I'm Kiyoomi Sakusa and I'm a germaphobe (kiyoomi sakusa x oc)

KurzgeschichteDrama, Romanze / P18
Miya Atsumu Miya Osamu Sakusa Kiyoomi
19.07.2020
30.08.2020
34
50.688
9
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31.07.2020 1.415
 
Warnung: Manga Spoiler


Dampf umhüllt sein Badezimmer. Seine Haut spannt, als er aus der Dusche steigt und sich mit seinem Handtuch abtrocknet. Stück für Stück cremt er seine Haut ein um zu verhindern, dass sie reißt.

Das laute Geräusch vom Föhn ist zu hören, als sich Kiyoomi mit seiner freien Hand durch sein lockiges Haar fährt, um es zu trocknen. Immer noch kreisen seine Gedanken um Aiko und Osamu, die für seinen Geschmack viel zu vertraut miteinander umgegangen sind.

Wieder fragt er sich, warum er dieses komische Gefühl in seinem Magen hat. Warum es ihm wieder schlecht geht, obwohl er doch duschen war und sich wieder reingewaschen hat. Es gibt aber keinen anderen logischen Grund, als die Menschenmasse. Er war einfach noch nicht bereit dafür. Es war ja auch noch gar nicht geplant, dass er in so einer großen Menschenmasse lange bleibt. Aiko und er waren schließlich gerade erst bei den kleineren Orten. Einem Café oder Einkaufszentrum aber keinem großen Essensmarkt.

Davon überzeugt, dass es nicht an Aiko, sondern wirklich an den fremden Menschen liegt, geht er in sein Schlafzimmer und bezieht sein Bett neu, ehe er sich hineinlegt und mit den Armen hinter seinem Kopf verschränkt einschläft.

Die singenden Vögel sind zu hören und ein paar Sonnenstrahlen wärmen seine Haut, als das unschöne Geräusch des Weckers Kiyoomi aus dem Schlaf zieht.
Mürrisch drückt er den Wecker aus und reibt sich die Augen und richtet sich im Bett auf.

In weniger als einer Stunde muss er sein Auto in die Werkstatt bringen, muss dort schauen lassen, ob alles immer noch in Ordnung ist oder Reparaturen gemacht werden müssen. Danach muss er schnell zu seinem Training eilen. Zu seinem Glück liegt die Werkstatt nur zwanzig Minuten von der Trainingshalle entfernt und er kann dort hinlaufen.

Etwas zackiger als sonst, bereitet er sich für seinen Tag vor und verlässt die Tür.

-

Es ist bereits kurz nach eins als Aiko ihre Augen öffnet und auf ihr Handy schaut. Da Kaede und sie einen so langen Arbeitstag hatten, der über vierzehn Stunden hinaus ging, hatten sie heute einen Tag freibekommen. Den darauffolgenden Tag hatten beide auch frei. Aber nur, weil sie nicht in der Schicht für diesen Tag eingetragen waren.

Kaede hat ebenfalls den gestrigen Tag bis heute um kurz vor eins geschlafen und hat nach dem Aufstehen zusammen mit Aiko gefrühstückt und mit ihr zusammen über den Vorfall im Krankenhaus gesprochen. Über ihre erste Patientin, die ihr Leben verloren hat.
Mehrere Stunden saßen sie da, hatten geredet, geweint, sich umarmt und einander geschworen, beim nächsten Patienten nicht zu versagen.

Nach einer Zeit steht Kaede jeodch auf, da er an seinem freien Tag oder besser gesagt, an seinem Wochenende endlich mal wieder die Zeit nutzen wollte, um einen Freund zu besuchen, den er nun viel zu lange nicht mehr gesehen hatte.

Da sein Auto bereits seit zwei Wochen kaputt ist und er immer noch auf die Ersatzteile warten muss, nimmt er Aikos Auto. Sie hat damit kein Problem, denn sie hatte ohnehin nicht vor heute oder morgen wegzufahren.

Alleine im Wohnzimmer sitzt sie nun auf der Couch und schaut ihr Handy an. Mach sexy Bilder und leite ihn in die richtige Richtung..., kommen ihr die Worte Osamus wieder in den Kopf. Zögerlich greift sie nach ihrem Handy und entsperrt es um zu ihrer Kamera zu gelangen. „Sexy Bilder... hm? Was könnte denn für Kiyoomi sexy sein?“, redet sie mit sich selbst.

-

Wie jedes Mal beim Training legt Kiyoomi sein Handy auf die Bank neben seine Tasche um im Notfall schnell die Notfallnummer anrufen zu können.

„Na Omi-Omi! Wie laufen deine Fortschritte mit deiner mysteriösen Ärztin?“ grinst ihn Atsumu verschwörerisch an. Er runzelt die Stirn und schaut seinen Zuspieler genervt an. „Wovon redest du?“, bringt er nur raus. „Ach komm schon. Du hast nicht mal mehr eine Flasche Desinfektionsmittel in deiner Tasche. Du willst mir doch nicht erzählen, dass du alleine auf die Idee gekommen bist, das Zeug nicht mehr zu nutzen.“ Nun werden Kiyoomis Augen noch schmaler und er mustert den blonden Mann.

Doch bevor einer von ihnen erneut sprechen kann, werden sie von Hinata unterbrochen. „Hey sag mal Omi-san? Hättest du vielleicht Lust und Zeit heute Abend mit auf meine Geburtstagsparty zu kommen? Bokuto und Atsumu werden auch kommen und ein paar alte Freunde von mir sind auch da aber wir sind nicht so viele. Wenn du kommen würdest sind wir vielleicht zehn.“ Etwas verunsichert, springt er von seinem linken Bein auf das rechte.

Eine Geburtstagsfeier? Da wird er mit Sicherheit nicht hinkommen. „Ich schaue mal.“, antwortet er knapp und ist jetzt schon am überlegen, welche Ausrede er nutzen kann um doch nicht hingehen zu müssen. „Oh super!“, freut sich Hinata und springt nun auf und ab. „So Männer, dann fangen wir jetzt mit dem Training an.“, ruft ihnen ihr Trainer zu und klatscht laut in die Hände.

Lange trainieren sie, bis Kiyoomi zu seiner Tasche rennt, um einen Schluck zu trinken. **Piep-Piep** vibriert sein Handy auf der Bank. Irritiert, wer ihm geschrieben haben könnte, hebt er sein Handy hoch und entsperrt seinen Hintergrund. Eine Nachricht von Aiko? Ob ihr etwas passiert ist?

Doch als er die Nachricht öffnet, weiß er nicht was mit seinem Körper los ist. Er weiß nicht, ob sein Körper gerade brennt, oder eiskalt geworden ist. Ob sein Herz aussetzt oder kurz vorm explodieren ist. Ob sein Gesicht rot vom Training ist oder rot leuchtet, weil er diese Nachricht mit einem Bild von Aiko geöffnet hat. „Was zum...“ kommt es leise aus ihm raus.

Auf dem Bild trägt Aiko einen weißen, offenen Ärztekittel. Allerdings hat sie unter diesem Kittel keine normale Kleidung an. Nein sie trägt rote Spitzenunterwäsche und nichts mehr. Nur ein kleines bisschen Stoff bedeckt die weiblichsten Stellen ihres Körpers. Mit einem verführerischen Blick schaut sie in die Kamera. Zu dem Bild hatte sie noch geschrieben Heute muss ich wohl doch nicht arbeiten. Hast du heute schon etwas vor?

Kiyoomi ist heiß, nein... nicht ihm ist heiß, Aiko ist heiß. Ihr Körper, oh Gott hat sie einen verdammt heißen Körper. Das ist ihm so nie bewusst aufgefallen. Immer noch schaut er dieses Foto mit weit aufgerissenen Augen an und weiß nicht was er machen soll. Doch eine neue Nachricht erscheint.

Wieder ein Foto. Jetzt ist ihm klar, sein Herz setzt gleich aus. Sie liegt in der Badewanne, ihr Körper ist von Wasser und Schaum umhüllt. Ihr schmales nacktes Bein streckt sie nach oben aus und nur die Umrisse ihres Körpers sind durch den Schaum im Wasser zu erkennen. Wieder ist ein Text dabei. Ich verspreche, ich bin auch frei von Bakterien, Viren oder Keimen. Verdammt ist das heiß... Aber.... was sollte denn all das?

„Omi-Omi? Alles okay bei dir? Dein Gesicht sieht so komisch aus.“ ruft ihm Atsumu zu der mit etwas zügigen Schritten auf ihn zukommt. Fragend schaut er von Kiyoomi runter auf sein Handy. „Hm? Was ist denn das?“ murmelt er leise vor sich hin und nimmt Kiyoomi ganz flink das Handy weg.

„MIYA!“, brüllt Kiyoomi. „Gib mir verdammt noch mal mein Handy wieder du Idiot!“ Seine Stimme hallt durch den Raum. Doch Atsumu denkt nicht einmal dran. Grinsend schaut er sich an worauf Kiyoomi die ganze Zeit so komisch drauf geguckt hat und nun werden auch seine Augen groß.

„Woa! Wer ist denn die sexy Schnitte Omi-Omi?“ fragt er ihn völlig überrascht. „Gib das jetzt her!“, keift ihn der schwarzhaarige Mann an. „BOKUTO! Schau mal! Omi-Omi kriegt echt heiße Fotos von einer Frau und hat sie uns noch gar nicht vorgestellt. Ob das die Ärztin ist?“ ruft er seinem Freund zu der mit unglaublich schnellen Schritten auf ihn zu rennt und sich die Fotos anschaut.

Wie zwei sabbernde Hunde hängen die beiden Männer vor den Fotos, bis Kiyoomi es endlich schafft, ihnen das Handy wieder wegzunehmen. „Hey!“, rufen sie ihm beide traurig zu. „Spinnt ihr? Was auf meinem Handy ist, geht euch zwei Idioten nichts an.“ zischt er genervt und dreht sich um.

„Aber Omi-kun... du solltest lieber auf deine heiße Schnitte aufpassen, nicht das einer von uns sie dir wegschnappt.“ grinst Atsumu finster und leckt mit der Zunge über seine Lippen.

Kiyoomi ist wütend. Nicht auf seine Kameraden. Nein er kann verstehen, warum sie wie Rüden einer läufigen Hündin hinterher sabbern. Die Fotos sind einfach zu viel. Warum hat sie das gemacht? Was wollte sie damit erreichen?

Er macht sein Handy nun komplett aus und will nach dem Training zu Aiko um sie zu fragen, was die Bilder sollten.