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Verbundenheit

GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P16 / Het
OC (Own Character) Robin Sturm
21.07.2020
20.12.2020
34
39.927
8
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Dieses Kapitel
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09.09.2020 972
 
Die nächsten Wochen vergingen recht ereignislos.
Jana und Robin gingen weiterhin zweimal täglich mit den beiden Hunden spazieren und auch sonst verbrachten Robin einen größten Teil seiner Freizeit mit Jana zusammen.
Dabei merkte er natürlich schon, dass Jana ihn mehr als nur faszinierte, aber er wollte das freundschaftliche Verhältnis auf keinen Fall kaputt machen in dem er sie zu mehr drängte. Wahrscheinlich empfand sie nicht annähernd das gleiche für ihn, wie er für sie.

An dem Freitag an dem der Polterabend stattfinden sollte, kam Robin erst abends von der Spätschicht nach Hause.
Schnell machte er sich fertig und lief dann den kurzen Weg zu Stephans und Paulas Haus.
Jana war schon seit dem frühen Mittag da, um den beiden beim Aufbauen und Organisieren zu helfen.

Es freute Robin das Jana sich mit einigen seiner Kollegen schon richtig gut angefreundet hatten und sie als Teil der Clique akzeptiert wurde.
Schließlich war sie ja einfach nur eine Bekannte gewesen, die er bei sich aufgenommen hatte und trotzdem hatte keine seiner Freunde Vorurteile gehabt, Jana dabei zu haben.

Als Robin in der Straße von Stephan und Paula ankam, konnte er schon sehen das diese abgesperrt worden war und neben einem großen Getränkewagen mit Ausschank, ein großer Rundgrill auch einige Bierbänke auf der Straße standen.
Mindestens 50 Leute waren schon anwesend, viele davon kannte Robin, da es Polizisten oder Mitarbeiter des Rettungsdienstes waren.
Aber auch die gesamte Nachbarschaft schien anwesend zu sein, dazu die Familien und Freunde von Stephan und Paula.

Robin suchte zuerst die beiden Verlobten um ihnen kurz Hallo zu sagen.
Die beiden waren gerade dabei Nachschub an Würstchen und Ketchup aus dem Haus zu holen.
Überschwänglich begrüßte Stephan ihn, der Gute schien schon ein wenig was getrunken zu haben.
Paula schien aber noch nüchtern zu sein und begrüßte Robin mit einer Umarmung.

"Jana müsste gleich auch raus kommen, sie wollte noch Servierten holen."

Meinte Paula.

„Total lieb von ihr das sie uns so viel geholfen hat. Ohne sie hätten wir das gar nicht alles rechtzeitig geschafft."

Als Jana aus dem Haus kam, balancierte sie drei große Stapel Servierten auf dem Arm.
Schnell eilte Robin zu ihr und nahm ihr zwei der Stapel ab.

„Hi. Wir brauchen auch noch neue Kohle, meinte Murri. Magst du mir tragen helfen?"

Begrüßte Jana ihn und legte die Servierten in die dafür vorgesehenen Spender.
Robin nickte und folgte ihr in den Garten, wo auf der Terrasse mehrere große Säcke Kohle unter dem Vordach standen.
Gerade wollte Jana einen hochheben, da klingelte ihr Handy.

„Frommel"

Sofort nachdem sie den Apparat abnahm, verschwand der bis dahin entspannten und fröhlichen Ausdruck von ihrem Gesicht.

„Ja Sir, am Apparat."
...
„Ja Sir!"

Ihr Miene wechselte von ernst zu entsetzt als ihr Gegenüber am Telefon weiterredete.

„In Ordnung, danke für die Information. Ihnen auch ein schönes Wochenende, Sir."

Sie legte auf und starrte dann eine Zeit lang schweigend ins Nichts.
Robin wusste nicht so ganz was er sagen sollte daher stand er schweigend neben ihr und beobachtete sie eine Zeit lang.

"Alles ok?"

Fragte er dann doch nach einigen Minuten. Jana schreckte aus ihrer Starre auf und sah ihn an.
Einen Moment glaubte Robin Tränen in ihren Augen zu erkennen, doch sie schien sich recht schnell wieder gefasst zu haben und nickte nur.

Dann nahm sie den Sack Kohle und ging wieder zurück zur Straße.
Kurz blieb Robin etwas perplex stehen, dann folgte er ihr mit dem zweiten Sack Kohle.

Den Rest des Abends ließ Jana sich nichts anmerken, war aber doch recht verschlossen und schweigsam.
Als Robin sie noch einmal auf das Telefonat ansprach blockte sie direkt ab, weshalb er das Thema lieber auf sich beruhen ließ.
Er fand es merkwürdig wie sie am bei den Telefonat geredet hatte, wer sagt schon „Ja, Sir" am Telefon?

Jana verabschiedete sich dann doch recht früh nach Hause, wollte aber nicht das Robin sie begleitete, weshalb er ohne sie blieb.
Kaum hatte Jana sich von allen Verabschiedet und war gegangen, kam Paula zu Robin.

"Hey, Jana sah gar nicht gut aus. Hattet ihr irgendwie Stress oder so?"

Robin zuckte mit der Schulter.

"Ich weiß auch nicht genau was los ist. Sie hatte einen Anruf und hat wohl nicht so gute Nachrichten bekommen. War etwas komisch."

"Hmm ok. Aber du hast wirklich nichts mit ihrer schlechten Laune zu tun?"

"Nein. Wie kommst du überhaupt darauf? Zwischen uns läuft nichts, auch wenn ihr das alle nicht glauben wollt."

Genervt nahm Robin einen Schluck von seinem Bier.

"Also so wie ihr euch ab und an gegenseitig anseht, sieht das für mich nicht so aus als hättet ihr kein Interesse an einander.
Das sieht mir nicht nur nach Freundschaft aus."

"Da muss ich euch enttäuschen.
Dein bald Ehemann wird seine Wette wohl verlieren.
Es läuft nichts zwischen uns."

Entsetzt sah Paula ihn an.

"Du hast mit den Jungs gewettet das du sie rumbekommst?
Das ist ja wohl nicht dein Ernst!"

"Quatsch! Du müsstest mich ja wohl gut genug kennen das ich sowas nicht machen würde.
Die Kollegen haben eine dämliche Wette laufen, bis wann Jana und ich zusammenkommen."

Verteidigte Robin sich direkt.

"Aja."

Überzeugt sah Paula nicht gerade aus, weiterhin schenkte sie ihm einen bösen Blick.

"Lass Jana bloß nicht von dieser dämlichen Wette erfahren!"

Meinte sie noch und ging dann.
Robin grummelte missmutig, war die Wette auf seinem Mist gewachsen?
Nein, ganz sicher nicht!

Um sich abzulenken ging er zu Benjamin, Franco und Oli die an einer Bierbank saßen und sich gerade angeregt über irgendein lustiges Thema zu unterhalten schienen.
Da er morgen frei hatte und erst Sonntag wieder zur Frühschicht musste, würde er heute aufjedenfall die Nacht zum Tage machen und mal wieder richtig ordentlich feiern.
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