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Freak Vampire

von Joahar
Kurzbeschreibung
GeschichteFamilie, Freundschaft / P12 / Het
Dr. von Gänseklein Emma Graf Duckula Igor
12.07.2020
24.08.2020
5
28.742
 
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12.07.2020 7.098
 
Wie immer wird nachkorregiert, würde mich über hilfe sehr freuen.
Genauso wie über Kritiken.
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Die zweite Geige


Vladimir stand mit geschlossenen Augen da, er war tief in seine Welt getaucht, seine Welt der Musik. Die Töne klangen in seinen Ohren als wollten sie die Welt besingen, oder als könnte er damit die Schönheit der Welt besingen. Als er das Musikstück beendet war, öffnete der die Augen wieder. Er begegnete den Blick von Graf Duckula, welcher nun tief seufzte. Emma tat es ihn gleich. Nur Igor schien etwas verärgert, oder verstört. "Musik auf Schloss Duckula… wie tief sind wir gesunken."
"Igor! also bitte!" Sein Herr blickte ihn strafend an. Er stand auf in sah Igor an. "In diesen Schloss gibt es eine Orgel und auch ein Klavier! erzähle uns also nicht immer, es habe auf Schloss Duckula nie Musik gegeben."
Igor richtete sich auf und räusperte sich. "Nun ich denke an eine für einen Vampir angemessene Musik…"
Vladimir zuckte mit den Schultern. "Wenn du an so etwas denkst…" er verneigte sich vor Ihr. "Wojciech Kilar."
Nach den Stück hatte der Graf Tränen in den Augen. "Was für ein Stück was dies?"
"Dracula und Mina"… Igor wollte doch etwas mit einen Vampir und das ist es…"
Graf Duckula seufzte. "Wow… woi… wow… ich wußte gar nicht dass es so etwas gibt!"
Vladimir legte die Geige nieder und grinste Breit. "Ich denke es gib noch so einiges was du nicht kennst… zu Vampiren - und zu Musik."
Verträumt blickte Graf Duckula die Geige an. "Darf ich mal…?"
Vladimir zuckte mit den Schultern. "Spricht nichts dagegen." Vorsichtig nahm der Graf die Geige an sich, setzte den Geigenbogen an und…
"Bitte Junger Herr! tun sie uns dies nicht an! erlauben sie es ihn nicht!" stöhnte laut Igor auf.
Vladimir´s Blick war eine einzige Mahnung. Er ignorierte den Butler vollkommen und ging stand dessen zu seinen Bruder. Er führte seine Hand mit den Geigenbogen kurz und überprüfte dann die Stellung der Finger. Schließlich nickte er. "Okay, fang an!"
Was man hörte war nun nicht gerade Konzertreif. Aber Vladimir war doch erstaunt. Er nickte anerkennend. "Für einen Anfänger… sehr gut würde ich sagen! in dir steckt Talent! Muss wohl in der Familie liegen!" Graf Duckula grinste Breit und zufrieden. Er blickte Igor Triumphierend an.
"Sir, Junger Herr! dass ist doch nicht ihr ernst gewesen!"
"Oh doch mein voller ernst! Igor weißt du überhaupt wie Schwierig es ist so ein Instrument zu führen? Für einen Anfänger war er wirklich beachtlich."
"Aber… es war doch…"
"Still Igor!" knurrte Vladimir den Butler an, diesmal klang es wirklich sehr verärgert. "ich weiss dass du deinen Meister jegliches Talent absprechen willst! Aber was hast du damit vor?" er knurrte noch tiefer und schritt bedrohlich auf den Butler zu. "Willst du ihn als kompletten Idioten abstempeln?"
"Oh nein nein… das natürlich nicht…" Igor wedelte mit den Händen. So plötzlich fühlte er sich komplett unbehaglich als Vladimir so auf ihn zu trat und drohend anblickte. "… es ist nur…"
"Was nur? dir passt nicht was er ist! ist es deshalb? Du solltest ihn mehr Respekt zollen!"
Grad Duckula richte sich auf. "So ist es richtig Vladimir, sag es ihn!"
Vladimir blickte von einen zum Anderen. "Nein… ich weiss etwas Besseres! ich werde dir Geigenunterricht geben!"
Graf Duckula jubelte.
"Freu dich nicht zu früh", bemerkte Vladimir. "dass heißt jetzt für dich jeden Tag üben! DAS ist meine Bedingung."
Igor stöhne laut, darauf drehte sich Vladimir zu diesen herum. "Wenn es dir nicht passt, dann sei einfach in einen anderen Raum. Davon haben wir wirklich genug in Schloss." Er seufzte.
Drehte sich dabei wieder zu seinen Bruder um. "Nun wenn du mir verspricht jeden Tag zu üben, bin ich bereit es dir beizubringen."
Graf Duckula nickte eifrig. "Ja … ja … ja JA!"
"Gut. Und du wirst es schaffen. Du hast Talent." Graf Duckula grinste breit, hob seinen Brustkorb an, er blickte zu Igor rüber und streckte ihn kurz die Zunge heraus.
Es tat so gut, dass man jemand an ihn glaubte. "Und dann… und dann.. werde ich Berühmt - und Reich!"
Vladimir grinste. "Komm auf den Boden zurück Bruderherz. Wenn dem so wäre, meinst du ich wäre es nicht schon längst? immerhin spiele ich das Instrument schon seit mehr als 40 Jahren."
"Dann hast du es einfach Falsch angefangen! Vladimir du hält dich immer zurück, versteckst dich, ich dagegen…"
Vladimir klopfte ihn auf die Schulter. "Solltest dich auch zurück halten. Wenn es soweit ist."
"Aber warum?" "Weil…" Vladimir überlegte. "Okay ich geben zu du hast es da vermutlich etwas leichter als ich. Wenn ich Öffentlich auftreten würde, würde ich viel Aufmerksamkeit auf mich zu ziehen."
"Aber genau dass ist es doch! Bekannt werden! Berühmt!"
"Als was sollte ich bekannt werden, mit meinen Gesicht? Als Vampir? Da werden auch die Falschen aufmerksam, Vampirjäger oder auch andere Vampire."
Graf Duckula blinzelte. " Vampirjäger… daran habe ich nicht gedacht. Aber warum sollten andere Vampir etwas dagegen haben?"
Vladimir seufzte und setzte sich auf einen Stuhl. "Weißt du, für unsere Art ist es besser so wenig Aufmerksamkeit wie möglich zu erlangen. Umso Sicherer leben wir. Man bekämpft nicht etwas was es nicht gibt. Also achten auch einige Vampire darauf, dass man dieses Gesetz einhält. Nicht auffallen."
Graf Duckula deutete auf die Tür in welche Igor gerade verschwunden war.
"Was ist mit unserer Familie? Igor hat sie Jahrhunderte lang immer wieder in Dorf geschickt und versucht uns Beide bis heute davon zu überzeugen."
Vladimir zog eine Augenbraue hoch. "DAS wundert mich allerdings auch. Aber gut war es nicht. Sieh dir unsere Ahnengalerie doch an, der wievielte Duckula sollst du sein?"
"Igors Aussage nach, der 17."
"Dann überlegt mal selbst, der erste Duckula der zum Vampir wurde lebte in 12 Jahrhundert. Wie groß war dann die Lebenserwartung eines Duckula´s?"
Graf Duckula überlegte und fing an mit seinen Fingern zu zählen. "Ähm… nicht hoch."
"Eben! und dass für ein Wesen was eigentlich Unsterblich ist." Vladimir schüttelte den Kopf. "Eine Schande ist das!" Er überlegte. "Aber jetzt wenden wir uns erst einmal der Geige zu. Wenn es soweit ist können wir immer noch über deine Karriere nachdenken. Okay?"


Vladimir hob seine Geige hoch, und zeigte sie seinen Bruder. "Also fangen wir an… Von Links nach Recht, dies ist den "G" Saite, dann kommt den "D" Saite, als nächstes die "A" Saite und die "E" Saite."
Jede Saite schlug er mit den Finger an, damit sein Bruder den Klang hören konnte. Anschließend spielte er sie mit den Geigenbogen.
Graf Duckula blickte ihn fragend an. "Muss ich es wirklich lernen?"
Vladimirs Blick wurde darauf etwas streng. "Glaub mir, du musst mit diesen Grundlagen man fangen, sonst brauchst du gar nicht weiter machen. Du brauchst jetzt viel Geduld mit... vor allen mit dir Selbst."
Vladimir überreichte Graf Duckula seine Geige. Zeigte ihn wie er sie genau halten sollte. "Okay… jetzt versuchst du erst einmal jede Note einzeln mit den Bogen zu spielen. Okay?"
"Ja… aber…"
"Nichts aber!" Fast erschrocken blickte Graf Duckula seinen Bruder an, Vladimirs Gesichtsausdruck war aber milde. "…ich bringe dir alles Schritt für Schritt bei, es ist ein langer Weg. Aber nur wenn du ihn gehst, wirst du auch das Ziel erreichen. Wenn du einfach darauf los stürmst, wirst du nur wieder auf den Schnabel fallen. Und hast du mir nicht gesagt, dass dich bisher alle nur ausgelacht haben?"
Graf Duckula überlegte.
"Na siehst du. Ich werde dir den Weg zeigen. Und lass dir von Niemanden rein reden, auch nicht von Igor." Vladimir seufzte. "Also gut, ich ich sagte du lernst erst einmal jede Note einzeln zu spielen…"
"Gibt es nur die Vier Noten?"
"Nicht wirklich. Aber dass werde ich dir noch zeigen."




Wochen später.

Igor war schon reichlich genervt. Jeden Tag das Gleiche, Stundenlang waren diese schrägen Töne zu hören. Er hörte keinen wirklichen Fortschritt, auch wenn Vladimir recht zufrieden mit den Grafen wirkte und dieser auch den Grafen immer wieder lobte. Aber was sollte dass? Musik auf Schloss Duckula. Das behagte Igor nicht wirklich. Warum nur mußte Vladimir den Grafen auch noch bestärken? Obwohl er zugeben mußte, dass die Töne die Vladimir ganz harmonisch klangen. Obwohl… harmonisch? "Bäh!" Igor schüttelte sich.
Vladimir war verwirrend, der kleine Kerl brachte ihn ganz durch einander, warum nur war er nach all den Jahren zurück gekommen? um dann die Geschichte der Duckulas umwerfen zu wollen?
Stöhnend über diese Tatsache, wandte sich Igor den Portrait eines der Vorfahren zu, und find ein ein Gespräch mit diesem zu führen.
"Die Alten Zeiten… auch was vermisse ich sie… die jungen Burschen sind eine Zumutung für einen alten treuen Butler wie mir! aber leider bin ich auch ihnen verpflichtet, ich muss mich um sie kümmern, wenn sie auch Verrat an die Familie Duckula ausüben. Sie würden sich in Grab umdrehen, wenn sie wüssten was ihr alles passiert. Die neuen Sitten, welche sie einführen, Freude, Frohsinn… und Liebe.
… sie würden sich in Grab umdrehen, Graf Duckula."
Ohne dass es Igor bemerkt hatte, war der 17. Graf hinter ihn getreten. Stirn runzelnd hörte er seinen Butler zu. "Igor, ich bin hier!"
Erschrocken fuhr Igor auf, und fuhr sich ans Herz. "Sie dürfen einen alten Butler, in dieser Zeit nicht so erschrecken!"
"Du hast mit Graf Duckula, geredet und der sieht sich nicht aus den alten, hässlichen Bild an, sondern dieser stand direkt hinter dir. Also was willst du von mir Igor?"
Igor seufzte. "Ich meinte nur dass sich ihre Vorfahren in Grabe umdrehen würden, wenn sie wüssten was hier los ist."
Graf Duckula runzelte die Stirn, er erinnerte sich an Vladimir´s Worte, vor einiger Zeit. "Unsinn Igor, dass würden sie nicht! ICH BIN all meine Vorfahren, es dreht sich Niemand in Grab herum… ich meine… wie denn auch wenn alle zu Asche zerfallen sind?… aber da ich Alle bin. Muss ich sagen, dass ich - also Alle - mit der Entwicklung sehr zufrieden sind."
Der Graf schüttelte nachdenklich den Kopf. "Vorausgesetzt, dass ich meine eigenen Worte verstehe."
In dieser Zeit trat auch Vladimir zu ihnen. Er hatte seine Geige in der Hand und wirkte recht zufrieden. "Ich denke es ist an der Zeit dass du deine eigene Geige bekommst, Fridolin."
Graf Duckula strahlte über das ganze Gesicht.
Igor stöhnte noch lauter. "Oh nein Bitte, nicht auch noch dies!"
"Warum nicht?" erwiderte Vladimir. "er kann nicht ewig auf meiner Geige spielen, und wie soll wir später zusammen spielen, wenn wir nur eine haben?"
Igor überlegte, er kam zu einen Schluss, bei den er sich überlegen führte. "Und wie meine beiden Herren, wollen sie diese Geige bezahlen. Mit welchen Geld? sie besitzen nichts."
Graf Duckulas Gesicht verdüsterte sich. "Immer diese Kleinigkeiten…"
"Wir werden schon einen Weg finden." beschwichtigte Vladimir.
Igor spürte Hoffnung aufkommen. "Wollen sie eine Bank überfallen? wollen sie eine Geige unter zwang erwerben? ist noch ein Fünkchen an Boshaftigkeit bei ihnen zu finden. Manchen sie einen alten Butler damit Glücklich?!"
"Igor! ich bitte dich! Nein, nein, nein… und Nochmals NEIN!" Graf Duckula wandte sich an Vladimir. "was hast du vor?"
Vladimir überlegte. "Zur Not müssen wir eben etwas von diesen Zeug verkaufen, der noch in Schloss herum liegt. Vieles davon ist für uns nur noch Krempel - Andere interessieren sich dafür."
"Verkaufen?" Igor stöhnte. "was wollen sie denn aus ihren Erbe verkaufen?"
"Weiss noch nicht…"
"Auf alle Fälle weder den magischen Sarg noch die Uhr." Bestätigte der Graf . "Den Fehler habe ich schon einmal gemacht. Aber ansonsten…" er strich sich über den Schnabel. "…gebe ich Vladimir recht!" Graf Duckula nickte. "Und wo fangen wir an zu suchen?"
"Weiss nicht… du kennst dich hier besser aus als ich."
"Cluj?" fragte Graf Duckula.
"Meinen sie wirklich dass dies eine gute Idee ist?" gab Igor zu bedenken.
"Warum nicht? ich war dort schon öfters unterwegs, ohne Probleme."
"Sie Mylord, haben auch - zu meinen bedauern, keine Eckzähne!" gab Igor zu bedenken.
Vladimir blickte Igor an, dann seinen Bruder. "Da müssen wir durch."



An der Tür des Instrumentenbauers klingelte ein leises Glöckchen. Der Mann sah auf als Graf Duckula eintrat. "Halli Hallo" meinte dieser Fröhlich. "mein Name ist Graf Duckula und ich denke sie können mir helfen…"
Vladimir kam hinterher. "Wie suchen eine Geige, eine wirklich Gute Geige." ergänzte dieser.
Erschrocken über Vladimirs Eckzähne sprang der Mann hinter seine Verkaufstresen.
Graf Duckula kam zu ihn und lehnte sich lässig an diesen Möbelstück. "Keine Angst, der beisst nicht."
"Ich bin gesittet und beiss nicht in jeden Hals der mit begegnetet." erwiderte Vladimir etwas sarkastisch.
"Vladimir, DASS war nicht hilfreich." ermahnte Graf Duckula ihn. Er ging um den Verkaufstresen herum, beugte sich zu den Mann herunter und lächelte ihn freundlich an. "Alles Gut, es passiert ihnen wirklich nichts. Darauf haben sie mein Wort."
"Das… das Wort eines Duckulas?"
"Aber sicher doch!"
Vladimir mußte auflachen, "Ich weiss nicht Brüderchen ob dies nun wirklich besser war, um den Herren zu beruhigen!"
Graf Duckula stöhnte. "Also Gut, wir sind wirklich nur gekommen um nach einer Geige für mich zu Fragen. Dass ist alles was ich will. Verstehen sie? ich möchte nur eine Geige kaufen, und dann sind sie uns gleich wieder los!"
Zitternd kam der Mann hervor. "Eine Geige also… an welche Preisklasse dachten sie denn so?"
"Möglichst Günstig." erwiderte Graf Duckula knapp.
"Nun", Vladimir räusperte sich. "na ja, so würde ich es nicht sagen es sollte schon eine sehr Gute sein."
"Ja… aber diese möglichst Günstig!"
Gerade als der Mann nach einer Geige greifen wollte, fuhr er erschrocken herum. "Wollen sie mich erpressen? mir Drohen?"
"Du meine Güte Nein!" erwiderte Graf Duckula. Und war nur froh dass in diesen Moment nicht Igor bei ihnen war. "Nein… nein… nein. Ich bin ein ehrlicher Graf. Ich erpresse keine Leute und ich Drohe ihnen auch nicht!"
"Es ist nur so", ergänzte es Vladimir, "wir sind in Moment nur ziemlich knapp bei Kasse."
Der Mann nickte verständnislos. "Verarmter Adel also."
"Müssen sie es so direkt aussprechen?" Graf Duckulas Stimme klang etwas belegt.
"Verzeihen sie Herr Graf." Er wandte sich herum und holte eine Geige hervor. "Wie wäre es mit dieser?"
Graf Duckula nahm sie an, nahm den Geigenbogen und spielte paar Töne die Vladimir ihn beigebracht hatte. Er schien zufrieden. Vladimir runzelte allerdings die Stirn. "Gib sie mal mir."
Als Vladimir anfing zu spielen, hörte man sofort, dass hier jemand schon seit Jahrzehnten dieses Instrument beherrschte. Vladimir gab das Instrument zurück. "Nun sie ist schon Gut. Allerdings denke ich für einen Grafen nicht wirklich angemessen."
"Wie meinen sie?"
"Nun", Vladimir lächelte Freundlich " wissen sie, wir wollen mal zusammen spielen. Und ich halte es für unangemessen, denn der Graf ein Instrument mit weniger Klangvolumen spielt als ich."
Vladimir griff zu seinen Geigenkasten und holte sein Instrument heraus. Und fing auf dieser zu Spielen.
Der Instrumentenbauer lauschte und fragte anschließend ob er sie diese Geige mal ansehen dürfte, Vladimir überreichte sie ihn.
"Ein Wunderschönes Instrument. Man hört dass es eine Seele hat."
"Nun davon will ich mal ausgehen, Alt genug ist es ja."
"Wissen sie wann sie erbaut wurde?"
"1818."
"Ein Wunderschönes Stück."
"Wir haben da eine Menge alten Krempel rum liegen…"
"DAS war glaube ich… auch keine passende Bemerkung." schmunzelte Vladimir.
Der Geigenbauer räusperte sich. "Sie wollen also eine Hochwertige Geige?"
"So erwünscht."
"Aber so viel Geld haben sie nicht zu Verfügung?"
Vladimir und der Graf blickten sich an. Schließlich drehte Graf Duckula sich herum. "Tja… wie gesagt wir haben… alles mögliche alten Zeugs herum stehen, da ist Sicherlich etwas dabei."
"Das mag sein… aber ich bin kein Antiquitätenhändler. Ich kann damit nichts anfangen."
Vladimir überlegte. "Wissen sie etwas? geben sie meinen Bruder den Grafen eine Chance, lassen sie ihn eine Geige aussuchen. Sie sagen was sie dafür haben wollen, und stellen diese so lange zurück bis wir den Zaster haben."
Begeisterung sah anders aus. Doch Vladimirs breites grinsten - und nicht zu vergessen seine Eckzähne, schienen eine gewisse Überzeugungskraft zu haben.
Graf Duckula probierte eine Geige nach der anderen aus, immer wieder skeptisch beobachtet von seinen Bruder. Schließlich blickte Graf Duckula ihn fragend an.
"Vladimir… ich kann mich nicht zwischen den zweien entscheiden." wobei er auf die Besten zeigte. "Welche würdest du nehmen?"
"Beide sind Gut. doch es ist nicht meine Entscheidung. Die Geige muss zu dir sprechen - nicht zu mir."
Fragender hätte der Blick von Graf Duckula nicht sein können. "Sie soll zu mir sprechen????"
"Ja genau." Vladimir blickte den Grafen tief in die Augen. "als ich meine Geige fand, war es mir als ob sie mich gerufen hat. Fühle hinein… welche der Beiden ruft zu dir?"
Graf Duckula überlegte. "Du meist… wie bei Harry Potter, dass der Zauberstab den Zauberer aussucht und nicht umgekehrt?"
Vladimir nickte. "Genau! und jetzt nimmst du jede von den Beiden nochmals zu dir uns spielst etwas darauf, dabei schließt du die Augen, und fühlst in dir… ganz tief. Und wenn es die Richtige ist… wirst du ihre Antwort tief deinen Herzen spüren. Du kannst es darin fühlen. Okay?" damit berührte er die Brust des Enten Grafen und blickte ihn tief in die Augen.
"Atme tief durch… entspanne dich… und fühle…"
Graf Duckula nickte, nahm die erste der Beiden und spielte. Schließlich legte er sie weg und nahm die Zweite, spielte auch diese, nahm den Geigenbogen herunter und atmete tief durch.
"SIE ist es."
Zufrieden nickte Vladimir. "Gut. Also sagen sie ihren Preis und legen sie diese Geige für meinen Bruder zurück."
Der Instrumentenbauer blickte Vladimir und den Grafen an. "Sie sind zwei schräge, aber es interessante Vögel. Aber was sie eben gesagt haben… ich gebe ihnen die Chance… wer so spricht, weiss worauf es ankommt!"
Vladimir lächelte.
"Nun es wäre einfacher wenn sie keine Eckzähne hätten."
Graf Duckula baute sich vor auf. "Man sollte Niemanden nach sein äußeres Beurteilen." bemerkte er belehrend.

Die Glocke läutete wieder als sie das Geschäft verließen. Draußen sahen sich die Brüder an. "Jetzt müssen wir nur noch etwas verkaufen. Hättest du eine Idee was man anbieten könnte?"
"Hmmm…" Graf Duckula überlegte. "…ich habe schon einmal Igor ver… abgegeben. Allerdings brachte man ihn wieder zurück."
"IGOR? Bruderherz, den können wir niemanden anbieten, DASS wäre Verantwortungslos. Wir haben seine "kleinen" Macken etwas in Griff. Aber ein Fremder?"
Vladimir seufzte. "Igor ist… eine Gefahr für jeden Sterblichen. Den können wir Niemanden zumuten. Ich meine, es wundert mich nicht dass man ihn zurück gebracht hat."
Graf Duckula schnalzte darauf mit der Zunge. "Du hast schon Recht… ich meine… wenn ich an seine Hobbys denke?… und wenn er kocht, dann nur in Rot."

Es dauerte nicht lange bis sich das Schloss auf die Reise machte. Man suchte einen Antiquitätenhändler der Interesse haben könnte. Die Suche überließ Vladimir seinen Bruder, da er dahin gehend wesentlich mehr Erfahrung hatte. Und man fand einen Solchen. Erst war er Skeptisch, als er von den Angebot hörte sich als etwas einen Schloss auszusuchen. Erst recht als er den Zustand des Schlosses sah. Erst war er auch enttäuscht als merkte dass es in diesen herunter gekommen Schloss, keine wirklichen Schätze gab. Kein Gold, kein Silber, keine Edelsteine… nichts der Gleichen.
Doch dann fand er doch etwas was ihn ansprach. Zum Glück liebte er Ritterspiele, und kannte genug Leute welche in Mittelaltermarkt als solche auftraten und einiges dafür her geben würden, um eine echte Rüstung zu bekommen. Und genau eine solche erblickte er Antiquitätenhändler. Igor fing zu jammern als dieses Interesse bemerkte.
"Oh Mylord doch nicht… die Rüstung… sie gehörte einst Ihnen…"
Vladimir warf Igor einen Blick zu welcher diesem Vorfahren würdig gewesen wäre.
"… ich weiss das sie einst mir gehörte!" zischte Graf Duckula den Butler leise zu. "aber ich brauche sie nicht mehr. Also weg damit!"
Der Händler hatte ein Teil des Gespräches mitbekommen und blickte Igor irritiert an. Vladimir führe den Händler weg. "Unser Butler ist alt müssen sie wissen, sehr alt… er ist schon etwas Senil."
"Wäre es nicht an der Zeit an einen jüngeren Butler zu denken?" fragte er.
"Ach Wissen sie, er ist schon so lange in Dienste unserer Familie. Da übersieht man schon ein paar Macken seines Alters. Einfach aus Mitgefühl." sprach der Graf mit seichter Stimme.
Igor knurrte. Vladimir warf den Butler einen schelmischen Blick zu.
So verhandelte man über die Rüstung und einigte sich. Allerdings reichte der Preis nicht für die ersehnte Geige. Also mußte noch etwas verkauft werden.
Dass einige Menschen einen seltsamen Kunstgeschmack hatten, den man nicht so leicht folgen konnte, war nichts neues. Das es aber tatsächlich welche geben sollte, welche an hässlichen Portraits von Vampiren haben sollten, konnte sich Graf Duckula und Vladimir allerdings nicht so wirklich vorstellen. Aber dem war so.
Sehr bald verabschiedete sich der Antiquitäten Händler, außerdem mit einen Portraits von Duckulas Vorfahren.
Was Igor noch mehr zum Jammern brachte.
Innerlich spürte der Butler Wut aufsteigen über diese junge Bagage, die jüngsten der Duckula´s. Und er Verfluchte den Tag an den er den Ketschup ergriffen hatte, genauso wie jenen als er sich bereit erklärt hatte ein kleines Küken aufzuziehen. Es kam ihn vor als habe sie die Welt gegen ihn Verschworen. Und wenn es nur zwei Erpel waren, die sein Weltbild immer wieder zerstörten.
Die Duckula´s allerdings waren Glücklich über den Handel.



"Jeeeehhhh Jiiipiiiiieeee!" Voller Freude hielt Graf Duckula seine neu erstandene Geige hoch, es war zwar keine Alte, sondern eine Neue. Aber dass spielte keine Rolle! es war ganz alleine Seine! und sie hatte nur ihn gerufen! Igor stöhnte laut als der Graf mit ihr ins Schloss trat. Graf Duckula beachtete ihn erst einmal kaum. Erst als Igor Vladimir strafend ansah und eine Bemerkung machen wollte, drehte sich der Graf herum und streckte seinen Butler die Zunge heraus. "Nanna na na na… Bläh!"
"Oh welch eine beeindruckende Bemerkung!" bemerkte Vladimir trocken. Sein Blick gegenüber Igor war spöttisch. "Warte nur ab… er hat Talent."
"Wie sie meinen junger Herr, wie sie meinen…"
Emma allerdings war begeistert über die Freude ihres kleinen Duckyputz. "Ich habe eine Geige! ich habe eine Geige! und es ist meine!"
"Ach Mister Igor, ist es nicht reizend wie sich der kleine Duckyputz freut! da freut man sich direkt mit!"
"Er… ist nicht…" Igor stöhnte. "…ach vergiss es!"
"Was soll ich vergessen?"
"Vergiss es Emma, vergiss es! darin bist du so wieso an besten."
"Oh Mister Igor, es ist so wunderbar wenn man gelobt wird!" Emma strahlte über das ganze Gesicht.
Während dessen lief Graf Duckula mit Vladimir zusammen in ihren "Übungsraum" hoch und machten sich an das weitere Üben des Geigenspiels.
Immer wieder, sprach Vladimir mit seinen Bruder, redete ihn Mut zu, weiter zu machen wenn dieser entweder zu voreilig wurde oder aufgeben wollte, weil es ihn zu schwer vor kam.



Ein Jahr später…

Igor kam an den Übungszimmer vorbei, er seufzte als er das Spiel hörte. Vladimir stand derweil angelehnt an der offenen Tür und lächelt ihn an. "Es ist eine Wohltat ihr spiel zu hören, junger Vladimir."
Bemerkte Igor Gedankenverloren. Vladimir grinste noch breiter. "Danke Igor! aber ich spiele nicht…"
Erst jetzt merkte der Butler seinen Fehler in der Logik. Fast erschrocken, aber höchst verwirrt blickte er Vladimir ins Gesicht, welcher immer noch an Türrahmen gelehnt stand. Während das, doch recht annehme Geigenspiel aus den Zimmer schallte.
Vollkommen Irritiert ging Igor in dieses Zimmer… und erblickte den Grafen der seine Geige spielt.
Erst als dieser das Spiel beendet hatte, hörte er auf und sah Igor triumphierend an."Mylord!" brach es aus Igor aus. "ich muss zugeben, dass ich dies nicht erwartet hätte." er räusperte sich.
"Sie waren immer in allen so untalentiert."
"Ich tue mal so als ob ich dies überhört habe!" Graf Duckula sah ihn strafend an.
Vladimir stellte sich neben seinen Bruder und legte eine Hand auf seine Schulter.
"Nun natürlich spielen sie noch nicht so gut wie Vladimir…" versuchte der Butler wieder Oberwasser zu bekommen.
"Das kommt alles, Igor. Das kommt alles noch."
Graf Duckula ließ sich nicht beeindrucken, oder besser, nicht herunter reden in seiner Begeisterung und das Lob. "Jetzt können wir auftreten! dann werde ich berühmt! und reich!" Er blickte Vladimir an.
"Ich meine natürlich WIR werden es!"
Vladimirs Blick wurde allerdings in den Moment etwas Skeptisch. Es war etwas in den Tonfall seines Bruder was ihn nicht gefiel. "Berühmt, Reich? was erwartest du davon?"
Graf Duckula wirkte Irritiert. "Ich… ich will dass man mich Liebt! ich will Geld haben… ich will Reich sein."
Vladimir blickte seinen Bruder Prüfend an. Da war etwas mit ihn, über dass er mal mit ihn reden mußte.
"Es spricht allerdings nichts dass wir zusammen auftreten…"
Über Graf Duckulas Schnabel zog sich ein Breites Grinsen. Vladimir sprach weiter. "… allerdings wäre ein kleiner Anfang angebracht. Als Straßenmusiker. Mit dir als zweite Geige, erst einmal jedenfalls!"
Graf Duckula sprang auf. "Jippi!"
"Nein! Nein! NEIN!" natürlich kam der Widerspruch, der übliche Verdächtige, Igor, voller entsetzten. "DAS darf nicht sein, kein Duckula würde sich diesen hingeben! Auf der Straßen Musik spielen! Dass ist wie Betteln! Betteln auf der Straße! NEIN!" Igor war außer sich. "Mylord, Sir… erniedrigen sie nicht die Familie Duckula so sehr! Es ist ihrer Unwürdig!"
Graf Duckula baute sich vor ihn auf. "Es ist eine ehrliche Art Geld zu verdienen!… aber vermutlich gefällt dir das ehrliche daran nicht."
Vladimir stellte sich neben ihn. "Lass es gut sein Fridolin. Igor ist nicht an das Geld interessiert, was wir damit verdienen. Also haben wir dann mehr für uns! Unser Butler will also keinen Lohn."
Igor schnappte nach Luft und suchte nach den passenden Worten. Obwohl ihn klar war, dass er seine jungen Herren wohl nicht überzeugen konnte.
"Ich bitte sie… sie können nicht einfach auf der Straße stehen und Musik spielen. Was macht dass für ein Eindruck."
"Also wenn wir gut spielen, - dann macht es einen guten Eindruck."
DAS war nicht die Überlegung die Igor meinte. "Sie sind von Adel! sie können nicht einfach auf einer Straße Musik spielen und um Geld betteln. Noch niemals hat ein Duckula um Geld gebettelt!" meinte er mit erboster Stimme.
Vladimir seufzte. "Hast eine Ahnung um was ein Duckula schon alles betteln mußte."
"Zudem seid ihr Vampire!" fügte Igor hinzu.
Vladimir überlegte. "Da hat Igor nicht unrecht."
"Aber man sieht es mir nicht an." Graf Duckula überlegte. "dir schon… Hmmm." Er fing an in Kreis zu laufen. Vladimir setzte sich hingegen auf einen Stuhl hin, und beobachtete seinen Bruder.
"Nun gut. Vielleicht können wir dies auch zu unseren Vorteil nehmen."
"W… Was?" abrupt blieb Graf Duckula stehen.
"Ich meine es so, wir sind Vampire. Warum sollten wir uns verstellen?"
"Sie würden uns Umbringen!" warf Graf Duckula an.
"Wenn sie es wirklich glauben. Aber nicht wenn sie es für einen Gag, einen Witz halten. Wenn du dir dein Gebiss einsetzt, und man wirft uns vor wir wären welche. Dann kannst du das Gebiss heraus nehmen um es ihnen zu beweisen, dass wir keine Sind. Das genügt, dann sind die Meisten überzeugt, dann brauche ich auch bewiesen, dass ich es nicht kann."
Graf Duckula versuchte den zu folgen, und fing dabei an zu schielen. "Dass ist…" er überlegte. "…verdreht."
"Stimmt!" Vladimir nickte.
Igor lachte. "Bei allen Respekt junger Vladimir. Dieser Gedanke ist vollkommen absurd. Was ist wenn es raus kommt? Was ist wenn die Verwandtschaft es erfährt?"
Vladimir und der Graf blickten sich an. Daran wollten sie lieber nicht denken. Schließlich räusperte sich Vladimir. "Ich denke die Wahrscheinlichkeit ist sehr gering… es sei denn jemand verrät uns," er sah dabei Igor durchdringend an. "aber ich will mal davon ausgehen, dass dieser Jemand nicht seine eigenen Herren verraten würde. Oder?"
Der Rest ging in Igor´s Jammern unter.
Und es sollte für ihn noch Schlimmer werden…

…"Wo wollen wir beginnen?"
"Auf alle Fälle nicht hier, hier ist nichts los. Und die Landbevölkerung wird uns nichts geben."
"Stimmt, Fridolin. an besten wo die meisten Touristen sind. Da kommen musizierende Vampir-Enten an besten an."
"Bukarest? Cluj?"
Vladimir überlegte. "Du hast recht. Da sind die Flughäfen - also werden auch die meisten Touristen dort sein… ich verlasse mich da ganz auf deine Erfahrung."
"Irgendwer muss das Geld einsammeln."
Beide sahen zu Igor rüber. Er stöhnte laut. "Nein, bitte verlangen sie dass nicht von mir! ich Flehe sie an! nicht eine solche Demütigung!"
"Wenn wir spielen können wir nicht gleichzeitig mit den Hut das Geld einsammeln," mahnte der Graf. "und du bist unser Butler!"
"Oh nein! diese Demütigung! diese Demütigung!!!" Igor war ein Nervenzusammenbruch nahe. "Ich kündige!"
"Nicht jetzt… später…" Graf Duckula winkte ab. Er hörte seinen Butler nicht wirklich zu. Zu oft hatte dieser schon mit einer Kündigung gedroht. Er wandte sich wieder seinen Bruder zu.
"Und wie sieht es mit den Ausland aus? wir können mit den Schloss überall hin!"
Vladimir wurde bei den Gedanken unbehaglich, er reiste nicht gerne mit den Schloss. "Tue mir eingefallen, belass es erst einmal in unserer Heimat."
Graf Duckula blickte ihn an und verstand. "Wie du willst Vladimir."
"Und wie wollen wir uns nennen? "Crazys Vampires"? "
"Wie wäre es mit "Die Gemüse Vampire"?"
"Ich bin kein Vegetarier."
"Stimmt. Die Wäre es mit "Vampire der Liebe" ."
"Klingt ziemlich Zweideutig."
"Ähm.. ja. Muss es "Vampir" sein? Wie wäre es "Musiker der Unsterblichkeit"? "
"Weiss nicht Fridolin. Irgendwie gefällt es mir nicht."
Igor der den Ganzen genervt zuhörte konnte eine Bemerkung nicht mehr Widerstehen. "Ich muss Freaks dienen… welch eine Schande."
"Freaks?" Graf Duckula und Vladimir blickten sich an. "DAS ist es, wir sind als Vampire ungewöhnlich… seltsam… wie sind "die Freak Vampire!" Igor das ist genial! Danke!"
"Musikzierende Freak Vampire."
Igor stöhnte noch lauter, es kam ihn vor als sollte alles immer noch Schlimmer werden.






Cluj ein paar Wochen später. Graf Duckula, der sich her sehr viel besser auskannte als Vladimir, suchte einen Platz aus in den es einigermaßen Ruhig war und genug Touristen vorbei kamen. In aller Ruhe packenden sie ihre Instrumente aus und stellten sie hin. Einen kurzen Abgleich über die Stücke welche sie spielen wollten. Igor wurde Graf Duckulas alter Zylinder in die Hand gedrückt, Emma stand einfach nur dabei uns passte auf ihre "kleine Kücken" auf. Graf Duckula setzte sich, wie abgesprochen, seine Vampirzähne rein. Schon während sie dabei waren, wurden die Brüder von Neugierigen Blicken beobachtet.
"Vampire als Musiker?" fragte ein Passant.
Graf Duckula lächelte. "Wir sind die "Freak Vampire"."
Der Passant Blickte ihn irritiert und fragend an. "Wenn wir Vampire wären, wären wir unter ihnen richtige Freaks." erklärte der Graf fast Stolz.
Vladimir nickte. "Genau dies!"
Igor stöhnte Laut.
"Stöhn nicht Igor, du weisst was du zu tun hast". ermahnte ihn Graf Duckula.
"Na dann last mal hören… last mal hören ihr Freak Vampire."
"1-2-3…" damit legten sie den Geigenbogen an und fingen an zu Spielen. Da Vladimir wesentlich mehr Erfahrung hatte, hatte sich der Graf schließlich bereit erklärt vorerst nur die zweite Geige zu spielen und sein seinem Bruder die Führung zu überlassen.
Sie fingen mit den "Radetky Marsch" an und machten weiter mit "An der schönen blauen Donau", aber auch alte Rumänische Stücke, wie "Die Lerche" oder "Der einsame Hirte" gehörten dazu, sowie weitere.
Igor lief wie befohlen, mir den Zylinder von einen zum anderen, und sah ihn bedrohlich an, wenn jemand kein Geld hergeben wollte. Wenn ihn seine Arbeit auch anwiderte.
Vladimir setzte darauf seine Geige nach einen Stück kurz ab. "Hey Igor! du sollst sie nicht bedrohen!"
"Richtig, Verjag sie nicht! bestätigte Graf Duckula.
"Wie Mylord meinen, aber können sie mir nicht wenigstens diese Freude gönnen?"
"Nicht wenn sie uns um einige Drachmen bringt!"
Vladimir blickte seinen Bruder an. "Vielleicht hätten wir doch Emma bitten sollen?"
"Weiss nicht", ein prüfender Blick auf das gut gelaunte Huhn welches in der nähe Stand mit Summte und mit einen Fuss wippte.
"Versuchen wir es mal… Emma, kommt bitte mal her."
Gut gelaunt begab sich Emma zu ihrem Duckyputz. "Nimm bitte Igor den Zylinder ab, dann nimmst du ihn - ich meine den Zylinder, NICHT Igor. In deine gute Hand. Du hältst den Zylinder genauso wie Igor es getan hat, und machst genau dies was Igor die ganze Zeit getan hat. Hast du verstanden?"
"Ja… ich weiss nicht."
Graf Duckula stöhnte. "Igor würdest du bitte mal kommen und Emma erklären was sie zu tun hat. Wenn du es richtig gemacht hast, bist du von dieser Arbeit befreit."
"Danke Mylord, zu gütig."
So überließen sie es Igor, den begriffsstutzigen Huhn zu erklären wie sie dass Geld einzusammeln hatte.
Igor war von der demütigen Arbeit erst einmal befreit, und machte dass er möglichst Weit von den Schauspiel weg kam. An liebsten wäre es ihn gewesen, wenn er überhaupt nicht mit den Geschwistern in Zusammenhang gebracht werden würde!
Er setzte sich auf eine Parkbank und ruhte sich erst einmal aus. Die Gruppe junger Studenten welche an ihn vorbei gingen, schenkte er keine weitere Beachtung.

Dorin hörte die Musik schon von weiten, neugierig was da wohl los war, beschlossen sie sich mal anzusehen was dort los war. Jäh nähr den Beiden Musikern kamen, desto mehr war es Dorin als ob er erstarrten würde. DAS konnte doch wohl nicht wahr sein! Er gab seinen Freunden die Anweisung zu warten, da er sich die Geigenspieler genauer ansehen wollte.
Vladimir witterte Dorin schon, wollte aber mit den Geigenspiel nicht aufhören und tat einfach so als wäre nichts.
Graf Duckula war in seinen Spiel vertieft, dass er nichts bemerkte. Er schloss die Augen genoss seinen Auftritt, und die Annahme des Publikums, drehte sich herum, öffnete die Augen wieder blickte Dorin genau ins Gesicht.
Vor Schrecken kam ihn ein schräger Ton heraus,
"Was machst ihr hier?" zischte Dorin ihn an.
"Siehst du doch!"
Dorin deutete auf Duckulas Eckzähne. "Du hast also doch Eckzähne!"
Ärgerlich nahm Graf Duckula das Gebiss heraus und hielt es Dorin entgegen. "Da nimm dann bist du auch ein Blutsauger!"
Dorin wich zurück, ein bisschen albern kam er sich nun doch vor.
"Und außerdem geht es dich überhaupt nichts an, was wir hier machen! du kannst uns nicht verbieten Musik zu machen!"
"Warum macht ihr dass braucht ihr frisches Blut für deinen Bruder?"
Das verärgerte Graf Duckula nun wirklich. "Halt Vladimir aus unseren Streit raus! wir wollen nur etwas Geld verdienen und Spass dabei haben!"
"Graf Duckula als Straßenmusikant." Dorin schüttelte ungläubig den Kopf.
"Wenn dich das stört, dann schließe dich Igor an. Dann könnt ihr auch austauschen!" Er wies auf die Parkbank auf der Igor saß. Dorin drehte sich um und sah in Richtung des Geiers und wurde augenblicklich unsicher.
"Gibt es Probleme Duckyputz?"
Dorin fuhr zusammen und sah sich einen riesigen Huhn gegenüber, welches Skeptisch auf ihn herab blickte. "mache meinen Duckyputz keinen Ärger, sonst könntest du welchen mit mir bekommen! und ich kann sehr ärgerlich werden!" Dorin sah an Emma hoch und Schluckte. "D… Duck… Duckyputz?" stammelte er.
In der Zwischenzeit hatte Vladimir mit den Geigenspiel aufgehört und war zu ihnen gekommen. "Schon gut Emma, ich kümmere mich um ihn."
"Wie du meinst Floh."
"Fl… Fl… Floh?"
Vladimir schnappte sich einen Ärmel von Dorins Hemd und zog ihn mit sich. "Ganz Recht auch wir haben Spitznamen, wir sind eben ganz normale Enten."
"Normale Enten???" Dorin war viel zu verunsichert als dass er los lachen konnte. Vladimir schob ihn in eine Ecke hinein und tippte mit seinen Geigenbogen auf sinne Brust.
"Jetzt hör mir mal zu du weisser Enterich- hat dir eigentlich mal jemand gesagt dass du aussiehst wie von Gänseklein? bist du mit ihn verwandt?"
Dorin schüttelte den Kopf.
"Ist auch egal…" Vladimir war sichtlich verärgert. "…mein Bruder und ich stehen hier um Musik zu machen, und damit ein paar Drachmen zu verdienen. Und DU kannst uns es nicht verbieten oder uns sonst wie davon abhalten! Es ist unser gutes Recht. Du hast keinerlei Gewalt über uns! Verstanden?!"
Dorin nickte unsicher. "Ja… ja… es ist bloss," er kratze sich unsicher an Hinterkopf. "es sieht so albern aus. Ich meine der schreckliche Graf Duckula, bettelt um Geld."
"Wir betteln nicht! wir bieten den Leuten Musik an und bekommen dafür Geld. Ich kann daran nichts Albernes finden." Vladimir wies, wie vorher auch Graf Duckula, auf Igor.
"Wenn du dieser Meinung bist, dann geh doch nach Igor! ich denke ihr würdet euch blendet verstehen!… es ist übrigens Igor welcher immer wieder Leute in Schloss gebracht und damit uns aufforderte ihr Blut zu nehmen. So auch bei Antanasia, es war Igor! nicht mein Bruder und auch nicht ich! Also bitte geh doch nach Igor! ich wünsche dir viel Spass dabei."
Dorin wich zurück. "Schon gut… schon gut… ich gehe schon."
"DAS will ich dir auch geraten haben! und jetzt verschwinde! mein Bruder und ich haben noch zu tun!"
Ärgerlich schnaufend blickte Vladimir ihn hinterher.
"Was hast du ihn gesagt Vladimir?" hörte er die Stimme von Graf Duckula neben sich.
"Das gleiche wie du. Ich habe ihn zu Igor geschickt, aber er wollte das Angebot nicht annehmen."
Graf Duckula kicherte.
"Komm jetzt Bruderherz, machen wir weiter, ein paar Drachmen können wir noch einnehmen."


Später Zuhause zählten sie das Geld durch und kamen immer hin auf gute 900 Drachmen. "Immerhin ein Anfang."
Sie waren zufrieden, was man von Igor nicht behaupten konnte. Er konnte seinen Frust nur mit Mühe zurück halten.
Schließlich wurde es später Abend, Zeit um Schlafen zu gehen. Hinter sich hörten sie Igor jammern. "Wenn sie wenigstens wie richtige Vampire des Nachts wach währen und an Tag schlafen würden, dann wäre wenigstens etwas Normales an ihnen!" Seine Stimme klang fast flehend. " Bitte seid doch in irgendwas richtige Vampire! Seid des Nachts wach… wenigstens dass!"
Vladimir und Graf Duckula blickten sich an, lehnten sich aneinander.

Graf Duckula hob die Stimme an:
"Uh uh uh uh ui wam oe. O wim oe o wim oe…"
Vladimir stimmte ein:
"Tief im Transylvanien, da schellt das Telefon,
der Vampir schläft heut Nacht.
Tief im Transylvanien, da schellt das Telefon,
der Vampir schläft heut Nacht.!

So gingen sie Seite an Seite die Treppe hinauf.
"O Wim oe o wim o wim oe wim oe..
Tief im Transylvanien, da weiss der Bauer,
der Vampir schläft heut Nacht.

O wim oe o wim oe…
Vor den Häusern, da steht´n die die Tänzer,
der Vampir schläft heut Nacht-
Vor den Häusern, da steh´n die Tänzer,
der Vampir schläft heut Nacht."

Graf Duckula blieb an der Brüstung der Treppe stehen und blickte zu Igor hinunter, holt noch mal tief Luft um mit voller Inbrunst zu singen.
"O wim oe o wim oe…!"

Igor war fassungslos. Der Schlurzte auf. "Ich dachte wenn Vladimir kommt wird alles wie früher. Statt dessen haben sie sich Verbündet!"
Er jaulte laut auf. "Die Beiden bringen mich noch mal um den Verstand!"
"Oh Mister Igor. dass ich doch gar nicht so Schlimm. Ich kenne dass." Säuselte Emma neben ihn.
Der Butler vergrub sein Gesicht mit beiden Händen und schlurzte.




Vollkommen verzweifelt suchte Igor seinen Persönlichen Raum in den Kellergewölben auf. Dies war sein Raum schon seid Jahrhunderten! Voll gestellt mit allerlei Experimenten der Schwarzen Magie. Gifte, Chemikalien, Verfluchte Gegenstände, Totenschädel, Beschwörungsbücher, alles war hier zu Finden. Alles was Igors Herz höhr schlagen ließ.
Hier fand der Trost über die Schande welche er jetzt seid so langer Zeit mit sich rum trug. Welche immer mehr zu nahm, seid Graf Duckula in Vladimir noch Zuspruch gefunden hatte.
Ein Unerträglicher Zustand!
Igor schlug mit der Faust auf den Tisch. "Na wartet ihr Beiden, ich werde euch noch zeigen wer der WIRKLICHE Herr des Schloss Duckulas ist!"
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