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Geschichten Gruft

SammlungAllgemein / P12 / Gen
18.07.2020
15.09.2021
30
41.644
8
Alle Kapitel
25 Reviews
Dieses Kapitel
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15.09.2021 779
 
Beitrag für: [Challenge] Stadt, Land, Harry [Harry Potter]

Meine Wahl:
- Buchstabe T

Vorgaben:
Charakter 1: Tom Riddle
Charakter 2: Theodore Nott
Magischer Gegenstand: Tarnumhang
Ort: Tropfender Kessel
Zauberspruch: Tarantallegra
Zufälliges Wort: Thermometer

~*~

Die Sonne stand hoch am Himmel und ließ ihre heißen Strahlen auf die Erde herab. Dieser Sommer schien der heißeste Sommer aller Zeiten zu sein und kein Kühlzauber vermochte Linderung zu verschaffen. Was die Laune des Herren der Versammlung, in dem kleinen Hinterzimmer des Tropfenden Kessels nicht gerade besser werden ließ. Das Thermometer war mittlerweile auf fast 35°C gestiegen und durch die Personen in dem kleinen Raum wurde es noch wärmer. Und bei so einem Wetter musste sich Tom Riddle einmal wieder mit der Unfähigkeit seiner Todesser herumschlagen. „Wie lange bist du schon in meinen Reihen, Theodore Nott?“ Die Stimme klang hart und zischend, obwohl Tom nicht einmal in Parsel gesprochen hatte.

Trocken schluckend sah Theodore auf. Er hatte bis eben den Boden angestarrt und innerlich gehofft, dass er nicht der Grund für die Versammlung war. „Ein halbes Jahr, MyLord“, gab er unterwürfig von sich und konnte nicht verhindern, dass Angst in seiner Stimme mitschwang. „Ein halbes Jahr? Und in diesem halben Jahr hast du es nicht geschafft, mir Informationen über den Tarnumhang von Potter zu beschaffen! Du bist absolut unfähig!“, zischte Voldemort wütend und allen Anwesenden lief ein kalter Schauer über den Rücken. „MyLord, Potter war nur schwer zu beschatten und er ...“, begann Nott Sr. zu sprechen, wurde aber durch einen Wink des Zauberstabes unterbrochen. „Crucio! Schweig! Dein Sohn hat sich selbst zu verantworten. Und ich habe auch schon die passende Strafe für ihn.“ Das Grinsen auf dem fahlen Gesicht ließ Theodore erschaudern. „Tarantallegra.“ Der Zauber traf ihn völlig unerwartet und seine Beine begannen sogleich zu einer nicht existierenden Musik zu tanzen.

Zufrieden grinsend lehnte sich Tom in seinem Stuhl zurück und genoss die Show, die ihm der junge Mister Nott bot. Eigentlich hätte er diesen auf die übliche Art und Weise bestrafen wollen, aber dann kam dieser extrem heiße Sommer und ihm kam diese wunderbare Idee für eine außergewöhnliche Bestrafung. Der Fluch wurde dem jungen Mister Nott deutlich zeigen, dass er Versagen absolut nicht duldete. Und dabei würde sein neuer Todesser keinen zu großen Schaden davon tragen, um auch in Zukunft weiter zur Verfügung zu stehen. Oh ja, er war wirklich sehr zufrieden mit seiner Idee und er würde sich auch in Zukunft immer neue Bestrafungen ausdenken.

Der Schweiß lief Theodore über die Stirn und sein Körper fühlte sich langsam immer tauber an. „MyLord, ich bitte euch. Verzeiht mir. Ich werde euch die Informationen beschaffen, welche ihr verlangt“, flehte er und sah auch verzweifelt zu seinem Vater. Doch dieser konnte ihm nicht helfen. Wenn ihr Lord mit ihnen nicht zufrieden war, dann konnte niemand etwas dagegen tun. „Du hattest schon ein halbes Jahr Zeit. Wie kommst du zu der Annahme, dass du jetzt erfolgreicher sein wirst?“ Skeptisch sah Tom den jungen Mann, welcher jetzt schon sehr unter dem Fluch litt, obwohl er erst seit zehn Minuten tanzte. „Ich werde mir mehr Mühe geben. Bitte, MyLord, gebt mir eine zweite Chance.“ Kopf schüttelnd betrachtete der Riddle den anderen. Dessen Stimme klang schon fast weinerlich. Die jungen Leute von heute konnten auch gar nichts mehr vertragen und das sollte die neue Generation seiner Todesser werden?

„Du wirst deinen Auftrag noch erfüllen, aber noch ist das Lied nicht vorbei“, diabolisch grinsend zauberte Tom eine Flöte herbei, welche ein altes, magisches Volkslied spielte. Auch wenn die Schritte nicht gerade zu der Melodie passten, war es trotzdem ein hoch amüsanter Anblick, welchen er nicht missen wollte. Denn wer wäre er denn, wenn er eine Strafe nur so kurz halten würde? Seine Todesser und gerade die neue Generation sollten sehen, was geschah, wenn sie versagten. So genoss er die Bestrafung, während er sich einen kühlen Drink herbei zauberte. Währenddessen spürte Theodore immer mehr seine Kräfte schwinden. Dieser Fluch war schon schlimm genug, aber bei diesen Temperaturen setzte er ihm noch mehr zu. Es war wie eine doppelte Bestrafung. Kurz bevor ihm schwarz vor Augen wurde, wurde der Fluch von ihm genommen und er sackte erschöpft zu Boden.

„Nott, nimm deinen Sohn und verschwinde. Und du! Sieh zu, dass du deinen Auftrag ordentlich erfüllst, sonst wird deine nächste Strafe nicht so sanft ausfallen.“ Die Worte seines Lords kamen nur wie durch Wolken bei Theodore an und er wünschte sich nichts sehnlicher, als in ein weiches Bett zu kommen. Doch auch wenn er die Worte nicht zu hundert Prozent verstanden hatte, war ihm die Bedeutung doch klar und er nahm sich vor, nie wieder zu versagen. Wer wusste schon, was sich sein Lord als nächstes für eine Bestrafung ausdachte?
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