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Even when your kind appears to triumph - Part 3

GeschichteFamilie, Schmerz/Trost / P12
Haytham Kenway OC (Own Character) William Miles
11.07.2020
07.11.2020
44
63.054
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01.08.2020 1.366
 

Kapitel 8

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Vorsichtig herantasten, sonst geht es nach hinten los!




„Ich habe schon geforscht und auch im 18. Jahrhundert konnte ich entsprechende Erkenntnisse sammeln. Doch es sind noch viele Ungereimtheiten. Auch habe ich unter anderem mit Mrs. Cormac einige Gespräche geführt...“ er ließ mich nicht ausreden und sah mich mit großen Augen an. „Sie haben WAS? Wie kommen sie an dieses Vertrauen dieser Frau. Sie galt immer als unnahbar und ließ sich nie in die Karten schauen. Die ganze Familie McGregor und Williams ist verschwiegen wie ein Grab!“

Und jetzt konnte ich mit meinen Erkenntnissen und meinem Wissen und meinen Kontakten auftrumpfen und tat es. „Herr Schäfer, ich habe viel Zeit mit ihr verbracht und ich konnte ihr bezüglich einiger Krankheiten in der Familie und im Angestelltenbereich helfen! Umgekehrt haben wir gemeinsam geforscht und diese Vorläufer sind einfach überall. So erlangte ich ihr Vertrauen und sie meines!“ ich sah ihn an und hielt seinem forschenden Blick stand. Doch mehr Einzelheiten brauchte er nicht!

„Heißt das, sie haben entsprechende Verbindungen und können Klarheit in einige Bereiche bringen?“ kam es ein wenig lauernd von ihm. „Nicht in alle Bereiche, nein, aber da ich einen gewissen Einblick hatte, sollte es mir in Zukunft möglich sein, weiter zu forschen um handfeste Ergebnisse ans Tageslicht holen zu können.“ gab ich nur wieder.

„Warum sollte ich auf eine Assassine hören und ihnen vertrauen?“ er stand mit verschränkten Armen vor dem Schreibtisch. „Meine Mutter ist eine gute Beobachterin und sie hat ein Händchen, Lügen und Intrigen zu durchschauen! Und sie wissen ja auch, dass sie eine ganze Weile mit Edward Kenway unterwegs war. Somit gibt es von dieser Seite auch noch einige Erkenntnisse, die auch für die Templer von Nutzen sein können.“ kam es jetzt nicht ohne Stolz von meinem Sohn.

Tobias beäugte ihn etwas skeptisch. „Du warst bei den Reisen dabei?“ fragte er jetzt.

„Nein, ich war nur bei der vorletzten dabei!“ sagte Yannick ehrlich. „Dann konntest du dir auch selber ein Bild von dem ganzen Geschehen machen?“

„Das konnte ich und ich muss sagen, es hat mich weiter gebracht und ich habe viel gelernt!“ sagte er voller Stolz wieder.

„Frau Frederickson, wenn die Frage gestattet ist. Aber, planen sie weitere Reisen dorthin?“ fragte er etwas zögerlich und ich spürte, dass Yannick seinen Blick nutzte und kurz den Kopf schüttelte.

„Vermutlich ja, aber ich muss jetzt erst einmal Marius von diesem Wesen befreien und dann sehe ich weiter. Und da wären wir an einem Punkt, wo ihr ins Spiel kommen könntet. Denn ich bin immer noch auf der Suche nach einem Artefakt, welches nur in dieser... anderen Welt existierte. Ich habe es zwar als Tätowierung davongetragen doch das reicht nicht unbedingt.“ Sollte ich von Haythams Amulett erzählen? Doch Tobias wusste ja, dass es HIER nicht mehr existierte und das machte die Templer damals ziemlich wütend!

„Wir sollten Marius zu einem Gespräch einladen, denn es wäre doch möglich, dass sich das Wesen dann irgendwie zeigt, oder nicht? Und dann könnte man versuchen es aus ihm heraus zuholen.“ Tobias war sich sicher, dass das klappen würde.

„Ein Versuch wäre es wert, aber ich bezweifle, dass er sich auf dieses Treffen einfach einlässt. Denn das Wesen verlangte die Herausgabe der Zeitreiseartefakte und wenn ich ehrlich sein darf, DAS würde ich als allerletzte Option nutzen. Davor muss es einfach noch etwas anderes geben. Und wir wissen, dass diese Wesen in die Gedanken schauen können, sie regelrecht lesen und sie gegen uns einsetzen können.“ Ich hatte so langsam Angst, wenn ich noch mehr preisgab, würde er sich alleine mit Marius auseinander setzen und mein Plan wäre wirklich zum Scheitern verurteilt.

„Da haben sie recht. Was schlagen sie vor? Wenn doch dieses Vieh so schlau ist und auch, wie sie sagen, Gedanken lesen kann, wird es schwer, eine Falle zu stellen.“ Damit hatte er Recht, doch ich erzählte von meiner Art, meinen Geist zu verschließen! „Sie können sich abschotten, sodass diese Vorläufer sich nicht an ihren Gedanken bedienen können? Wie machen sie das?“ fragte er staunend.

„Man muss für sich eine Erinnerung haben, welche man öffnet und … in der man sich einschließt und den Schlüssel wegwirft. Ich kann es schwer beschreiben, Herr Schäfer. Und es hat auch bei mir nicht auf Anhieb geklappt.“ Ich erzählte, von dem Desaster, als ich auch besessen war, denn ich war der Ansicht, dass es nur fair war, wenn er davon erfuhr und ich hoffte, dass er so mehr Vertrauen zu meinen Fähigkeiten fand.

„Erstaunlich. Wir haben nie auch nur ansatzweise, so etwas erwartet. Wir gingen davon aus, dass ihre Reisen einfach nur Geplänkel seien, doch Marius war immer überzeugt, dass ihr den Auftrag hattet, Artefakte oder ähnliches zu finden und an euch zu bringen, damit wir sie nicht bekommen! Wer hätte gedacht, dass es ganz anders war.“ Sein Blick verriet, dass er diese Erkenntnis wirklich gerade eben erst hatte.

Tobias ließ sich auf seinen Chefsessel sinken und sah mich an. Als ich ihn musterte sah seine Aura seltsam aus. Sie veränderte sich, von blau zu nebelig und wieder zu blau. Aber rot war sie nicht. Und jetzt kam mir auch der Gedanke, was dieses nebelige noch zu bedeuten haben könnte.

Diese Menschen sind sich nicht sicher, ob sie auf meiner Seite stehen sollten. Sie sind noch zwiegespalten und wabern deswegen so herum.

„Eigentlich wollte ich bei meiner letzten beziehungsweise vorletzten Reise die Lücken im Lebenslauf von Shay Cormac schließen. Denn, wenn wir ehrlich sind, die ganzen Berichte und Gerüchte sind ja nicht mehr auszuhalten!“ sagte ich ehrlich.

„Da haben sie recht, Frau Frederickson. Aber es ist seltsam, dass Haytham nie von ihm berichtete.“ in mir kamen dunkle Wolken auf. Wie Tobias seinen Namen so leicht abfällig aussprach, war ihm nicht würdig und ich wurde sauer.

„Master Kenway ist ein verschwiegener Mann und weiß, wie er Details zurückhalten kann!“ gab ich kalt als Antwort. Herr Schäfer sah mich fragend an. „Frau Frederickson, sie scheinen mehr zu wissen, als wir alle. Und ich als Templer würde zu gerne mehr über diesen Menschen erfahren, also wenn sie doch die Güte hätten, mir mehr zu berichten?“ sah er mich ehrlich fragend an.

Doch ich wollte noch nicht meine letzten Trümpfe auspacken. „Herr Schäfer, sie können sich sicher sein, dass das, was sie in den Tagebüchern gelesen haben, der Wahrheit entspricht. Und was die fehlenden Einträge angeht, da kann ich auch nicht wirklich helfen. Denn leider sind ja alle Unterlagen damals vernichtet worden. Von wem, können wir uns alle denken, oder?“ Ich sah Tobias jetzt einfach ebenfalls fragend an.

„Vermutlich von Master Cormac persönlich! Aber ich denke, wir sollten als erstes jetzt mit Marius weitermachen und dann... sollten wir weitersehen, was denken sie Frau Frederickson?“ kam es ehrlich von ihm. „So sehe ich das auch. Also, wie wollen wir vorgehen?“ fragte ich, denn ich wollte nicht alleine vorpreschen.

So besprachen wir, dass wir uns in einer Woche wieder treffen würden. Bis dahin wollte Herr Schäfer Marius dazu bringen, doch dem Orden wieder beizutreten aufgrund von neuen Erkenntnissen, die Frau Richter angeblich ans Licht gebracht hatte. Wir hofften, dass das so klappen würde. Bis dahin würde ich ihn nicht mehr kontaktieren und sollte Marius dennoch anrufen, sollte ich ihn besser ignorieren. Das war wohl das kleinere Problem.

Wir verabschiedeten uns und gingen zum Parkplatz, mittlerweile war es dunkel und es schneite ziemlich heftig. Ich schlug meinen Mantel enger um mich und stieg dann in mein Auto. Als wir die Türen geschlossen hatten, sah mich Yannick an und fragte erleichtert. „Mum, das ist doch gut gelaufen, oder? Herr Schäfer war uns nicht böse gesonnen, doch … seine Aura... dieser Nebel! Was hat das zu bedeuten?“

Ich erklärte meinem Sohn, welche Vermutung ich hatte und sagte auch, dass ich ebenfalls guter Dinge sei, was die zukünftigen Treffen anging. Ich hatte einen Grundstein gelegt und so hoffte ich, würde es weitergehen, doch der Weg wäre noch lang.

Zuhause angekommen, erwartete uns eine maulige Melissa. Yannick hatte ihr nicht Bescheid gesagt, dass er mit mir noch einen Termin hatte! Männer... ziemlich vergesslich von Zeit zu Zeit. Ich ließ die beiden in der Küche sitzen und ging ins Wohnzimmer. Der Abend war Ruhe pur und ich studierte noch ein paar Seiten über das 18. Jahrhundert und über die Kriege und und und!
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