschen in die Einkaufszentrum konnten dank der schnellen Reaktion des Rotschopfs nun ohne weitere Risiken shoppen gehen und ihre Einkäufe fortsetzten. Es war nichts ungewöhnliches das der Teenie Heldin nach einer so gelungenen Aktion applaudiert wurde - und selbstverständlich bekam sie durch das Retten so vieler Menschenleben eine großzügige Danksagung vom Betreiber des Einakufszentrums. Die jubelnden Massen applaudierten weiter und so wurden auch das Helferlein Ron Stoppable und sein haarloses Haustier Rufus in den Fokus gezogen, da sie der talentierten Cheerleaderin geholfen hatten eine Katastrophe abzuwenden.

Von irgendwoher kamen Reporter vom Fernsehen und der Zeitung um den Moment festzuhalten und in Erfahrung zu bringen, was passiert war und was der Teenager wunderbares getan hatte, um eine Katastrophe abzuwenden. Und Kim, die geübt war im Interviews geben, antwortete unheimlich selbstbewusst und gekonnt auf die Fragen die ihr gestellt wurden.

"Erst vor kurzem haben Sie die berüchtigten Schurken Monkey Fist und Shego davon abgehalten die Grundwasserversorgung des Staates Washington D.C. zu vergiften - jetzt sitzen die beiden Schurken im Gefängnis - hatten Sie keine Angst gehabt Kim?"

Die rothaarige Schülerin strich sich lächelnd eine Haarsträhne aus dem Gesicht. Ihre letzte gemeinsame Mission mit Ron war schwierig gewesen, denn Monkey Fist und Shego hatten sich auf Drakkens Befehl hin als Team zusammen getan und haben versucht die Grundwasserversorgung in Washington D.C. mit einem von Drakken entwickelten Gift zu vergiften. Aber durch gutes Team Work mit ihrem besten Freund hatte Kim es geschafft die Schurken von dem bösen Vorhaben abzuhalten und sie an den Ort geschickt, wo sie hingehörten und vorerst keinen Schaden mehr anrichten konnten.

"Das war keine große Sache" - und erneut ertönte Jubel und Applaus nachdem Kim ihren typischen Satz gesagt hatte.


Nachdem die Reporter ihre Interviews mit dem Teenager und seinem Helfer abgezogen waren, kamen die Menschen auf die beiden Schüler zu und fragten nach Autogrammen. Jeder schien begeistert von dem Trio zu sein, dass ihre Freude am Shoppe wieder sichergestellt hatte.

Aber so ganz richtig war diese Aussage nicht. Denn einige Meter entfernt von den Menschenmassen die sich um Kim, Ron  und Rufus drängten, standen zwei junge Kinder an einem Food Truck, der Eiscreme verkaufte. Beide hielten eine Eiswaffel in der Hand und im Gegensatz zu den anderen Besuchern des Einkaufszentrums, konnten die Kinder die Freude über die Anwesenheit von Kim Possible nicht teilen.

"Ich habe doch gesagt ihr sollt in meiner Nähe bleiben?! Vater würde mich enterben wenn ich euch beide verlieren würde....schon wieder. Ernsthaft? Jetzt tauchen die schon in dem weit entferntesten Einkaufszentrum von Middleton auf" - der Spanier verdrehte seine Augen und drückte den beiden Kindern etliche Einkaufstaschen in die freie Hand und forderte die beiden anschließend auf ihm zu folgen.

"Junior? Warum haben alle Kim so gern? Sie ist keine Heldin. Wegen ihr ist Daddy nicht zu Hause" - kam es von dem kleinen Jungen der betroffen von seinem Schokoladeneis hinauf zu Senior Senior Junior.
"Wegen ihr ist Mama auch fort....ich vermisse Mama", schniefte das kleine Mädchen leise und eine Träne landete in ihrem Erdbeereis.
"Wir wissen alle das Kim Possible keine Heldin ist - aber niemanden interessiert unsere Seite der Geschichte - die Seite die niemand kennt. Eure Eltern werden bald aus dem Gefängnis kommen - und bis dahin wohnt ihr weiter bei Vater und mir. Kein Grund zum Weinen okay?", sprach Junior in einem gelangweilten Tonfall, auch wenn der Erbe genau wusste wie schlecht er mit Tränen anderer Menschen umgehen konnte.

Vor allem mit denen die ihm über die letzten Monate ans Herz gewachsen waren. Denn seitdem Kim Possible die beiden Schurken ins Gefängnis verfrachtet hat, waren der Sohn von Monkey Fist und die Tochter von Shego bei Junior und seinem Vater untergekommen. Laut Shego und Monkey Fist wäre Drakken zu inkompetent um sich um zwei kleine Kinder zu kümmern. Ob Junior das jetzt als Kompliment gegenüber seinem Vater ansehen sollte wusste der Spanier nicht. Aber einen Wasserfall aus Tränen, der von dem Mädchen eventuell schnell auf den Jungen überspringen und mit zwei weinenden kleinen Kindern wollte Junior keine ungewollte Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Nicht das Kim und Ron noch auf die Idee kamen, er hatte aus Langweile und zum Zeitvertreib zwei Kinder entführt.

"Wir müssen zurück zum Anwesen von Vater. Und dort könnt ihr im Pool spielen okay? Ihr mögt den Pool doch oder?", versuchte Junior die beiden Kindern auf andere Gedanken zu bringen. Aber der Junge und das Mädchen blickten von dem Spanier hinüber zu Kim und Ron die nun von vielen Leuten mit dankenden Worten belagert wurden und all das positive abbekamen. Während die Elternteile der beiden Kinder im Gefängnis saßen.

"Ich vermisse Daddy auch...das ist nicht fair Junior", sprach der Junge traurig und das Mädchen, dass mittlerweile in ein leises Wimmern übergegangen war nickte zustimmend.
"Gar nicht fair", kam es von dem Mädchen und Junior seufzte leise. Er konnte verstehe wie die beiden sich fühlten und wie schrecklich es für sie sein musste, dass sie ihren Dad und ihre Mutter - schon wieder - für eine unbestimmte Zeit nicht sehen würden. Die Bösewichte tun bestimmte Dinge auch nicht nur, weil sie Weltherrschaft an sich reißen wollen - aber das interessierte selbstverständlich niemanden.

"Ihr habt Recht - ich frage nachher, wenn wir zu Hause sind Vater, ob wir etwas tun können. Aber wir sollten jetzt zum Auto gehen, bevor diese nicht fairen Helden noch auf die Idee kommen, zu uns zu gehen hm?" - diese Worte schienen auf die beiden Kinder eine Wirkung zu erzielen, denn sie warfen dem Trio - bestehend aus Kim, Ron und Rufus noch einen letzten Blick aus Verachtung und Trauer zu, ehe sie anfingen ihr Eis aufzuessen und folgten Junior anschließend in die Richtung der Parkanlage die zum Einkaufszentrum gehörten.

Für die beiden war Kim Possible keine Heldin. Sie war der Grund warum sie erneut so lange warten müssen, bis sie ihre Mama oder ihren Daddy wieder in die Arme schließen können und ihre kleine Welt endlich wieder heile und perfekt ist. Und der Trennungsschmerz wurde von mal zu mal schlimmer. Wie konnten die Menschen eine solche Person als Heldin feiern?

ENDE
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