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Verbundenheit

GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P16 / Het
OC (Own Character) Robin Sturm
21.07.2020
20.12.2020
34
39.927
8
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Dieses Kapitel
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06.10.2020 774
 
Das Piepsen seines Weckers riss Robin aus einem unruhgien Schlaf.
Stöhnend stellte er das nervige Geräusch aus und drehte sich zur Seite.
Skip kam schwanzwedelnd in den Raum und sah ihn auffordernd an.

„Ich komm ja schon."

Murmelte er und pellte sich aus der verknoteten Decke.
Kaum saß er aufrecht, bemerkte er quälende Kopfschmerzen.
Stöhnend massierte er sich die schmerzenden Schläfen.
Skip legte seinen Kopf auf Robins Knie. Lächelnd streichelte er den großen Hund und stand dann auf.

„Ich geh schnell duschen und dann drehen wir neh Runde."

Schnell duschte Robin kalt und zog sich dann an.
Er holte Vito aus Marions Wohnung und drehte eine kurze Runde mit den beiden Hunden.

Anschließend brachte er die Beiden in Marions Wohnung und machte sich auf den Weg zur Wache.
Gut gelaunt begrüßte Hannah ihn als er die Wache betrat.

„Morgen"

brummte Robin und machte sich direkt auf den Weg in die Umkleide.

„Alles gut bei dir?"

fragte Hannah ihn.
Ohne eine Antwort ging Robin durch die Tür zum Keller und machte sich den Weg die Treppe herunter.

„Danke für das Gespräch."

Rief Hannah ihm beleidigt hinterher.

„Nerv doch jemand anderen mit deiner unnötigen guten Laune am Morgen!"

schrie er die Treppe hoch und donnerte die Tür zur Umkleide hinter sich zu.
Gino, Tom und Murri sahen ihn erschrocken an und schüttelten verständnislos den Kopf.

„Mensch Junge. Seit zwei Wochen kommst du hier mit einer Laune zur Arbeit, die geht überhaupt nicht.
Nur weil Jana dir anscheinend den Laufpass gegeben hat, hast du noch lange nicht das Recht die Kollegen hier anzuschreien."

Wütend öffnete Robin seinen Spind und zog sich seine Uniform an.
Auf Ginos Worte ging er nicht ein, sondern ignorierten die Kollegen.

„Ach komm schon Robin. So kann das nicht weitergehen.
Sollen wir heut nach der Schicht mal zusammen los und du kotzt dich ein bisschen aus?"

Schlug Tom vor und sah ihn fragen an. Seufzend sah Robin ihn an.
Die Kollegen hatten ja recht.
Seit zwei Wochen schlief er kaum noch, andauernd quälten ihn Albträume.
Meist von Jana wie sie verletzt und hilflos irgendwo lag und er ihr nicht helfen konnte.
Szenen aus Kriegsfilmen, die er früher zu Hauf geschaut hatten, mischten sich mit Bildern von Jana.
Öfters wachte er nachts schweißüberströmt auf.
Der Schlafmangel und die stetige Sorge um Jana drückten seine Laune.
Das bekamen vor allen seine Kollegen zu spüren.

„Hmm. Ok, sorry."

Murmelte Robin und schloss seinen Spind. Tom schlug ihm kumpelhaft auf die Schulter und gemeinsam holten die Vier ihre restliches Einsatzmaterial.
Kleinlaut ging Robin mit den anderen zum Besprechungsraum.
Hannah sah ihn wütend an, sagte aber kein Wort.

Nach der Schichtbesprechung ging Robin in die Küche und goss dort für sich und Hannah einen Kaffee ein.
Mit den beiden vollen Tassen ging er zur Empfangstheke an der Hannah heute Dienst hatte.
Er stellte ihr die Tasse hin.

„Du? Tut mir leid, dass ich dich so doof angemacht hab."

Zerknirscht stand Robin vor seiner Kollegin.

„Schon gut. Ist halt nicht jeder so der Morgenmensch."

Scherzte Hannah und nahm die Tasse entgegen.
Robin lächelte sie kurz an und trank noch einen Kaffee mit ihr zusammen.
Anschließend machte er sich gemeinsam mit Gino auf den Weg zum Streifenwagen.

Die Frühschicht verlief zum größten Teil recht ruhig, was genau das richtige für Robin war.
Nach der Schicht, gingen die Jungs wie versprochen mit ihm zusammen in die Kneipe, gegenüber der Wache.
Tom bestellte eine Runde Kölsch an der Theke und kam dann mit den Getränken zurück an den Tisch.

„So jetzt erzähl mal.
Was war denn da los mit Jana.
Auf der Hochzeit von Stephan hat man doch richtig gemerkt, dass es zwischen euch gefunkt hat."

Robin nahm einen großen Schluck von seinem Bier und knibbelte dann an seinem Bierdeckel rum.

„Ja. Irgendwie schon.
Aber am nächsten Tag war sie weg."

Ungläubig sah Gino ihn an.

„Wie weg? Ohne ein Wort?"

„Ja. Also nein, sie hat einen Brief hinterlassen. Mit Marion hat sie wohl geredet."

Seufzend nahm Robin einen weiteren Schlug seines Bieres.

„Hast du denn rausgefunden wo sie hin ist? Vielleicht kannst du ja nochmal mit ihr reden."

Robin nickte traurig.

„Sie ist wieder ins Ausland.
Im Einsatz.
In sechs Monaten kommt sie wieder."

„Ach du scheiße."

Meinte Tom und sah ihn entgeistert an.
Kurz berichtete Robin den Kollegen was er von Marion erfahren hatte.
Zusammen tranken sie noch ein Bier und verabschiedeten sich dann von einander.
Robin versprach den Kollegen, dass er versuchen würde seine Laune wieder in den Griff zu bekommen, dann machte er sich auf den Weg nach Hause.
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