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Harry Potter - Kind der Magie

von Fluffy20
GeschichteFantasy, Freundschaft / P12
Fred Weasley George Weasley Harry Potter Minerva McGonagall OC (Own Character) Severus Snape
12.07.2020
21.11.2020
18
21.896
38
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21.11.2020 1.714
 
Am Wochenende traf ich mich morgens erneut mit meinen Lehrern. Am Nachmittag sollte das Finale des Flugwettberwerbs statt finden, das ich beinahe vergessen hatte, da schon seit einer Weile feststand, dass ich daran teilnehmen würde. Es war ein ungenutztes Klassenzimmer im dritten Stock, der zum Treffpunkt gewählt wurde, in dem sich bereits 6 Personen eingefunden hatten. Als ich in den Raum trat drehten sich alle zu mir um und ich blinzelte Charlie überrascht an.

Dieser grinste mich verschmitzt an: " Schön dich zu sehen, Sal. "
Ich grüßte zurück und richtete meine Aufmerksamkeit auf Professor McGonagall, die mit einem " Wie ich sehe kennen Sie sich schon " auf und zu trat.
" Aber natürlich Professor! ", rief der große Bruder von Fred und George gespielt empört aus: " Sal hier, ist der einzige mit dem man ein gescheites Gespräch über Drachen führen kann! "

Er gluckste leicht und fügte dann an:
" Mit einem echten Experten ist es nicht mal halb so interessant. "
Die Mundwinkel unserer Lehrerin hoben sich leicht und sie erwiderte: " Nun, dann müssen wir uns wohl keine Sorgen darum machen, dass sie einander nicht ernst nehmen. "
Ich nickte zustimmend, bevor mir die Bedeutung hinter den Worten klar wurde.

Grinsend drehte ich mich zurück zu Charlie, der mich bereits misstrauisch beäugte: " Das heißt ich darf dich in Zukunft Professor Weasley nennen? "
Zurück bekam ich einen Blick der etwas zwischen genervt und belustigt war.

" Nun, zum Professor fehlt es Mr. Weasley noch eine Menge, doch er ist einer der besten Schüler und wir denken er wird ihnen bestimmte Sachverhalte besser erklären können ", mischte sich die Kräuterkundelehrerin ein. Ich lächelte sie freundlich an und mein Gesicht zeigte keine Regung als ich den finsteren Blick des Tränkemeisters streifte, der mal wieder hervorragende Laune hatte. Natürlich im Sinne des ersten Aprils.

" Wir würden jetzt gerne ihr Wissen testen Mr. Skye, dann entscheiden wir wo wir im nächsten Jahr ansetzen ", mischte sich Professor Flitwick ein und unterbrach meine Bestandsaufnahme des Raums. Es war offenbar ein leeres Tränkeklassenzimmer, da ich mehrere Schränke mit verschiedenen Phiolen und Kesseln sehen konnte.
Die Tische waren weggeräumt, so dass eine große Fläche vorhanden war.

" Mit was fangen wir denn an? "

Als erstes trat die Astronomie Professorin vor  und begann mit verschiedenen Fragen zu den Sternen, Planeten und Verbindungen zu Legenden und Mythen. Hier hatte ich tatsächlich Glück, denn das waren genau die Geschichten, die ich früher immer erzählt bekommen habe. Viel von dem was ich wusste, hatte ich mir nicht in der Bibliothek angelesen.

Danach prüften mich Professor Sprout und Professor Snape gemeinsam, da ihre Fächer recht nahe bei einander lagen. Verschiedene Kräuter und ihre Wirkungen in Tränken. Als letztes wurde ich noch gebeten einige Verwandlungen und andere Zauber vorzuführen.

" Das waren jetzt erst einmal ein paar grundlegende Dinge ", meinte Professor McGonagall eine Stunde vor dem Mittagessen.
" Sehr beeindruckend übrigens.
Die fehlenden praktische Dinge, werden wir demnächst noch nach holen. Besonders werden wir auf ihre Duellfähigkeiten achten. "

Ich nickte zustimmend und nach einigen Minuten machte ich mich auf den Weg zum Mittagessen.
Ich hatte die Treppe bereits fast erreicht, als ich eine Anwesenheit hinter mit spürte, kurz bevor ich von einer bekannten, dunklen Stimme angesprochen wurde.

" Mr. Skye... ", erklang es hinter mir und ich drehte mich zu Professor Snape um. Seine schwarzen Augen durchbohrten mich, doch ich blickte fest und mit neutralen Gesichtsausdruck zurück.
" Sir? "
" Ich hoffe Sie sind sich bewusst, welcher Aufwand dafür nötig ist Ihnen eine bessere Ausbildung zu ermöglichen. " Er ließ es wie eine Aussage klingen, wobei es eigentlich eine Frage war, und versteckte eine Drohung hinter seinen Worten. Clever. Perfekt um jeden anderen einzuschüchtern. Jeden bis auf mich.

" Ich weiß es sehr zu schätzen, ja ", gab ich als Antwort und beobachtete weiter meinen Lehrer.
" Gut. " Es war nur ein kleines Wort und doch konnte man so viel hinein interpretieren.
" Ich wollte nur sicher gehen... " Er schritt mit wehenden Umhang an mir vorbei, blieb jedoch an der ersten Stufe stehen und drehte sich noch mal um.
" Ach und Mr. Skye? " Seine Augen blitzten leicht.
" Ja, Sir? "

" 30 Punkte für Gryffindor wegen ihrer hervorragenden Leistung heute. " Ein klein wenig hatte er mich überrascht. Aber nur ein klein wenig.
So zögerte ich keine Sekunde als ich ein " Vielen Dank, Professor Snape " zurückgab. Seine Mundwinkel zuckten leicht und ich schaffte es gerade noch leicht zu lächeln, bevor er sich umdrehte und endgültig davon ging.

Ich war mir sicher. Er trug eine Maske. Und es gab niemandem der den Menschen dahinter kannte.

Beim Mittagessen gab es inzwischen nur noch ein Gesprächsthema: Das Finale des Flugwettberwerbs. Das lenkte meine Gedanken auch recht schnell darauf.

Etwa eine halbe Stunde später saßen die vier Häuser auf den Tribünen auf dem Quidditchfeld. Das Ereignis hatte sich ziemlich schnell herum gesprochen. Es war inzwischen ein genauso fester Bestandteil der Schule wie die Qidditchmatches zwischen den Mannschaften der Häuser. Das letzte Spiel würde in wenigen Wochen stattfinden, daher fand det Wettstreit der Erstklässler bereits jetzt statt. Vor einigen Wochen hatte ich bereits gegen ein Ravenclaw Mädchen gespielt und Bletchley gegen einen Hufflepuff Schüler.

Ich erinnerte mich daran, dass George sich (oder war es Fred?) kurz nach der ersten Flugstunde über meine bereits vorhandene Berühmtheit beschwert hatte. Tja, ich würde wohl wirklich mit der neuen Tradition in die Geschichte eingehen.

Meine Mitschüler wünschten mit Glück und ich fühlte so etwas wie Aufregung in mir aufsteigen. Keine Nervosität. Eher Vorfreude.
Heute würde ich mich nicht zurückhalten müssen. Mir war klar, dass mein Konkurrent viel geübt haben musste. Dieser hatte sich wieder als Miles Bletchley herausgestellt.
Doch ich machte mir keine Sorgen.
Fliegen war wie laufen das verlernte man nicht.

Grinsend schulterte ich meinen Besen, den besten den es in der Schulsammlung gab, trat  auf das Feld hinaus und lief auf Madame Hooch zu. Bletchley war schon da und präsentierte mir spöttisch eines der neusten Modelle.
Es interessierte mich nicht und das zeigte ich ihm auch deutlich. Ein wenig schadenfroh bemerkte ich seine Frustration über meine Nicht-Reaktion.

Wir schwangen uns in die Lüfte und auf das Startsignal hin, flogen wir los. Wie bei unserem ersten Aufeinandertreffen blieb ich leicht hinter ihm. Ich nutzte seinen Windschatten, so dass er mich nicht bereits auf den ersten Metern abhängen konnte.

Der erste Teil des Parcours war ein Hürdenflug. Wir mussten unter Stangen durch tauchen, fliegenden Bojen ausweichen und durch Ringe fliegen. Bereits hier schaffte ich es den blonden Slytherin einzuholen, was ihm nicht zu gefallen schien.

Als nächstes ging es in die Höhe und wir rasten jeweils links und rechts des mittleren Torringes vorbei in eine scharfe Kurve. Ab hier blendete ich den anderen aus.

Ich lehnte mich so weit es ging zur Seite bevor ich mich auf den Rücken drehte und nach unten fallen ließ. Eine Technik, die den gleichen Effekt hatte wie der Sturzflug hatte, der jetzt gefragt war. Es ging um einiges schneller, nur hatte ich hinterher eine längere Strecke, was keinen Unterschied machte, wenn ich schneller war.

Als nächstes war Slalom angesagt.
Dafür drehte ich mich und den Besen immer abwechselnd nach links und rechts in die Horizontale. Ich sparte mir damit den Bogen um die Balken und war sogar schneller als Miles.

Danach ging es steil an den Türmen nach oben und der Flug wurde durch eine Faultier-Rolle abgebremst. Aus den Augenwinkeln sah ich wie mein Kontrahent genau wie am Anfang des Schuljahrs an dem Element über dem Turm scheiterte. Direkt unter ihm seine Hauskameraden. Peinlich.

Ich folgte der Zeit den Pfeilen zur zweiten Gruppe an Torringen. Wir mussten von der Rückseite aus hindurch fliegen, was eine unglaublich scharfe Kurve darstellte und uns außerdem dazu zwingen würde extrem zu verlangsamen.

Ich löste das Problem in dem ich an den Stangen vorbeischoss, ein Looping flog ohne zu bremsen und den Ring kopfüber passierte.

Sofort drehte ich mich zurück und beschleunigte so weit es ging. Diesmal flogen echte Klatcher auf mich zu und ich wehrte sie mit einem der in der Luft schwebenden Schläger ab, den ich mir griff.

Mit 12 Sekunden Vorsprung erreichte ich die Ziellinie als erster. Dann sank ich in Richtung Boden, sprang etwa einen Meter über der Rasenfläche vom Besen und rollte mich geschickt ab. In diesem Moment sah ich wie der Slytherin am Ziel ankam und fluchend landete.

Ein stolzes Schmunzeln konnte ich mir nicht verkneifen, als ich mich auf den Stiel meines Besens stellte und gemütlich auf den Lehrerturm zu flog. Der Blonde tat es mir zum Glück nicht gleich sondern auf die normale Art. Vielleicht war ihm doch klar, dass er das nicht schaffen würde.

Auf Höhe der Lehrer verneige ich mich leicht, doch niemand außer Professor Snape und dem Schulleiter bemerkt den leichten Spott hinter dieser Geste. Der Zaubertränkelehrer zieht eine Augenbraue hoch und Professor Dumbledore wirft mir einen leicht tadelnden Blick zu. Dennoch gratulierte er mir und meine Hauslehrerin überreicht mir stolz einen kleinen Pokal, der bis zum nächsten Jahr im
Gryffindor-Gemeinschaftsraum stehen wird.
Lächelnd rennen meine besten Freunde auf mich zu, als ich erneut auf der Wiese landete.
Gut gelaunt laufen wir hinein ins Schloss.

Ich erhasche einen kurzen Blick auf Miles Bletchley und sein Gesichtsausdruck macht noch nachdenklich. Für einen kurzen Moment meine ich ehrliche Enttäuschung und Angst? in seinem Gesicht zu sehen, bevor seine Züge gleichgültig werden und er sich seinen Mitschülern zu wendet.
Vielleicht trug auch er eine Maske.


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Hallo meine Lieben!
Ich habe gerade bemerkt, dass ich kein einziges Mal den Verteitigungsunterricht oder den Lehrer erwähnt habe *uups*
Egal, meine offizielle Begründung: Er ist kein wirklicher Teil des Kollegiums, da er nur ein Jahr geblieben ist und damit kein "Familienmitglied".

Des weiteren möchte ich euch informieren, das dies das vorletzte Kapitel des ersten Schuljahres ist und ich dann hoffentlich demnächst den zweiten Teil beginnen kann. Ich wollte ihn in eine extra Story packen, so wie die anderen Schuljahre. Jetzt möchte ich euch fragen: Was findet ihr besser? Soll ich eine neue Ff starten oder einfach hier weiter schreiben?
Der 2. Teil hätte sich einen erweiterten Titel...
Ich weiß es nicht. Schreibt doch gerne eure Meinung in die Kommentare... Und Sorry für etwaige Rechtschreibfehler

LG Fluffy
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