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Magische Schneekugel

von ceeliinee
GeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P12 / Mix
Caboose Electra OC (Own Character) Papa Pearl Rusty
22.07.2020
25.07.2020
12
12.375
3
Alle Kapitel
14 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
24.07.2020 840
 
Electra sah zu dem Erste-Klasse-Waggon und der Dampflok hinüber. Er musste ihr doch unbedingt von dem Gespräch mit Caboose erzählen! Ein Lächeln stahl sich auf seine Lippen, als er an gestern dachte. An Caboose Augen, die glitzerten, als Electra ihn bat, mit ihm das Rennen zu bestreiten, an Caboose Lippen, die sich bei seiner Frage zu einem Lächeln verzogen und an seine Stimme, als er zustimmte. Electra war so ins Schwärmen geraten, dass er gar nicht mitbekam, wie Pearl auf ihn zurollte. „Hallo, Erde an Electra?“ versuchte Delilah die Aufmerksamkeit von der E-Lok zu bekommen. Verwirrt blickte diese den Waggon an. „Sorry, war in Gedanken.“ entschuldigte Electra sich bei Pearl. „Bei Caboose, stimmts?“ meinte Pearl grinsend, was sich noch verstärkte, als die E-Lok ertappt auf den Boden blickte. „Also, hat er ja gesagt? Wie ist es gelaufen?“ fragte Pearl die E-Lok neugierig. „Komm mit in mein Depot, da erzähle ichs dir, hier sind viel zu viele neugierige Menschen!“ Electra zog Pearl durch den Bahnhof, bis sie vor einem der größten Depots ankamen.

„Möchtest du was trinken? Ich hab Schmieröl und Erdöl und bestimmt finde ich auch noch eine Flasche Kühlwasser.“ fragte Electra seine Freundin. Angewidert verzog Pearl das Gesicht. „Nein, danke.“ sagte sie, darum bemüht, ihren Ekel aus der Stimme herauszuhalten.

Gemeinsam setzten die beiden sich auf das Sofa. „Also, jetzt erzähl, ich will alles wissen!“ meinte Pearl aufgeregt. „Er saß noch im Café und hat sich voll gewundert, als ich mich zu ihm gesetzt habe. Wir haben uns erst angeschwiegen, Starlight, ich war so aufgeregt, aber dann hab ich ihn einfach gefragt, ob er schon einen Partner hat, und als er das verneinte, hab ich ihn gebeten mein Partner zu werden. Und er hat ja gesagt und irgendwie total süß gelächelt und seine Augen haben geglitzert, scheiße, es hat mich glaub ich richtig erwischt.“ erzählte Electra glücklich. „Dann kann ich Rusty ja bescheid geben, dass ich mit ihm fahre!“ meinte Pearl. Sie freute sich schon richtig drauf. Der Vormittag mit Rusty war unglaublich schön, was den schlechten ersten Eindruck wett gemacht hatte.

„Du willst mit der alten Dampflok fahren? Meinst du nicht, du, als Erste-Klasse-Waggon solltest dir einen Zug mit etwas mehr … Stil holen?“ fragte Electra skeptisch. Pearl verdrehte die Augen. „Was soll das denn jetzt heißen? Rusty ist genauso ein toller Zug wie du und hat das gleiche Recht, mit einem Wagen am Rennen teilzunehmen! Außerdem entscheide glücklicherweise immer noch ich selbst, mit wem ich fahre!“ verteidigte Pearl die Dampflok. „Ist ja gut sorry, so war das nicht gemeint.“ versuchte Electra den rosa Waggon zu besänftigen, was ihm auch gelang.

Die beiden Freunde redeten noch eine Weile, während Caboose mit einem traurigen Blick auf das Depot von Electra blickte. Er war bloß durch die Gegend gefahren, voller Euphorie, dass Electra, die Lok, die er schon seit einiger Zeit heimlich liebte, ihn gefragt hatte, ob er mit ihm fuhr, da sah er, wie Electra Pearl förmlich in sein Depot zog. Was sie da taten konnte er sich lebhaft vorstellen. Was wollte die moderne E-Lok auch mit einem Bremswagen, besonders, wenn er einen Erste-Klasse-Waggon haben konnte. Eine ganze Weile blieb Caboose an der Stelle stehen und bekam mit, wie Pearl sich mit einer Umarmung von Electra verabschiedete. Eigentlich mochte er den neuen Waggon im Bahnhof, doch seine beißende Eifersucht vernebelte seine Sinne, ließ seine manipulative Ader aufleben. Er wollte Pearl wehtun, so wie sie ihm wehgetan hatte. Leise, damit niemand ihn bemerkte fuhr Caboose zu seinem Depot, um einen Plan zu schmieden.

Pearl machte sich unterdessen auf den Weg zu Rusty. Sie musste ihm sagen, dass sie mit ihm fahren würde. Es dauerte nicht lange, da sah sie die junge Dampflok vor ihrem Nachbardepot, Blumen gießen. „Hey Rusty.“ rief Delilah der Dampflok zu. Er sah auf und blickte in Pearls Gesicht. Ein Lächeln bildete sich auf seinen Lippen. „Hey Pearl.“ begrüßte er sie und stellte die Gießkanne auf den Boden. „Arbeitest du hier für jemanden?“ fragte Pearl die Dampflok. Papa hätte ihr doch sicher gesagt, wenn Rusty hier leben würde. „Nein, ich wohne hier. Wusstest du das nicht?“ fragte Rusty überrascht. Auch er hätte erwartet, dass Papa Pearl dieses Detail verraten hätte. „Offensichtlich nicht, aber ich hab super Neuigkeiten! Du hast eine Partnerin für das Rennen!“ sagte Pearl zu Rusty. Dieser fuhr auf sie zu und nahm sie in den Arm. „Das ist ja super, danke!“ meinte er und wirbelte sie herum. Beide spürten ein Kribbeln an jeder Stelle ihres Körpers, wo sie sich berührten, auch noch, als sie sich lösten.

Eine Weile blieb es still zwischen den beiden, sie mussten ihre kribbelnden Körper erst einmal beruhigen. Dann durchbrach Rusty die Stille. „Wollen wir noch gemeinsam ins Café?“ schlug Rusty vor, worauf Pearl einwilligte. Dann musste sie zwar nochmal ekliges Öl herunter bekommen, aber dafür konnte sie Zeit mit der Dampflok verbringen und ihn besser kennenlernen, sie beschlich nämlich ein leiser Verdacht.
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Zur Feier meines Feierabends und weil ich momentan sehr gut mit der FF vorankomme, noch ein Kapitel:)
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