Der Flug der Kraniche

von Fresa
OneshotSchmerz/Trost / P12
16.07.2020
16.07.2020
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Der OS ist ein Beitrag zum Projektes Inspiration durch Bilder Nr. 4 von Farringdon.

Ich habe mir die Nummer 77 rausgesucht, welches folgendes  Bild ist.

Viel Spaß beim Lesen.


Disclaimer: Die folgende Story ist rein fiktiv. Ich kenne keine der beteiligten Charaktere persönlich, noch ihre Hintergründe oder privaten Details. Es ist alles meiner Phantasie entsprungen. Mir gehört lediglich Vic.




Der Flug der Kraniche

Es heißt es bringt Glück, wenn man Kraniche vorbeifliegen sieht. Das konnte Lara weder bestätigen oder widerlegen. Sie hatte sowohl Glück, als auch Pech gehabt, als sie  einen Schwarm Kraniche im Formationsflug am Himmel gesehen hatte. Von daher glaubte sie nicht an diese japanische Weisheit. Es war für sie nicht mehr als ein schönes Erlebnis.

Eine Erinnerung in Bezug an Kraniche hatte sie tief in ihrem Bewusstsein vergraben, weil sie auch heute nach mehr als zwanzig Jahren noch so schmerzhaft war, dass sie nicht daran erinnert werden wollte.



Laras Blick ging gen Himmel. Über ihr flog ein Schwarm Kraniche im Formationsflug. Wie  symmetrisch war. Jedes Mal aufs Neue staunte sie darüber und schaute den Vögeln fasziniert beim Fliegen zu.

„Bonjour Lara“, raute ihr eine zärtliche Stimme ins Ohr, umfasste ihre Taille und hauchte ihr einen sanften Kuss auf die Schläfe. Ihr Herzschlag erhöhte sich.

„Bonjour Manu.“ Ihre Blicke trafen sich und sie versank in seinen Augen. Von ganz alleine fanden ihre Lippen zu einem Kuss zueinander.

„Ich habe noch was für dich“, lächelte er und reichte ihr eine Schachtel Macarons. Lara liebte die kleinen Köstlichkeiten.



Doch in der letzten Zeit wurde sie vermehrt mit ihren schmerzhaften Erinnerungen an ihre große Liebe  konfrontiert, aber nicht, weil sie die Vögel am Himmel gesehen hatte. Nein, weil der Mann, den sie immer noch liebte, ständig im Fernsehen präsent war. Sie konnte sich ihm gar nicht entziehen. Ebenso war ihre Liebe für die Macarons geblieben.

Lara hatte schon damals gewusst, dass er es weit bringen würde und so war es auch gekommen.

Mehr als einmal hatte sie sich schon gewünscht, dass alles anders gekommen wäre. Das er in ihr nicht nur eine gute Freundin gesehen hätte, sondern die Frau an seiner Seite. Aber diese Wahl war nicht auf sie, sondern auf eine andere gefallen. Diese Wahl konnte sie bis heute noch nicht verstehen und sie würde es auch niemals. Aber das spielte keine Rolle. Ihre Wege würden sich sowieso niemals wieder kreuzen.

Sie lebten in verschiedenen Welten.  Vielleicht war das auch ganz gut so. Sie würde den Schmerz ihn wiederzusehen und dann erneut zu verlieren, nicht ertragen.

Manu würde immer ein Platz in ihrem Herzen haben.

Ein Arm legte sich um ihre Schulter. Lara drehte ihren Kopf und blickte in das Gesicht ihrer besten Freundin Mina.

„Lass mich raten, woran oder besser wen du wieder denkst. Fängt mit M an und hört mit anu auf.“

„Mmh.“

„Du bist wirklich ein hoffnungsloser Fall.“ Ja, das war sie in der Tat. Für sie hatte es immer nur Manu gegeben, auch wenn sie andere Beziehungen gehabt hatte, aber keiner hatte ihm standhalten können.

„Ich kann doch nichts dafür, dass er in der momentanen Lage ständig im TV und im Internet präsent ist.“ Sie wünschte sich auch nicht ständig mit ihm konfrontiert zu werden.

„Wie wär’s, wenn wir uns jetzt einen schönen Mädelsabend machen und dich so auf andere Gedanken bringen“, schlug Mina war.

„Das hört sich nach einem wunderbaren Vorschlag an.“

Lara war froh so eine tolle beste Freundin zu haben.





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