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Der Schlüssel ist Metallica

von Tartaglia
GeschichteAngst, Freundschaft / P18 / MaleSlash
Bruno Bucciarati Diavolo Ghiaccio Illuso Melone Risotto Nero
20.07.2020
12.11.2020
7
23.274
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20.07.2020 2.555
 
Prolog:

(Sicht von Risotto)

Es war Sommer und meine Cousin und ich liefen gemeinsam zurück nach Hause, wir verbrachten nämlich den ganzen Tag am Strand , nur da es solangsam spät wurde begaben wir uns auf dem weg zurück.

"Hey Riz, glaubst du dein Vater hat noch etwas vom Mittagessen übergelassen, die Wassermelone war zwar lecker doch ganz satt bin ich nicht"

Lachte Chiara die neben mir lief, zuckte ich aber mit den Schultern

"So wie ich meinen Vater kenne hat er nichts übergelassen"

Wir lachten beide etwas, schwiegen dann aber um den Vögeln zu lauschen, die um uns herum in den Bäumen sassen. Der Weg zu meinem Haus führt nämlich über einen Feldweg wo nicht viel Verkehr herrschte weshalb wir auch mitten über diesen laufen konnten.

Als dann aber nach 10 Minuten fuss weg mein Haus in sicht kam, erklang plötzlich das Geräusch eines Autos hinter uns. Erschrocken drehten Chiara und ich uns um und erblickten einen großen roten Van der ziemliche schlangen linien fuhr, ich wusste nicht warum, aber plötzlich verfiel ich in eine schockstarre. Kurz bevor mich der Wagen frontal direkt mit nahm, stiess mich Chiara ins Gebüsch und wurde an meiner Stelle mitgerissen.
Geschockt sah ich wie der Wagen erst nach langem zum Stehen kam, unbeholfen stand ein Mann aus. Laut fluchte er, doch ging auf unsicheren Beinen um das Auto herum, konnte ich aber nicht erkennen was er machte erst als er den Körper von Chiara in den Graben schob und eilig in den Wagen stieg und weg fuhr. Erst dann stand ich auf zittrigen Beinen auf und eilte zu Chiara.
Mit vor schock geweiteten Augen lag sie dort

"Chiara?"

Rief ich unsicher, doch regte sie sich nicht. Langsam viel ich auf die Knie und begann an ihr zu rütteln, dabei machte ihr Brustkorb ein widerliches Geräusch, wodurch mir schlecht wurde. Reagierte Chiara aber nicht, so viel ich es auch versuchte. Dicke Tränen liefen über mein Gesicht und vielen auf den leblosen Körper meiner Cousine.


Ich sass noch eine ganze Weile hier, bis ich dazu in der Lage war nach Hause zu laufen um meinen Onkel und meinem Vater zu holen. Nur ich musste schrecklich aussehen da Mutter als diese mich im Flur begrüßte sofort bemerkte das etwas nicht stimmt

"Risotto was ist los"

Doch anstatt zu antworten klammerte ich mich an sie und begann zu weinen, wodurch der Rest meiner Familie angelockt wurde.

"Wo ist Chiara"

fragte meine Tante sofort, doch konnte ich es ihnen nicht sagen da es meine Schuld war, durch meine schokstarre musste sie sterben.
Mein Onkel war aber nicht der herzlichste Mensch auf Erden, er packte mich am Kragen und zog mich zu sich wobei er mich so hoch zog das ich auf Zehenspitzen stehen musste

"Benimm dich mal wie ein richtiger Junge und sag mir wo meine Tochter ist"

Seine Augen funkelten vor wut, sah ich aber hilfesuchend zu meinen Eltern, von meinem Vater erwartete ich nichts der fettsack sah mich bloß kalt auss seine schwarz grünen Augen an. Meine Mutter wiederum rang mit sich.
Erschrak ich dann aber schließlich als sich plötzlich ein Schmerz durch meine wange zog, und ein klatschen zu hören ist. Sofort sah ich wieder zu meinem Onkel der seine Hand erneut hob.

"Schatz nicht"

Versuchte es nun meine Tante, liess er seine Hand aber erneut auf meine Wange sausen, weshalb mir Augenblicklich neue Tränen übers Gesicht liefen.

"Sag es mir Junge"

Ich konnte und wollte nicht mehr weshalb ich es heraus schrie

"Sie ist tot, meinet wegen, sie liegt auf dem Veldweg im Graben und wurde überfahren"

Sofort lockerte sich sein griff um mein Oberteil, was ich ausnutzte und mich los riss. So schnell ich konnte rannte ich die Treppen hoch zu meinem Zimmer, wo ich die Tür zu schlug und diese abschloss. Meine Wange brannte doch war der innerliche schmerz immer noch größer als alles was man mir nun körperlich zufügen könnte. Ich krabbelte unter meine Decke und musste wieder weinen, besonders da sich das vergangene zenario immer und immer wieder vor meinem innerlichen Auge abspielte.


Nach diesem Tag wurde mir durchgehend von meinem Vater, meinem Onkel und anderen Verwandten klar gemacht das ich schuld habe. Ich sei eine Mammoni, könne nichts außer weinen. Meine Mutter war die einzige Person die mir beiseite stand und mir in besonders harten Nächten trost Spendete.
Die Polizei wurde natürlich ebenfalls eingeschaltet und fand auch den Übeltäter, doch war die Strafe zu gering, er wurde nämlich nur für Lebenslang eingebuchtet.

Als ich schließlich 16 war und der schmerz erträglicher wurde musste ausgerechnet meine Mutter sterben, als dies passierte war ich gerade in der Schule und bekam nichts mit. Erst als ich auf dem Heimweg war und in den letzten Metern das Blaulicht vor unserem Haus sah machte sich ein komisches Gefühl in mir breit, meine schrittgeschwindigkeit beschleunigte sich so das ich schließlich rannte.
Am Haus angekommen überblickte ich die Situation,  auf dem Hof stand die Polizei, der Krankenwagen sammt notartzt. Drehte ich mich aber um als hinter mir ein anderes Auto den feldweg passierte, wurden meine Augen aber sofort groß als ich den Leichenwagen sah. Ab da hielt mich nichts mehr, ich rannte ins Haus wo Vater gerade mit 2 Polizisten sprach. Wurde mir aber sogleich klar was los ist

"Wo ist Mutter"

Fragte ich direkt

"Risotto bleib jetzt erstmal hier"

Schüttelte ich aber den Kopf

"Fick dich, wo ist sie"

Nun war es aber die anwesende Polizistin die mich versuchte zu besänftigen

"Risotto oder, du bist dem anschein nach schon alt genug das ich offen mit dir reden kann. Deine Mutter ist gestorben, doch da wir nicht wissen warum untersucht gerade die Kriminal Abteilung das Badezimmer in dem es geschah, nach irgendwelchen Spuren und danach kannst du zu ihr"

Da ich aber nicht groß Stress mit der Polizei wollte musste ich schweren Herzens warten, bis dann endlich die Kriminalpolizei fertig war.
Ab da fühlte sich alles für mich wie in einem Film an, mit zitternden Beinen stieg ich die Treppe hinauf lief durch das Schlafzimmer in das angrenzenden Badezimmer wo vor der Badewanne eine große schwarze plane ausgebreitet ist unter der man die Gestalt eines Menschens ausmachen konnte. Langsam ging ich vor der Plane auf die knie und legte den Kopf meiner Mutter frei, ihre Augen sind geschlossen waren ihre sonst immer ordentlich gestylten haare aber noch offen weshalb ich davon ausging das es passiert als sie sich gerade fertig machen wollte. Ihre Haut hat bereits einen leicht greuliche Färbung angenommen wodurch es nichtmal so wirkte als würde sie schlafen. Ich legte meine Hand auf ihre wange und streichelte mit einem Finger über die kalte Haut, dabei konnte ich meine Tränen nicht mehr verbergen und liess sie freien lauf.
Lange konnte ich sie aber so nicht sehen, ich deckte sie wieder ab und ging runter in das Wohnzimmer wo ich mich auf die Couch fallen liess.
Währenddessen liess man das kontaktierte Bestattungsinstitut rein um meine Mutter zu holen und weg zu bringen, damit man sie dort auf die Todesursache untersuchen kann.

Schon am nächsten Tag ging mein Vater ohne mich zum Bestatter der auch Chiara unter die Erde brachte, und plante die Beerdigung.
War ich aber eigentlich auch froh nicht mit zu müssen da ich dazu noch nicht in der Lage bin, ich Lag die ganze woche in meinem Zimmer und ass nur wenig bis garnichts.

Nach 1 Woche fand die Verabschiedung am Sarg statt, wo wirklich nur die Familie dran teil nahm. Ich stand die ganze Zeit weit aussen und beobachtete die Trauernden, mit den meisten hatten wir kaum Kontakt, wenn dann nur zu Festlichkeiten, doch nun standen sie alle hier und weinten oder trauerten. Vater aber verlor keine Tränen, selbst an dem Tag als es geschah liess er keine Tränen, eine Tatsache die mich noch wütender auf ihn werden ließ.
Lange hielt ich es aber nicht im Keller bei diesen ganzen Heuchlern aus, weshalb ich diesen bald verließ und raus ging. Passend zu dem Tag regnete es wie aus Eimern, doch groß interessieren tat mich dies nicht. Ich stellte mich etwas dichter an die Wand neben der Tür, zündete mir eine Zigarette an und innerlierte den rauch durch den filter. Durch den Regen wurden meine Schuhe so wie Hosen Beine etwas nass, doch viel dies nicht groß auf da ich sowieso komplett in schwarz gekleidet bin.

Mein blick lag die ganze Zeit auf den, mit dunkl grauen Wolken bedeckten Himmel. Nach langem sah ich dann im Augenwinkel wie die Tür neben mir geöffnet wurde und solangsam alle raus traten, mein Vater aber war direkt bei mir als er die Zigarette sah.

"Mach die aus"

Er ergriff den glimmenden Stängel und warf diesen auf den so das diese ausging

"Zeig etwas Respekt gegenüber deiner Mutter, ihr würde es ebenfalls nicht gefallen dich rauchen zu sehen"

Rollte ich aber mit den Augen, stiess mich von der wand, drängte mich an den ganzen Menschen vorbei zum auto und wartete dort.

1 woche später fand dann die Beerdigung statt, es regnet wieder wie schon die ganze Woche was die Stimmung noch weiter nach unten zog. Um meine haare etwas vor dem Regen zu schützen trug ich meibe schwarze hängers mütze mit den goldenen Glocken am Ende, die ich mir such tief ins Gesicht zog um so den anderen nicht ins Gesicht sehen zu müssen.


Die Zeit nach verging wie in fluge, aus Tagen wurden Wochen und aus Wochen, Monate. Mein Vater kam schnell mit der Situation klar und ging seinem gewohnten Alltag nach, da er Capo bei der Mafia ist konnte er zuhause arbeiten wodurch ich keine große ruhe habe. Ich selbst war trotz der vergangenen Zeit immer noch nicht drüber hin weg, bis es dann zu einer schicksalfhaften nacht kam. Meine aus allen entstandenen Depressionen spielte mir wieder alles vor dem inneren Auge vor, von dem tot meiner Cousine, den schlägen meines Onkels so wie dem Toten Körper meiner Mutter.
Solangsam zerstörten mich diese ganzen Gedanken innerlich, und jemand zum Reden habe ich auch nicht. So geisterte mir schließlich der Gedanke im Kopf herum mich um zu bringen, da mich hier eh niemand mehr braucht. Ich zerlegte meinen Rasierer und befreite so eine Klinge, innerlich hatte ich schon mit allen abgeschlossen, so setzte ich mich ohne zu zögern auf die Toilette, zog meine Ärmel hoch und begann zu schneiden. Dunkel rotes Blut sammelte sich auf den Boden und färmte den Badezimmer Teppich und die weißen Fliesen Rot, dabei begann meine sicht zu verschwimmen. Nur warum auch immer roch mein Vater den braten, die Tür wurde schwungvoll geöffnet. Mit Anstrengung sah ich ihn an, begann aber solangsam meine körperliche Kraft nach zu lassen so das ich von der Toilette auf den Boden rutschte und dort nun lag. Müdigkeit breitete sich in mir aus, doch liess man mich nicht schlafen um so nie wieder auf zu wachen.

"Junge wach bleiben"

Rief Vater immer wieder , hat er ein Handtuch fest um meinen arm gewickelt. Verschwommen erkannte ich etwas längliches in seiner Hand, dieses liess er auf meine Brust zu sausen, wodurch sogleich ein Schmerz entstand der mich zum schreien brachte und eine darauf folgenden Dunkelheit die ich begrüßte.

Muss es aber Mutter gewesen sein die mich noch nicht bei sich haben wollte, da ich irgendwann wieder die Augen öffnete und auf eine weisse Decke mit leutstoffröhren blickte. Müde blinzelte ich und begann mich um zu sehen, dem anschein nach befand ich mich in einem Krankenzimmer an mehrere Geräte und Schläuchen befestigt. Rechts neben mir befand sich ein grosses Panorama Fenster das einen atemberaubende ausblick auf die Stadt bietet.
Blickte ich aber schonbald zu meinem linken Arm als ich solangsam den Schmerz an diesem bemerkte. Noch schwach hob ich diesen an und sah das die Stelle dick mit Verbänden umwickelt ist, doch schimmerte leicht rot durch den Verband.
Nach und nach kehrten meine erinnerung an das vergangene Erlebnis zurück, genauso wie das Bild von dem langen verschwommen Ding was Vater in der Hand hielt. Augenblicklich blickte ich an mir herab und hob mein Oberteil hoch, doch hatte ich nirgends eine Wunde oder was anderes. Aber ein Traum wird es auch nicht gewesen sein, den war es nicht der schmerz des schnittes welcher mich zum schreien brachte.

"Du bist also endlich wach"

Erklang plötzlich die Stimme einer Frau, weshalb ich mein Kopf in die Richtung drehte. In der Tür stand eine Krankenschwester die mich anlächelte

"Du hattest ziemliches Glück, aufgrund der Tackernadeln mit denen deine Vater die Wunde provisorisch schloss und weiter drauf drückte, konntest du überleben"

Antwortete ich aber nicht sondern sah die Frau weiterhin stumm an

"Ich werde dir etwas zu essen holen du hast sicher Hunger"

Sie verschwand nur um nach kurzem mit einem Tabletten in der Hand wieder zu kommen. Sie stellte dieses auf den langen teil des Tisches und schob diesen so das ich mich nur aufsetzen brauchte um zu essen.
Auf dem Tablett befand sich ein Teller mit irgendeiner Suppe und einem Joghurt, nur wollte ich nicht essen. Natürlich habe ich Hunger, nur habe ich keine Lust und Kraft dazu habe ich auch nicht. So schob ich den Tisch etwas von mir und drehte mich auf die Seite mit dem Gesicht zum Fenster gedreht.
Im Zimmer war es komplett still, das einzige Geräusch was manchmal erklang war das Gerät was meinen Blutdruck mist und sich dabei immer aufpumpt, was wirklich nervig ist.
Wurde meine Aufmerksamkeit aber schonbald wieder auf die Zimmertür gelengt als sich diese öffnete und die Krankenschwester wieder herein trat
"Dein Vater ist da"
augenblicklich zog sich alles in mir zusammen doch nickte ich nur, kurz darauf betrat er die Tür und die Schwester schloss die Tür hinter ihn.

"Da bist du ja nochmal mit einem blauen Auge davon gekommen"

Genervt rollte ich mit den Augen

"Ich habe dich nicht drum gebeten mich zu retten"

Ich wendete mein Blick wieder der Aussicht aus dem panorama Fenster zu, und konnte dabei auch die leichte Spiegelung meines Vaters in dem Fenster erkennen.

"Sei dankbar ich hielt dich immerhin von einem schwerwiegende Fehler ab, und jetzt kannst du dich eh nicht mehr selbst umbringen"

Völlig verwirrt sah ich ihn an

"Was soll das denn heißen"

Ich setzte mich auf und blickte zu ihn, er hat sich am fussende des bettes gestellt und sah mich nun an

"Mit Hilfe dieses Pfeiles"

Während er sprach tauchte Plötzlich eine schwarze eigenartig aussehen Person im Schatten neben ihn auf, die  einen pfeil in gold und Silber in der Hand hielt.
Vor Angst wich ich zurück und blickte das Wesen mit großen Augen an

"Das ist ein Stand, so etwas hast du durch den Pfeil ebenfalls. Der Stand hilft dir nun am Leben zu bleiben da sich dieser in deinem Blutkreislauf befindet und diesen in Gang hält"

Ungläubig blickte ich ihn an

"Du erzählst doch nur scheiße alter Mann"

Er schnalzte mit der Zunge

"Ich habe deine Wunde nicht mit Tackernadeln geschlossen sondern dein stand, ohne diesen werst du im Badezimmer gestorben"

Ich glaubte ihn trotzdem nicht, immerhin ist das ja das wohl bescheuertste was ich je gehört habe.
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