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Verbundenheit

GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P16 / Het
OC (Own Character) Robin Sturm
21.07.2020
20.12.2020
34
39.927
8
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27.09.2020 793
 
Der Wecker an ihrer Armbanduhr weckte Jana und schnell kroch sie auf ihrer Koje und streckte sich.
Ohne lange Zeit zu verschwenden, machte sie sich auf den Weg zu den Duschbaracken und erledigte dort ihre Morgenroutine.
Die Sonne war noch nicht aufgegangen und die Zeltstadt lag ruhig zwischen den umgebenen Baracken dar.

Die anderen Frauen in ihrem Zelt schliefen alle noch, daher zog Jana sich möglichst leise ihre Einsatzkleidung an.
Über ihr Hemd zog sie die schwere schusssichere Weste, dann überprüft sie ihr Gewehr ein SOPMOD M4, dass sie gestern Abend nachdem sie zurück im Camp waren direkt gereinigt hatte.
Sie lud ihr Gewehr mit einem neuen Magazin nach und steckte fünf Ersatzmagazine aus ihrer Truhe in die Weste.
Danach zog sie den Beingurt mit der Sig Sauer über die Hose und steckte zusätzlich vier Magazine für die Pistole in die Seitentasche ihrer Hose.
Drei Blendgranaten wanderten ebenfalls an in den dafür vorgesehenen Klips ihres Gurtes. Danach befestigte sie ein Messer an ihrem Bein, überprüft nochmal ob sie alles dabeihatte und nahm ihre leere Wasserflasche.

Mit ihrem Gewehr und dem Helm in der Hand, machte sie sich auf den Weg zum Kantinenzelt. Dort füllte sie ihre Wasserflasche und stecke diese in ihre Weste, dazu nahm sie eins der bereitliegenden Verpflegungspacks und einen Apfel.
Anschließend begab sie sich auf den großen Platz und stieg in einen der bereitstehenden Humvees.

„Guten Morgen Sonnenschein."

Begrüßte Petty Officer Spencer Molikov sie auf Englisch.

„Morgen, Spence."

Grüßte sie zurück und setzte sich hinten in den Humvee.
Sie hatte noch nie nachvollziehen wie Spencer immer so gut gelaunt sein konnte, die gute Laune war ihr schon bei ihrem ersten Einsatz im Nahen Osten recht schnell vergangen. Spencer aber ließ sich, seit er vor drei Jahren im Team angefangen hatte, nie die gute Laune verhageln.
Boomer döste auf dem Fahrersitz.
Jana wusste das der Sprengstoffexperte ein absoluter Morgenmuffel war daher verzichtete sie auf eine Begrüßung.
Sie lehnte ihren Kopf gegen das Fenster des Humvees und schloss die Augen.
Noch war es angenehm kühl, das würde sich sehr schnell ändern sobald die Sonne aufgegangen war.

Die hintere Tür des Humvees öffnete sich und zwei weitere Soldaten stiegen hinzu und grüßten.

„Abfahrt bei 400."

Ertönte es über Funk.
Boomer richtete sich auf und starte den Wagen.
Dann drückte er ein paar Köpfe auf dem Armaturenbrett und ein lautes Gitarrenriff ertönte aus den Boxen.
Wie auf Kommando fing Spencer an sich über Boomers, seiner Meinung schlechten Musikgeschmack zu beschweren.
Die beiden waren wie zwei kleine Kinder die sich ständig stritten.
Es war ganz normal das man sich nicht mit jedem in der Einheit gut verstand, doch sobald es raus in den Einsatz ging, würde hier jeder für den anderen sein Leben opfern.

Jana atmete ruhig ein und aus. Sie versuchte das Adrenalin, das sich so langsam in ihrem Körper breit machen wollte, so lange wie möglich niederzukämpfen.
Sie musste ruhig und besonnen bleiben, kopflose und überhastete Entscheidungen würden für sie sehr wahrscheinlich tödlich enden.

Auf einmal wurde die Musik still und es war nur noch das Geräusch des Motors zu hören.
Auch Spencers Diskussionen hatten aufgehört. Einer der Greenhorns übernahm das Maschinengewehr auf dem Dach des Humvees.
Der schweren Wagen setzte sich in Bewegung und reite sich hinter drei anderen Humvees ein.
Sobald sie das Tor zum Camp verlassen hatten, änderte sich die bis dahin entspannte Stimmung im Wagen sofort.
Jana richtete sich auf und beobachtete Aufmerksam die Umgebung auf ihrer Seite des Wagens.
In gemächlicher Geschwindigkeit fuhren sie eine Schotterstraße entlang und bogen dann an einer Kreuzung rechts ab.

Nach einigen Kilometer erreichten sie die Grenze der sicheren Zone und die Kolonne kam zum Stillstand.
Aus dem ersten Wagen stieg ein junger Soldat, gefolgt von einem Schäferhund.
Schmerzlich zog sich Janas Brust zusammen als sie den Hund sah, wie sehr sie doch ihren Skip vermisste.
Ohne ihm fühlte sie sich im Einsatz so einsam und schutzlos, fast als würde sie alleine durch die Wüste fahren und nicht gemeinsam mit 14 Kameraden.

Einer der beiden Greenhorns, den Namen des Mannes hatte Jana schon längst wieder vergessen stieg aus ihrem Humvee aus und ging nach vorne um zusammen mit drei weiteren Soldaten und dem Sprengstoffsuchhund die Straße zu sichern.
Die Gruppe der jungen Soldaten legten ein recht flottes Tempo vor, worüber Jana den Kopf schüttelte.
Wenn Privat Jackson seinen Hund weiter so durch die sich langsam aufheizende Wüste jagte, würde der junge Schäferhund bald schlapp machen.
Da sie noch 50 Kilometer vor sich hatten, würde der Hund bei dem Tempo sicher nicht durchhalten.

Jana lehnte sich wieder im Sitz zurück und beobachtete die Umgebung.
Die Sonne beleuchtete die kargen Berge um sie herum und außer Staub und Steine war nichts zu entdecken.
Langsam setze sich die Karawane wieder in Bewegung.
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