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Kyras Adventures 1 |  Ein ungewolltes Abenteuer

Kurzbeschreibung
GeschichteAbenteuer, Fantasy / P12 / Het
OC (Own Character)
16.07.2020
20.07.2021
26
37.440
4
Alle Kapitel
43 Reviews
Dieses Kapitel
4 Reviews
 
 
16.07.2020 1.484
 
Hey du da! Erst einmal ein Dankeschön, dass du auf diese Geschichte geklickt hast. Das bedeutet, dass du wahrscheinlich die Kurzbeschreibung gelesen hast und sie dein Interesse geweckt hat. Das freut mich mega! Hoffentlich gefällt dir auch der Rest meiner Geschichte. Wenn du möchtest, kannst dann auch mal ein Review schreiben und mich das wissen lassen! Oder auch, wenn du Kritikpunkte hast, dann natürlich auch gerne.
Ich will jetzt gar nicht so mehr soviel reden, sondern dich endlich lesen lassen. Viel Spaß!

~~~


KYRAS ADVENTURES  von FoxiAurelia

1. Alarm

Als ich durch das Dickicht des Waldes trat, blitzte mir das grelle Sonnenlicht ins Gesicht. „Kyra, da bist du ja!“ rief mir meine beste Freundin Mary entgegen. „Jaja chill mal“ sagte ich. „Was ist denn passiert? In deinem Brief stand ich soll sofort zum Dorf kommen!“ Das Dorf, in dem Mary wohnte lag ungefähr 30 Meter von meiner Hütte entfernt. Ich gehöre zwar nicht zur Dorfgemeinschaft, bin aber trotzdem eng mit Mary und den anderen befreundet. Heute kam ein Brief von meiner Freundin mit der Nachricht:
ALARM! KOMM SOFORT HER!! SOS!!!
Da bin ich sofort Richtung Dorf aufgebrochen.
„Also? Was ist jetzt?“ fragte ich nochmal.
„Die Plünderer haben heute Nacht angegriffen! Ganz unerwartet plötzlich! Wir konnten nichts tun! Unsere Krieger kamen nicht dagegen an. Es waren einfach zu viele!“, erzählte Mary aufgeregt während wir ins Dorf liefen.
Es war ein trauriger Anblick: verwüstete Häuser überall, die Felder waren zerstört und ich konnte ein paar Verletzte sehen. Am schlimmsten sah Kuro aus, der Priester des Dorfes. Er lag in einer Hausecke und war ganz grün im Gesicht. Außerdem hatte er eine böse Pfeilwunde am Arm.
„Oh Gott!“, rief ich aus. „Was ist mit ihm?“
„Er wurde von einem Giftpfeil getroffen.“ antwortete Eoran der Schmied. „Nur die Plünderer haben das Gegengift.“
„Aber haben die Eisengolems euch nicht verteidigt?“ fragte ich überrascht. Bei ihrer Erwähnung sahen alle betreten zu Boden und keiner sagte ein Wort.
„Was ist?“ sagte ich. Schließlich antwortete eine junge Frau mit erstickter Stimme: „Sie haben sie mitgenommen. Alle beide.“
„Was?“ rief ich. „Wie konnte das denn passieren?“ „Sie hatten alles dabei, was man braucht um einen Golem zu fangen. Das kam so plötzlich das wir nicht dagegen ankämpfen konnten.“ sagte die Frau. „Dann haben sie angegriffen. Wir haben zwar viele Krieger hier, aber gegen die Verwüster kamen wir nicht an.“
Ich war entsetzt und traurig. Ohne die Eisengolems war das Dorf schutzlos und hat keine Chance gegen weitere Angriffe.                                                                                                                
„O Mann“ murmelte Mary neben mir. Wir saßen auf der Kirchtreppe und dachten nach. „Hoffentlich wird Kuro wieder gesund“ flüsterte ich. Da sagte Mary: „Deshalb haben wir dich hergeholt. Du musst die Golems befreien und das Gegengift holen!“ Ich fuhr herum. „Was? Ich soll zu den Plünderern?“
„Bitte“ flehte sie mich an, „du kannst uns helfen. Du MUSST!“
„Bist du irre?“ fragte ich Mary fassungslos. „Ihr wollt dass ich zu den Plünderen gehe, das Gegengift klaue, die Golems befreie und da auch noch lebend wieder rauskomme???“
„Ja!“ rief Mary aufgeregt. Inzwischen hatte sich das ganze Dorf um uns versammelt und hörte zu. „Aber ihr habt doch so viele Krieger, die tausendmal besser kämpfen als ich!“ rief ich aufgebracht.
„Aber diese sind doch alle entweder tot oder so verletzt dass sie nicht mehr kämpfen können! Du bist die einzige die gut mit Waffen umgehen kann und nicht geschwächt ist!“ verteidigte sich Mary. „Bitte Kyra. Kyra! Es bedeutet uns so viel!“
„KYRA! KYRA! KYRA!“ begannen die Leute um uns herum zu rufen.
„Okay okay, ich mach es!“ schrie ich gegen den Lärm an, ohne zu wissen was ich da überhaupt tat. „Ich mach’s!“ sagte ich noch einmal leiser. Wie auf Kommando begannen die Dorfbewohner zu jubeln und zu schreien.
„Du bist unsere Rettung!“
„Du schaffst das!“
„Juhuuu!“

Ein paar Stunden später lag ich in meinem orangefarbenen Bett und starrte an die Decke. Worauf ließ ich mich da bloß ein? Morgen werde ich mit Corky zu den Plünderern aufbrechen. Corky ist mein Lama und nebenbei der treueste Gefährte, den man sich wünschen kann. Ich muss in aller Frühe losgehen, weil ich den Schicksalsberg überqueren muss, um zur Illager-Festung zu kommen. Oh man, hoffentlich überlebe ich das!

~Am nächsten Morgen~

Meinen Bogen, meinen Köcher, ein Eisenschwert von Eoran, ein Seil, meine Rüstung: Eisenhelm, Kettenhemd, Kettenhose, Lederstiefel. Es war sehr früh morgens und ich ging gerade zum dritten Mal meine Ausrüstung durch. In einer Viertelstunde musste ich aufbrechen und ich war so aufgeregt, dass mich fast übergeben musste.
„Kyra, wo bleibst du denn?“ drang Marys Stimme an mein Ohr. Sie war draußen und machte schonmal Corky für die Reise bereit. „Jaja, ich komm schon. Ich hab’s nicht unbedingt eilig von Verwüstern zertrampelt zu werden okay?“ antwortete ich und lachte gequält. Als ich alles beisammen hatte trat ich über die Türschwelle meiner Hütte. Dann nahm ich Corkys Leine aus Mary Hand und sagte: „Okay, dann wollen wir mal.“                                                                
Das ganze Dorf hatte sich an der Zweigung von Rothornpass und Mithril-Weg versammelt, um mir Glück zu wünschen. Ich musste auf dem Rothornpaß quer über den Schicksalsberg wandern, da dies der kürzeste Weg war. Ich verabschiedete mich vom Dorf und versprach ihnen, wiederzukommen. Schließlich nahm ich Corkys Leine fester und brach auf.
Der Rothornpass war ein karger, grauer Weg der über den Schicksalsberg führte. Meistens war er flach und steinig und wir mussten oft durch Höhlen durch. Manchmal mussten wir aber auch auf schmalen Felsvorsprüngen balancieren und uns an die Wand pressen, damit wir nicht runterfielen. Für Corky war das nicht sehr ideal, aber sonst verlief die Reise ohne Probleme. Als wir den Berg überquert hatten, mussten wir nur noch über die Sumpfebene. Dafür mussten wir allerdings an erst noch am Lava-Portal vorbei.
Das Lava-Portal ist ein violettes Portal, das in einem Lavasee steht. Niemand weiß, wie es dorthin gekommen ist oder was sich dahinter verbirgt, weil es niemand je geschafft hat über den Lavasee zu kommen. Jeder, der je versucht hat, eine Brücke rüberzubauen, ist elendig in der Lava verbrannt. Seither halten alle die am Lava-Portal vorbeikommen größten Abstand. Auch ich jetzt.
Als wir den Sumpf hinter uns gelassen hatten, band ich Corky an einen Baumstamm der gut geschützt hinter Bäumen lag. Ab da war es nicht mehr weit bis zur Plünderer-Festung und ich ging allein weiter. Nach ein paar Metern war ich so nah am Turm, dass ich die grauen Gesichter der Plünderer sehen konnte. Nun musste ich mich in einer kleinen Höhle verstecken und abwarten, bis sie zu ihrem nächsten Raubzug loszogen.
Als sie sich dann endlich auf den Weg machten, war es schon nachmittags und ich fragte mich, wieso ich überhaupt so früh aufgebrochen war. Während ich auf den Turm zuging, wurde mir immer mulmiger doch als ich vor dem Eingang stand konnte ich nicht zurück.
Der Turm hatte vier Stockwerke und ich durchforstete eins nach dem anderen. Dabei beeilte ich mich sehr, weil ich Angst hatte, dass die Plünderer zurückkommen könnten. Im vierten Stock fand ich eine unverschlossene Truhe und öffnete sie. Darin befanden sich eine Natulismuschel, ein (Juhu!) Heilmittel gegen Vergiftungen, ein paar Pfeile, eine seltsam riechende Flasche mit orangenem Inhalt (die musste ich mir später ansehen) und jede Menge Gold. Ich hätte fast gejubelt vor Freude. Hastig packte ich die ganzen Tränke, die Muschel, und das Gegengift ein. Gerade wollte ich nach dem Gold greifen, als ich von unten ein Geräusch hörte. Ein Rufen. Mit klopfendem Herzen blickte ich nach unten. Und sah viele graue Gesichter, die zu mir hoch starrten. Die Plünderer waren zurück.
Panisch blickte ich mich nach Fluchtmöglichkeiten um. Der einzige Ausgang war die Treppe aber die kamen gerade ein paar Plünderer hoch. Verdammt, was mache ich jetzt bloß? Ich drehte mich um und sah die Plünderer auf mich zukommen. Der Anführer rief etwas auf einer anderen Sprache. Also musste ich wohl kämpfen.
Den ersten brachte ich mit einem Schwerthieb zu Boden, dem zweiten schoss ich einen Pfeil ins Herz und den dritten schubste ich über die Brüstung. Es kamen zwar immer mehr nach und ich musste ein paar Pfeil- und Schwertwunden einstecken, aber ich schlug mich gut und wunderte mich ein bisschen über mich selbst, wie gut ich kämpfen konnte. Wo hatte ich das nur gelernt?
Doch dann geschah etwas, was ich überhaupt nicht erwartet hatte. Gerade, als ich glaubte ich hätte gewonnen, kam einer auf mich zu und schubste mich über die Brüstung.
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