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Verbundenheit

GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P16 / Het
OC (Own Character) Robin Sturm
21.07.2020
20.12.2020
34
39.927
8
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Dieses Kapitel
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18.11.2020 1.412
 
Gegen 5 Uhr morgens wachte Robin wieder auf.
Er fühlte sich wie gerädert, fast als hätte er gar nicht geschlafen.
Skip merkte das er wach war und erhob sich und legte seinen Kopf neben Robin aufs Bett.
Durch das Licht seines Weckers konnte Robin sehen, dass Skip ihn ansah, dazu winselte der Hund leise.

„Na, kannst du auch nicht mehr schlafen?"

Fragte er den Hund und kraulte ihm hinter den Ohren.
Seufzend stand Robin auf und machte die Nachtischlampe an.
Skip lief in den Flur und kratze an der Wohnungstür.
Kurz saß Robin auf der Bettkante und sah Skip hinterher.
Dann stand er auf, schnappe sich ein paar frische Klamotten und ging ins Badezimmer. Er warf sich eine Ladung kaltes Wasser ins Gesicht und zog sich um.

Dann ging er zu Skip, der nach wie vor an der Wohnungstür saß. Gemeinsam verließen sie die Wohnung.
Leise schloss er Marions Wohnungstür auf. Vito kam aus dem Wohnzimmer gerannt und begrüßte ihn aufgeregt.
Da im Wohnzimmer Licht brannte und der Fernseher zu hören war, ging Robin nachsehen ob Marion auch schon wach war.
Müde sah seine Nachbarin ihn an.

„Morgen. Kannst du auch nicht schlafen?"

Robin nickte.

„Ein paar Stunden, mehr war nicht drin. Ich dreh schnell eine Runde mit den Hunden."

Marion nickte und Robin nahm Vito an die Leine.
Zusammen mit den beiden Hunden, verlies er die Wohnung.
Aufgeregt suchte Skip die Straße ab, während Vito Robin in Richtung Park zog.
Enttäuscht stellte der ältere der beiden Hunde fest, dass Jana nicht zu finden war.
Widerwillig folgte er Robin und Skip, mit hängenden Ohren zum Park.

Robin drehte eine ausgestreckte Runde mit den beiden und hing dabei seinen düsteren Gedanken nach.
Immer wieder holte er sein Handy heraus und kontrollierte, dass er keinen Anrufen aus der Klinik verpasst hatte.
Als er nach einer dreiviertel Stunde wieder in Marions Wohnung ankam, begrüßte die ihn Freude Strahlend.

„Ich habe gerade mit Debbie telefoniert. Die hat heute Dienst auf der IST, als Ärztin. Wir dürfen Skip mitnehmen."

Robin lächelte, dass waren wirklich gute Nachrichten.
Es würde sowohl Jana, wie auch Skip guttun, wenn die beiden Zeit miteinander verbringen konnten.

„Wir können direkt los. Vito, kann erstmal hierbleiben."

Meinte Marion und gab Robin ihre Autoschlüssel.
Der nickte und gab Skip einen Befehl ihm zu folgen. Brav folgte der Hund, auch wenn er nach wie vor einen geknickten Eindruck machte.
Sie fuhren in die Klinik und nahmen den Aufzug zur Intensivstation.
Marion meldete sie in der Schwesterkanzel an, dort saß auch Debbie gerade am Computer und schrieb an einer Patientenakte.
Die Ärztin, die auch als Notärztin arbeitete und daher mit Robin und Marion gut befreundet war, brachte sie zu Janas Zimmer.

„Aber bitte lasst ihn nur an ihrer Hand lecken. Wir wollen nicht riskieren, dass sich die Wunden womöglich entzünden."

Robin nickte und betrat das Zimmer. Skip schnüffelte kurz und fing dann aufgeregt an mit dem Schwanz zu wedeln.
Leise fiepste der große Hund.
Robin hielt ihn an seinem Halsband fest.

„Langsam und vorsichtig Großer."

Meinte er zu dem Hund und ging dann mit ihm zusammen zum Bett.
Jana lag wie am Abend zuvor bewegungslos im Bett.
Die Überwachungsgeräte gaben verschiedene Pieptöne von sich.
Einige der Werte blinkten rot und als erstes drückte Debbie ein paar Alarme an ihnen Weg um das nervige Gepiepe zu minimieren.

„Wenn etwas ist, ruft nach mir."

Meinte sie und verließ das Zimmer.

„Guten Morgen. Wir haben dir jemanden mitgebracht, der dich sehr vermisst hat."

Skip stand winselt neben dem Bett und versuchte mit der Schnauze über die Bettkante zu kommen.
Robin nahm Janas Hand und zog sie vorsichtig über die Bettkante, damit Skip an sie herankam.
Aufgeregt schnupperte der Hund daran und leckte Janas Hand dann.
Dabei gab er eine Mischung aus Brumm- und Fiepstönen von sich.

„Ihre Werte sehen echt nicht gut aus."

Meinte Marion traurig und betrachtete die ganzen Monitore, die neben Janas Bett angebracht waren.
Dort wurde unter anderen ihr Pulsschlag, der Blutdruck und die Atemfrequenz des Beatmungsgeräts aufgezeichnet.
So wirklich sagten die ganzen Werte, Robin natürlich nichts, aber alleine das einige Werte rot blinkten, war Warnsignal genug.
Er seufzte und holte sich einen Stuhl zum Bett. Skip leckte immer noch Janas Hand und Robin streichelte den aufgeregten Hund derweil. Mehrere Minuten saßen sie schweigend da, nur das Schlabbern von Skip war zu hören.

Robin beobachtete gedankenversunken die Monitore.
Die rot blinkenden Werte, schienen ihn zu hypnotisieren.
„Oder er versuchte sie zu hypnotisieren, in der Hoffnung, dass sie sich besserten und nicht mehr rot blinkten." dachte er bei sich.
Als hätte die Maschine seinen Gedanken gehört, hörte einer der Werte plötzlich auf zu blinken und die Zahl veränderte sich.
Bald blinkten nur noch zwei von ursprünglich fünf Werten.
Auch Marion hatte dies bemerkt.

„Sie merkt bestimmt das du und Skip bei ihr sind."

Meinte sie leise und lächelte Robin an.
Der musste bei dem Gedanken ebenfalls lächeln.
Als nach einigen Stunden, Visite war und neben Debbie noch vier weitere Ärzte den Raum betraten, war Robin gerade auf seinem Stuhl am Dösen.
Die kurze Nacht zeigte doch ihre Wirkung. Debbie überprüfte die Überwachungsmaschinen an die Jana angeschlossen war und schien recht erfreut über die Verbesserung ihrer Werte.

„Wir machen noch einmal ein Labor. Wenn Niere und Leber sich auch erholt haben, kommt sie wieder in den OP."

Meinte sie zu einem ihrer jüngeren Kollegen. Robin streckte sich und hörte den Ärzten zu, die über Janas Zustand und ihre Chancen diskutierten.
Wenn sie eine weitere Operation überstehen würde, würde das ihre Chancen zu überleben schon deutlich erhöhen.
Als die Ärzte gegangen waren, stand Marion auf.

„Ich geh uns Kaffee holen."

Robin nickte und kraulte weiter Skip, der seinen Kopf neben Janas Hand aufs Bett gelegte hatte.
Kurz nachdem Marion das Zimmer verlassen hatte, klopfte es.
Robin drehte sich zur Tür, die zögerlich geöffnet wurde.
Herr Hoffmann kam ins Zimmer und sah sich nervös um.
Kurz verweilte sein Blick auf Jana und man konnte eine Mischung aus Schmerz und Entsetzten in seinem Gesicht sehen.
Skip lief zu dem Mann und begrüßte ihn schwanzwedeln.

„Hey, Skip. Schön das du hier bei Jana bist."

Meinte der Mann und streichelte den Hund.

„Hallo, Herr Hoffmann."

Begrüßte Robin den Mann und bot ihm seinen Stuhl an.

„Nennen sie mich bitte Dietmar."

Meinte der Mann und humpelte zu dem Stuhl.

„Gerne. Soll ich euch etwas alleine lassen?"

Dietmar schüttelte den Kopf.

„Ich bleibe nicht lange. Ich halte es nicht längere Zeit in einem Krankenhaus aus. Vor einigen Monaten, wurde ich im Einsatz verletzt.
Zusammen mit Skip hier, er hat uns alles das Leben gerettet damals.
Ohne ihn wäre unser ganzer Trupp tot gewesen."

Dietmar streichelte Skip und sah traurig zu Jana.

„Aufjedenfall habe ich seither, eine ziemliche Abneigung gegen Krankenhäuser."

Robin nickte, das konnte er durchaus nachvollziehen.

„Was haben die Ärzte heute Morgen gesagt?"

Fragte Dietmar und streichelte kurz über Janas Hand.

„Ihr Werte haben sich seit wir mit Skip hier sind, etwas verbessert. Sie haben noch einmal Blut abgenommen. Wenn die Werte auch besser sind, kommt sie wieder in den OP und sie kümmern sich um die restlichen Verletzungen."

Dietmar nickte und sah Jana besorgt an.

„Sie ist eine Kämpferin. Sie wird das schaffen. Glaub mir, ich habe noch keine Frau getroffen, die derart stark ist. Egal ob mental oder physisch."

Robin nickte und stand weiterhin am Fußende, von Janas Bett.
Dietmar blieb noch einige Minuten, bis Marion wiederkam.
Dann verabschiedete der ehemalige Soldat wieder.

Nach einer weiteren Stunde kam Debbie wieder und berichtete ihnen, dass die Laborergebnisse da waren.
Jana sollte nun noch einmal operiert werden. Robin und Marion fuhren kurz mit Skip nach Hause.
Sie wollten eine kurze Runde mit den Hunden drehen und dann ohne Skip, zurück ins Krankenhaus fahren.
Die Operation würde einige Stunden dauern und sie wollten Skip nicht mit im Krankenhaus warten lassen.

Nach einer Stunde kamen sie zurück im Krankenhaus an und begaben sich wieder zum Wartebereich vor dem OP-Bereich.
Wie am Tag zu vor warteten sie schweigend, auf Neuigkeiten.

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Hallo meine Lieben :)
Sorry wenn ihr aktuell ein wenig länger auf ein neues Kapitel warten müsst. Ich studiere berufsbegleitend und bin aktuell in der Klausurenphase da hab ich leider gerade nicht den Kopf um weiter zuschreiben. Aber spätestens zu Weihnachten habe ich wieder Zeit und dann geht es mit meinem Geschichten weiter! Ich wünsche euch allen eine schöne Weihnachtszeit, bleibt gesund. Lg Flori
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