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Hetalia: Arthurs Rache

KurzgeschichteDrama, Humor / P12 / Gen
Deutschland England Preussen
19.07.2020
23.02.2021
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23.02.2021 2.475
 
Die Weltkonferenz in New York ging ohne die deutsche Vertretung weiter. Schließlich kann man den ganzen Aufwand der anderen Länder wegen eines Landes nicht vergessen. Außerdem war das Zusammentreffen für Alfred F. Jones, das amerikanisches Land unglaublich wichtig. Er weiß ja, dass sein damaliger Chef nur an sich und sein Land gedacht hatte. Wodurch viele Bündnisse zum Zerreißen gespannt wurden, um diese wieder zu entspannen, bat er fast alle Länder zu sich.

"Leute, ich will ehrlich zu euch sein.", begann Alfred, worauf einige Länder nur die Augen verdrehten. China verschränkte verärgert die Arme, aber hörte, was der Amerikaner zu sagen hat, " Die letzten 5 Jahre waren nicht leicht und die Pandemie in den letztes zwei Jahre hat uns alle gefordert. Ich kann nur als eurer Hero versprechen, dass ich mich verbessern und die transatlantischen Beziehungen neu auswerten werde."

Arthur staunte über die Wortwahl seines jüngeres Bruders. Seitwann war Alfred so...soo...sooo reif? Was der Amerikaner von sich gab, klang ziemlich bedacht und erwachsen, war das wirklich Alfred? Oder hat die Pandemie ihm ins Gewissen gehustet?

"Hm das klingt nach ein guten Einfluss deines jetzigen Präsidenten. Bitte lass ihm England verraten, wie er dich erzogen hat, der Brite könnte da was lernen. Honhonhonhonhon", fragte Frankreich provokant und stichelte so Arthur an. Teils als Rache, weil niemand ihm glauben mag, dass Arthur schuld an Deutschlands Verschwinden war.

"What?", drehte sich der Engländer zu Frankreich, dabei saßen sie weit auseinander, sodass sie sich nicht gleich Prügeln konnten. Auch daran hatte USA gedacht.

"Ich will meinen, wie kann Deutschland einen wie dir, die Verantwortung an Europa übertragen? Wenn du nicht mal in der Lage bist, Länder gut zu erziehen!", warf Francis sein lieben Freund von der Insel vorwurfsvoll vor.

Die europäischen Länder verstanden, worauf Frankreich anspielte und konnten sich auch nicht vorstellen, dass Deutschland dies freiwillig tat. Aber niemand kann das zu Hundertprozent sagen, da sich die deutsche Nation krank meldete und nach Hause flog. Vielleicht war Arthur wirklich die einzige Option gewesen?

Alfred blickte die Streithähne leicht genervt an. Schließlich musste dieser Zickenkrieg nicht in seiner Konferenz stattfinden.

Auf den Straßen der Stadt, die niemals schlief, schleifte Gilbert seinen KLEINEN Bruder in ein Shop rein, sodass er für Ludwig anständige Klamotten in seiner GRÖßE kaufen konnte. Ludwig wurde auf ein Hocker hingesetzt und Gil meinte lächeln:" So ich stelle dir ein tolles Outfit zusammen. Schön sitzenbleiben!"

Ludwig konnte nur nicken und möchte wirklich was besseres anziehen. Mit sein Hemd als Kleid rumzurennen, war nicht grad das Beste. Wie erstarrt blickte Deutschland seine kleinen Hände an und konnte es noch nicht glauben. Er ist klein, ein Kind, das zur Schule gehen sollte und das hatte ihm Arthur angetan! Dabei war doch seiner Meinung: 'Wenn der Brite seine jetzige Politik weiter so stur fortführe, dass seine älteren Brüder wie Irland und Schottland, sich irgendwann vom ihm abwenden werden und Arthur am Ende alleine da stehen wird'. Ein gut gemeinter Rat, der wohl im falschen Hals reingegangen war. Deutschland hat selber 17 ältere Brüder, um das zu beurteilen und wäre Gilbert damals nicht gewesen, dann würde er hier nicht sitzen, weil er gar nicht geboren worden wäre. Preußen ist schon großartig. Obwohl er ihm manchmal auch die Nerven beraubte.

"Hier, das sollte passen, mein Kleiner!", betonte Preußen 'kleiner' extra und genau dieser Moment war es, wo Deutschland ihm unausstehlich fand. Kein Hauch von Sensibilität.

"Gib schon her!", knurrte der kleine Mann und verschwand in die Umkleide. Der große Bruder nahm nun auf den Hocker platz und wartete auf ihm. Gilbird chillte auf seiner Schulter und schiepte fröhlich umher.

In der Konferenz war die Hölle los. Es war wie eins der Asterix Filme, wo jemand ein schlechten Witz über den 'frischen' Fisch machte und die Prügelei begann. Ähnlich keifen sich die Länder untereinander an und manche wendeten sogar Gewalt an. So war Ungarn mit ihrer Bratpfannen berühmt, berüchtigt. USA verstand allmählich Deutschland, wenn er versucht Ordnung in dieses Chaos zu bringen. Nur schienen die Maßnahmen nie wirklich dauerhaft geholfen zu haben. Also musste der Held doch einen Weg finden, dauerhaften Frieden in diese chaotische Gemeine zu sichern. Schließlich ist er die Weltmacht Nummer 1 und dies gehört eins zu seinem Aufgaben. Obwohl China ihm das Gegenteil beweisen und als das einzig wahre Land herausstechen möchte.

Russland hielt sich von allen raus und auch China ließ sich nicht provozieren. Dennoch waren sie nicht bereit, da einzugreifen. Warum auch, nur um am Ende als die Schuldigen da zu stehen? Japan wandte sich zu den Italienbrüder, die sich auch raushielten. Naja fast, Romano, die südliche Hälfte Italiens, hatte hier und da paar Beschimpfungen aufs Lager. "Alles in Ordnung Norditalien-san?", möchte Kiku von niedergeschlagenen Italiener wissen.

"No, Germania ist nicht hier und bringt Ordnung rein. Es ist zu laut.", klagte Norditalien, aber insgeheim möchte er nach Deutschland sehen. Was ist, wenn Deutschland krank von den Nachfolgen der Pandemie war?

"Ich mache mir auch Gedanken um Doitsu-san. Doch vielleicht hatte er nur Kopfschmerzen. Lass uns später nach ihm sehen.", wandte Japan ein, würde es wieder mit der Krankheit losgehen, müssen sie schnell handeln und nicht wie damals spät oder gar nicht reagieren.

"Si, das machen wir.." PENG! PENG!, wurde es auf einmal ganz still im Saal der Streitenden. Alfred hielt eine Pistole an der Decke gerichtet und der Rauch aus den Lauf zeigte, dass er geschossen hatte.

"Very good, jetzt wo ich wieder eure Aufmerksamkeit habe, kann die Konferenz losgehen und wer wieder ein Streit anfängt, sieht sich im Krankenhaus wieder.", grinste der Amerikaner scheinheilig, allerdings nahmen alle seine Warnung ernst und setzten sich ordnungsgemäß hin.

"HATSCHI!", nieste Ludwig als er mit sein Bruder auf den Weg zum Flugzeug waren. Der Kleine trug einen Kapuzenpulli in grün und eine dunkelblaue Jeans dazu. Sein älterer Bruder war mit ein schwarzen T-Shirt, schwarze Jeans und lila-karierten Schal voll lässig unterwegs. Turnschuhe trugen beide Herrschaften.

"Gesundheit, Brüderchen, soll ich dir beim Putzen deiner Nase helfen? Ksesesesese", fragte der Ältere höhnisch.

"Hör auf! Mann...", klagte der Kleine beleidigt. Jetzt musste sein Bruder es richtig ausnutzen, dass er nur Kleinkindgröße hat. Wieso verletzt ihm dieser Spaß so? Früher war er nie so empfindlich.

"Da fällt mir ein, dass wir dir noch Schulsachen kaufen müssen. Du kannst so nicht zur Arbeit, denk an das Kinderschutzgesetz. Ksesesese", erwähnte Gilbert und hielt die Hand seines jüngeren Bruders. Trotz seiner erwachsenen Seele, kann der Kleine in der New Yorker Menge leicht verloren gehen.

Ludwig schwieg schmollend, schließlich ist er sich dessen Pflichten als Kind von Deutschland voll bewusst, darunter fiel auch die Schulpflicht!

"Wir können, bevor unser Flug losgeht, hier paar Schulsachen kaufen, was meinst du? Hm?", überlegte der Preuße planend und pragmatisch.

Erneutes Schweigen gab Gilbert eine Antwort. "Ach komm schon, strafe mich nicht mit Schweigen, nur weil England dich verzaubert hat und ich dich aufziehe. Ksesesese", versuchte der Ältere das Schweigen des Jüngeren zu brechen. Schließlich ertrug er es kaum, wenn Ludwig ihm kalt ignorierte. Das nagt stark am Narzissmus!

Ein Schniefen weckte Gilberts Aufmerksamkeit und schaute überrascht auf Ludwig, der mit einer Hand die Tränen wegwischte. Es schockte den Preußen sehr, denn seit den Mauerfall habe Deutschland nicht mehr geweint, zumindest nicht öffentlich. Ist er etwa zu weit gegangen? "Heyhey West! Nicht weinen, ich meine es doch nicht so....äh....denk daran wie England unter den Mitgliedern der EU leiden wird. Naaa?", waren die tröstende Worte da und Gilbert kniete sich zu Ludwig runter.

"Lass mich..schnief...es ist grad alles zu viel...schluck...ich fühle mich schon wie Italien...", bibberte Minideutschland und bemühte seine Tränen zurückzuhalten, aber dieser Kinderkörper, dann diese Schmach. Es war einfach zu viel. Vielleicht bliebe er für immer ein Kind, was dann?

"Ooooohhh komm her!", schloss Preußen ihm in die Arme und spendete so Trost, besser als er je mit Worte könnte. West nahm ausnahmsweise seine tröstende Umarmung an.

"HATSCHI", nieste die Italienerbrüder beinahe zeitgleich. Sie werden von allen Ländern fragend angeschaut, worauf beide leicht panisch versicherten:" Nichts ernstes!"

Darauf wandte sie wieder ihrer Diskussionsrunde mit Amerika. Schließlich soll jedes Land ein Vorschlag machen, was es zum besseren Verhältnis beitragen würde. Daraus werden dann Kompromisse oder neue Verhandlung besprochen.

"Hm vielleicht wäre es ein Anfang, wenn du dich nicht immer überall einmischen würdest und Länder so lässt wie sie sind und nicht dein westlicher Lebensstil aufbrummst.", wandte China zu bedenken.

"Tja aufbrummen würde ich nicht sagen. Viele finden den westlichen Stil klasse und ahmen mich gern nach. Ist doch nichts Verwerfliches.", argumentierte Alfred Schulter zucken, aber klar China fand es gar nicht toll, wie sich seine Geschwister dank amerikanischen Vorbild entwickeln.

"Also wenn dein Chef die Zugeständnisse einhält, kann die EU langsam USA wieder annähern.", meinte Frankreich optimistisch. Schließlich wurde sein Chef vom amerikanischen Präsidenten am als 2. angerufen.

"Tsk bilde dir nichts ein, Frog! Mein Chef wurde als erstes von den Präsident der Vereinigten Staaten angerufen. Ha! Zuerst werden wir wohl unsere amerikanische-britische Bindung stärken und dann die EU.", gab Arthur leicht schadenfreundlich an.

Frankreich wollte was Zynisches von sich geben, aber blickte auf Alfred, der bildhaft mit der Pistole spielte. Kein Streit, war die versteckte Botschaft.

"Wir könnten verbesserte Handelsverträge mit Amerika schließen.", wandte Niederlande ein, der gerne Profit schlagen möchte. Denn der Handelsmarkt hält die Länder weit es gehen, zusammen und es ist ein Geben und Nehmen dieser Welt. Weshalb neue Verträge, die zur Vereinfachung des Handels führt, nicht zu verdenken wäre.

"Okay. Das ist doch schon mal ein Anfang.", erfreute sich USA, dass sie wenigstens einiges vorschlagen konnten. Bei normalen Konferenzen wäre dies, nach gefühlten Stunden erst gewesen.

Nun meldete sich Norditalien begeistert und warf:" Wie wäre es, wenn wir alle jetzt Pasta machen? Mit vollen Mägen überlegt es sich besser."

"Jo Dude, dass ist nicht nötig. Zur Mittag bestellt jeder sein Wunsch und meine Leute bringt sie euch. Ihr könnt alle kulinarische Fertigkeiten wünschen.", meinte der Gastgeber locker und tippte ein Knopf auf das einzige Telefon. Nun erschien ein "Men in Black" und hielt ein Touchpad in der Hand.

"Das ist John, er wird eure Bestellungen aufnehmen. Er beherrscht fast alle Sprachen also keine Scheu.", grinste der Amerikaner stolz. Nun werden alle Gäste befragt und die Wünsche auf das Pad digital verfasst.

Russland erkannte auf den ersten Blick, dass mit John was nicht stimmt. Denn sein Begleiter Väterchen Frost verriet es ihm. John ist kein Mensch und auch kein Land, er ist ein künstlich erschaffener Mensch. Dennoch schwieg er darüber, was würde er erwarten, wie die Anderen auf die Wahrheit reagieren würden? Gut nur, dass Ivan ihm kennenlernt und so wenigstens weiß, dass USA zu so einer Technologie fähig ist. Hauptsächlich war dies einer der Gründe, weshalb Ivan überhaupt bei den Treffen teilgenommen hatte. Denn es heißt: Sei deinen Freunden nah, aber deinen Feinden noch näher!

Endlich wieder in Berlin angekommen, durfte Gilbert mit das Auto seines Bruders fahren. Es war längst ein Tag vergangen, als Ludwig in die Gestalt eines Kindes rumlief. Nichts hat sich bisher geändert. Anscheinend wirkt der Zauber länger als angenommen. Hoffentlich wirklich nur ne Woche, ansonsten erklärt Deutschland England den Krieg!

"Ich bin voll auf deine Hunde gespannt, wenn sie dich wiedersehen. Ksesesese sie werden Augen machen!", meinte Gilbert begeistert und Ludwig nickte. Es bleibt wirklich abzuwarten, ob seine Hunde ihm wiedererkennen. Nur waren sie immer an seiner Seite gewesen, selbst wo er noch ein Kind war. Sicherlich werden sie ihm wiedererkennen. Oder?

Das Auto parkte in der Doppelgarage und Gilbert überreichte West die Hausschlüssel:" Hier, ich werde deine Hunde abholen. Warte du zu Hause."

"Na gut......", erwiderte der Kleine und gähnte. Selbst beim Flug hatte Ludwig geschlafen und ist dennoch müde? So ein Kind zu sein, ist wirklich ätzend! Klar es war Abends, aber wie viel Schlaf braucht er am Tag? Soll er noch Siestas halten? Beide stiegen aus, aber teilten sich vor der Garage auf. Gil ging zur Nachbarin, während Ludwig ins Haus ging.

Der kleine Deutsche setzte sich auf der Couch, weil er noch warten wollte, aber ständig wollen seine Augen zufallen und beinahe wäre sein Kopf auf den Couchtisch geknallt. Entschlossen änderte das Kind seine Haltung und lag nun auf der Couch. Er wollte wachbleiben, aber der Schlaf überrumpelt ihm. Wenig später kehrte der ehemalige Preuße Heim und wurde von drei aufgeregten Hunden begleitet. Schließlich wollen sie unbedingt ihr Herrchen wiedersehen und können dies kaum erwarten. Leicht stürmisch zogen sie Gil in die Wohnstube, weil sie Deutschland wittern konnten. Die Hunde stoppten vor den Jungen und waren sehr erstaunt. Sie bellten nicht gleich los, sondern beschnuppern den schlafenden Jungen. Sofort wedelten ihre Ruten erfreut, weil sie wussten, dass es ihr Herrchen war. Zwar geschrumpft, aber unverkennbar für die Wegbegleiter des Landes.

"Tsksesesese ja das ist West. Die letzten Tage waren wirklich anstrengen gewesen. Morgen wird er mit euch spielen wollen. Da bin ich mir sicher.", lächelte der Ostdeutsche und trug seinem Bruder. Ordnungsgemäß wurde der Kleine ins Bett gelegt und Preußen ließ die Hunde bei ihm aufs Bett. Schließlich war nun viel Platz, das die Hunde locker nutzen konnten. Angekuschelt blieben die Wegbegleiter beim Schlafenden, während Gilbert das Schlafzimmer verließ.

Die Konferenz in New York wurde auch beendet und Alfred konnte mit guten Gewissen sagen, dass er sich einige Vorschläge annehmen und eine Vorstellung für die künftigen Beziehungen haben wird. Es war eine grobe Richtung, aber darauf baut man. Einiges konnte nicht wirklich geklärt werden und das hat mit Russland und China zutun. Aber dies war nichts anderes zu erwarten, wäre ein Wunder, wenn sie sich bei ihm einschleimen würden und ihre Werte für seine über Bord warfen. SO funktioniert Diplomatie nicht.

England begleitete die anderen Länder zum Hotel, das extra für sie reserviert wurde. Nur Länder wie China, Hongkong, Russland und Weißrussland flogen heute noch in ihre Heimat zurück. Frankreich lief neben Arthur und meinte:" Tja da du ja Deutschlands Vertreter in EU Angelegenheiten bist. Erfreue dich auf die ruhige Phase. Morgen wird die Post abgehen. Honhonhonhon"

"Hmpf ich freue mich schon drauf.", brachte England leicht teuflisch von sich, worauf Francis Lachen im Halse stecken blieb.

"Tsss freue dich nicht zu früh...", murmelte Frankreich und konnte Englands Selbstsicherheit kaum nachvollziehen.

"Unterschätze mich nicht, Frog. Unterschätze mich nicht!", erwiderte Arthur und klopfte auf die Schulter seines Gegenübers, dann ging er weiter und ließ einen verwirrten, leicht beunruhigend Franzosen zurück. Was hat der Pirat wieder vor? War Deutschlands Verschwinden erst der Anfang??!! Was hast du vor, Arthur Kirkland?!
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