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Batman / Spider-Man - Crisis in Manhattan

Kurzbeschreibung
GeschichteAbenteuer / P16 / Gen
Peter Parker / Spiderman
12.07.2020
12.07.2020
7
41.303
3
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12.07.2020 1.103
 
„Dieses Mal hältst du mich nicht auf, Batsy!“
Der dunkle Ritter wusste nicht, wie oft er diesen Satz über die Jahre schon gehört hatte. Seit er vor über zehn Jahren das erste Mal die Fledermausmaske übergestreift und sich auf Verbrecherjagd begeben hatte, hatte es unzählige Situationen gegeben, in denen seine Gegenspieler sich so sicher gewesen waren, dass der Mitternachtsdetektiv sie nicht stoppen können würde. Söldner mit kraftsteigernden Drogen, verrückte Wissenschaftler mit Gedankenkontrollgeräten, Gasen oder Eiskanonen, Ökoterroristinnen mit giftigen Pheromonen, praktisch unsterbliche Krieger aus fernen Ländern, Gangster mit Persönlichkeitsstörung oder Vogelfanatiker mit Regenschirmgewehren, Möchtegern-Intelligenzbestien mit Minderwertigkeitskomplexen und einem Hang zu Rätseln – die Liste der Feinde war länger, als er sich eingestehen wollte. Ja, es waren über die Jahre wirklich schon viele skurrile Gestalten in Gotham aufgetaucht, um hier für Unruhe zu sorgen und dabei rechnete er die Typen, mit denen er es im Rahmen seiner Tätigkeit als Mitglied der Justice League zu tun bekommen hatte, noch nicht einmal mit dazu. Doch keiner von ihnen – nicht ein einziger – war so hartnäckig und unglaublich nervig, wie dieser verdammte Clown. Und dieses Mal war er erneut über das Ziel hinausgeschossen: Offenbar hatte er sich von Mad Hatter ein Gerät anfertigen lassen, was Reisen in andere Dimensionen ermöglichen würde. Und so verlockend der Gedanke auch war, den Joker in eine andere Welt entwischen zu lassen, um ihn endlich loszuwerden…das durfte nicht passieren!

Wütend schlug Batman einen von Jokers Männern nieder und machte ihn sofort bewegungsunfähig. Er musste zugeben, dass der Clown sich dieses Mal große Mühe gegeben hatte, um seinen Gegenspieler von sich fern zu halten. Nicht nur die üblichen Schläger…nein der Clown hatte sogar die Söldner Deadshot und Deathstroke angeheuert, um dafür zu sorgen, dass der dunkle Ritter ihm nicht zu nahe kommen würde. Doch darauf war Batman glücklicherweise vorbereitet gewesen. Denn auch er war nicht alleine hier aufgetaucht, nachdem er von dem Plan des Clowns erfahren hatte.
Ein Pfeil sauste am Kopf des Detektivs vorbei und landete zielsicher in dem Lauf des Maschinengewehrs, das Deathstroke gerade auf Batman gerichtet hatte.
„Na na, Slade. Wer kommt denn mit einem Gewehr zu einer Schlägerei? Hast du deine Kriegerehre etwa mit deinem Auge verloren?“
Batman verdrehte etwas genervt die Augen, als Green Arrow schwungvoll neben ihm landete. Wenn er nur nicht dauernd seine nervigen Sprüche klopfen würde, wäre die Zusammenarbeit deutlich angenehmer. Aber wenn die Justice League gerade anderweitig beschäftigt war, dann konnte er bei der Wahl seiner Kampfgefährten nicht wählerisch sein. Also musste er wohl oder übel mit Arrows Scherzen leben.
„Verdammtes Miststück!“, schrie Deadshot wütend, nachdem das Knallen einer Peitsche zu hören gewesen war. Ein kaum merkliches Lächeln huschte über Batmans Gesicht. Offenbar hatte Teammitglied Nummer 3 alles im Griff.
„Dieses Miststück hat Krallen, Floyd. Und die warten nur darauf, sich in dein Gesicht zu bohren!“
Aus dem Augenwinkel konnte der Detektiv sehen, wie Catwoman sich geschickt von Deckung zu Deckung bewegte und schließlich mit einem Satz vor Deadshot landete, um mit ihren Klauen nach ihm zu schlagen. Und auch dem Joker war offenbar inzwischen aufgefallen, dass er sich etwas verrechnet hatte, denn inzwischen war sein Lachen etwas leiser geworden, während er verärgert an dem Gerät herumwerkelte, um es in Gang zu bringen.
„Es ist aus, Joker. Du kommst zurück nach Arkham, wo du hingehörst.“
„Vergiss es, Batsy! Ich hüpf auf ne andere Erde und dann schauen wir mal, was ich dort finden werde, um dich zu ärgern, wenn ich wieder zurückkomme. Also warte schön brav hier – es dauert bestimmt nicht lange!“
Ein gut platzierter Faustschlag ins Gesicht des Clowns ließ diesen straucheln, doch er begann nur erneut, das gackernde Lachen von sich zu geben, das Batman über die Jahre so zu hassen gelernt hatte.
„Hihihi…war das schon alles, Bats? Da hast du aber schon härter zu geschlagen! Muss ich erst wieder einen deiner Sidekicks verstümmeln, bevor du mir deine Zuneigung in angemessenem Maße zeigst? Wie wäre es, wenn ich Floyd sage, dass er deiner Hauskatze die Krallen stutzen soll?“
„Er wird ihr gar nichts stutzen!“, konterte Batman zornig und ließ seine Faust erneut auf den Verrückten zu schnellen, doch dieses Mal wich der Clown aus und rannte dann so schnell er konnte davon, während er wütend auf dem Gerät herumtippte.
„Verfluchtes Ding! Hat Jervis mit etwa Mist verkauft? Wenn das Teil nicht funktioniert, dann bring ich ihn um! Oder besser: Ich lasse ihn Harleys Hackbraten probieren…JA, das mache ich! Hihihi…“
Doch noch ehe der Clown sich versah, hatte ein Batarang ihn am Hinterkopf erwischt und ließ ihn vorne über stürzen, sodass ihm die Fernbedienung aus der Hand fiel.
„MEINE SCHÖNE REISE-FERNBEDIENUNG!“
Der dunkle Ritter achtete nicht weiter auf das Gerät, was auf den einige Meter unter ihnen liegenden Hallenboden gefallen war und widmete sich weiter seinem Feind.
„Für dich gibt es nur noch eine Reise, Joker. Nächster Halt: Arkham.“

Mit diesen Worten hatte er ihn am Kragen gepackt und hochgehoben, um ihn dann erneut krachend zu Boden zu schleudern. Dort blieb der Clown für einen Moment benommen liegen, sodass Batman kurz nachschauen konnte, wie es bei den anderen lief. Zu seiner Zufriedenheit hatte Catwoman ihren Gegner in die Enge getrieben. Green Arrow dagegen lieferte sich nach wie vor mit Deathstroke einen regen Schlagabtausch. Naja, zumindest war die unmittelbare Gefahr vorerst gebannt – das war die Hauptsache. Doch als Batman sich wieder dem Clown zuwandte, bemerkte er ein seltsames Leuchten, was offenbar von einer Quelle unter ihnen kam. Auch Joker schien es entdeckt zu haben, denn er blickte ebenfalls gebannt hinab und ließ dann sein boshaftes Kichern ertönen.
„Ups…da hab ich wohl versehentlich doch noch ein Tor in eine andere Welt geöffnet, Batsy. Kann ja mal passieren, oder? Wenn du mich entschuldigst…auf mich wartet eine andere Welt – so neu, so völlig unbekannt. Dort bin ich völlig frei und keiner kann mir meine Träume nehmen!“
„Du kannst deine Lieder in Arkham trällern, aber ich lasse dich ganz sicher nicht entwischen“, rief Batman und griff nach dem in den Abgrund springenden Clown, um ihn von einem Sturz durch den geöffneten Dimensionsriss abzuhalten.
Doch es war zu spät. Das Licht schien sich immer weiter auszubreiten, bis es schließlich den kopfüber baumelnden Verbrecher erreichte und ihn verschluckte. Dann wurde auch Batman verschluckt.
Für eine scheinbare Ewigkeit fühlte er sich, als würde er fliegen…oder fallen? Dann fühlte er urplötzlich wieder festen Boden unter seinen Füßen. Vorsichtig öffnete er seine Augen und erstarrte sogleich. Vor ihm breitete sich eine gewaltige Großstadt aus. Doch das hier war nicht Gotham. Nein, wenn die Anzeigetafel an der Hauswand vor ihm stimmte, dann war er in einer Stadt namens „New York“. Und wahrscheinlich auf einer anderen Erde.
 
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