Verbundenheit

GeschichteDrama, Romanze / P16
OC (Own Character) Robin Sturm
21.07.2020
18.10.2020
30
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21.07.2020 733
 
Robin öffnete erschöpft die Haustür und begab sich in den ersten Stock zu seiner Wohnung. Die Schicht war wirklich anstrengend und stressig gewesen.
Er öffnete seine Wohnungstür, warf seinen Rucksack in die Ecke und verließ seine Wohnung sofort wieder um sich zu seiner Nachbarin Marion Fröhlich zu begeben.

Die wohnte im Erdgeschoss des Zweifamilienhauses.
Kurz klopfte, er dann schloss er mit dem Zweitschlüssel die Wohnungstür auf und öffnete diese vorsichtig, darauf bedacht das Vito, Marions Hund nicht direkt aus der Wohnung hinausstürmte.
Freudig erwartete der 1 Jahr alte Dobermann, Robin und wedelte wild mit dem Schwanz.

„Ich bin es Marion!"

rief er in die Wohnung hinein und begrüßte den Rüden, der mal wieder ganz aufgeregt war.

„Hallo Robin! Wie war die Schicht?"

kam die Antwort aus dem Wohnzimmer.
Robin richtete sich wieder auf und ging zusammen mit dem freudig wedelndem Vito ins Wohnzimmer.
Dort lag Marion auf der Couch, das eingegipste Bein auf ein Kissen gebettet und neben sich ein aufgeschlagenes Buch.

„Anstrengend und stressig heute."

Antwortete er auf ihre Frage.

„Vollmond rückt näher, da kommen wieder die ganzen Verrückten raus."

Meinte Marion lachend. Robin nickte und grinste zurück.

„Ich werde erstmal eine große Runde mit Vito drehen, denke mal in ein oder zwei Stunden sind wir zurück."

meinte er und schnappte sich Vitos Leine von der Kommode.

„Super, danke dir!"

meinte Marion und winkte den beiden noch zum Abschied zu.
Seit knapp zwei Wochen kümmerte Robin sich nun schon um Vito.
Damals hatte Marion ihn absolut verzweifelt angerufen. Sie war bei einem Einsatz in einem alten Abbruchhaus, die Treppe heruntergestürzt und hatte sich dabei einen komplizierten Bruch im rechten Bein zugezogen.
Ihre Schwester die sonst in Notfällen immer auf ihren Hund aufpasste war gerade im Ausland und würde auch erst in zwei Monaten wieder zurück sein.
Förmlich angefleht hatte sie ihn sich doch ein paar Tage um Vito zu kümmern, bis sie eine Alternative gefunden hatte.

Zähneknirschend hatte er zugestimmt, eigentlich war er nicht mehr so gut auf Hunde zu sprechen, nachdem seine Ex-Freundin gleich drei Hunde ohne Absprache zu ihnen in die Wohnung geholt hatte.
Damals waren Leandra und er schon sechs Jahre zusammen gewesen, als Robin langsam über das Gründen einer Familie nachgedacht hatte. Er war immerhin gerade 30 geworden und Leandra war fünf Jahre älter als er.
Doch die Gespräche mit ihr hatten nur dazu geführt, dass sie plötzlich drei kleine Schoßhunde mit nach Haus brachte und meinte das wären für sie Kinder genug.

Die drei Hündchen wurden von ihr allerdings nur ab und an betüdelt, mit ihnen Spazieren gehen oder sie gar zu erziehen kam Leandra nicht in den Sinn.
So entwickelten sich die drei Hündchen sehr schnell zu kläffenden und winselnden Nervensägen, die Robin regelmäßig nach der Nachtschicht den Schlaf raubten.
Nach wenigen Monaten war er mit den Nerven am Ende und die Beziehung zu Leandra bestand nur noch aus lautstarken Auseinandersetzungen.
So kam es dann auch, dass sich die beiden vor vier Monaten trennten und Robin in die Wohnung über Marion zog, die eh gerade einen neuen Mieter suchte.

Vito allerdings, schlich sich ganz schnell in Robins Herz.
Der Rüde war, obwohl er noch recht jung war, top erzogen.
Einzig der Kontakt mit anderen Hunden verlief oft noch etwas stürmisch, Vito wollte jeden Hund begrüßen, was aber oft zu Problemen führte und von Marion ganz und gar nicht toleriert wurde.

Als Marion nach einer Woche aus dem Krankenhaus gekommen war, hatte Robin ihr mitgeteilt das er gerne auch weiter mit Vito spazieren gehen würde, bis sie wieder fit sei. Durch die regelmäßigen Runden mit dem Hund kam Robin endlich wieder auf Trab, vorher hatte er sich wochenlang in seiner Wohnung eingeigelt und Leandra hinterher getrauert.
Auch wenn er derjenige war der die Beziehung beendet hatte, sechs Jahre waren eine verdammt lange Zeit.
Da tat es doch sehr weh zu merken das jemand ganz andere Lebensziele hatte als man selber und dass es dann irgendwann doch einfach nicht mehr passte.

Robin und Vito machten sich auf den Weg zu dem großen Park den sie oft besuchten.
Nach einigen Minuten kamen ihnen eine Frau mit einem großen Hund entgegen der leicht humpelte.
Sofort griff Robin Vitos Leine fester, da er erwartet das dieser direkt auf den anderen Hund losstürmen würde.
Als die beiden sich näherten, bemerkte er das der andere Hund gar keine Leine trug und er verlangsamte seine Schritte.
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