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Ein Tag der alles verändert

von Miniu
GeschichteRomanze, Freundschaft / P16
Eric OC (Own Character)
16.07.2020
16.07.2020
2
4.911
 
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1 Review
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16.07.2020 1.906
 
Hallöle,
dies ist meine erste Geschichte, daher freue ich mich über jegliche Verbesserungsvorschläge. Zurzeit verwende ich nur das Word-Rechtschreibprogramm und würde mich daher über einen Beta-Leser freuen der mir ein bisschen unter die Arme greift. Der Plot steht bis jetzt nur grob und ich veröffentliche neue Kapitel sobald ich sie geschrieben habe. Ich hoffe mein Schreibstil ist erträglich und mein Plot nicht zu banal, aber was soll ich sagen =) Eric ist einfach heiß. Bei Fragen stehe ich euch gerne zu Verfügung und wünsche euch jetzt viel Spaß
LG Miniu




Unehrlichkeit ist der Nährboden des Bösen. Wahrheit ist unser höchstes Gut.
Als Candor ist man verpflichtet immer die Wahrheit zu sagen, selbst wenn es einem schadet. So wird das Manifest meistens verstanden aber man kann sich eigentlich nicht vorstellen wie weit es wirklich geht.

Ich blicke auf den Wecker. Wir haben halb sechs und ich kann nicht mehr schlafen. Nicht weil ich nervös bin, nein ich weiß bereits seit Jahren, dass ich hier nicht bleiben werde. Nein, das was mich vom Schlafen abhält ist der Grundsatz unserer Fraktion. Ehrlichkeit, was ein Scheiß. Ich meine sie ist gut und würden wir alle ehrlich sein gäbe es auch bestimmt weniger Probleme. Die Überinterpretation stört mich jedoch. Sag immer das was du denkst, auch oder grade dann wenn es andere verletzt. Aber am schlimmsten ist das nichtexistente Privatleben. Denn allein das Wort Privat stellt ja schon den Anfang eines Geheimnisses dar. Etwas was nicht alle wissen sollen, dabei ist es egal ob das Privatleben das ist eigene Sexleben betrifft oder auch nur ein Zimmer ohne Vorhänge oder gar Fenster zu besitzen. Nein, alles soll klar und deutlich zu sehen sein und keiner soll auf die Vermutung kommen man hätte irgendwas zu verheimlichen.

Also liege ich hier, in der Morgensonne und wünsche mir Vorhänge. Banale scheiße, wie ich sie jeden Tage meiner letzten 16 Jahre erlebt habe. Doch morgen wird sich alles ändern. Morgen ist der Tag der Bestimmung und ich werde die Chance bekommen meine Fraktion zu wechseln und ich werde diese Chance ergreifen.

Das Fraktionssystem besteht aus fünf Fraktionen. Den freimütigen Candor die die Ehrlichkeit als höchstes Gut schätzen und unsere Gesetzte vollstrecken. Ich bin bei ihnen aufgewachsen und verachte sie. Am Anfang habe ich mich noch versucht zu wehren und habe gelogen um meine Privatsphäre zu schützen, doch sie fanden immer alles raus. Irgendwann habe ich einfach geschwiegen wenn ich nicht antworten wollte. Nein, da ich nicht vorhabe mein restliches Leben zu schweigen muss ich gehen. Die Ken streben nach Wissen und verachten alles außer Kontrolle geratene. Sie sind arrogant und halten sich für was Besseres. Ich passe dort echt nicht hin. Nicht das ich schlecht in der Schule wäre, ich bin ja nicht dumm aber es ist so dämlich zu denken, dass Emotionen schlecht sind. Auch dort passe ich nicht rein, ich würde wahrscheinlich nach meinem ersten Wutausbruch aus der Fraktion geschmissen werden und Fraktionslos sein. Die Amite haben sich der Freundlichkeit verschrieben und betreiben vor dem Zaun Ackerbau. An sich sehr schön und bestimmt friedlich aber ich würde durchdrehen, mal ganz davon abgesehen, dass ich gehört habe, dass ein Friedensserum verwendet wird um die Fraktionsmitglieder so glücklich zu machen. Übrig bleiben noch die Altruan und die Ferox. Die Altruan bilden die Regierung, sie sind selbstlos und immer drauf bedacht das Richtige zu tun. Wie ich finde schießen sie dabei aber über das Ziel hinaus. Sie machen keinen Sport, essen nur ungewürzte Speisen und blicken nie in den Spiegel. Die Ferox dagegen sind ungezügelt. Sie glauben fest an den Mut der Menschen und bilden die Polizei der Stadt. Sie sind wild, tätowiert und gefährlich. Aber genau das reizt mich an ihnen. Endlich nicht mehr nachdenken sondern handeln.


„Miranda, wenn du jetzt nicht aufstehst kommst du zu spät zum Test. Versuch gar nicht erst dich schlafend zu stellen, ich weiß das du wach bist“ Jap. meine Mum wie sie leibt und lebt. Stöhnend richte ich mich auf und mache mich fertig. Schwarze Jeans und weiße Bluse, dazu noch Sneaker und fertig. Die Welt in schwarz weiß, das Leben der Candor. „Es wird jetzt echt Zeit, du verpasst noch den Bus, wärst du nicht so faul würdest du seltener zu spät kommen, dein Bruder hat sogar einen Bus früher in die Schule genommen“ mit diesen Worten drückt sie mir einen Kaffee in die Hand und schiebt mich zur Tür hinaus, mein Vater ist bereits auf der Arbeit. Dem Bus kann ich noch Grade beim Wegfahren beobachten. Ich seufzte, auf Morgensport hatte ich heute eigentlich keine Lust. Ich ziehe mir die Bluse aus und falte sie in meine Tasche, ich habe ja noch ein Top an und jogge los. Es befreit mich und ist über die Jahre zu einem morgendlichen Ritual geworden, da ich den Bus eh fast immer verpasse. Naja Sport ist gut für meine Ausdauer und wenn der Test das Ergebnis feststellt, welches ich vermute, werde ich diese auch dringend benötigen. Durch die Abkürzungen komme ich eine dreiviertel Stunde später am Testgebäude an. Gleichzeitig mit meiner Ankunft fährt der Bus wieder ab und ich muss grinsen als ich die Person sehe die am Bussteig auf mich wartet. Jim mit deinem Wasserstoffblonden Haaren ist aber auch nicht zu übersehen. 1,80 groß und breitschultrig wir ein Schrank, ein echter Draufgänger eben. Er ist ein Amite und mein bester Freund. „Nah, ist da wer aufgeregt?“ fragt er als ich ihn fast erreicht habe. „oder bist du einfach nur außer Atem weil du den Bus mal wieder verpasst hast?“ Ich muss anfangen zu lachen weil er morgens noch schwerer aus dem Bett kommt als ich „Ich bin doch nicht nach der Strecke außer Atem“ pruste ich hervor „außerdem würde ich auch nie den Bus verpassen wenn mich meine Mutter auch jeden Morgen mit einem Eimer Wasser wecken müsste“ „Pfff, im Gegensatz zu dir kann ich mir dann den Morgensport ersparen“

Zusammen betreten wir das Gebäude und umarmen uns noch einmal bevor wir uns nach Fraktionen getrennt hinsetzten. „Miranda Aver, Patrick Benedens, Pia Brinks, Jim Brenson“ Wir stehen auf und folgen den Schildern zu einem Gang mit vier Türen. Sobald wir uns eingereiht haben öffnen sich die Türen automatisch und ich betrete einen Raum dessen Wände ganz verglast sind. Eine asiatisch aussehende Ferox begrüßt mich und stellt sich als Tori vor. Sie reicht mir einen Becher „hier trink das. Es wird dich empfänglich für die Simulation machen und wenn du aufwachst kann ich dir dein Ergebnis sagen“ Ich setze mich auf den Stuhl, trinke die bläulich aussehende Flüssigkeit und merke wie ich langsam wegsacke.

Plötzlich befinde ich mich allein in dem Raum. Stuhl, Tisch und auch Tori sind weg. Vor mir erscheinen zwei Schüsseln eine Mit einem Dolch und die andere mit einem Stück blutigem Fleisch. Noch bevor mir eine Stimme verkündet, dass ich wählen muss, stürze ich mich auf den Dolch. Nun kam ich mich wenigstens verteidigen und fühle mich direkt besser, als ich ein Knurren höre. Ein großer Schäferhund kommt auf mich zu und schnappt bereits mit dem Maul. Ich will dem Tier eigentlich nichts tuen aber ich muss mein Leben verteidigen und dafür werde ich auch andere verletzten. Der Hund setzt zum Sprung an und ich ducke mich unter ihm durch. Als sein Bauch ungeschützt über mir ist steche ich mit dem Dolch zu und der Hund löst sich auf. Ich hänge an einer Klippe und über mir liegt ein Altruan Mädchen, welches meine Hand hält und mich oben hält. Ohne ihre Hilfe würde ich bereits im der Schlucht liegen. Das Mädchen rutscht langsam aber stetig auf mich zu, sie kann mein Gewicht nicht halten und ich weiß, dass ich sie mit mir in den Tod ziehen werde. Dennoch kann ich nicht loslassen. „du musst durchhalten, nur noch ein kleines bisschen.“ ich versuche sie aufmunternd anzulächeln „ ich werde jetzt Schwung nehmen und mich hochziehen“ das Mädchen sieht mich verzweifelt an und Rutsch mir ein Stück entgegen, doch ich kann keine Rücksicht nehmen. Ich nehme Schwung und bin mit einer Hand fast am Klippenrand als ich anfange zu fallen, neben mir das Altruan Mädchen. Plötzlich sitze ich auf einem Stuhl bei den Candor. Vor mir steht ein Anwalt und sieht mich streng an „Kennst du diesen Mann?“, fragt er mich „deine Aussage würde zur Verhaftung dieses Mannes führen und unzählige Leben würden gerettet werden“. Ich weiß dass ich den Man kenne aber ich weiß auch, dass es mich in Schwierigkeiten bringen würde wenn ich es bestätigen würde. Ich kämpfe gegen den Drang an die Wahrheit zu sagen und verneine die Frage.

Ich sitze wieder auf dem Stuhl und Tori sieht mich stolz an „Du bist eine Ferox durch und durch, wenn du dich für die Ferox entscheidest, komm mal bei mir im Tattoo Studio vorbei dann trinken wir einen auf deine Initiation“ Ich lächle sie glücklich an und sichere ihr zu, dass ich vorbeikommen werden. Ich verlasse den Raum und halte Ausschau nach Jim aber der ist nicht zu sehen. Leide fluchend verlasse ich das Gebäude und mache mich auf den Weg nach Hause. Diesmal nehme ich den Bus. Zuhause bin ich allein, da Marius noch in der Schule ist und meine Eltern arbeiten. Jetzt wo ich tatsächlich weiß, dass ich die Candor verlassen werde, werde ich doch etwas nachdenklich also schmeiße ich mich in Trainingsklamotten und verlasse die Wohnung.

Die ehrlichen Candor sind nicht grade zimperlich bei Bemerkungen über den Körper oder das Gewicht, was zu vielen Möglichkeiten geführt hat Sport zu treiben. Ich gehe in die Trainingshalle und laufe mich erst einmal warm. Danach geht es mit Situps, Liegestützen und Squats weiter bis meine Muskeln brennen. Zum Schluss stelle ich mich an einen freien Box Sack und schlage darauf ein. Bei meiner Größe von 1.70 und trotz meinem trainierten Körperbau fehlt mir im Gegensatz zu den meisten Jungs Kraft in Armen und Beinen aber ich hoffe das mit Ausdauer und meinem Willen auszugleichen. Als ich merke wie sich die Halle immer weiter füllt und man mich immer wieder auf meinem Test anspricht entschließe ich mich zu gehen. Uns wurde gesagt, dass wir noch nicht einmal mit unserer Familie über unser Ergebnis reden sollen und jetzt fragen mich irgendwelche dahergelaufene Fremde nach meinem Test. Ich seufzte, Candor sind wirklich anstrengend. Als ich nach Hause komme versuche ich einem Gespräch aus dem Weg zu gehen und schleiche mich in die Dusche.

Am Tisch warten bereits meine Eltern und Marius auf mich. Marius ist drei Jahre jünger als ich und sieht mir sehr ähnlich. Dieselben feinen Gesichtszüge und das schwarze glatte Haar. Auch unsere Statur ähnelt sich obwohl er breitschultriger ist. Die blauen Augen hat er von unserem Vater, ich die meinen grünen von unserer Mutter. „Du wirst uns verlassen nicht wahr?“ stellte mein kleiner Bruder fest. Ich nicke nur, ich weiß dass ich nicht darüber reden sollte aber wir wissen so wieso alle wo ich morgen hin wechsle und somit ist dies der letzte Abend mit meiner Familie. „Wir sind stolz auf dich, kleine. Das weißt du, oder?“ fragt mich mein Vater. Mir wird wieder klar was ich alles verlieren werde aber ich muss stark bleiben daher nicke ich nur und frage ob sie mich den am Besuchstag besuchen werden. Meine Mutter antwortet mit einer Gegenfrage und fragt was ich denn vorhabe zu Verbrechen, dass sie mich nicht besuchen würden. Daraufhin lache ich obwohl mir bewusst ist, dass sie die Frage ernst gemeint hat. Wir verbringen den Abend noch entspannt miteinander bis ich schlafen gehe.
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