Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Hetalia: Arthurs Rache

KurzgeschichteDrama, Humor / P12
Deutschland England Preussen
19.07.2020
22.07.2020
2
3.571
4
Alle Kapitel
3 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
 
19.07.2020 1.951
 
"Dieser verdammte Mistkerl. Denkt er echt er sei was Besseres, nur weil er als das reichste, stärkste und sogar berühmteste Land betitelt wird. Diese Ignoranz und Arroganz kotzt mich sowas von an! Aber er wird sehen, was er davon hat. Hahahahahahahaha", waren die Worte eines aufgebrachten Englands.

Der Grünäugige befand sich in der Mitte einer Suite, die sauber und modern eingerichtet war. Denn er war zu Gast in einem anderen Land, um seiner Berufung, andere Länder auf deren Dummheit hinzuweisen, nachzugehen. Allein schon, wenn er an dieses LAND dachte, fühlte er unendliche Wut. Verärgert biss er sich am Daumen und riss etwas Haut auf, sodass es zu bluten begann und er damit seltsame Schriften auf den Fußboden hinterlassen konnte. Heute hatte das Land es wieder geschafft und diesmal würden seine Worte keine leeren Drohungen sein! NEIN, diesmal machte er ernst und würde einen Fluch ihm auferlegen. Allerdings musste er zugeben, dass seine Flüche während des 2. Weltkrieges nie gewirkt hatten. Warum auch immer! Es konnte ja nicht sein, dass ausgerechnet das Land, das er verfluchen möchte, immun gegen seine Zauberei war!

Dieser verfi**te Bonze sollte mal sehen, wie das war, von unten raufschauen zu müssen und sich von den Stärkeren fertigmachen zu lassen. Diese Erfahrung hatte er noch nie machen müssen, da er schon immer groß und stark war. Seitdem der Magier denken konnte war das schon so. Dieser arrogante Sack hatte doch keine Ahnung wie sein Verhalten auf andere abfärbte oder schlimmer noch die Anderen einschüchterte! Dieser Egoist glaubte echt, er sei was Besonderes! Tsk, dass er nicht lachte. Er war nichts weiter als ein großer Loser verpackt in diesem Perfectman-Körper. Aber er, das große Königreich, hatte ihn von Anfang an durchschaut! Jetzt musste er es nur noch den anderen Ländern beibringen auf was sie sich mit diesem, er will sich mal nett ausdrücken, Wichtigtuer eingelassen hatten. Sein Zauber würde gelingen, denn der Magier war entschlossen und das war eine gute, starke Basis für den Fluch!

"Fertig", grinste der Mann mit buschigen Augenbrauen zufrieden und richtete sich auf. Als er die ersten unausgesprochenen Sätze murmelte, glühten die Symbole auf und fingen an zu schweben. Eine immer wiederkehrende Melodie, die er zusammenreimte, ließ seine Magie auf dem Boden wirken und ein Licht erhellte sein Hotelzimmer. Als das Blitzlicht erloschen und die blutbeschmierten Schriften verschwunden waren, lag ein Zauberstab auf dem Boden. "Da bist du ja. Es wird Zeit jemanden zu verfluchen. Whuahahahahahaha!", lachte Arthur auf und nahm sein Zauberutensil an sich.




Der nächste Tag, Ort New York

In einem großen Gebäude, das einem Staatsgebäude nahekam, versammelten sich die Länder für die heutige Konferenz. Arthur war als Erstes da und stand vor dem Spiegel. Er hatte seinen Arm freigekrempelt und seinen Zauberstab mit Klebeband dort festgebunden. Nun war er dabei seinen Ärmel wieder zurecht zu rücken, um jeglichem Verdacht zu entgehen. Außerdem trug er Lederhandschuhe, da man jede Berührung mit dem Zauberstab mit Vorsicht genießen sollte. "Perfect." Der Brite begutachtete sein Werk. Nun ging es an die Umsetzung seines Fluches.

Als der blondhaarige Engländer auf seinem Platz saß, dauert es nicht lange bis die wie gewohnt pünktlichen Länder wie Deutschland, Japan, Niederlande und Schweiz dazustießen. Ha! Sein Ziel war so ahnungslos, aber das was kommen würde, hatte er sich selbst zuzuschreiben. Wäre dieser Typ nicht so wie er nun mal war, würde er vielleicht nicht so gemieden werden. Theoretisch tat der Brite ihm sogar einen Gefallen, obwohl dieser Gefallen nicht ganz OHNE Hintergedanken war. Denn wenn sein Plan gelang, wäre er es, der den Laden übernahm und den anderen Ländern klare Linien aufzeigen konnte. Das Vereinte Königreich hatte, so wie er, viele Verbindungen auf der Welt und noch dazu USA, Australien, Hongkong und viele andere Länder großgezogen! Es war ein Fehler die Verantwortung über die EU IHM und diesem Frog zu überlassen! Dank ihnen hatte sein Land die Motivation gefunden das Bündnis ohne Sinn und Verstand zu verlassen.

Deutschland kam mit einer Fresse wie 3 Tage Regen auf ihn zu und wollte sich wohl rechtfertigen für die Frechheit von gestern. So vorhersehbar, wie Arthur fand, aber teils war das auch eingeplant.

"England, wir müssen uns unterhalten. Es geht darum, was gestern vorgefallen ist", begann der 1,80m große Mann eine Unterhaltung zu führen.

"Soso, dann komm. Wir besprechen das unter 4 Augen", kooperierte England sofort und begleitete den Deutschen raus aus dem Konferenzsaal. Sie fanden sich in einem Büroraum wieder.

"Also wie soll ich das erklären. Es ist mir so rausgerutscht, ich wollte nicht…", bemühte sich Ludwig eine sinnvolle Erklärung zu geben, aber Arthur nahm ihm die Mühe ab.

"Ist gut Deutschland. Du hattest recht. Mein Land ist uneinsichtig und nun der Brexit. Ich nehme es dir nicht übel, wirklich", sagte England lächelnd und hob seinen Arm mit dem versteckten Zauberstab.

"Nein, nichts ist gut. Ich hätte es anders ausdrücken müssen und nicht so. Es tut mir leid. Ich wollte euch nicht kränken", sah es Deutschland nicht ganz ein, dass England das so locker nahm.

"Oh na dann, ich nehme deine Entschuldigung an", versuchte England es zum 2. Mal zur Versöhnung seine Hand zu schütteln.

"Einfach so? Nein, es muss doch was geben, womit ihr mir richtig vergeben könnt. Ich könnte versuchen neue Verhandlungen mit eurem Land anzustreben", wollte Ludwig nicht einfach so vergeben werden, denn er sah sein persönliches Strafmaß zu hoch ein, um einfach mit einer Entschuldigung sich zufrieden zu geben.

"Lass uns die Wiedergutmachung mit ein Handschlag besiegeln! Der soll ausdrücken, wenn ich was brauche, werdet ihr kommen und mir aushelfen, in Ordnung?!", wurde nun ein Kompromiss geschlossen und etwas unentschlossen reichte Deutschland dem Engländer die Hand. Ludwig musste zugeben, dass er ein ÜBLES Gefühl dabei hatte.

"Nun, ich hoffe wir konnten somit unsere Wogen glätten. Wir sehen uns", trat der Deutsche nun den Rückzug an und ging aus den Raum.

"Oh das werden wir...", lachte Arthur gehässig, als Deutschland den Raum verlassen hatte. Denn sein Plan würde sowas von aufgehen.

Die Konferenz der Länder wurde von Alfred F. Jones persönlich eröffnet, denn in letzter Zeit musste er viele diplomatische Beziehungen nachholen, die sein Präsident versäumt hatte. Darum fand das Ländertreffen auch in seinem Land statt. England musste zugeben, dass er etwas enttäuscht war, denn sein Zauber hätte doch längst wirken müssen. Konnte ja nicht angehen, dass Deutschland wohl das einzige Land war, das bei seiner Magie immun war. Dabei hatte der Dickkopf nichts mit Zauberei am Hut, da er in der Zeit des Mittelalters noch gar nicht existiert hatte. Er war ein typisches Neuland-Land! Nun trafen die blauen Augen seine Grünen. Sofort wandte Arthur seinen Blick ab.

Dieser Engländer ist schon seltsam, dachte Ludwig, während er ihn ansah, denn er hatte die Blicke des Anderen auf sich gespürt und sollte nun auch Recht bekommen. Er wusste es doch! Arthur hatte ihm kein Bisschen verziehen. Diese Heuchlerei durfte der Deutsche schon sooft miterleben. Als er seine Hand erblickte, fiel ihm ein furchtbares Indiz auf, dass der Engländer doch noch Rache an ihm nehmen wollte. Sie war geschrumpft! Die Hand, die er zur Wiedergutmachung geschüttelt hatte. Schnell versteckte er sie in seiner Hosentasche. Seine Sicht war schwummrig geworden und sein Magen durchmachte eine Achterbahnfahrt.

Plötzlich erhob sich Deutschland, wobei alle Blicke auf ihm ruhten. "Tut mir leid. Ich komme gleich wieder", sprach er zügig und verschwand auch genauso schnell aus dem Saal. Arthur sah ihm skeptisch nach, begann dann aber zu grinsen. Konnte es sein, dass der Fluch endlich Wirkung zeigte?

Im WC-Raum angekommen, war er schon nur noch ein Kind in übergroßen Klamotten, die er mit Mühe versuchte an seinem Körper zu behalten und dabei nicht zu stolpern. Er wollte sich im Spiegel ansehen, doch er kam nicht ran. Er war zu KLEIN. "Ich schrumpf…", schockiert stoppe Ludwig seinen Redefluss, da sich selbst seine Stimme kindlich anhörte. England hatte ihn in ein Kind verwandelt! So konnte er auf keinen FALL in die Konferenz zurück. Ihm blieb nichts anderes übrig, als sich in der Kabine einzusperren. Ihm war zum Heulen zumute, woran vielleicht auch sein Kinderkörper schuld war, doch der Verstand des Erwachsenen ließ ihn keine Tränen vergießen, sondern einmal tief durchatmen. Schnell holte er sein Handy raus und schrieb eine Nachricht für Feliciano: Ihm ginge es nicht so gut und er würde sich krankmelden. Und dann noch eine an seinen Bruder: Er solle ihn abholen kommen. Klar, er könnte versuchen England zu zwingen das rückgängig zu machen, nur würde das ein Zeichen von Schwäche signalisieren. Ihm würde schon was einfallen wie er allein diesen Fluch brechen konnte. Denn ihm musste immer bewusst sein, dass niemand ihm helfen würde und er alle Probleme selbst lösen musste. So war das schon immer. Warum sollte das auf einmal anders sein? Vor allem war er selbst schuld! Er hatte England einen Grund gegeben sauer auf ihn zu sein.

Hoffentlich ist sein Bruder bevor die erste Pause der Besprechung beginnt da. Da er ihn mitgenommen hatte, weil Gilbert eigentlich New York unsicher machen wollte, konnte es gut sein, dass er gleich kam, um ihn abzuholen. Ohne einen Erwachsenen würde er von der nächsten Polizei verschleppt werden. Außerdem konnte er gar nichts allein machen! Keinen Flug buchen, keine Ausflüge. Zum Glück hatte er Gilbert überreden können mitzukommen, denn sonst wäre er jetzt verloren. Nur was war, wenn die Pause eher war? Dann würden die Länder ihn entdecken. Deutschland, das wehrlose Kind. Viele würden das ausnutzen wollen. Entschlossen ließ er seine Hose, Schuhe und das Jackett zurück und lief mit Socken, die ihm bis an seine Oberschenkel reichen, einem weißen Hemd, das ihm als Kleid diente und einer Krawatte, die er um die Unterhose gebunden hatte, damit sie nicht rutschte, den Flur entlang. Er suchte nach einem Ort, der als Versteck dienen sollte, bis sein Bruder kam. Genauso ein Ort wurde angesteuert und am besten unentdeckt.

Die erste Pause war angebrochen und viele hatten angefangen zu tuscheln wo Deutschland blieb. Andere waren eher mit sich selbst beschäftigt. England und Frankreich gingen zum WC, während die anderen im Saal blieben oder in die Stadt zum Frühstücken fuhren. England wollte einfach wissen, ob sein Zauber geklappt hatte und suchte eigentlich nach Deutschland, aber Frankreich hatte wohl andere Pläne, das verriet sein Grinsen.  

"Lass uns ungestört hier rein, Angleterre. Oui?", forderte Frankreich und wunderte sich gleich. „Nanu? Hier war wohl jemand schon und vergaß glatt seine Klamotten."

"Was hast du gesagt du Frog?", fragte England hellhörig und blickte auf die zurückgebliebene Wäsche. "Es hat gewirkt, HA! Es hat funktioniert! I'm awesome", freute sich England total.

"Okay was ist hier los, dass du  dich wie Gilbert anhörst?", wollte Frankreich Klartext reden und blickte nur verwirrt auf England, der begeistert aufsprang und die Arme in die Luft warf.

"So, das geht dich überhaupt nichts an, du Einfallspinsel", meinte Arthur nur und war zufrieden. Sein Zauber hatte gewirkt. Jetzt nur noch den Kleinen finden und ihn so blöd behandeln, wie er es immer mit ihm tat, damit er spürte, wie das war von seiner Überheblichkeit belästigt zu werden. Darum verschwand er stumm aus dem Raum und versuchte ihn zu finden bevor der Bursche fliehen konnte.

Frankreich versuchte selbst herauszufinden, was los war und schaute sich die Klamotten genauer an. Wenn ihn nicht alles täuschte, waren das Deutschlands Kleidungsstücke, die hier achtlos herumlagen. Was war passiert?


Nachwort:
hiermit möchte ich mich ganz herzlich bei meine offiziellen Beta (ReaAthera) danken. Danke, dass du mir bei meiner grammatikalische Katastrophe zur Seite stehst und so diese Story viel besser machst. XD LG Dany XD
Review schreiben
 
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast