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Verbundenheit

GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P16 / Het
OC (Own Character) Robin Sturm
21.07.2020
20.12.2020
34
39.927
8
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Dieses Kapitel
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24.09.2020 1.021
 
Als Robin am nächsten Morgen aufwacht, wusste er gar nicht so genau wann und vor allem wie er eigentlich in sein Bett gekommen war.
Er setzte sich auf und streckte sich erst einmal ausgiebig.
Dann ging er ins Badezimmer um seine Morgenroutine zu erledigen.
Nach dem er sich etwas kaltes Wasser ins Gesicht geworfen hatte, fühlte er sich schon etwas besser.

Erstmal brauchte er einen starken Kaffee und eine Kopfschmerztablette, entschied er. Auf dem Weg zur Küche fiel ihm auf das die Tür zum Gästezimmer offen stand.
Alarmiert ging er zur Zimmertür und sah hinein.
Sein Magen zog sich zusammen, das Zimmer sah aus als wäre hier nie jemand gewesen.
Das Bett war ordentlich gemacht, Janas Sachen waren verschwunden.
Weder von ihr noch von Skip war eine Spur zu sehen.
Entgeistert stand Robin eine Zeit lang im Türrahmen und versuchte die Situation zu verstehen.
Dann entdeckte er einen Zettel auf dem Bett. Schnell überwand er die drei Schritte bis dorthin und hob den kurzen Brief auf.

Hallo Robin,

Es tut mir leid, dass ich einfach so ohne einen Abschied gehe, aber ich denke es ist für uns beide am leichtesten so.

Ich danke dir das du mich bei dir aufgenommen hast.
Du hast mir gezeigt, dass es doch noch Menschen in der Heimat gibt, denen man vertrauen kann und dass es auch noch wahre Freundschaft außerhalb meiner Arbeit gibt.

Ich hoffe du kannst mir verzeihen und mich am besten einfach wieder vergessen.

Deine Jana

Sie war wirklich gegangen? Nur weil er sie geküsst hatte?
Verzweifelt las Robin den Brief erneut durch. Er wollte und konnte einfach nicht verstehen das sie weg war.
Tränen stiegen ihn in die Augen.

Die Verzweiflung mischte sich mit Wut.
Wut auf sich selbst, weil er sie anscheinend zu sehr bedrängt hatte, aber auch Wut auf Jana das sie ihm nicht die Chance gegeben hatte sich zu entschuldigen.
Er legte den Brief zurück auf das Bett und ging ins Schlafzimmer.
Dort zog er sich ein frisches T-Shirt und eine Jogginghose an.
Dazu setzte er eine Mütze auf um sein verstrubbeltes Haar zu verstecken.

Dann verließ er die Wohnung und klingelte bei Marion.
Sie öffnete nach ein paar Minuten.
Ein Blick in Robins Gesicht schien ihr zu genügen.
Sie zog ihm in eine Umarmung.

„Tut mir leid, ich weiß du mochtest sie ziemlich.
Glaub mir ich habe versucht sie davon zu überzeugen nicht einfach zu gehen, aber sie blieb stur."

Erklärte sie und lies ihn los.
Er zuckte mit den Schultern und betrat Marions Wohnung.
Dort begrüßte Vito ihn schwanzwedelnd und auch Skip stand dort im Flur.

„Was macht Skip denn noch hier? Kommt sie bald wieder?"

fragte er Marion hoffnungsvoll.

„Sie hat mich gebeten eine Zeitlang auf ihn aufzupassen."

Erklärte Marion und sah ihn entschuldigend an.

„Was soll das bedeuten? Warum nimmt sie Skip nicht mit?"

fragte er verwirrt.
Niemals würde Jana ihren geliebten Hund einfach so zurücklassen.
Was war da nur los?

„Naja. Sie meinte sie müsste heute wieder ins Ausland fliegen.
Sie kommt in sechs Monaten wahrscheinlich wieder."

Marion versuchte ihm die Wahrheit so schonend wie möglich beizubringen, doch trotzdem schlug diese Erkenntnis bei ihm ein wie die Bombe.
Wie vom Donner gerührt stand er im Flur und starrte Marion ungläubig an.
Das durfte nicht wahr sein.
Sie war einfach so zurück zu einem weiteren Auslandseinsatz aufgebrochen.
Ohne ihm die Chance zu geben sich zu verabschieden und das zwischen ihnen zu klären?
Sein Magen krampfte sich zusammen, bei den Gedanken das Jana nun wahrscheinlich schon in einem Flugzeug auf den Weg in ein Kriegsgebiet saß, wurde ihm schlecht.
Wortlos nahm er Vitos Leine und befestigte den Rüden daran.
Dann rief er Skip zu

„Follow"

und verließ die Wohnung.
Mit schnellen Schritten entfernte er sich von der Wohnung die beiden Hunde folgten ihm bei Fuße.
Tränen brannten ihm in die Augen und nur mit Mühe konnte er sie weg blinzeln.
Das durfte einfach alles nicht wahr sein.

Am Hundepark angekommen ließ er die beiden Hunde frei auf der eingezäunten Wiese laufen und setzte sich auf eine Bank.
Wild kreisten die Gedanken durch seinen Kopf.
Die Wut, war der Sorge gewichen das Jana vielleicht etwas im Einsatz passierte und sie nie wieder zurückkehren würde.
Wie sollte er sie vergessen, wo sie ihm doch eindeutig das Herz geklaut hatte.
Er war Hals über Kopf in sie verliebt, auch wenn er sich das bisher nicht eingestehen wollte.
Jetzt wo sie weg war und er diesen stechenden Schmerz in der linken Brust verspürte, wusste er das zwischen ihnen doch viel mehr als nur Freundschaft war.
Schon jetzt vermisste er sie und die Sorgen um sie fraßen ihn förmlich auf.
Wie sollte er das sechs Monate durchhalten?
War sie deshalb ohne sich zu verabschieden gegangen?
Weil sie genau gewusst hatte, dass er sich in sie verliebt hatte und ihm nicht das Herz brechen wollte?
Aber so einfach würde sie ihn nicht los werden!

Entschlossen stand er von der Bank auf und rief die Hunde zu sich.
Er würde die sechs Monate auf Skip aufpassen und dann würde er ihr seine Liebe gestehen.
Sie musste doch einsehen das er es ernst mit ihr meinte.
Irgendwie würde die Zeit schon rumgehen. Gemeinsam mit den beiden Hunden machte er sich auf den Weg zurück zu Marion.
Dort gab er Vito ab.

„Ich nehme Skip mit hoch.
Ich wird mich um ihn kümmern bis sie wieder da ist, ok?"

Marion nickte und holte Skips Decke und seinen Napf.
Dazu stellte sie einen großen Sack Futter.

„Er braucht dieses Spezialfutter sagt sie.
Sie hat mir Geld dagelassen, damit ich keine Unkosten habe meint sie.
Bring ich dir nachher vorbei."

Robin bedankte sich bei ihr und ging gefolgt von Skip nach oben.

„So mein Großer, wir zwei müssen jetzt sechs Monate auf Jana warten.
Zusammen bekommen wir das hin oder?"

Meinte er zu dem Hund und kraulte ihm hinter den Ohren.
Mit großen Augen warf der Hund ihm einen treuen Blick zu.

„Du vermisst sie auch schon, nicht wahr?"

Eine Zeitlang kraulte er den großen Hund, dann begann er sich an seinen Haushalt zu machen.
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