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2020 07 15: Sterne [Ersatzbeitrag by Sira-la]

OneshotDrama, Liebesgeschichte / P16 / Het
Chloe Decker Lucifer Morningstar
15.07.2020
15.07.2020
1
1.465
5
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2 Reviews
Dieses Kapitel
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15.07.2020 1.465
 
Tag der Veröffentlichung: 15.7.
Zitat: „Ich weiß, ich bin es nicht wert von dir geliebt zu werden. Aber ich kann nichts dafür, ich liebe dich. Es ist, als wolle man einen Stern erreichen - du weißt, dass du es nie schaffen wirst, aber du versuchst es immer weiter.“ (Alle unter einem Dach)
Titel der Geschichte: Sterne
Autor: Sira-la
Hauptcharaktere: Lucifer Morningstar, Chloe Decker
Nebencharaktere: Dan Espinoza
Pairings: Lucifer/Chloe, Dan/Chloe
Kommentar des Autors:
Mal ein längerer Text von mir. Liebesgeständnisse sind zwar nicht wirklich Lucifers Ding, aber irgendwie hat mir dieses Zitat zugeflüstert, dass er gerne von Lucifer verwendet werden würde. Natürlich hätte es auch gut zu Rumpelstilzchen gepasst, aber ich hab mir als Regel gesetzt, jedes meiner Fandoms in dem Projekt hier nur einmal zu verwenden, und „Once upon a time“ gab es ja schon letzte Woche.
Wie schon in der Kurzbeschreibung steht: Achtung, offenes Ende, aber falls jemand Lust hat eine Fortsetzung zu schreiben, schickt mir gerne ein PN :D
Liebe Grüße
Sira

Sterne
Lucifer konnte sich nicht helfen. Er konnte seine Augen einfach nicht von seinem Detective abwenden. Er wusste, Chloe Decker war eigentlich gerade hier, um das Lux zu durchsuchen, weil irgendwer irgendwas gemeldet hatte – um ehrlich zu sein, hatte Lucifer nicht richtig zugehört. Er war zu sehr von ihrem Anblick gefangen gewesen. Ganz anders als sonst trug sie heute ein enganliegendes Kleid mit unfassbar tiefem Rückenausschnitt, der gut davon ablenkte, dass das Kleid auf der Vorderseite hochgeschlossen war. Er wüsste zu gerne, weshalb sie sich heute so schick gemacht hatte und dann doch der Meldung gefolgt war. Zu gerne würde er sich einreden, sie trug das Kleid seinetwegen, aber er war Realist, zumindest in gewissen Dingen, und Chloe Decker würde sich niemals für ihn so schick machen.
„Hören Sie mir überhaupt zu?“
Lucifer schüttelte leicht seinen Kopf, um seine Gedanken loszuwerden, und blickte dann zu Dan. Hoffentlich trug Chloe das Kleid nicht für Detective Arsch, das wäre wirklich …
„Mister Morningstar, könnten Sie bitte endlich die Frage beantworten!“
Lucifer setzte sein umwerfendstes Lächeln auf. „Nein.“
„Wie bitte?“ Detective Arsch ließ seinen Block etwas sinken, auf dem er wohl die Antworten hatte notieren wollen.
„Nein, ich höre Ihnen nicht zu“, spezifizierte Lucifer und sah erneut hinüber zu Chloe, die gerade dabei war Maze zu befragen. In dem schummrigen Licht im Lux funkelten die Verzierungen ihres Kleides wie winzige Sterne. Sterne, die Lucifer wohl nie erreichen würde.
„Haben Sie etwas Verdächtiges gesehen?“
„Einen ganzen Haufen spießiger Polizisten, die meinen Gästen den Spaß verderben.“ Lucifer ließ ganz klar hören, dass er mit der Befragung nicht sehr glücklich war. Wenn wenigstens Chloe mit ihm sprechen würde, statt diesem … Mann.
Detective Arsch seufzte hörbar. „Könnten Sie bitte für einen Moment ernst bleiben? Ich würde meinen Abend auch gerne anders verbringen, als hier herumzustehen.“ Der Blick, den er dabei in Richtung Chloe warf – Lucifers Chloe! – war eindeutig.
„Auch diese Frage kann ich mit ‚Nein‘ beantworten“, meinte Lucifer. Oh ja, völlig egal, was er sagen oder tun musste, er würde diesem Dieb den Abend eindeutig ruinieren. Niemand, absolut niemand sollte Chloe auch nur zu nahe kommen, bis Lucifer … bis er … was eigentlich? Sie in seinem Bett gehabt hatte? Er hatte schon so viele Frauen gehabt und sie alle hatten ihm Spaß gebracht, ihm Glück und Befriedigung geschenkt, aber was er gerade empfand, das war ihm völlig neu.
„Mister Morningstar …“
„Ich muss gehen.“ Lucifer stieß sich von dem Flügel ab, gegen den er sich während der Befragung gelehnt hatte. „Ich habe eine Therapiesitzung.“ Er musste dringend mit Linda sprechen, was da schon wieder los war. Und vor allem: Was er jetzt tun sollte. Denn er hatte da so eine dumpfe Ahnung, was das für ein Gefühl war, das ihn gerade überkommen hatte.
„Jetzt?“ Natürlich stellte dieser Idiot sich ihm in den Weg. „Es ist mitten in der Nacht.“
Ok, das könnte eventuell ein Problem sein. Linda verbrachte ihre Nächte zumeist sehr langweilig in ihrem Bett und das letzte Mal, als er sie in einer dringenden Sache um diese Uhrzeit gebraucht hatte, war sie etwas ungehalten gewesen. „Meinem Tagesablauf zufolge ist es nicht einmal mittags“, sagte er dennoch, um zumindest diesen Detective zu ärgern.
„Dann sind Sie ja auf jeden Fall noch nicht zu müde, um ein paar weitere Fragen zu beantworten.“
Lucifer wirbelte herum. Unbemerkt – das war ihm auch schon länger nicht mehr passiert – war Chloe zu ihnen getreten. Jetzt aus der Nähe betrachtet konnte Lucifer erkennen, dass die Verzierungen tatsächlich aus winzigen Strasssteinen bestanden. „Sie sehen wunderschön aus.“ Die Worte waren aus seinem Mund, bevor er weiter darüber nachdenken konnte.
„Danke“, erwiderte Chloe mit einem leichten Hicksen in ihrer Stimme und lächelte geschmeichelt. Leider hielt das nicht sehr lange an. „Können Sie uns sagen, ob Sie etwas Verdächtiges gesehen haben?“ Jetzt war sie wieder ganz der Cop, der Lucifer viel zu häufig böse ansah.
„Nein.“ Er wusste ja nicht einmal, worum es hier eigentlich ging.
„Da verkauft jemand neue Designerdrogen in Ihrem Club und Sie haben nichts davon mitbekommen?“ Chloe musterte ihn misstrauisch. „Ich dachte, Sie wissen alles, was in Ihrem Club passiert.“
„Oh, das … doch natürlich. Ich hab dem Typen gesagt, er soll verschwinden und nie mehr wiederkommen. Meine Gäste haben auch ohne Vertigo genug Spaß.“
„Vertigo“, wiederholte Detective Arsch. Lucifer hatte seine Anwesenheit schon beinahe vergessen. „Sie wissen nicht zufällig, wer das Zeug herstellt?“
„Irgendjemand aus Starling City. Wie gesagt, ich will das Zeug hier nicht haben. Sollte dieser Typ allerdings nochmal auftauchen, dann werde ich sicherstellen, dass er die Polizei nicht verpasst.“ Lucifer lächelte charmant. „Natürlich ist das äußerst unwahrscheinlich“, fügte er etwas leiser hinzu. „Ich habe ihm deutlich klar gemacht, was ich von seiner Anwesenheit hier halte.“
Chloe zeigte ein leichtes Augenrollen und Lucifers Herz klopfte plötzlich spürbar schneller. Vielleicht sollte er Linda doch wecken. „Ich hoffe, Sie haben ihn nicht verletzt.“
„Natürlich nicht. Sind wir dann hier fertig? Meine Gäste warten … zumindest die, die Sie nicht vertrieben haben.“

***

„Sie haben angerufen.“
Lucifer, der eben noch auf seinen Balkon und die Skyline der Stadt dahinter gesehen hatte, drehte sich zum Aufzug um. „Sie sind gekommen.“
„Natürlich.“ Chloe kam langsam auf ihn zu. „Es klang wichtig. Sie sagten, der Dealer von letzter Woche sei hier.“
„Oh, das.“ Lucifer sah sie schuldbewusst an. „Da habe ich mich geirrt. Es war nur jemand, der ihm ähnlich sah. Aber ich bin froh, dass Sie hier sind. Ich muss Ihnen etwas sagen.“ Er hatte die gesamte Woche kaum noch an etwas anderes denken können als an sie und inzwischen wusste er auch, was er da fühlte. Linda hatte ihm wirklich geholfen, so wie sie es immer tat.
„Was denn?“ Chloe sah ihn neugierig an.
„Ich …“ Oh, Himmel, Arsch und Zwirn, er hatte das die ganze Woche geübt und jetzt, da sie wirklich vor ihm stand, fehlten ihm die Worte.
Chloe lächelte leicht und öffnete den Mund.
Doch er kam ihr zuvor. „Ich liebe dich“, platzte es aus ihm heraus.
Chloe runzelte die Stirn. Sie sah nicht wirklich so aus, als würde es sie freuen, diese Worte zu hören, aber für den Moment ignorierte Lucifer das.
„Ich weiß, dass ich es nicht wert bin, von dir geliebt zu werden. Du bist so rein und gütig und ich …“, Lucifer verzog leicht das Gesicht, „ich bin der Teufel. Aber ich kann es nicht ändern. Ich habe endlich verstanden, was ich fühle, und ich liebe dich.“ Er erinnerte sich an das Kleid zurück, das sie die Woche zuvor getragen hatte. Die Sterne, die sie umgeben hatten. „Es ist, als wolle man einen Stern erreichen. Du weißt, dass du es nie schaffen wirst … und ich hatte mal Flügel, ich weiß, dass es nicht möglich ist … aber du versuchst es trotzdem. Auch wenn du weißt, dass du sehr tief fallen wirst. Aber das ist mir egal. Lieber falle ich, als weiter darüber zu grübeln, ob ich es schaffen kann.“
Erwartungsvoll sah er sie an. Er wusste nicht genau, woher diese Worte kamen, die da einfach so aus ihm herausgesprudelt waren, aber er hoffte wirklich, wirklich sehr, dass sie ähnlich empfand wie er. Nur sah sie nicht erfreut aus, nicht so strahlend, wie er es sich vorgestellt hatte. Eher eine Mischung aus geschmeichelt, peinlich berührt und auch ein wenig traurig.
„Lucifer …“, sagte sie erstickt. „Ich …“


______________
Nachwort:
Die Droge Vertigo sowie die Stadt Starling City habe ich mir aus der Serie „Arrow“ geborgt.





~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~ Lulas Nachwort ~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~


Vielen Dank an Sira, die den Tag übernommen hat.
Lucifer ist eine meiner Lieblingsserien, da freut es mich die erste Fanfiktion zu diesem Fandom zu lesen. Mir hat ihre Umsetzung des Zitats sehr gut gefallen und ich finde, die Worte passen durchaus zu Lucifer, auch wenn man das auf den ersten Blick vielleicht nicht glaubt.

Eure lula-chan
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