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Magische Schneekugel

von ceeliinee
GeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P12 / Mix
Caboose Electra OC (Own Character) Papa Pearl Rusty
22.07.2020
25.07.2020
12
12.375
3
Alle Kapitel
14 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
24.07.2020 810
 
Papa saß in seinem Depot und wälzte seine Bücher, die er in die Welt der Züge mitgebracht hatte. Er musste eine Möglichkeit finden, um seinem Ziehsohn die Schmerzen beim Abschied zu ersparen. Delilah musste wieder zurück in ihre Welt und würde nicht mehr zurückkönnen, wenn sie sich in Rusty verlieben würde, wäre es für beide nur unnötig grausam. Die Bücher boten jedoch keine Aussicht auf eine Rückkehr, bevor sich Delilahs Wunsch nicht erfüllt hatte. Seufzend schloss Papa die Bücher, als der neue Erste-Klasse-Waggon das Depot betrat. „Und wie liefs?“ fragte die alte Dampflok Delilah direkt. „Electra hat mich überall rumgeführt und ich habe die meisten schon kennengelernt, einige sind aber wirklich ganz anders als im Musical.“ erzählte Delilah direkt. „Ach echt, also bei Electra muss ich dir zustimmen, das kam aber erst in den letzten Jahren, aber ansonsten könnte ich das jetzt nicht bestätigen. Bei hattest du denn den Eindruck?“ fragte Papa interessiert. „Rusty zum Beispiel. Er ist im Musical mein Lieblingscharakter, aber er war irgendwie total abweisend, aber egal, hier gibt es ja genug andere nette Züge!“ erklärte Pearl.

Papa war verwundert, so kannte er Rusty gar nicht. Auch wenn ihm natürlich lieber wäre, dass die beiden sich nicht näher kommen, damit sein Ziehsohn nicht verletzt wird – dieses Verhalten konnte er ihm nicht durchgehen lassen. Er würde heute definitiv ein Gespräch mit ihm suchen. „Ich werde mit ihm reden, so ist er normalerweise gar nicht.“ versprach Papa. „Ach, brauchst du nicht.“ widersprach Delilah, was Papa einfach ignorierte. „Also, ich denke, wir kommen aus dieser Situation nicht heraus. Du musst hier deine große Liebe finden. Ein Problem gibt es da allerdings, sobald du diese gefunden hast, kommst du wieder in deine Welt, deine große Liebe allerdings wird hierbleiben. Das ist das wohl größte Problem.“ erklärte Papa. Delilah sah ihn traurig an. „Ich finde hier meine große Liebe, muss sie aber direkt wieder verlassen? Aber, dann erfüllt die Schneekugel doch gar nicht ihren Zweck, oder?“ fragte Delilah. „Die Sache mit der Schneekugel ist kompliziert. Sie hat zwei Antriebe, einmal den der Magie und den der Stärke des Wunsches. Alleine die Magie sollte dich nicht hierhin bringen, dafür ist sie einfach zu schwach. Das heißt, dass dein Wunsch nach einer Person, die dich versteht und liebt so groß ist, dass die Barriere überwunden werden konnte. Jedoch hat diese Reise die Kugel auch geschwächt. Jeder Wunsch schwächt die Magie, nun dürfte sie beinahe erloschen sein, was heißt, dass sie nicht mehr reicht. Sie hat also schon funktioniert, nur wusste ich nicht, dass das wirklich möglich ist.“ versuchte Papa es zu erklären, er merkte jedoch selbst, wie verwirrend das klang. „Das ist ein wenig zu hoch für mich, aber Tatsache ist, ich muss hier meine große Liebe finden, sie aber direkt danach wieder verlassen?“ fasste Delilah nochmals zusammen. „Genau, ich wünschte wirklich es wäre anders. Alleine meine Kugel hat die Macht, die Barriere zwischen den Welten zu durchbrechen, aber ich brauche sie selber, ich kann meine Familie in der Menschenwelt nicht im Stich lassen.“ erklärte Papa. „Moment, wenn du auch eine Schneekugel besitzt, heißt das dann, du bist...“ Delilah konnte nicht weiter sprechen, stand sie hier doch vor dem Musicalgott höchstpersönlich. „Ja, ich bin Andrew Lloyd-Webber. Was meinst du, wie ich auf die Idee mit einem Musical über Züge gekommen bin? Bei einem Drogentrip?“ meinte Papa und lachte. „Also, ehrlich gesagt, ja.“ gestand Delilah grinsend.

„Das denken glaube ich die meisten, aber ich kanns ihnen nicht verübeln. Die Idee ist ja wirklich sehr speziell und niemand würde auf die Idee kommen, dass eine Parallelwelt existiert, in welcher die Züge und Waggons lebendig sind.“ erzählte Papa lachend. „Also dann, ich schlage vor, ich zeige dir dein Depot, du wirst ja wahrscheinlich ein wenig hierbleiben.“ meinte Papa und fuhr mit ihr gemeinsam zu einem kleinen Haus in der Nähe. „Ich hoffe, du fühlst dich wohl. Falls du irgendwas brauchst, sag mir ruhig bescheid.“ meinte Papa und wollte fahren, doch Delilah hielt ihn auf. „Moment, ich habe noch zwei Fragen. Gibt es hier auch normale Nahrungsmittel? Oder nur Dinge mit Öl?“ fragte Delilah und verzog angewidert das Gesicht. Papa lachte. „Offiziell nicht, aber ich habe in meinem Depot einige Sachen versteckt, ich bringe dir morgen welche vorbei, aber pass bitte auf, dass niemand sie sieht.“ sagte Papa. „Vielen Dank. Und hast du vielleicht eine Idee, wer meine große Liebe sein könnte?“ fragte Delilah. Sie hatte bisher nämlich keinen blassen Schimmer. Klar, die meisten waren ihr sympathisch, doch wie liebe fühlte es sich bei niemanden an, außer bei einem, aber das war absolut ausgeschlossen, nicht so, wie Rusty sich verhalten hatte.

„Ich glaube, ich weiß es, aber ich kann es dir leider nicht sagen. Die Gefahr einer erzwungenen Liebe ist zu groß. Aber ich denke, im Grunde weißt du es auch.“ Mit diesen Worten verließ Papa das Depot von Delilah und ließ sie alleine.
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