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Immer nur Du - siempre solo tu

GeschichteLiebesgeschichte / P16
Premiere League Primera Division
11.07.2020
19.01.2021
52
94.326
4
Alle Kapitel
99 Reviews
Dieses Kapitel
3 Reviews
 
13.01.2021 1.639
 
Liebe Bienchen, liebe Dreamdancer123, liebe Kathaa - ich möchte mich bei euch allen drein bedanken :D
Und weil ich mich so freue, bekommt ihr auch schon das nächste Chap. Schauen wir mal was Israel zu der ganzen Geschichte zu sagen hat ;P


Kapitel 47


„Schauen wir mal wer uns besucht!“, Israel hob Hugo von seiner Spiele-Decke und lief mit seinem Sohn zur Türe.
„Isa?“, er sah seine beste Freundin überrascht an, die ihn zaghaft anlächelte.
„Darf ich reinkommen?“, fragte Isabella und strich sich ihre Haare hinter die Ohren.
„Klar! Schau mal Hugo, deine Patentante ist da.“, er stupste seinen Sohn zufrieden lächelnd auf die Nase, der versuchte nach seinem Finger zu schnappen.
„Besuchst du mich nur so, oder brennt dir etwas auf der Seele?“, Israel musterte Isa skeptisch, obwohl er die Antwort bereits kannte, er sah es ihr einfach an der Nasenspitze an.

„Genaugenommen, muss ich dir etwas erzählen“, Isabella verknotet ihre Hände miteinander.
„Möchtest du was trinken?“, fragte Israel, während sich Isa mit gesenktem Kopf auf die Couch setzte.
„Nein, ich möchte nichts!“, murmelte sie leise. Sie wusste, dass wenn sie sich nicht bald alles von der Seele reden würde, würde sie der Mut verlassen und das würde sie sich selbst nicht verzeihen.
„Jetzt sag schon was los ist!“, Israel wippte ein bisschen mit seinen Beinen um Hugo abzulenken, der darüber nachzudenken schien ob es eine gute Idee wäre in Tränen auszubrechen.
Isabella wusste nicht wie sie am besten beginnen sollte, wie sollte sie nur die geeigneten Worte finden?
Wie sollte sie Israel klar machen, dass sie sich erneut in seinen kleinen Bruder verliebt hatte, ihn viel mehr noch immer liebte, nur dass sie diesmal nicht bereit war ihn aufzugeben?

„Ich liebe Fernando!“, begann sie daher und sah Israel unsicher an, dem alle Gesichtszüge entglitten.
Israel blinzelte ungläubig, dann hob er seinen Sohn hoch drückte ihn sanft an sich. Hugo war der einzige Grund, wieso er nicht sofort die Fassung verlor.
„Bitte?“, fragte er so ruhig es ihm möglich war.
„Ich liebe Fernando und ich möchte mit ihm zusammen sein.“, erwiderte Isabella ruhig und mit fester Stimme.
„Das ist nicht dein Ernst oder?“, Israel stand auf und ging mit Hugo im Zimmer auf und ab. Er musste sich wirklich stark zusammen reißen um nicht laut zu werden.
„Doch das ist es!“, Isabella war selbst überrascht wie ruhig sie war. „Ich liebe Fernando, ich habe ihn immer geliebt und ich werde mir das nicht wieder von dir kaputt machen lassen!“, sie sah ihren besten Freund ernst an.

„Herrgott, Isabella!“, Israels Stimme wurde lauter, doch er beruhigte sich wieder als er das verschreckt Gesicht seines Sohnes sah, dem er sanft über den Kopf strich. „Ich dachte wir hatten das schon alles durch,….“
„Nein, du hattest das durch, Israel!“, Isabella stand nun ebenfalls auf. „Aber diesmal hast du einfach nichts mitzureden. Ich wollte es dir nur sagen, weil ich dich nicht wieder anlügen wollte, aber das ist auch schon alles.“, sie nahm ihre Tasche, die sie vor der Couch abgestellt hatte.
OOOoooOOO


„Fernando!“, Rafael Benitez sah den Stürmer streng an. „Hättest du die Güte dich wieder am Training zu beteiligen, oder wäre das zu viel verlangt?“
„Ich eh…. lo siento!“, Fernando senkte betreten den Kopf und reihte sich hinter Albert im Trainingspacours ein. Er war mit seinen Gedanken bei Isabella. Bei dem Gespräch mit Israel. Er hoffte, dass das Gespräch gut laufen würde, er wusste ja wie viel davon abhing. Sein Blick glitt unbewusst zu seiner Armbanduhr, doch dann schüttelte er alle negativen Gedanken ab. Er durfte sich jetzt nicht ablenken lassen.
Er fing den Ball auf, dem ihm Jamie zuschoss, und dribbelte dann Albert nach.

OOOoooOOO


„Isa, es tut mir leid, geh nicht!“, Israel seufzte und sah seine beste Freundin bittend an. Isabella atmete tief durch und ließ dann ihre Tasche wieder sinken.
„Isra, ich will mich mit dir nicht streiten, aber du wirst mir das diesmal nicht ausreden“ Isabella strich sich eine Haarsträhne aus dem Gesicht und ließ sich wieder auf die Couch plumpsen.

„Ich will nur, dass es dir gut geht Isa, ich will vermeiden, dass du dich in etwas verrennst,…“, Israel legte Hugo in seine Kinderwippe, ehe auch er sich wieder setzte.
„Isra, ich habe mir diesen Schritt fünf Jahre überlegt, ich denke nicht, dass ich da etwas übereile,…“, kam es nüchtern von ihr.
„Und wie soll das mit Cara funktionieren? Ich meine bleibst du in Madrid, oder bleibt Cara bei Nesto?“, fragte Israel und sah Isa skeptisch an.
„Cara ist vier.“, Isa konnte sich ein Lächeln nicht verkneifen. Es war typisch für Israel sich sofort um Cara zu sorgen. „Bis zu ihrer Einschulung wird, alles so weiterlaufen wie gehabt. Sie geht hier in ihrer vertraute Kindergartengruppe und ich habe hier meinen Job, das werfe ich sicher nicht gleich wieder alles weg.“
Israel nickte verstehend, und Isabella fuhr fort.
„Bis jetzt ist es so geplant, dass ich Fernando am Wochenende besuche und Cara bei Nesto bleibt, da sie ihn unter der Woche ohnehin kaum zu Gesicht bekommt. Aber ich würde sie schon gerne ab und an mitnehmen, aber das werde ich auf mich zukommen lassen müssen,…“, sie zuckte matt mit den Schultern.
„Du scheinst dir wirklich schon sehr viele Gedanken gemacht zu haben“, Israel nippte an seinem Wasser.
„Ich habe mir das wirklich gut überlegt….“, Isa nickte zustimmend.
„Und Nesto weiß von deinen Plänen?“, fragte er weiter.
„Natürlich weiß er das“, Isabella lächelte. „Ich entscheide so etwas doch nicht über seinen Kopf hinweg. Immerhin ist er Caras Vater, alles was sie betrifft, geht auch ihn etwas an.“
„Und Fernando?“, Israels Stimme war leise geworden.
„Fernando und ich haben uns darauf geeinigt es diesmal ganz langsam anzugehen, alles auf uns zukommen zu lassen, ich hoffe einfach, dass es diesmal klappt,……“

„Meine beste Freundin und mein kleiner Bruder also“, Israel fuhr sich durchs Haar. Diese Tatsache breitete sich langsam in ihm aus.
Er dachte an die Zeit vor fünf Jahren zurück. An die Zeit als sowohl Fernando als auch Isabella, nach ihrer Trennung einfach nur unglücklich gewesen waren.
Daran, dass er indirekt daran schuld gewesen war.

„Denkst du, dass du damit irgendwie klar kommen kannst?“, durchbrach Isabella schließlich die entstandene Stille.
„Ich denke, dass ich damit klar kommen muss“, Israel lächelte schief. „Fernando und du, ihr seid erwachsen, ….und genaugenommen ist es völlig egal was ich davon halte… es ist euer Leben“, antwortete er schulterzuckend. „Und auch wenn du es mir nicht glaubst, Isa, ich will nur dass ihr glücklich seid… das wollte ich immer…..“
Er hatte damals wirklich gedacht das richtige zu tun, aber es war nur einfach unsagbar falsch gewesen.
„Das weiß ich doch!“, Isabella schmunzelte zaghaft.
„Ja?“, fragte Israel zweifelnd.
„Ja!“, erwiderte sie schlicht und drückte seine Hand, ehe sie sich innig umarmten.

OOOoooOOO


„Sag mal was war heute eigentlich mit dir los?“, Fernando fing das Handtuch auf, das Pepe nach ihm hatte werfen wollen.
„Was soll mit mir los gewesen sein?“, der sommersprossige Stürmer rubbelte sich die Haare trocken und zog sich dann an.
„Du hast das ganze Training über nur Löcher in die Luft gestarrt“, antwortet der Torwart, schmunzelnd.
„Hab ich gar nicht!“, wehrte Nando ab und band sich die Schuhe.
„Es geht um eine Frau nicht wahr?“, Pepe wackelte mit den Augenbrauen.
„Nicht nur“, antwortet Fernando wahrheitsgemäß.
Das Gesicht des Torwarts wurde fragend.
„Es geht auch um Israel“, fuhr Nando fort und sprang leichtfüßig von der Holzbank.
„Deinen Bruder?“, jetzt verstand Pepe gar nichts mehr. „Muss jetzt schon dein Bruder für dich die Frauen aussuchen oder wie?“, seine Augen blitzen amüsiert auf.
Fernandos Gesicht verfinsterte sich. „Das ist alles nicht so einfach, okay?“, grummelte er nur.
„Ich verstehe es auch kompliziert!“, Pepe klopfte ihm aufmunternd auf die Schulter. „Also spuck es aus, sonst erstickst du daran!“
„Es geht um Isa, okay?“ Fernando seufzte und schulterte seine Trainingstasche.
„Die beste Freundin deines Bruders?“, hakte Pepe nach, dann wurden seine Augen groß, während er in Gedanken alles kombinierte.
„Ja, genau die!“, Fernando rollte mit den Augen. Er hatte jetzt wirklich keine Lust alles zu erörtern. Er wollte nur noch, dass sich Isabella meldete, damit er wusste wie das Gespräch gelaufen war. Jede Minute, die sie sich nicht meldete, machte ihn zusehends nervöser.
Pepe wollte gerade noch etwas erwidern, als Fernando die Hand hob.
„Können wir ein anderes Mal darüber reden? Bitte? Heute ist einfach kein besonders guter Tag dafür, ja?“
Der Torwart nickte. „Aber wenn was sein sollte, bin ich nur ein Haus weiter!“, er klopfte Fernando auf die Schulter, schulterte seine Tasche und verließ die Umkleide.

Fernando verließ ebenfalls die Umkleide und ging zu seinem Auto. Er hatte sich gerade angeschnallt als sein Handy ein SMS ankündigte:

So Brüderchen! Wehe du verbockst es. Aber nur damit eines klar ist: Ich mach euch den Trauzeugen :D

Mit einem ungläubigen Grinsen startete Fernando den Wagen.

oooOOOooo


Isabella schwebte förmlich nach Hause. Sie hatte Israel alles erzählt und diesmal hatte er ihr keine Steine in den Weg gelegt.
Ihrer Beziehung zu Fernando stand absolut nichts mehr im Wege.
Sie fühlte sich so unsagbar frei.
Diesmal würde sie es nicht wieder kaputt machen.
Diesmal würde sie nichts und niemand mehr davon abhalten mit Fernando zusammen zu sein.

„Isa?“, Isabella schreckte aus ihren glückseligen Gedanken hoch und sah in Oscars lächelndes Gesicht, den sie fast über den Haufen gerannt hatte, so sehr war sie noch immer bei dem Gespräch mit Israel.
„Oscar, hey“, Isabella blieb stehen und nickte Fernandos Kumpel zu, der den Arm eben noch um eine braunhaarige Frau gelegt hatte, die sie interessiert aber freundlich ansah.
„Ich bin Isa, stellte sie sich vor, da Oscar keine Anstalten machte die beiden Frauen einander vorzustellen.
„Lisa“, erwiderte die junge Frau und lächelte, ehe sie Isabella die Hand reichte.

„War schön dich wieder zu sehen“, Oscar verabschiedete sich mit einer Umarmung von Isa, ehe er mit seiner Begleitung weiter ging, die sich im Gehen noch einmal nach Isabella umsah.
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