Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Ein verhängnisvolles Date

GeschichteSchmerz/Trost, Liebesgeschichte / P18
Molly Hooper Sherlock Holmes
21.07.2020
15.09.2020
15
36.733
11
Alle Kapitel
36 Reviews
Dieses Kapitel
3 Reviews
 
 
15.09.2020 4.485
 
Anmerkung: Ich hatte angekündigt, dass diese Story nicht so lang wird, wie die vorherigen, oder? Oder?
Viel Spaß mit dem letzten aber dafür längeren Kapitel! Oder für einige Leser unter Euch: Lasst uns nochmal an der Klippe tanzen! ;)

Vielen Dank an dieser Stelle auch für Lesen, Sternchen verteilen und Kommentare da lassen! <3

_______________________________________________________________________________________

Sieben Monate später.

Es war eine steinige Reise. Eine Reise, die Sherlock rückblickend betrachtet länger vorkam, als sie eigentlich gewesen war. Aber er hatte es geschafft – sie beide hatten es geschafft. Ihr gemeinsames Gespräch hatte Molly tatsächlich geholfen, wieder leichter in den Schlaf zu finden. Und mit dem besseren Schlaf kam allmählich auch ihre Kraft zurück, den Alltag leichter zu bewältigen.

Sie hatte noch wenige Tage bei John verbracht, bevor sie in ihre Wohnung zurückgekehrt war. Immer bevor sie sich zur Ruhe legte, lüftete sie gründlich, dann schloss sie sämtliche Fenster, versperrte die Eingangs- und die Schlafzimmertür und hatte das Handy geladen und griffbereit neben ihrem Bett liegen. Immer in Alarmbereitschaft. Immer mit einen diffusen Gefühl der Angst.

Aber Brian hatte sich ferngehalten. Sherlock überwachte immer noch jeden seiner Schritte - zumindest das war er Molly schuldig.

Mit Molly hingegen hatte er wieder komplett von vorn anfangen müssen. Es hatte gedauert, bis sie sich wieder auf ihn einließ und manchmal konnte Sherlock nicht sagen, ob es an Brians Angriff lag oder an den zwiespältigen Emotionen, die nach seinen Aktionen in ihr tobten. Aber es war auch unerheblich. So oder so war es an Sherlock, das Verhältnis wieder gerade zu rücken.

Sie war so verletzlich gewesen. So scheu. Und Sherlock hatte alle Register gezogen, die ihm das Internet und John anboten. Nun ja, zumindest die, die ihm erträglich erschienen. Es war unfassbar, was Männer alles tun sollten, um eine Frau zu bezirzen. Geradezu lächerlich. Aber immerhin hatte er sie zum Essen eingeladen, wie sie es sich damals nach seinem Wiederaufleben gewünscht hatte. Und dabei sogar an die Blumen gedacht. Er hatte mit ihr Filme geschaut und sich schmerzhaft auf die Zunge gebissen, um den Fernseher nicht laut anzuschreien.

Hatte sie in den Arm genommen.

Und schließlich geküsst, bis sie wieder so reagierte, wie er es von ihr gewohnt war. Hatte sie endlich wieder berührt. Und irgendwann mit ihr geschlafen.

Nicht gevögelt. Nicht dominiert. Nicht leidenschaftlich besessen. Er hatte mit ihr geschlafen. Vorsichtig und forschend und langsam. Und hatte dabei entdeckt, dass sie sich ihm viel leichter öffnete, wenn er doch wieder eine härtere Gangart anschlug. Wenn er wieder in seine führende und unnachgiebige Rolle fand.

Und Gott, sie hatte sich so wunderbar entwickelt. Sie ließ mittlerweile Dinge zu, an die sie vor ein paar Monaten nicht einmal gedacht hatte. Fand Dinge erotisch, die sie sonst nur wenig angeturnt hatten. Und sie ließ los. Ohne Angst, ohne Sorge, ohne Scham. Nicht immer, aber immer öfter.

Es hatte bisher nur eine Situation gegeben, in der Sherlock alle seine Handlungen hatte abbrechen müssen. Nicht, weil sie es verlangt sondern weil er bemerkt hatte, wie angespannt sie plötzlich gewesen war, nachdem er sie gefesselt hatte. Richtig gefesselt. An ihr Bett, alle Viere von sich gestreckt und ohne jeglichen Bewegungsspielraum. Er hatte die aufkeimende Angst in ihrem Blick gesehen. Hatte ihre aufgeregte Atmung registriert und ihre feucht werdenden Hände.
Vielleicht hätte er mit einer anderen Frau einen solchen Abbruch als Niederlage betrachtet. Möglicherweise wäre er sogar ein wenig genervt gewesen. Aber nicht bei Molly. Weil er damit beweisen konnte, wie aufmerksam er ihren Körper und ihre Reaktionen beobachtete. Und dass sie sich auf ihn verlassen konnte. Dass er sie nur animierte, neue Dinge auszuprobieren, aber niemals dazu zwang.

Sie akzeptierte sogar mittlerweile die Reitgerte. Sie war nur zwei weitere Male zum Einsatz gekommen, aber Molly hatte die Schläge um so vieles besser weggesteckt als beim ersten Mal. Es waren keine Tränen geflossen. Sie hatte nicht gezittert. Sie hatte ihre Strafe einfach ertragen, nachdem sie verstanden – wirklich verstanden – hatte, dass Sherlock ihr nichts Böses wollte. Dass es ein Spiel war, das sie spielten. Und Sherlock freute sich bereits auf den Tag, an dem er die Gerte auch auf erotisierende Weise zum Einsatz bringen konnte.

Aber heute – heute war es noch nicht soweit. Heute hatte er anderes im Sinn, als er sich frisch aus der Dusche und nur mit einem Handtuch um die Hüfte zu ihr ins Schlafzimmer gesellte. Sie hielt gerade ein Buch in der Hand – eines der wenigen Dinge, die einen Weg in seinen Nachtschrank gefunden hatten. Molly trug ein weißes Top und einen dunklen Slip wie sie es immer tat, wenn sie schlief. Aber Sherlock wollte noch nicht schlafen, was Molly wohl auch klar wurde, als sie von ihrem Buch aufblickte und das feuchte Handtuch registrierte.

Ein leises Lächeln zuckte um ihre Mundwinkel, während ihr Blick langsam seinen Körper scannte. Sie legte das Buch auf die Matratze und sah ihn erwartungsvoll an.

„Wiederhole den Satz, den du zuletzt gelesen hast“, forderte Sherlock sie auf.

„Ich habe nicht die leiseste Ahnung, welcher es war“, entgegnete sie und biss sich auf die Unterlippe. Sherlock krabbelte lächelnd auf das Bett und setzte sich rittlings auf ihren Schoß, nahm ihr Gesicht in beide Hände und küsste sie. Sie reagierte sofort. Sie öffnete ihre Lippen, suchte mit der Zunge nach der seinen und legte ihre Hände auf seine Oberschenkel, wo sich ihre Finger zaghaft unter das Frottee schoben. Molly kannte seinen Körper mittlerweile recht gut und hatte die Hemmungen verloren, ihn zu berühren. Sie waren aufeinander eingespielt, waren vertraut miteinander, was alles so wunderbar unkompliziert machte.

Wie immer atmete sie tief ein und schloss die Augen, als Sherlock mit seinen Lippen ihren Hals entlang fuhr und seine Hand zu ihren Brüsten wandern ließ. Zufrieden stellte er fest, dass ihre Nippel unter seiner Berührung sofort hart wurden und sich deutlich unter dem Top abzeichneten. Er grinste.

Dann schob er seine Finger unter den Saum des Tops und zog es ihr mit einer flüssigen Bewegung über den Kopf. Das Kleidungsstück landete irgendwo auf dem Fußboden. Es hätte auch auf seine Kommode treffen können oder den Nachtschrank – es wäre ihm völlig egal gewesen.

Fordernd zog er ihren warmen Oberkörper zu sich bis nackte Haut auf nackte Haut traf. Er liebte ihre Weichheit, ihre Weiblichkeit, ihre Rundungen an seiner Brust. Molly krallte sich an ihn, hielt sich fest, fuhr mit den Händen über seinen unteren Rücken, als er sie erneut küsste und an ihrer Unterlippe sog.

Sherlock veränderte seine Position, kniete sich zwischen Mollys Beine und zog sie mit sich nach unten, sodass sie mit ihrem Rücken auf der Matratze landete. Als würde er ihren Körper zum ersten Mal entdecken, ließ er seine Lippen und seine Hände über ihren Oberkörper wandern. Er bedeckte ihre Haut mit Küssen, leckte über ihre Nippel, die sich ihm so bereitwillig entgegenstreckten und strich mit den Lippen in Richtung Bauchnabel, während seine Finger ihre Brüste umschlossen hielten. Er drückte sie sanft, bis Mollys Kehle ein lustvoller Laut entwich. Wie hatte er so viele Jahre nur auf so etwas verzichten können?

Sie wusste, dass sie sich zurücklehnen und genießen durfte, wenn er sich ihr auf diese Weise näherte. Ihr Kopf und Körper war auf Empfangen eingestellt, als sie die Hände entspannt auf dem Laken ablegte und Sherlock seine Entdeckungsreise fortsetzte. Er brauchte sie genau in dieser Stimmung, um seine Bitte hervorzubringen. Aber noch nicht jetzt. Er hatte schließlich gerade erst angefangen.

Seine Lippen wanderten weiter Richtung Süden, trafen schließlich auf ihren Slip und strichen kaum spürbar über ihre Mitte. Aufmerksam beobachtete er ihre Reaktion, als er das Spiel wiederholte und sie sich ihm allmählich entgegen schob. Ihr Duft war regelrecht betörend und Sherlock registrierte die wachsende Härte in seinem Schritt. Seine Finger tanzten ihre Innenschenkel entlang, drängten ihre Beine schließlich weit auseinander - spreizten sie genau wie er es mochte.

Vorsichtig glitt er mit dem Finger seitlich unter den Stoff, ertastete ihre Clit und massierte sie, ohne dass er selbst einen Blick auf ihre Scham erhaschen konnte. Molly öffnete leicht die Lippen und seufzte wohlig unter seiner Berührung. Er ließ den Finger über ihre Spalte fahren und stellte fest, dass sie bereits feucht wurde. Feucht für ihn.

Hastig zog er den Slip beiseite und betrachtete, was darunter lag. Der Anblick genügte, dass Sherlock sein Becken heben musste, um seiner Erektion ein wenig Platz zu machen. Mollys Finger vergruben sich in seinen Haaren, zogen leicht daran, in der Hoffnung, er möge weiter machen. Sie mochte es, wenn er sie leckte. Aber Sherlock wollte sie noch nicht zu tief in ihre Lust abtauchen lassen. Noch musste sie einen klaren Verstand haben.

„Molly?“, fragte er leise und sie schlug zögerlich die Augen auf. „Kannst du dich an unsere erste intime Begegnung erinnern?“

„Wie könnte ich die jemals vergessen?“, entgegnete sie und sah ihm schließlich in die Augen. Sie lächelte.

„Weißt du auch noch, was ich zu dir gesagt habe, nachdem du auf dem Bett gelandet bist?“

Seine Finger fuhren neckend über ihre Schamlippen, während sie nachdachte. Die Berührung reichte, um ihre Erregung aufrecht zu erhalten, aber sie nicht weiter anzufachen.

„Du hattest davon gesprochen, mich an dein Bett zu fesseln und mich von hinten zu nehmen. Mein Oberkörper auf die Matratze gepresst“, antwortete sie.

„Richtig“, bestätigte er und hauchte zarte Küsse auf die Innenseite ihrer Schenkel. „Würdest du das zulassen?“

Normalerweise hätte er sie einfach dazu aufgefordert, aber nachdem er bei seiner letzten Fesselaktion alles abbrechen musste, hielt er es für klüger, sie in die Entscheidung zu involvieren. Sie abzuholen.

Molly dachte nicht lange nach, sondern drehte sich sofort bereitwillig auf den Bauch. Mit so einer direkten Kooperationsbereitschaft hatte er nicht gerechnet. Freudig fischte Sherlock eine Box unter dem Bett hervor, in dem sich neue Lederhandschellen befanden.

„Aus denen kann ich dich schneller befreien als von einem Seil. Sie sind angenehmer zu tragen und hinterlassen keine Druckspuren. Außerdem gibt dir die kurze Kette ein Mindestmaß an Bewegungsspielraum“, erklärte er - hoffentlich beruhigend - und nahm das Spielzeug heraus. Molly schien für einen Moment zu überlegen, aber dann streckte sie ihm schließlich ihr Handgelenk entgegen.

„Du kannst jederzeit dein Veto einlegen“, versicherte Sherlock ihr noch einmal, während er ihr die erste Manschette anlegte und das andere Ende an seinem Bettgestell befestigte. Molly nickte stumm, wirkte jedoch völlig ruhig. Sie hatte keine Angst. Nicht vor ihm.

Sherlock wiederholte die Prozedur auf der anderen Seite.

„Geh erst einmal in den Vierfüßler. Das macht es leichter“, sagte er und wartete darauf, dass sie Folge leistete. Bevor er die nächste Manschette um ihr Fußgelenk schloss, befreite er Molly von ihrem Slip. Er hatte größte Mühe, sich auf die Handschellen zu konzentrieren. Ihre Rückansicht war mehr als anregend und das Handtuch um seine Hüften mittlerweile wirklich störend.

Erst nachdem er die letzte Manschette angelegt hatte, gestattete er sich, Molly eingehend zu betrachten. Ihr Anblick war besser als in seinen Vorstellungen. Mit einem Ruck zog er sich das Handtuch von der Hüfte und warf es in die Ecke. Dann strich er mit seiner Faust über sein pochendes Glied und leckte sich die Lippen, ohne es zu bemerken. Sanft strich er über ihre Pobacken, während er sie fasziniert mit den Augen erkundete und wanderte schließlich mit der Hand zu ihrem Rücken. Er drückte sie nach unten, wartete, dass sie auf ihre Ellbogen sank und schließlich ihren Brustkorb auf das Laken bettete. Ihre Hintern schob sich ihm automatisch entgegen, entblößte sie, öffnete sie.

„Oh, Molly“, hauchte er und vergrub sofort das Gesicht zwischen ihren Schenkeln.

Molly fing augenblicklich an zu stöhnen, als seine Zunge über ihre Spalte tanzte und gezielt über ihren Kitzler strich. Sie mochte es von ihm geleckt zu werden und er noch mehr, sie zu schmecken. In seiner Faust wurde es bereits glitschiger und Sherlock musste sich in seinen Bewegungen bremsen. Er löste die Hand von seinem Schritt und legte sie gemeinsam mit der anderen auf ihren Hintern, um Molly noch weiter für seine Zunge zu öffnen. Er saugte mit seinen Lippen an ihrem Lustpunkt, drang sogar mit der Zungenspitze in sie, brachte sie zum Wimmern und zum Zittern.

Gut so. Genauso wollte er sie sehen!

Sein Blick fiel zwischen ihre Pobacken auf ihre wohl empfindlichste Körperstelle und Sherlock zwang sich regelrecht dazu, mit seiner Zunge nicht noch eine Etage höher zu wandern. Zu gern hätte er es getan, aber er konnte nicht. Er wusste, es wäre zu viel gewesen.

Er hatte sie einmal dort berührt - mit seinen Fingern - und Molly hatte sich ihm nicht nur entzogen, sie war regelrecht zusammengezuckt und hatte ihm unmissverständlich klar gemacht, dass jegliche anale Stimulation für sie nicht in Frage kam. Sherlock konnte und wollte sich damit jedoch nicht abfinden. Er hätte es akzeptiert, hätte sie es abstoßend gefunden. Oder Schmerzen dabei gehabt. Aber der einzige Grund für ihre Zurückhaltung schien Scham zu sein und die konnte man überwinden, indem man den Kopf ausschaltete. Und Molly war gerade sehr erregt.

Sollte er es noch einmal auf einen Versuch ankommen lassen?

Er setzte sein Zungenspiel fort, schmeckte sie, leckte sie, hielt sogar ihr Becken in Position, dass sie ihm nicht entkommen konnte. Molly keuchte hörbar, hatte die Hände in das Laken gekrallt und schien absolut fokussiert auf seine Liebkosung. Sherlock strich mit einer Hand über ihren Po und schließlich mit dem Finger ihre Pofalte entlang nach unten, bis er auf den kleinen Muskel traf.

Molly schien für einen Augenblick ins Hier und Jetzt zurückzufinden, wich aber zu seiner Überraschung nicht zurück. Er wiederholte das Vorgehen, während er sie weiter oral befriedigte, und dieses Mal atmete Molly hörbar aus.

Das war interessant.

Er strich noch einmal mit dem Daumen über ihr Poloch und fuhr schließlich für den Bruchteil einer Sekunde mit seiner Zunge darüber. Molly seufzte, ihre Wangen sichtlich gerötet.

„Könnte es sein, dass du deine Meinung geändert hast?“, fragte Sherlock neckend und Molly vergrub sofort ihr Gesicht in dem Kissen unter ihr.

„Ich... ich weiß nicht.“

Klatsch!

Für diese Aussage hatte sie sofort einen Schlag auf den Hintern kassiert. Sie hatten sich einst darauf geeinigt, dass Äußerungen wie diese zu ungenau waren. Dass niemand damit etwas anfangen konnte.

Sie zuckte zusammen.

„Seit du mich das erste mal dort berührt hast...“ begann sie schließlich.

„Ja?“

„... habe ich öfter... daran gedacht“. Ihre Scham war praktisch hörbar, aber Sherlock wusste zu schätzen, dass sie sich ihm dennoch anvertraute.

„Und mit ‚gedacht‘ meinst du, dich befriedigt?“, hakte er nach.

„Ja“, hauchte Molly, die plötzlich an den Ketten zog. Vermutlich wollte sie sich unbewusst verbergen, verstecken, abtauchen, aber konnte es nicht.

„Auch anal?“

Sie schüttelte den Kopf.

Gut. Das war sehr gut. Sherlock mochte es, wenn er der Erste war, der ihr neue Dinge zeigte.

„Ich weiß nicht, ob ich... das da... genießen könnte", sagte sie leise.

„Natürlich weißt du das nicht. Du hast keine Erfahrung damit. Es gibt nur einen Weg das herauszufinden, richtig?“, versuchte er es.

Sie antwortete nicht, wehrte sich aber auch nicht gegen seine erneute Berührung. Dann stand er auf und ging zu seinem Nachtschrank, in dem er mittlerweile auch immer eine kleine Tube Gleitgel bereitliegen hatte.
Er nahm sie heraus und sah Molly ins Gesicht, deren Wangen eine tiefrote Farbe angenommen hatten. Als sie die Tube erblickte, stützte sie sich auf die Unterarme und versuchte zurückzuweichen. Sie schüttelte den Kopf. In ihren Augen lag keine Angst, aber etwas, das vielleicht als Unbehagen bezeichnet werden konnte.

Sherlock beugte sich zu ihr hinab und küsste sie sanft auf ihre leicht geöffneten Lippen.

"Kein Analsex - du hast mein Wort. Lass uns nur ein bisschen... experimentieren", sagte Sherlock und bemerkte zufrieden, dass Molly sich wieder etwas entspannte. Zurück blieb nur ihre Unsicherheit. Zu gern hätte er sie wieder auf die Matratze gedrückt, sie devot gesehen, seine Worte etwas direkter gewählt, aber er musste vorsichtig sein. Er wollte nicht wieder alles vorzeitig beenden müssen. Nicht heute.

Er strich ihr kurz über das Haar, dann nahm er wieder seine Position hinter ihr ein. Um sie wieder ein bisschen anzuheizen, kniete er sich zwischen ihre Schenkel und ließ seine Härte durch ihre Spalte gleiten. Er spürte ihre Wärme, ihre Feuchtigkeit an seiner empfindlichen Spitze und schloss kurz die Augen. Er würde niemals müde werden, sich an ihr zu reiben.

Molly schien anfänglich ein wenig gehemmt, aber schließlich beschleunigte sich ihre Atmung, wie sich auch Sherlocks vor Lust beschleunigte.

Er wollte sie spüren. Er wollte sie nehmen - so, wie er es brauchte. Wie sie beide es brauchten.

Doch zunächst öffnete er die Tube in seiner Hand und ließ ein wenig von dem kühlen Gel auf seine Finger laufen. Sorgfältig verteilte er es auf dem kleinen Muskel und massierte ihn mit dem Daumen, während er immer wieder rhythmisch seine Hüfte bewegte. Er tat nichts weiter, als immer wieder über ihren Hintereingang zu streichen, ihn anzutippen, ihn zu stimulieren, bis Molly seine Berührung akzeptierte. Bis er sie wieder leise seufzen hörte und feststellte, dass auch sie begann, erregt ihre Hüfte zu bewegen.

Sie wollte mehr, genauso wie er.

"Bitte, Sherlock", flüsterte sie und positionierte ihr Becken so, dass sich seine Erektion gegen ihren Eingang drängte. Sherlock konnte ein Grinsen nicht unterdrücken.

"So willig, Molly. Und nass", sagte er und Gott im Himmel, auch so wunderbar eng, als er sich mit einem Stoß in sie schob. Molly stöhnte auf, aber Sherlock bewegte sich nicht weiter. Er blieb in ihr - so tief, wie es keine andere Position erlaubte.

"Sag mir, Molly, was machen wir mit meinem Finger?", fragte er und starrte wie gebannt auf ihren Po. Gut, dass sie ihn nicht sehen konnte. Sie hätte sich für seine direkten Blicke nur geschämt. Molly atmete schwer und wimmerte. Sie brauchte Befriedigung, sie brauchte ihn.

Aber sie antwortete nicht.

Klatsch!

"Ich... will ihn spüren", sagte sie schließlich kaum hörbar.

Er umkreiste den Muskel noch einmal mit seinem Daumen, dann beugte er ihn vorsichtig, drängte ihn gegen die kleine Öffnung, bis ihn schließlich ihre Enge umfing. Molly schnappte nach Luft und Sherlock spürte, wie sich der Muskelring um seinen Finger zusammenzog.

"Entspann dich, Molly. Ich will dir nicht weh tun", sagte er und ließ seinen Daumen wo er war, ohne ihn zu bewegen. Er wollte ihr Zeit geben, sich an das Gefühl zu gewöhnen. Wollte ihr die Gelegenheit geben, sich mit dem Gedanken anzufreunden.

Was er aber bewegen konnte, war sein Hüfte. Er stieß langsam, aber fest in sie, weil sie es mochte. Weil er wollte, dass sie abtauchte in ihrer Lust, ohne nachzudenken. Und Gott, es tat so verdammt gut, endlich von ihrer Enge massiert zu werden, in sie zu stoßen, sie zu spüren. Molly stöhnte und krallte sich in das Laken. Es dauerte nicht lange, bis ihre Beine begannen zu zittern und Sherlock hinter ihr keuchte. Er presste seine freie Hand auf ihren Rücken, drückte sie zurück auf das Laken und ergötzte sich an ihrem Anblick.

Das hier - das war genau nach seinem Geschmack! Molly, die sich weder gegen ihn noch gegen ihre Fesseln wehrte. Die sich im Gegenteil noch weiter für ihn öffnete und ihm gierig ihren Hintern entgegen schob. Die ihn willenlos in sich aufnahm und immer lauter in das Kissen stöhnte, wenn seine Stöße fester, schneller, härter wurden. Sie hatte gelernt, sich ihm hinzugeben, hatte gelernt loszulassen und genau das brachte Sherlock beinahe um den Verstand.

Er trieb sich immer wieder in sie - drängender, fordernder, leidenschaftlicher.

"Weißt du eigentlich, wie heiß du aussiehst? Wie du dich mir präsentierst, während ich dich nehme, mit dem Finger in deinem Hintern?", sagte er heftig keuchend. Ein wahres unanständiges, schmutziges Mädchen. Sein unanständiges, schmutziges Mädchen. "Versprich mir, dass nur ich dich so ficken darf, Molly! Du gehörst mir, verstanden? Alles an dir gehört mir, selbst dein Hintern!"

"Gott, Sherlock, bitte hör nicht auf", bettelte sie, als er immer härter in sie stieß. Sie war so gierig, so unfassbar gierig. Er hätte vermutlich gerade alles mit ihr machen können.

"Versprich es!", wiederholte er und schlug sie noch einmal.

"Ich verspreche es. Nur du... darfst mich so nehmen", sagte sie schwer keuchend und zitternd. "Nur du darfst mich... benutzen."

Verdammt, ihre Worte hätten fast ausgereicht, um ihn zum Kommen zu bringen. Er war wie von Sinnen, vor Erregung benebelt. Und wie er sie benutzen würde! Er schob seinen Daumen schließlich tief in sie, dann krallte er sich in ihre Hüfte und stieß hemmungslos zu. Doch Molly entzog sich ihm plötzlich, rutschte auf die Matratze und für einen kurzen Moment glaubte er, dass er zu hart gewesen war. Dass er einen Fehler gemacht hatte. Aber Mollys Körper unter ihm zuckte unkontrolliert, als die Beben des Orgasmus sie überrollten.

Er war so nah dran gewesen!

Hastig band er sie los, während sie immer noch zitterte und wimmerte, aber allmählich wieder zu Atem kam.

"Habe ich dir das erlaubt?", fragte er bedrohlich, während er die Manschetten öffnete. Molly biss sich auf die Unterlippe, konnte ihr seeliges Lächeln aber nicht unterdrücken.

"Nein", sagte sie nur.

Sherlock ergriff ihren Arm, zog sie nach oben und vom Bett herunter. Dann küsste er sie hart und drängte sie gegen seine Schlafzimmertür. Als die Kälte ihre Haut berührte, schnappte sie erschrocken nach Luft. Sherlock hielt ihre Handgelenke fest umschlossen und presste sie gegen das Holz. In ihrem Gesicht spiegelte sich alles - außer Reue.

"Ich war kurz davor, Molly", sagte er. "Das sollte dir besser leid tun."

"Nicht ein klitzekleines bisschen", erwiderte sie und grinste unterdrückt. Es war nicht nur Sherlock, der spielte. Mittlerweile beherrschte auch Molly die Regeln erstaunlich gut. Und bettelte förmlich darum, für ihr Verhalten bestraft zu werden.

"Auf die Knie", forderte er streng und hielt immer noch ihre Handgelenke fest umschlossen, als sie Richtung Boden sank. Kein Widerstand. Keine Angst. Nur ein Mund, der sich freiwillig für ihn öffnete. Das hätte vor wenigen Monaten noch ganz anders ausgesehen.

Sherlock schob sich zwischen ihre Lippen und schloss genießerisch die Augen. Für Molly gab es kein Entkommen. Sie war gefangen zwischen ihm und der Tür, aber sie vertraute ihm. Er wusste, wie weit er gehen konnte. Er bewegte seine Hüften - schnell und zielgerichtet. Ihr Zunge tanzte über seine empfindliche Spitze, ihr Rachen schloss sich um seinen Schaft, wenn er sich weiter in sie schob und testete, wie tief sie ihn aufnehmen konnte. Sie hustete ab und zu, aber nicht ein einziges Mal versuchte sie, sich ihm zu entziehen oder nach einer Pause zu bitten. Gott, sie hatte wirklich extrem viel gelernt!

Es dauerte nicht lange, bis Sherlock sich wieder dem Point of no return näherte. Er keuchte, versuchte sich zusammenzureißen und nicht noch tiefer in ihren Rachen zu stoßen. Er öffnete die Augen und bemerkte, dass Molly erwartungsvoll in sein Gesicht blickte. Fuck, dieser Anblick!

Er zog sich schnell zurück, um nicht in ihr zu ejakulieren, aber es war zu spät. Er spürte immer noch ihre Zunge und ihre Lippen an seinem Glied, als er sich laut aufstöhnend ergoss.

Scheiße!

Gott, er wollte viel von ihr, aber das hätte er niemals von ihr verlangt. Zwischen halb geschlossenen Augen erkannte er, dass sie schluckte. Er ließ ihre Hände frei und sank erschöpft auf die Knie.

"Entschuldige", murmelte er und legte seine Stirn an ihre. Verdammt, was hatte er getan?

"Du musst dich nicht entschuldigen", sagte Molly jedoch zu seinem Erstaunen und sah ihm sanft ins Gesicht. Ihre Augen waren feucht vom Würgereflex, aber sie lächelte.

"Das hättest du nicht tun müssen", hauchte Sherlock noch etwas atemlos.

"Ich wollte aber. Ich wollte wissen, wie du schmeckst", erklärte sie. "Du weißt es schließlich auch... von mir."

Oh und ob! Und er liebte es!

"Ist das vergleichbar?", fragte er unsicher, aber strich ihr mit dem Daumen behutsam über die Wange.
Molly kicherte leise.

"Vielleicht nicht ganz..."

"Und, wie lautet dein Urteil?", fragte er. Er war ehrlich gespannt, wie sie auf diese Frage antworten würde. Warm und salzig war nicht jedermanns Geschmack - erst recht nicht in der Menge. Ihre Wangen färbten sich tatsächlich leicht rosa.

"Nicht...schlecht. Aber ich glaube, ich bevorzuge den Geschmack von Schokolade."

Sherlock lachte brummend auf. Höflich, aber ehrlich. Molly eben. Er zog sie zu sich und küsste sie in stillem Dank.

"Ich dachte, du könntest es mögen", sagte Molly schließlich und Sherlock hatte das Gefühl, dass sie gerade zum Kern ihrer Intention vorstießen. Sherlock sah sie eine Weile an, ohne etwas zu sagen. Sie wirkte irritiert über seinen Blick und nestelte unbewusst an ihren Fingern, wie sie es so oft tat, wenn sie verlegen war.

Er hatte mit ihr viele neue Dinge ausprobiert. Hatte sie in eine Richtung geschubst, die ihr vorher so unbekannt gewesen war. Sie öffnete sich ihm - jedes Mal ein Stück mehr - ließ ihn gewähren, schenkte ihm ihr Vertrauen und ihre Hingabe. Sherlock war vollkommen bewusst, was sie ihm gab. Und hatte mehr als einmal festgestellt, dass sie selbst die Dinge zuließ, gegen die sie zumindest anfänglich einen gewissen Widerstand hegte.

"Du würdest alles für mich tun, oder?", hörte er sich plötzlich fragen. Seine Worte, die schneller ausgesprochen waren, als dass er die Gelegenheit hatte, über sie nachzudenken, verursachten ein kurzes Schweigen. Molly starrte ihn an – und er starrte zurück. Zögerlich antwortete sie schließlich:

"Nicht alles. Aber vieles, ja. Und du weißt genau, warum."

Ja, das wusste er. Und wie immer, wenn es ihm wieder bewusst wurde - so wie jetzt - fühlte er ein warmes Gefühl tief in seiner Bauchgegend, von dem er immer fürchtete, es könnte ihn überwältigen. Molly hatte die verdammte Fähigkeit, ihn genauso anzunehmen wie er war. Sie akzeptierte nicht nur seine Eigenarten und seine Neigungen, sie war sogar dankbar, daran teilhaben zu dürfen. Wie sie das schaffte, war ihm schleierhaft. Wie sie all das zulassen konnte. Wie sie ihm nicht nur ihren Körper gab, sondern auch ihre Seele - ganz so, wie es John beschrieben hatte.

Sherlock zögerte zunächst, aber gab sich schließlich einen Ruck. Er hatte das hier schon länger vorgehabt und nur auf einen passenden Augenblick gewartet. Besser als jetzt würde er nicht werden. Nicht nach der Intimität, die sie gerade miteinander geteilt hatten. Er nahm ihre Hand, half ihr auf die Beine und ließ sie wieder auf sein Bett Platz nehmen.

"Ich meinte das übrigens ernst, als ich sagte, du gehörst mir", erklärte er und zog zum zweiten Mal an diesem Abend ein kleines Kästchen unter seinem Bett hervor. "Oder besser gesagt: Ich hätte gern, dass du zu mir gehörst."

Dann öffnete er das Kästchen und nahm die beiden darin befindlichen geflochtenen Lederarmbänder* heraus. Sie waren schlicht und dezent - etwas, dass sie beide tragen konnten. Dann öffnete er den Magnetverschluss des einen Armbands und legte es um Mollys zartes Handgelenk. Ihre Augen füllten sich mit Tränen. Sie war wie paralysiert.

Anschließend nahm er das zweite und legte es sich selbst an. Er ergriff ihre Hand und hauchte ihr einen Kuss auf den Handrücken.

Dann fügte er hinzu: "Und du weißt genau, warum."

~~~ Ende ~~~


* Ich habe an sowas hier gedacht: https://fischers-fritze.com/partnerarmbaender/
Review schreiben
 
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast