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Kuschelweiche Geschichten: Band 1 - Das Kuscheltierhaus

GeschichteHumor, Freundschaft / P6 / Gen
13.07.2020
13.07.2020
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Ein neuer Tag und neue Freunde!
In dieser neuer Stadt,
die jetzt unser Zuhause ist
und tausend Lichter hat!


Es würde wohl noch ein bisschen dauern, bis er sich daran gewöhnt hatte. Das hieß nicht, dass es ihm nicht gefiel. Es war nur einfach so ganz anders als er es gewohnt war.

Alex saß in seinem neuen Zimmer, das eigentlich der Dachboden war, auf der kleinen Anhöung, vor dem großen Bodenhohen fenster, und sah dort hinaus. Er hatte seine Knie angezogen und den Kopf darauf abgelegt. Von hier oben konnte man sich die Sterne ansehen.

Es war schon sehr spät geworden. Aber er konnte einfach nicht schlafen. Alles war so aufregend. Und so neu. Nichts hier ließ sich noch mit der kleinen Wohnung vergleichen, in der er bis Heute Morgen noch gewohnt hatte. Jetzt wohnte er in einem großen Haus. Zusammen mit ganz vielen anderen Kuscheltieren, die er alle noch gar nicht kannte. Er kannte nur seine Schwester Muu, die beiden Pinguine Fridolin und Ninem, und den Kuscheltierarzt Lumpi-Leo. Natürlich kannte er auch Marki und Vitus und ihre beiden Katzen Pandora und Joy. Aber sonst … Nein. Niemanden. So viele Fremde Gesichter, die er heute gesehen und vor denen er sich zu verstecken versucht hatte. Alex war ein eher schüchterner Schattensalamander.

Schattensalamander, das waren Wesen die ein kleines bisschen aussahen wie Ameisen, die auf zwei Beinen liefen, und auch nur zwei Arme hatten. Und große gelbe Augen. Alex legte allerdings sehr großen wert darauf, dass er ein Schattensalamander war. Und überhaupt nicht wie eine Ameise aussah!

Alex hatte bis zum Morgen dieses Tages noch in einer kleinen Wohnung mit nur zwei zimmern gewohnt. Für ihn, seine Schwester, seine Zieheltern und ein paar andere lebendig gewordene Kuscheltiere, sowieso zwei Katzen war das noch okay. Aber es war schon ziemlich eng geworden. Aber dann hatten Marki und Vitus, die übrigens Menschen waren, auch noch eine Nachricht bekommen. Von einem Kuscheltierwaisenhaus nämlich. Es gab nur ganz wenige Menschen, die von der geheimen Welt der lebendigen Kuscheltiere wussten. Vitus und Marki waren zwei davon. Und sie wurden gefragt, ob es für sie möglich wäre noch mehr Kuscheltiere zu adoptieren und ihnen ein gutes zu Hause zu geben. Weil sie das doch bei Alex und Muu so toll geschafft hatten. Vitus wollte das unbedingt. Aber es war einfach kein Platz da.

Allerdings war noch etwas Großes zu dieser Zeit passiert. Vitus war nämlich ein Autor. Und er hatte einen Buchvertrag bekommen! Und das Buch, dass er über Alex und Muu geschrieben hatte, hatte sich total gut gemacht! Dadurch hatten Vitus und Marki ganz viel Geld … Und das hatten sie genutzt. Sie hatten ein großes Grundstück in einer kleinen Stadt am Rande der Wirklichkeit gekauft und dort ein Haus bauen lassen. Ein ganz großes! Groß genug um ganz vielen verwaisen Kuscheltieren ein zu Hause zu bieten.


Und in diesem Haus saß Alex jetzt und sah in die Sterne. Er wusste noch nicht, was ihn hier alles erwarten würde. Und deswegen hatte er ein kleines bisschen Angst. Weil das eben so war, wenn man nicht wusste, was alles auf einen zukam, wenn man es sich noch nicht vorstellen konnte. Veränderungen konnte, egal wie schön sie auch waren, sehr unheimlich sein.

Alex hörte, wie sich hinter ihm etwas bewegte und erschrak. Aber dann sah er, was oder viel eher wer es war, und entspannte sich wieder.

Muu: Alex, es ist schon ganz spät. Wieso kommst du denn nicht ins Bett?

Alex: Ich weiß nicht Muu. Ich konnte nicht schlafen. Und das Bett...finde ich irgendwie doof.

Alex drehte sich um und sah zu dem großen Bett, das Muu und ihm jetzt gehörte und in dem sie auch schlafen sollten. Er war es nicht gewohnt, ein eigenes Bett zu haben. In der alten Wohnung schlief er in einem Karton. Der Karton stand auch hier im Zimmer, in einer Ecke. Im ihm hatte er immer gut schlafen können. In dem großen Bett hingegen kam er sich furchtbar verloren vor.

Muu: Na gut, dann setzte ich mich noch ein bisschen zu dir. Ich kann auch nicht so gut schlafen. Alles ist so aufregend! Und das Haus ist so groß, ich glaube, ich habe noch gar nicht geschafft alles zu sehen. Ganz viele neue Leute haben wir ja auch getroffen! So viele andere Kuschelterkinder, ich glaube, von denen kann ich mir die Namen nie alle merken! Das alles ist schön, aber es ist auch ein bisschen unheimlich.

Alex: Ja, das finde ich auch. Ich traue mich noch gar nicht, mit den ganze anderen zu reden. Aber ich glaube, das geht uns allen so. Aber weißt du, ich finde es ganz toll, dass Fridolins Sohn jetzt wieder bei ihm wohnen kann.

Muu: Stimmt, das ist wirklich schön.

Sie wussten noch gar nicht lange, dass Fridolin einen Sohn hatte. Der hatte früher bei Fridolin gelebt und natürlich bei seiner Mama. Aber dann hatten sich Fridolin und Frida nicht mehr so sehr lieb gehabt und sich scheiden lassen. Erst zog der kleine Wobbels mit Fridolin zusammen bei Lumpi ein, aber dann gab es einen Unfall, und das Haus wurde unbewohnbar. Lumpi und Fridolin saßen plötzlich auf der Straße und Fridolin musste Wobbels zu Frida zurückbringen, damit er nicht auch auf der Straße leben musste.

Wobbels war nicht gern bei seiner Mama. Aber leider ging es nicht anders.

Das alles war ein bisschen schwierig...denn irgendwie war es nie passiert. Aber auch irgendwie doch.

Kuscheltiere lebten eigentlich nicht. Aber viele hatten eine Seele. Das passierte nämlich, wenn ein Tier oder ein Mensch starb, aber keinen Frieden fand. Dann schlüpfte die Seele in ein Kuscheltier. Und all diese Seelen fanden sich, in Form des neuen Kuscheltierkörpers, in einer Traumwelt. Der Welt der Kuscheltiere wieder. Wenn die Kuscheltiere aber ganz doll liebgehabt wurden, konnten sie auch in dieser Welt, der Welt der Menschen wieder lebendig werden. Für die meisten Menschen sahen diese Kuscheltiere dann aus, wie Kinder die sich verkleideten … Wer aber glaubte, wirklich daran glaubte, der konnte die Wahrheit erkennen.

Weil Muu und Alex so sehr lieb gehabt wurden, waren sie lebendig geworden. Waren aus der Traumwelt erwacht und hatten sich in dieser wiedergefunden.

Eine ganze Weile lang schwiegen Alex und Muu und sahen aus dem Fenster. Die Aussicht hier war wirklich schön. Man konnte in der ferne die Lichter der Stadt erkennen.

Muu: Die Stadt ist Nachts ein Lichtermeer …

Alex: Ja, das stimmt. Ich mag es hier, ganz doll. Ich frage mich, was wir hier wohl alles für Abenteuer erleben werden.

Muu: Oh ja, da bin ich auch schon gespannt. Wir sollen ja bald in den Kindergarten gehen. Mit ganz vielen anderen Kuscheltierkindern. Und dann bekommen wir auch einen Erzieher. Das wird alles ganz aufregend!

Alex: Bei so viel Aufregung ist es ja gar kein Wunder, dass wir nicht schlafen können, was Muu?

Alex sah weiter aus dem Fenster. Langsam wurde er schon ein bisschen müde.

Alex: Du, Muu? Glaubst du wir können uns wieder in den Karton legen? Wir haben zwar ein Bett, aber das ist mir unheimlich. Es ist so... Groß. Das mag ich nicht. Ich fühle mich da so verloren.

Muu konnte Alex sehr gut verstehen. Also lief sie zu dem Karton und ließ ihn mit ihrer Energie vor das Fenster schweben.

Muu: Ich finde das schön. Wenn wir uns jetzt in den Karton legen, können wir trotzdem weiter die Sterne beobachten!

Die beiden kletterten also in den Schlafkarton und konnten tatsächlich noch in die Sterne sehen. In ihrem gemütlichen Karton, ganz eng aneinander gekuschelt und mit diesem Ausblick, dauerte es gar nicht lange, bis die beiden doch noch eingeschlafen waren.

_____________________________

Vitus: Alex? Muu? Nanu? Wo seid ihr denn?

Vitus suchte seine beiden Schützlinge am nächsten Morgen vergeblich. Sie lagen ja auch nicht in ihrem Bett, in dem Vitus sie vermutete.

Allerdings viel Vitus auf, dass der Karton, also das alte Bett der beiden Kuscheltierkinder an einem anderen Ort, nämlich vor den hohen Fenstern stand. Also ging er zu dem Karton hinüber und sah hinein. Dort fand er Alex und Muu friedlich schlummernd.

Er beugte sich zu dem Karton herunter und zupfte Alex an den Fühlern. Der kleine Schattensalamander öffnete die leuchtenden gelben Augen.

Vitus: Hey, Alex. Warum schlaft ihr denn nicht in eurem Bett, sondern in dem ollen Karton?

Es dauerte ein bisschen, bis Alex antwortete. Alex war nämlich ein Langschläfer und es fiel ihm schwer wach zu werden.

Alex: Der Karton ist gar nicht oll Mapa. Das Bett ist ja ganz schön. Zum drin rum Hüpfen und spielen. Aber zum Schlafen ist es mir zu groß.

Alex erklärte also sein Problem mit dem Bett, da gähnte Muu plötzlich und setzte sich ebenfalls auf.

Muu: Oh, guten Morgen Vitus …

Vitus: Guten Morgen Muu. Na, wenn ihr dem Karton besser schlafen könnt, dann sollt ihr ihn wohl lieber behalten. Eigentlich wollte ich ihn heute wegwerfen. Weiß gar nicht, warum wir den überhaupt mitgenommen haben …

Muu: Nein! Nicht unseren Karton wegwerfen! Da hängen so viele schöne Erinnerungen dran, stimmts Alex?

Alex: Genau. Deswegen kann ich darin auch so gut schlafen.

Vitus: Na, wenn ihr beiden meint. Ich wollte euch übrigens Bescheid sagen, dass das Frühstück fertig ist. Und dann geht ihr zusammen mit Fridolin in den neuen Kindergarten, zum kennenlernen. Keine Sorge, es ist erst mal nur zum Kennenlernen. Richtig los geht es erst in zwei Wochen, wenn der Kindergarten fertig eingerichtet ist.

Der Kindergarten war nicht extra neu gebaut worden. Es war der alte Kindergarten, der Gegenüber des großen Kuscheltierhauses lag. Er musste ein bisschen renoviert werden und brauchte neue Einrichtung, aber ansonsten war er sehr gut erhalten. Es gab sogar eine große Turnhalle und einen Spielplatz!

Den Kuscheltierkindergarten hatten Vitus und Marki sich einfallen lassen, weil sie ja beide arbeiten mussten. Zwar war Vitus immer zu Hause, aber er hatte trotzdem keine Zeit sich um so viele Kinder zu kümmern. Deswegen wurden die ältesten der Kinder in den Kindergarten geschickt.

Muu und Alex folgten Vitus die Treppe herunter. Eine Etage tiefer befand sich die Wohnung von Vitus, Marki und einigen Kuschelterkindern. Da der Dachboden zu der Wohnung gehörte, wohnten natürlich auch Alex und Muu bei den beiden.

Das Haus hatte noch zwei Etagen. Im Erdgeschoss befanden sich die Praxis und die Wohnräume von Lumpi und seinem Sohn Junior und die zweite Etage teilte sich in mehrere kleinere Wohnungen auf. Eine von Fridolin und seinem Sohn Wobbels, eine vom neuen Kuscheltiererzieher Ninem, der dort mit der Schaufensterpuppe Johanna eingezogen war. Und dann gab es noch eine große Wohnung, mit einer Leoparden Dame namens Simmi, die auf eine ganze Horde Kuscheltierkinder aufpasste, die Alex und Muu noch gar nicht kannten, und die auch nicht mit ihnen in den Kindergarten gehen würden. Simmi war eine Betreuerin des Kuscheltierwaisenhauses und die Kinder die Dort in der Wohnung lebten, waren auch gar nicht offiziell von Vitus und Marki adoptiert worden. Die Wohnung war eher eine Erweiterung des Waisenhauses, aber sie kümmerten sich trotzdem wann immer es ging um die Kinder dort.

Jetzt aber saßen alle Plüschkinder, die von ihnen adoptiert worden waren im gigantischen Wohnzimmer an einem ganz großen Tisch und Frühstückten. Es war dabei sehr leise, denn die Kinder kannten einander fast nicht, da sie aus unterschiedlichen Unterkünften stammten.

Fridolin und Wobbels waren auch da. Der kleine Wobbels konnte kaum über die Tischplatte gucken, und das, obwohl sein Papa ihm sogar schon drei große Kissen unter den Po geschoben hatte, und der Tisch extra niedrig eingestellt war. Das schien ihn sogar noch mehr zu verunsichern.

Fridolin unterhielt sich leise mit Marki, wobei Fridolin eigentlich nur darüber sprach, dass ihm seine neue Weltherrschaftsbasis sehr gefiel, wenn sie auch etwas klein sei.

Die meisten Kinder aßen nicht sehr viel. Eigentlich aß nur eine kleine Katze mit einem großen Kopf wirklich viel, alle anderen hielten sich dabei eher zurück.

Als alle fertig waren, klatschte Fridolin in die Flügel.

Fridolin: Also Kinder, wir gehen jetzt zusammen rüber in den Kindergarten. Ich bin zwar nicht euer Kindergärtner, aber Ninem ist schon drüben. Der Weg ist zwar nicht weit und in ein paar Wochen könnt ihr ihn sicher auch allein gehen aber für den Anfang wollen wir auf Nummer sicher gehen. Also, folgt mir!

Gesagt, getan. Fridolin watschelte die Treppen herunter und die Kinder folgten ihm. Dann verließen sie das Haus und gingen zusammen über die Straße, direkt auf ein Gebäude zu, dass in Regenbogenfarben gestrichen war.

Alex: Das finde ich toll. So Bunt. Wie Dashi.

Dashi war Alex beste Freundin, die er ganz ganz ganz doll lieb hatte, aber leider nur sehr selten sah. Dashi wohnte nämlich in den Wolken und war dafür zuständig das Wetter unter Kontrolle zu halten. Deswegen hatte sie leider nur selten Zeit, Alex zu besuchen. Dashi hatte Regenbogenfarbende Haare, genau genommen eine Mähne. Sie war nämlich ein Pony!

Die Kinder folgten Fridolin durch eine große Glastüre hindurch in einen offenen Raum. Noch war hier nicht viel. In einer Ecke gab es schon ein Bällebecken, in einer anderen standen Tische und Stuhl übereinander gestapelt, und ganz vorne gab es eine Tafel. Die Wände waren in einem hellen gelb gestrichen. Aber noch sah alles sehr unpersönlich aus. Aber es hatte Potential und wenn erst einmal alle Möbel und Dekorationsgegenstände da wären, würde es sicher sehr schön werden.

Vor der Tafel stand ein Pinguin. Er sah eigentlich aus wie Fridolin, nur ein Stückchen kleiner.

Ninem: Aahh, da sind ja schon die Kinder! Hallo liebe Kinder!

Ninem winkte.

Es ging ein leises “Hallo” durch die reihen. Aber es war wirklich sehr ruhig.

Ninem: Na, na. Nicht so schüchtern! Also, dann wollen wir doch gleich mal mit dem Vorstellen anfangen. Ich schlage vor, jeder kommt einmal nach vorne und erzählt etwas über sich, okay? Damit es nicht so schwerfällt, fange ich an.

Also, mein Name lautet Ninem von Schneeflocke. Aber ihr dürft mich ruhig Bobo nennen.

Alex:Bobo? So wie Bobo Bär?

Ninem: Habe ich Bobo gesagt? Entschuldigt … Ich meine natürlich, ihr dürft mich einfach Ninem nennen!

Alex: Ach so.

Ninem: Wie schon gesagt, ich bin Ninem. Und ich werde, wenn der Kindergarten offiziell beginnt euer Erzieher sein! Weil es nur einen Erzieher gibt, gibt es auch erst mal nur eine Gruppe, aber ihr seid ja auch noch überschaubar. 11 Müsstet ihr sein, wenn ich mich nicht irre. Das können wir ja nachprüfen. Also, wer möchte sich denn vorstellen?

Als Erstes meldete sich Niemand. Es waren wohl alle noch zu schüchtern, um sich vor die ganze Gruppe zu stellen.

Aber dann fasste sich Alex ein Herz. Das war ein bisschen seltsam, war er doch immerhin ein Herzloser. Aber auf jeden Fall ging er zuerst nach vorne an die Tafel. Wenn er hätte schreiben können, hätte er seinen Namen angeschrieben, aber das konnte er noch nicht. Es hätte auch gar nichts gebracht, denn bis auf Muu konnten die anderen Kinder auch alle noch gar nicht lesen.

Alex: Also… Mein Name ist Alexander von Schattensalamander. Aber es reicht, wenn ihr mich Alex nennt. Das machen alle, es sei dann ich mache Unsinn. Das passiert aber nicht so oft. Ich bin eigentlich ganz lieb. Und ich spiele gerne Verstecken und baue Burgen. Ich habe übrigens eine Schwester, die ist auch hier im Kindergarten. Vielleicht möchte sie sich jetzt vorstellen?

Muu nickte ihm zu und kam jetzt selbst an die Tafel, Alex ging wieder zu den anderen zurück.

Muu: Hallo! Ich bin Alex’ Schwester. Mein Name ist Muu von Springmaus. Muu reicht aber. Ich fliege sehr gerne und helfe allen Leuten mit meiner Energie. Ich habe nämlich ganz besondere Fähigkeiten! Guck!

Und Muu ließ Alex nach oben fliegen. Aber nur ein Stück und sie setzte ihn auch gleich wieder ab, denn er sollte sich ja nicht weh tun.

Eines der anderen Kinder fand das ziemlich cool. Eine kleine Eule, mit Schildpattfarbenden Federn, die erstaunliche Ähnlichkeit mit der Katze Pandora hatte.

Eule: Woooow …

Die kleine Eule kam sofort nach vorne gelaufen und wollte sich jetzt auch vorstellen.

Eule: Also, ich bin Sorol deOwl! Aber alle nennen mich Sori, weil das viel cooler klingt! Überhaupt bin ich der aller coolste! Ich kann nämlich auch fliegen!

Und Sori versuchte zu fliegen … Und einen Looping zu machen. Allerdings funktionierte das nicht so gut. Er knallte mit Ninem zusammen, er flog nämlich nicht sehr hoch, und fiel zu Boden.

Ninem: Aua …

Sori: Autsch … Na das war vielleicht eine Bruchlandung.

Ninem: Und darum liebe Kinder, sind Pinguine flugunfähig.

Wobbels: Hast du mich grade unfähig genannt?

Ninem: Nein! Flugunfähig! Das bedeutet nur, dass Pinguine nicht fliegen können! Aber … Egal … Sorol, geht es dir gut?

Sori: Ich weiß nicht … Mein Kopf tut so weh!

In diesem Moment kam ein Gesicht um die Ecke, dass Alex gut kannte. Nicht nur das Gesicht. Der Rest von Lumpi natürlich auch!

Lumpi: Na, dann ist es wohl jetzt an der Zeit, dass ich mich vorstelle. Mein Name lautet Dr.Kuschmed Lumpi Leo von Kuschelhund. Aber Lumpi reicht vollkommen. Ich bestehe noch nicht mal auf den Doktortitel. Das dauert mir viel zu lang.

Wobbels: Lumpi!! Hallo, Lumpi! Ich bin es, Wobbels! Ohh! Ohhh! Dich hab ich schon lange nicht mehr gesehen! Ich hab dich vermisst!!!!

Lumpi: Ähm … Ja. Hallo, Wobbels. Ich hoffe, es geht dir gut? Das ist aber schön, dass du jetzt wieder bei deinem Papa wohnst. Dann sehen wir uns jetzt bestimmt wieder ganz oft. So schätzungsweise drei bis viermal am Tag?

Wobbels: Au ja, das wird lustig. Bei Mama durfte ich mir gar nicht weh tun, weil sie nie mit mir zum Arzt gehen wollte. Nur einmal war ich da! In der ganzen Zeit!

Lumpi: Na da hat der Kollege aber Glück gehabt …

Sori: Hallo? Hier liegt immer noch jemand schwer verwundet am Boden! Hilfe!

Lumpi: Was? Ach so … Ja, natürlich. Wobbels, hör auf mich so abzulenken.

Lumpi beugte sich über Sori und legte sein Ohr auf die kleine Eule.

Lumpi: Alles in Ordnung. Deine sogenannte schwere Verwundung ist nicht mal eine Gehirnerschütterung. Aber warte, ich gebe dir trotzdem was gegen die Kopfschmerzen.

Lumpi leckte dem Eulerich einmal über den Kopf.

Sori: IGITT!! WAS war, dass denn? Hunde sabber? Wie soll, dass denn helf...hey...mein Kopf tut gar nicht mehr weh?

Lumpi: Das ist kein Hunde sabber. Das ist Salbe. Ich lagere sie in meinem Maul.

Sori: Und woher willst du wissen, dass mit meinem Kopf alles okay ist? Du hast doch nur dein Ohr darauf gelegt?

Wobbels: Lumpi hat Ultraschall-Röntgen-Ohren. Voll cool! Und die Salbe hilft wirklich gegen fast alles!

Ninem: Wie wärs, wenn du dich mal vorstellst, kleiner Mann?

Wobbels nickte und ging an die Tafel.

Wobbels: Ja, Hallo erst mal… Ich bin Wobbels Friedrich von Pinguin. Aber ihr dürft mich nicht Friedrich nennen. Das mag ich nicht. Nur Wobbels ist ok. Ich mag gerne stunts machen. Und hüpfen. Und so lustige sachen. Fridolin ist mein Papa, und den Lumpi, den kenn ich schon gaaanz lange. Von früher. Da war er nämlich mein Igluarzt.

Fridolin: Das heißt Hausarzt Wobbels. Wir haben auch gar nicht in einem Iglu gewohnt.


Katze: Hope, von Iglo gibts Fischstäbchen!

Ninem: Ähm… Ja… Da hast du recht… Wer bist du denn? Magst du dich mal vorstellen?

Die kleine Katze kam nach vorne, machte ihr kleines Mäulchen auf und rief

Katze: Ich bin hungrig!

Alex: Hallo hungrig, ich bin Alex. Das ist ein komischer Name, den du da hast.

Katze: Nein! Hunrig ist nicht Hope’s Name! Hope’s Name ist Hope! Und Hope mag essen gern! Und spielen! Und schlafen!

Hope war eine kleine weiß-grau gestreifte Katze mit einem wirklich riesigen Kopf und freundlichen dunklen Augen.

Alex: Das kann ich verstehen. Das sind auch alles sachen, die ich ganz gerne mag.

Hope: Hope, du bist eine Ameise, oder?

Alex: Nein!!! Ich bin ein Schattensalamander!

Hope: Scha...Scha… ciabatta!

Alex: Naja… Fast. Ist ein Anfang. Es reicht sowieso, wenn du mich Alex nennst.

Hope: Ok, Alex! Hast du was zu essen?

Alex: Nein Hope, tut mir leid.

Hope: Hope… Der da vorne hat was zu Essen! Mitten im Gesicht!

Hope zeigte mit eine ihrer Pfoten auf...einen Schneemann. Ein Schneemannkuscheltier? Sachen gabs…

Schneemann: Ja also wisst ihr…

Der Schneemann kam nach vorne an die Tafel und stellte sich neben Hope, die irgendwie nicht daran zu denken schien wegzugehen.

Schneemann: Ich bin Sven Schneefall. Ich habe wirklich etwas zum Essen im gesicht. Eine Karotte nämlich. Damit kann ich einen Trick!

Und Sven brach seine Karotte ab - und sie wuchs sofort wieder nach! Das abgebrochene Stück reichte er an Hope.

Hope: Wooow… Sven, du bist cool!

Sven: Ich weiß! Das liegt daran, dass ich ein Schneemann bin!

kleinere Katze: Ich möchte mich jetzt auch vorstellen! Glaube ich… Taro, kommst du mit?

Taro: Na klar, Muffin!

Die kleine Katze, und der größere Luchs gingen also zusammen nach vorne.

Muffin: Also, ich bin Muffin Kuschelfein! Und das ist mein bester Freund!

Muffin, eine kleine weiße Katze mit einem rosanen und einem schwarzen Ohr, sowie zwei schwarzen Pfoten zeigte auf einen Oragenen Luchs mit leuchtend orangenen Augen, und schönen schwarzen flecken. Außedem hatte er die typischen Puschel an den Ohren.

Taro: Hallo, ich bin Taro Tobias Tibirius Luchsenburg! Aber der Name ist viel zu lang, und den kann sich eh keiner merken! Also nennen mich alle Taro!

Muffin: Wir waren zusammen im Waisenhaus. Seit… Schon immer! Wir kennen uns schon seit wir ganz klein waren, und wir machen immer alles zusammen. Besonders gerne Katzen spielen, stimmts Taro?

Taro: Genau Muffin!

Ninem: Oh, das ist aber schön, dass sich manche schon kennen. Kennt denn noch jemand jemand anderen von vorher?

Eine zweite Eule meldete sich, und kam dann nach vorn, als Taro und Muffin sich wieder zu den anderen stellten.

Eule: Ich kenne Sori! Das hat auch einen Grund, wir sind nämlich Zwillingsbrüder! Ich bin Markus DeOwl. Aber das wir Zwillinge sind merkt man nicht so.

Tatsächlich sah Markus mit seinem Gold-Weißen Gefieder seinen Zwilling nicht wirklich ähnlich. Und er sprach auch sehr viel ruhiger.

Markus: Von meinem aussehen mal abgesehen, bin ich auch viel ruhiger. Ich spiele auch gerne Karten - und fliegen tu ich immer ganz ordentlich, und nicht so wild wie mein Bruder.

Ninem: Ich finde das schön. So gleicht ihr euch beide aus!

Markus: Könnte man so sagen!

Vorgestellt hatten sich jetzt also Alex und Muu, Sven und Hope, Sori und Markus, Taro und Muffin und Wobbels. Fehlten noch 2!

Ein kleiner weißer Hund, und ein weiterer Pinguin. Beide hatten sich bisher sehr zurückgehalten.

Ninem: Und was ist mit euch beiden? Wollt ihr euch gar nicht vorstellen?

Die beiden wirkten wirklich nicht, als wollten sie unbedingt. Der kleine Pinguin verzog sich sogar noch ein Stückchen weiter nach hinten.

Fridolin: Na kommt schon! Ihr braucht überhauptgarkeine Angst haben!

Hope: Hope, genau! Alle sind nett!

Sori: GANZ besonders Ich!

Hund: Also...also na...na gut…

Also ging der kleine weiße Hund ganz mutig nach vorne an die Tafel.

Hund: Mei..Meinn… Na...Name ist...Bll..Blanc. Mein Name ist Blanc.Blanc Weiß. Und...ich bin doch noch so unsicher! Bin noch nicht lange im Waisenhaus gewesen...wei...weil meine Eltern...doch...grade erst gestorben sind.

Der kleine Blanc ließ die Ohren ganz tief hängen.

Blanc: Und jetzt hab ich niemanden mehr.

Der kleine Fing an zu weinen.

Blanc: Ich kenne auch noch gar keinen, und eigentlich...eigentlich wollte ich gar nicht adoptiert werden. Zumindest nicht von...von Menschen… Ich… Wäre lieber im Waisenhaus geblieben, und hätte gewartet bis mich ein Hundepaar adoptiert.

Er wischte sich mit seinen Ohren die Tränen aus den Augen. Zumindest versuchte er es, aber sie waren einfach zu kurz dafür.

Plötzlich war es wieder still. Die munteren Unterhaltungen waren verstummt. Lumpi sah zu dem kleinen verunsicherten Hund. Er musste an seinen Sohn Junior denken… An die Nacht, als er seinem Sohn erklären musste, dass Mama nicht wieder kam. Nie wieder.

Junior hatte so lange so furchtbar geweint. Es ging ihm damals sehr, sehr schlecht.

Wie musste es erst sein, wenn man niemanden mehr hatte? Und Blanc war doch noch so klein…

Automatisch ging Lumpi auf Blanc zu, und packte ihn im Nackenfell, dann hob er ihn auf die Pfoten und setzte ihn auf seinen Kopf. Das hatte er früher immer bei Junior gemacht.

Lumpi: Alles wird gut, kleiner Blanc. Ich bin mir sicher, du wirst dich sehr wohl bei Marki und Vitus fühlen. Und wenn du einen anderen Hund brauchst, dann sind mein Sohn Junior und ich immer für dich da, hörst du?

Lumpi legte sein Ohr um den kleinen, und er hörte tatsächlich langsam auf zu weinen.

Blanc: Ok...Ok Lumpi.

Blanc schniefte noch ein bisschen, aber bald schien es ihm wieder besser zu gehen. Trotzdem blieb er lieber noch auf dem Kopf von Lumpi sitzen. Aber jetzt, wie er gesehen hatte wie Lumpi den kleinen Blanc so lieb tröstete, traute sich auch der letzte im Bunde nach vorne zu gehen um sich vorzustellen.

Pinguin: Hallo… Mein Name ist Adam von Eisbergen. Meine Eltern und meine große Schwester Quinny sind leider auf einer Kreuzfahrt verschwunden. Nur mich hat man gefunden. Aber ich glaube ganz fest daran, dass es ihnen gut geht! Und darum geht es mir auch eigentlich ganz gut. Ich bin nur ein bisschen Schüchtern. Aber es gibt hier ja viele nette Leute, da muss man gar keine Angst haben!

Damit hatten sich also alle Kinder vorgestellt.

Ninem: Ach Kinder, das habt ihr alle ganz toll gemacht!  Ich bin mir sicher, in ganz kurzer Zeit werdet ihr als Gruppe richtig gut zusammengewachsen sein!

Alex: Das klingt nicht so gesund. Alle zusammen passen wir gar nicht durch die Tür.

Ninem: Was… ? Ähm… Nein. So meinte ich das auch gar nicht. Ich meinte damit, dass ihr euch alle ganz schnell ganz toll vertragen und anfreunden werdet!

Sori: Also mit Muu werd ich mich ganz bestimmt total anfreunden!

Alex: Hehe. Ich glaube der mag dich.

Sori: Ja, na und? Ist das ein Problem?

Alex: Nö. Muu muss man einfach mögen.

Alex umarmte seine große Schwester, und Muu kicherte

Muu: Ach Alex, ich hab dich lieb. Du bist der beste kleine Bruder!

Aber da mischte sich Fridolin in die Unterhaltung ein.

Fridolin: So Kinder, jetzt gehen wir wieder nach Hause. Ninem hat hier nämlich noch zutun. Der Kindergarten muss noch schön eingerichtet werden. Aber wenn ihr wollt, könnt ihr euch zuhause ja mal gegenseitig eure Zimmer zeigen! Wie wärs?

Muffin: Au ja! Das ist auch viel schöner jetzt, wo wir alle unsere Zimmernachbarn auch kennen!

Die Kinder hatten zwar über Nacht Teilweise ein Zimmer geteilt, aber getraut miteinander zu reden hatten sie sich noch nicht.

Das war jetzt anders. Alle tuschelten fröhlich miteinander, als Fridolin sie wieder über die Straße, und zurück ins Kuscheltierhaus brachte.


Naja. Nicht alle. Der kleine Blanc war nach wie vor eher zurückhaltend. Aber Fridolin war sich sicher, dass das noch werden würde.Die Kinder waren alle sehr nett! Ganz besonders natürlich sein Wobbels! Oh wie er ihn vermisst hatte. Aber jetzt war sein kleiner ja endlich wieder bei ihm.
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