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Magische Schneekugel

von ceeliinee
GeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P12 / Mix
Caboose Electra OC (Own Character) Papa Pearl Rusty
22.07.2020
25.07.2020
12
12.375
3
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Dieses Kapitel
1 Review
 
23.07.2020 1.149
 
Papa kam direkt vor Delilah zum stehen. „Pearl?“ fragte die alte Dampflok den Erste-Klasse-Waggon. „Ähm, nein, ja. Also eigentlich Delilah.“ versuchte sie zu erklären. Delilah war verwirrt? Wie war das möglich? War sie vielleicht eingeschlafen? War das alles nur ein Traum. „Du kommst aus der Menschenwelt, oder?“ fragte Papa, worauf Delilah nickte. „Aber, wie ist das möglich? Es gibt doch nur einen einzigen Weg und das ist meine Schneekugel und die habe ich bei mir.“ redete Papa, mehr mit sich selber. „Ähm, ich saß auf meinem Sofa. Ich hab die Schneekugel heute bekommen, sie sollte wohl von Andrew Lloyd-Webber stammen, einen Musicalkomponisten.“ versuchte Delilah zu erklären, was geschehen war und zeigte dem Zug ihre Schneekugel. „Aber das kann doch nicht sein, diese Kugel sollte diese Macht nicht haben. Sie sollte dem Besitzer den tiefsten Wunsch erfüllen, doch den Besitzer auf gar keinen Fall in diese Welt bringen!“ meinte Papa, wieder mehr zu sich selbst als zu Delilah. Dann sah er sie an. „Was hast du dir gewünscht?“ fragte Papa sie. „Ähm, es war ganz banal, ich wollte einfach den Alltag entkommen und die Welt hier erkunden.“ erzählte Delilah. „Sicher? Hast du dir nichts anderes gewünscht? Diese Kugel sollte nicht die Macht haben, den Besitzer in eine andere Welt zu bringen. Hast du dir nichts anderes gewünscht?“ Papa wurde ungeduldig. Es wusste, dass er die einzige Kugel besaß, der die Menschenwelt mit dieser hier verband. Erst so war er doch auf die Idee mit einem Musical über Züge gekommen. „Ähm, naja, also ich, vielleicht meinte ich auch, dass ich gerne eine Person hätte, die mich liebt wie ich bin.“ sagte Delilah mit hochrotem Kopf. So etwas wollte sie einem Fremden eigentlich gar nicht erzählen, auch wenn er für sie irgendwie auch nicht fremd war. Delilah war von dem ganzen verwirrt. Was sollte dieser Traum nur bedeuten? „Aber auch dann wäre das nicht möglich, außer … diese Person lebt hier, aber selbst dann hätte das eigentlich nicht passieren dürfen. Ich werde gleich sofort recherchieren, wir müssen jetzt erstmal deinen Wunsch erfüllen, eher kommst du hier nicht mehr weg, fürchte ich.“ sagte Papa zu ihr und bot ihr an, sich bei ihr anzukuppeln.

Gemeinsam fuhren sie zum Bahnhof, wo die anderen waren. Auf dem Weg erklärte Papa Delilah, was es mit der Kugel auf sich hatte und dass sie sich hier als Pearl vorstellen sollte. „Die anderen Züge und Waggons wissen nicht von der anderen Welt und das muss auch so bleiben. Pearl ist ein typischer Erste-Klasse-Waggon-Name, deshalb wird wohl niemand Verdacht schöpfen. Du kommst aus einem Bahnhof von weit weg und wolltest hier neu anfangen.“ erklärte Papa, welche Geschichte sie den anderen erzählen würde. Delilah nickte einfach nur verwirrt. Wann wachte sie endlich aus diesem komischen Traum auf?

Am Bahnhof angekommen sah sie direkt reges Treiben. Sie erkannte einige der Wagen. Dort hinten stritten sich Greaseball und Electra, Dinah, Ashley und Buffy standen nur ein paar Meter entfernt und unterhielten sich und Rusty fuhr gemeinsam mit Caboose durch die Gegend. Papa fuhr gemeinsam mit Pearl zu Greaseball und Electra, um ihnen den Erste-Klasse-Waggon vorzustellen, immerhin waren die beiden potenzielle Wunscherfüller. Papa wusste zwar, dass er falsch lag, da das Kostüm der Pearl von der Kugel sicher nicht zufällig gewählt war, doch er wollte es nicht war haben, konnte Rusty nicht so weh tun. Delilah würde nicht in dieser Welt bleiben können, denn nur seine eigene Kugel ermöglichte es ihm, aus seinem Leben als berühmter Musicalkomponist zu entfliehen.

Electra und Greaseball waren sofort still, als die beiden sich zu ihnen gesellten, immerhin stand ein Erste-Klasse-Waggon vor ihnen. „Hallo, Hübsche! Lust, mit einer Diesellok zu fahren?“ fragte Greaseball sie sofort und setzte sein strahlendstes Lächeln auf. Delilah war direkt genervt von dem dunklen Zug ihr gegenüber. „Nein danke, aber ich würd mich gerne vorstellen. Ich bin Pearl und werde für eine Weile hierbleiben.“ erzählte der junge Wagen. Electra lachte seinen gegenüber aus, so eine Abfuhr hatte Greaseball schon lange nicht mehr bekommen – genaugenommen noch nie. „Der Wagen hat Temperament, das gefällt mir! Ich bin Electra, die E-Lok, du hast sicher schon von mir gehört. Man kennt mich überall auf der Welt! Du, als Erste-Klasse-Waggon würdest doch sicher gerne, mit einem Superstar wie mir, bei der Weltmeisterschaft fahren, ich suche nämlich noch einen und du wärst perfekt!“ begrüßte auch Electra den neuen Wagen im Bahnhof. Electra machte auf Delilah tatsächlich einen guten ersten Eindruck, er schien so ganz anders zu sein als der Electra des Musicals. Delilah lächelte. „Ich weiß nicht, ob ich überhaupt mitfahren möchte, ich würde auch erstmal gerne die anderen kennenlernen, aber ich behalte dein Angebot gerne im Hinterkopf!“ erklärte Pearl. Papa entfernte sich in der Zeit leise von der Truppe. Er merkte schnell, dass Delilah wohl keine Hilfe brauchen würde und er konnte ganz in Ruhe recherchieren, woher die Kugel diese Kraft nahm.

Papa nahm die in seinem Depot stehende Kugel in die Hand, schloss die Augen und dachte ganz fest an sein Arbeitszimmer in seinem Haus. Das für ihn altbekannte Licht erschien. Kurze Zeit später stand Papa, nun wieder Andrew Lloyd-Webber, in seinem Arbeitszimmer und schnappte sich die Bücher über die Schneekugeln.

Electra währenddessen sah Pearl lächelnd an. Er konnte ihre Bedenken wirklich verstehen, hoffte aber trotzdem darauf, dass sie noch ja sagen würde. Die E-Lok konnte sich nur wenige bessere Partner vorstellen. Genaugenommen nur einen – Caboose. Elektra fand den Bremswaggon äußerst anziehend, das würde er jedoch niemals zugeben. Außerdem spielte Caboose nicht immer mit fairen Mitteln und war immer nur auf sein eigenes Wohl bedacht. Trotzdem reizte die E-Lok etwas an dem Bremswaggon. „Da Papa grade weggefahren ist und sich wieder sonst wo rumtreibt, würde ich dich rumführen und allen vorstellen, wenn du magst.“ bot Electra direkt an, als er bemerkte, dass der alte Dampfzug weggefahren war. „Sehr gerne!“ freute sich Delilah direkt. Vielleicht hatte sie den richtigen ja schon in Electra gefunden...

Neugierig sah Rusty zu Electra und dem Erste-Klasse-Waggon. Greaseball stand, auffallend angefressen, daneben. Die junge Dampflok konnte die Augen nicht von dem Wagen lassen, sie war einfach wunderschön. Traurig dachte Rusty jedoch daran, dass er niemals eine Chance bei ihr haben würde. Ein Erste-Klasse-Waggon und eine Dampflok, das passte nicht zusammen und würde auch niemals zusammen passen! Electra dagegen passte perfekt zu einem Wagen wie ihr. Deshalb war er auch überrascht, als die E-Lok mit dem Erste-Klasse-Waggon auf ihn zukamen. Electra redete normal nur das nötigste mit ihm und auch der Waggon würde wohl eher wenig Interesse an ihm haben. „Hey, ich bin Pearl und neu hier!“ begrüßte Delilah die Dampflok vor sich. Dieser sah sie kurz und intensiv an, drehte dann aber seinen Kopf weg. „Hey, ich bin Rusty.“ stellte er sich vor und fuhr direkt weg. Ihn schmerzte es einfach zu sehr, dass sie niemals Interesse an ihm haben würde.
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