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Ein verhängnisvolles Date

GeschichteSchmerz/Trost, Liebesgeschichte / P18
Molly Hooper Sherlock Holmes
21.07.2020
15.09.2020
15
36.733
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20.08.2020 3.280
 
Anmerkung: Seid bitte nachsichtig mit mir. Ich habe gerade Urlaub und daher weniger Zeit zum Schreiben. Updates folgen daher nicht ganz so schnell wie gewohnt! :)

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Sie saß einfach da, starrte ihn an, sagte nichts, wartete ab. Nicht ein einziges Wort kam über ihre Lippen, aber ihr Körper sprach eine deutlich Sprache.

Wangen – gerötet.
Lippen – leicht geöffnet.
Pupillen – erweitert.
Nippel – erigiert.

Sie war erregt. Wollte mehr - mehr von ihm. Mehr, als nur einen Kuss und eine Umarmung. Vor wenigen Minuten hatte sie noch weinend auf seinem Sofatisch gelegen und jetzt? Wie konnte das sein? Sherlock war aufrichtig verwirrt. Und tat nichts, als ebenso schweigend zurückzustarren. Die Sekunden dehnten sich zu Minuten.

Niemals hätte Molly ihn darum gebeten, sich zu ihr zu legen. Niemals hätte sie das, was ihr Körper begehrte, in Worte gefasst. Sie vertraute lieber darauf, dass Sherlock sie deduzieren würde. Sie wusste, dass er gar nicht anders konnte.

Aber er rührte sich nicht. Der Kontrast in ihrer Gefühlswelt war einfach zu groß, um eine vernünftige Entscheidung zu treffen. War es wirklich Lust, die sie trieb? Ein physisches Bedürfnis, das er entfacht hatte? Oder brauchte sie einfach seine Nähe, seine Dominanz, seine Kontrolle, um sich wieder gefestigter und sicherer zu fühlen? Wollte sie möglicherweise das Gefühl, er würde sich um sie kümmern, vertiefen? So klar ihr Körper auch kommunizieren mochte – die eigentliche Intention blieb Sherlock verborgen. Datenbanken ratterten durch seinen Kopf, denn jedes Szenario erforderte ein anderes Verhalten von ihm.

Um Himmels Willen, wie machten das nur normale Menschen?

Die Anspannung war mittlerweile deutlich greifbar und Sherlock spürte instinktiv die wachsende Unsicherheit bei Molly.

Nein. Nein, sie sollte nicht wieder so nervös sein. Nicht wieder so angespannt und unsicher. Sie brauchte Führung. Seine Führung.

„Leg dich auf den Bauch“, sagte er und Molly gehorchte augenblicklich. Gut. Die Haut ihres Pos war immer noch rot von seinen Schlägen, der Anblick fast hypnotisch.

Langsam. Langsam und vorsichtig war immer die bessere Variante, wenn noch nicht alle Prämissen offen lagen.

Sherlock kletterte auf sein Bett, schob ein Knie zwischen ihre Schenkel und fuhr behutsam mit seinen Lippen über die gerötete Haut ihrer hinteren Oberschenkel und ihres Pos, hauchte sanfte Küsse darauf und spürte, wie Mollys Anspannung wieder verflog. Sie lag still unter ihm, empfing, was er ihr gab und hatte sogar die Augen geschlossen. Offenbar brauchte sie fürs erste die sanfte Tour. Nicht ganz sein Gebiet, aber durchaus machbar.

Sherlock wanderte weiter nach oben, strich mit seinen Händen über die zarte Haut ihres Rückens und schob ihre Haare ein wenig zur Seite. Mit seiner Nase fuhr er über ihre Schulterblätter, sog ihren wunderbar süßen Duft in sich auf, ließ seine Fingerspitzen der Berührung folgen und -

Ein Ruck ging durch Mollys Körper und nur um Haaresbreite wich Sherlock dem Ellbogen aus, der beinahe seine Schläfe erwischt hätte. Erschrocken wich er zurück, bemerkte plötzlich, wie Molly sich unter ihm wand und erbebte. Erst Sekunden später drang ihr Lachen an sein Ohr.

Oh.

Das kam unerwartet.

Noch einmal strich er mit den Fingerkuppen über ihre Seiten knapp unterhalb des Schulterblattes. Sofort zuckte sie wieder zusammen und schlug um sich, während sie quiekend und lachend nach Luft schnappte.

Äußerst interessant.

Sherlock grinste.

Er legte sich seitlich auf sie, um sie besser zu fixieren und wiederholte das Spiel auf der anderen Seite. Molly schrie lachend auf, kicherte, versuchte seiner Berührung zu entkommen.

„Sherlock! Sherlock, hör auf!“, protestierte sie, wurde aber selbst noch von Lachkrämpfen geschüttelt, als er seine Berührung längst unterbrochen hatte.

Sherlock hatte keine Ahnung gehabt, wie kitzlig sie war. Er hatte nicht einmal daran gedacht. Sie so zu erleben, gefiel ihm deutlich besser! Er konnte ein brummendes Kichern selbst kaum unterdrücken und noch viel weniger der Versuchung widerstehen, damit aufzuhören. Er legte seine Hand erneut auf ihr Schulterblatt, ohne sie bewegen, aber Molly brach sofort wieder in schallendes Gelächter aus und wand sich.  

Sherlock stützte sich gnädig auf die Unterarme, gab ihr wieder ein bisschen mehr Spielraum, den sie sofort nutzte, um sich zu ihm umzudrehen. Ihr Brustkorb hob und senkte sich mit ihren schnellen Atemzügen. Sie grinste.

„Ich habe dich noch nie so lachen sehen“, sagte Sherlock und biss sich sofort auf die Unterlippe. Hatte er das wirklich laut aussprechen wollen? Mollys Lächeln erstarb, stattdessen musterte sie sanft sein Gesicht.

Es stimmte. Er kannte sie, wie sie konzentriert ihrer Arbeit nachging. Er erinnerte sich an ihr höfliches oder ihr nervöses Lächeln. An ihre Verlegenheit. An ihre Fassungslosigkeit, wenn er wieder einmal zu weit gegangen war. Und an ihre schmerzerfüllten Augen, in denen die Tränen standen, aber noch nie hatte er sie derart lachen hören. Es war... irgendwie schön.

Er küsste Molly behutsam auf ihre leicht geöffneten Lippen, weil er wusste, wie empfänglich sie darauf reagierte. Weil er wollte, dass sie abtauchte, statt sich von einem Satz wie diesem irritieren zu lassen. Sie schloss sofort die Augen, erwiderte den Kuss, gewährte ihm Einlass, als er mit seiner Zungenspitze nach der ihren suchte.

Sherlock sank auf sie nieder, presste seinen Körper an ihre nackte Haut und verschränkte seine Finger mit ihren – hielt sie sanft an Ort und Stelle, ohne zu hart und unnachgiebig zu sein. Zufrieden stellte er fest, wie sich ihre Atmung wieder beschleunigte, wie sie ihr Becken gegen seines drängte – bereit, sich auf ihn einzulassen.

Er löste sich von ihren Lippen und wanderte stattdessen ihren Hals entlang, knabberte an ihrem Ohrläppchen und bemerkte, wie sie scharf die Luft einsog.

„Das hast du auch gemacht“, sagte sie plötzlich leise und Sherlock hielt irritiert inne.

„Was?“

„Als ich gefangen war. Zwischen dir und den Spinden. D-Du hast mich an den Haaren gepackt und dann meinen Hals geküsst“, flüsterte sie beinahe und Sherlock spürte durch den dünnen Stoff seines Shirts, wie sich ihr Herzschlag beschleunigte.

Ah.

Er löste einer seiner Hände und schob sie in ihren Nacken wo sie ihr Haar ertasteten und griff zu. Vorsichtig zog er daran bis Molly ihren Hals freigab und Sherlock drängender und fordernder die empfindliche Haut unterhalb ihres Ohrläppchens küsste und mit den Zähnen darüber fuhr.

Sofort stöhnte Molly unwillkürlich auf.

„So in etwa?“, fragte er selbstzufrieden und Molly nickte stumm.

“Und dann?“, fragte er während er langsam mit den Lippen ihren Hals hinab wanderte.

„Du hast immer noch meinen Hals geküsst, aber deine Hand, die... die...“

„Was Molly? Was hab ich mit der Hand gemacht?“

„Du hast das Handtuch weggezogen und meine... meine Brüste... Oh Gott!“, seufzte sie, als Sherlocks Hand ihren Busen umschloss und ihren Nippel leicht mit Daumen und Zeigefinger drückte.

Ihr Körper schob sich ihm bereitwillig entgegen, ihre Wangen hatten wieder eine zartrosa Farbe angenommen und Sherlock kam ich umhin zuzugeben, wie sehr ihn dieser Anblick reizte. Offenbar fiel es Molly etwas leichter über ihre Fantasien zu reden, wenn sie erregt war. Eine Tatsache, die definitiv in seinem Gedächtnis verankert werden sollte!

Sherlock setzte sich auf und spreizte ihre Beine. Gott, sie war schon unglaublich nass und bereit, ihn jederzeit in sich aufzunehmen. Seine Erektion meldete sich augenblicklich zuckend zu Wort, doch Sherlock unterließ es, seine Hose zu öffnen oder auch nur hineinzugreifen, um sich eine angenehmere Position zu verschaffen. Stattdessen ergriff er Mollys Hand und legte sie auf ihre Scham.

Sie sah ihn für den Bruchteil einer Sekunde irritiert an, doch als er mit der Zunge über ihren erigierten Nippel fuhr, ohne sie dabei aus den Augen zu lassen, spürte er, wie sich die Hand schließlich zwischen ihren Beinen bewegte.

„Erzähl weiter“, forderte er und Gott, ihm war plötzlich so unheimlich heiß. Ungeduldig zog er sich sein Shirt über den Kopf, ohne sich erst mit dem Aufknöpfen aufzuhalten und setzte dann rasch mit seiner Liebkosung fort. Er wollte Molly in dieser Stimmung auf keinen Fall verlieren.

„Du hast einfach deine Hose geöffnet und meine Beine um deine Hüfte geschlungen...“, sagte sie. Ihre Augen waren wieder geschlossen – sie war völlig auf ihre Gedanken und das Gefühl an ihrer Spalte konzentriert. Genau, wie Sherlock es beabsichtigt hatte.

„Um was zu tun?“, hakte er leise nach und wanderte mit den Lippen wieder nach oben zu ihrem Hals und an ihr Ohr. „Sag es!“

Sie stöhnte kurz gequält auf und biss sich auf die Unterlippe, doch dann hauchte sie kaum hörbar: „Um in mich zu... stoßen.“

Sherlock konnte ein Grinsen nicht länger unterdrücken. Oh, er würde sie schon noch dazu bringen, weit frivolere Dinge zu äußern als diese. Molly war so nass, so erregt, dass er förmlich hören konnte, wie sie ihre Finger in sich schob.

„Ohne Vorspiel Molly, wirklich? Warst du schon so bereit für mich?“, fragte er und küsste sie leidenschaftlich auf den Mund, ohne eine Antwort abzuwarten. Ihrer Kehle entwich sofort ein hörbares Stöhnen. Sie schlang ihren freien Arm um seinen Nacken, zog ihn näher zu sich, krallte ihre Finger in die nackte Haut seines Rückens, während sie sich selbst befriedigte.

Die Enge in seiner Hose brachte ihn mittlerweile fast um. Seine Erektion pochte, pulsierte gegen den Stoff, der mittlerweile deutlich feuchter geworden war. Er würde das hier nicht lange aushalten. Er griff nach unten, um wenigstens den Knopf seiner Hose und den Reißverschluss zu öffnen. Um sich ein winziges bisschen von der Qual zu erlösen, denn das hier, das war einfach zu... delikat.

Er hätte nicht erwartet, dass Molly sich ihm doch noch öffnen würde. Er hatte sogar damit gerechnet, dass sie sich zieren würde, sich selbst vor seinen Augen anzufassen, aber sie war so erregt, so gierig, dass sie offenbar nicht anders konnte.

Sherlock riskierte einen Blick in den Spiegel und sah darin nicht nur ihr von Lust gezeichnetes Gesicht, sondern auch ihren angespannten Körper und die Finger, die sich immer wieder in sie schoben – weit weniger vorsichtig als er gedacht hatte.

„So hart Molly? Zeig mir, wie ich dich nehme“, sagte er und seine Worte schienen sie tatsächlich weiter anzufachen. Sie seufzte leise, dann schlang sie einen Arm um ihre Kniekehle, um sich noch weiter zu öffnen und stieß tief und ungeduldig in sich.

Fuck! Das war... unbeschreiblich anregend. Sie war so willenlos und gierig, so versunken in ihrem Verlangen, wie Sherlock es sich gewünscht hatte. Verdammt, er war selber fast vorm Explodieren, dabei tat er fast nichts, als einfach nur zuzusehen.

„Schau in den Spiegel“, sagte er und spürte, dass seine Worte ein paar Sekunden in der Luft hingen, bevor sie sie erreichten. Zögerlich, fast widerwillig öffnete Molly die Augen.

„Was?“

„Mach genauso weiter und schau in den Spiegel“, sagte er und richtete sich auf.

„Sh-Sherlock...“, begann sie, doch er schnitt ihr sofort das Wort ab.

„Das hatten wir heute schon einmal, Molly. Tu, was ich dir sage!“, befahl er nun eindringlicher. Dann griff er in seine Hose, befreite endlich seine Erektion und massierte sich, weil er einfach nicht mehr anders konnte. Wie gebannt starrte Molly auf das Glied in seiner Faust, beobachtete fasziniert seine Bewegungen und leckte sich unbewusst über die Lippen. Gott, wenn sie das noch einmal machte, dann würde er ihr noch heute befehlen, ihn mit ihrem Mund zu befriedigen.

Doch dann drang sie mit ihren Fingern wieder schneller und fester in sich, stellte sich vor, wie Sherlock sie nahm und drehte schließlich ihren Kopf Richtung Spiegel. Erschrocken, fast beschämt wandte sie sich augenblicklich wieder zu ihm um.

„Das sieht verdammt heiß aus“, beeilte sich Sherlock zu sagen, bevor die Selbstzweifel sie zu übermannen drohten. „Es macht mich an, dich so zu sehen.“

Dann packt er kurz entschlossen ihre Handgelenke und drückte sie auf das Laken. Molly wimmerte, wollte und brauchte Erlösung, die er ihr nicht gewährte. Er quälte nicht nur sie, er quälte sich selbst, aber ihre Lust gehörte ihm und nur er würde entscheiden, wann er sie erlöste.

„Schau weiter in den Spiegel“, sagte er und erst, nachdem sie Folge geleistet hatte, erst nachdem sie sich selbst mit weit gespreizten Beinen vor ihm liegen gesehen hatte, presste er seine Hüfte auf ihre und rieb sich an ihrer nassen Scham – langsam und kontrolliert und ohne einzudringen.
Ihre Finger glänzten vor Feuchtigkeit und nur zu gerne hätte Sherlock gewusst, wie sie schmeckte. Aber das musste warten. Dafür war später noch genügend Zeit.

„Willst du wissen, wie es sich anfühlt?“, fragte er stattdessen, als Molly ihm leise seufzend und mit geöffneten Lippen ihr Becken entgegen drängte.

Sie nickte nachdrücklich.

„Dann bettle“, sagte er. Herr im Himmel, sie würde so wunderbar aussehen, gefesselt an seinem Bett und ihm zu Willen.

„Bitte, Sherlock“, hauchte sie. „Bitte... nimm mich“. Ihr Körper hatte bereits erwartungsvoll zu Zittern begonnen, die Bewegungen ihres Beckens waren fahrig und unkontrolliert geworden.

„Halte still“, sagte Sherlock. Ihr heißer Atem strich über seine Haut, während sie angestrengt keuchte und schließlich versuchte, in ihren Bewegungen inne zu halten.

Dann veränderte Sherlock die Position seines Beckens, spürte die heiße Feuchtigkeit direkt an seiner empfindlichen Spitze und trieb sich schließlich mit einem Stoß in sie. Molly schrie auf – vor Entzücken und vor Schreck. Es brauchte Sherlock sämtliche Willenskraft, nicht hemmungslos in sie zu stoßen. Nicht, bevor er ihr nicht den richtigen Weg gewiesen hatte.

„Ich habe deiner Bitte Folge geleistet, Molly“, sagte er und hielt sie fest auf das Laken gepresst ohne sich zu bewegen. Sie schwieg, ihr Blick benebelt. „Findest du das nicht großzügig?“, fügte er noch hinzu und wartete. Sie war so wunderbar eng!
„D-Danke“, murmelte sie schnell, nachdem sie realisiert hatte, was Sherlock von ihr erwartete.

„Gut so, Molly“, sagte er. „Du wirst dich jedes Mal bei mir bedanken, wenn ich dir etwas gewähre, hast du das verstanden?“

„Ja“, hauchte sie eilig, nahezu ungeduldig und nickte bekräftigend.

Und dann stieß Sherlock zu. Hart und tief und fordernd. Und Molly ließ ihn nur allzu bereitwillig gewähren. Sie warf ihren Kopf nach hinten, nahm jeden Zentimeter von ihm in sich auf, war Wachs in seinen Händen und stöhnte mit jedem Stoß lauter. Sherlock war sich sicher, dass auch Mrs. Hudson mittlerweile genau wusste, was sie hier oben trieben, aber es war ihm vollkommen gleichgültig. Er wollte sehen, wie Molly den Verstand verlor, wie sie losließ und ihr Körper unter ihm erbebte.

Ihre heiße Enge umfing ihn, massierte ihn mit jedem Stoß. Sherlock spürte kaum, wie er anfing zu keuchen und zu schwitzen. Das einzige, woran er denken konnte, war, wie sie sich von ihm benutzen ließ, wie er sich in sie treiben durfte und was er erst mit ihr machen würde, wenn sie gefesselt und bewegungsunfähig vor ihm lag.

„Oh Gott, Sher... ja... nicht aufhören“, stammelte sie wimmernd, aber Sherlock wollte zumindest noch eine seiner Ideen ausprobieren.

„Das werde ich auch noch nicht, Molly“, sagte er schwer atmend. „Aber ich möchte... dass du dich umdrehst.“

Er löste seinen Griff um ihre Handgelenke, entzog sich ihr und Molly leistete augenblicklich Folge – zu erregt, um eine längere Pause zu ertragen. Auf allen Vieren kniete sie vor ihm, präsentierte sich ihm willig, doch Sherlock schob sie noch ein Stück zur Seite, bevor er wieder in sie drang. Diese Position, diese Tiefe hätten ausgereicht, um ihn zum Höhepunkt zu bringen, aber das war noch nicht das, was er wollte. Er griff sie bei den Oberarmen und zog sie nach oben gegen seine Brust. Ihr Ohr war direkt an seinen Lippen.

„Findest du es nicht ein bisschen frivol, wie sehr es dich anmacht, dich so hart von mir nehmen zu lassen? Dass du auch noch darum bettelst, dass ich weiter mache?“, fragte er provokant und schob ihr seine Hand zwischen die Beine, um ihre geschwollene Clit zu reiben. Molly seufzte leise, aber schwieg.

„Antworte mir“, setzte Sherlock nach, der sich selbst kaum noch beherrschen konnte.

„D-Du fühlst dich so gut an“, flüsterte sie und begann ungefragt damit ihre Hüfte zu bewegen.

„So gut, dass du einfach nicht aufhören kannst? Das ist schmutzig, Molly. Öffne die Augen und sieh dich an, wie du diese schmutzigen Dinge tust. Und wage es nicht aufzuhören“, sagte er.

Träge öffnete sie die Augen und sah in ihrem Spiegelbild, wie sie sich auf Sherlocks hartem Glied bewegte, während er sie mit den Fingern rieb. Ihre Blicke begegneten sich – seiner voller unnachgiebiger Härte und Lust, ihrer vor Erregung benebelt aber voller Scham.

Sie schluckte, aber sie wagte nicht zu widersprechen. Angestrengt hielt sie den Blick auf den Spiegel geheftet, ohne in ihren Bewegungen innezuhalten. Der Reiz zwischen ihren Beinen war so groß, dass sie bald nicht mehr anders konnte, als wieder lustvoll aufzustöhnen. Und Sherlock ging es mittlerweile ähnlich. Immer wieder beobachtete er, wie er nass glänzend aus ihr heraus glitt und erneut von ihr aufgenommen wurde, spürte, wie die Bewegungen seiner Hand immer unkoordinierter wurden.

Dann packte er schließlich ihre Hüften und stieß in sie, wie er es brauchte. Weil er es nicht mehr länger aushielt.

„Sherlock!“, schrie Molly beinahe und drohte das Gleichgewicht zu verlieren. Ihr Körper zitterte, war mittlerweile ebenso schweißnass wie sein eigener. Sein Kontrollverlust und seine Stöße gaben ihr den Rest. Sherlock spürte, wie die Wellen ihres Orgasmus sein Glied massierten, ihn gefangen hielten, ihn fest umschlossen. In wenigen Stößen war auch er dem Höhepunkt viel zu nahe. In Sekundenbruchteilen ließ er Molly erschöpft auf das Laken sinken, entzog sich ihr und verteilte sich pulsierend und schnaubend auf ihrem Hinterteil.

Zufrieden aber nach Atem ringend, rollte er sich an ihre Seite und wartete, bis er wieder vollständig bei Sinnen war. Die Stille wurde nur von ihren keuchenden Atemzügen unterbrochen. Dann griff Sherlock träge nach seinem Shirt, das zerwühlt auf dem Bett lag und säuberte Molly notdürftig.

Sie reagierte nicht. Obwohl sie sich ähnlich erholt haben musste wie er, hatte sie den Kopf auf ihren verschränkten Armen abgelegt, während sie auf dem Bauch lag und bewegte sich keinen Millimeter. Zärtlich strich er ihr über die Schulter.

„Molly?“

Sie holte einen tiefen Atemzug, bevor sie ihren Kopf zu ihm drehte, aber ihm entging nicht, wie aufgewühlt sie wirkte. Er kannte diesen Blick.

Oh nein.

„Was ist?“, fragte er ehrlich besorgt.

„Ich... Ich weiß nicht. Vielleicht war alles ein bisschen viel. Heute...“, sagte sie schwach und wandte sich wieder von ihm ab.

„Versuche nicht, mich anzulügen Molly“, erwiderte Sherlock lediglich tonlos. Wie war das mit dem offen sprechen? Er war ungeduldig, aber das durfte er Molly nicht zeigen. Nicht so. Noch einmal versuchte er ihr zärtlich über den Rücken zu streichen.

„Zu hart?“

Schweigen.

Puh, er hatte geahnt, dass es keine gute Idee gewesen war, es heute so weit kommen zu lassen.

„Nein. Aber zu... roh... vielleicht. Zumindest zum Schluss“, antwortete sie plötzlich leise, ohne ihn anzusehen.

„Du meinst, was ich gesagt habe? Wozu ich dich aufgefordert habe?“, hakte er nach, bevor das Gespräch in eine falsche Richtung verlaufen konnte.

Molly nickte zögerlich.

„Molly, sieh mich an. Bitte “, sagte er und sprach erst dann weiter, nachdem sie ihm wieder ins Gesicht blickte. Dieses Gefühlschaos – das konnte doch nicht mehr gesund sein...

„Nichts von dem, was ich von dir verlange, was ich zu dir sage, was ich dir befehle – nichts davon soll dich in irgendeiner Form bloßstellen oder demütigen. Es soll dich anheizen, es soll dich herausfordern. Verstehst du das?“, fragte er und musterte sie eindringlich. Sie nickte, schien jedoch von seinen Worten nicht sonderlich überzeugt.

„Molly Hooper, du hast meinen größten Respekt. Fachlich als auch... menschlich. Sonst hätte ich es niemals so weit kommen lassen“, fügte er leise hinzu und hauchte ihr einen Kuss auf die Stirn. In ihren Augen lag plötzlich etwas unglaublich Sanftes, was sein Herz für einen Schlag aus dem Tritt brachte. Dann zog er sie wortlos in seine Arme - immer noch mit halb runter gelassener Hose - und wartete, bis die Anspannung wieder aus ihrem Körper wich. Wartete, bis sie irgendwann in seinen Armen einschlief, während er immer wieder beruhigend über ihren Rücken strich.

Er hätte selbst zu gern geschlafen, drohte regelrecht von der Erschöpfung des Orgasmus übermannt zu werden, aber das konnte er nicht zulassen. Er hatte noch etwas vor und die Gelegenheit würde nie wieder so günstig sein wie in diesem Augenblick.
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