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Even when your kind appears to triumph - Part 3

GeschichteFamilie, Schmerz/Trost / P12
Haytham Kenway OC (Own Character) William Miles
11.07.2020
07.11.2020
44
63.054
2
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24.10.2020 1.586
 

Kapitel 34

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Der Abschied rückt in greifbare Nähe!

19. Januar 2021


Frustriert stöhnte ich auf, als ich erwachte. Verdammt nochmal! Warum wurde man immer so unsanft da raus geholt! Es war schon hell und als ich auf mein Handy sah, stellte ich fest, dass mein Wecker sowieso gleich anging. Dann konnte ich auch jetzt schon aufstehen und mich fertig machen.

Yannick war noch zuhause, nur Melissa war schon früher los, da ihre Firma ein paar Aufträge außerhalb hatte. Ich weckte ihn und gemeinsam saßen wir dann in der Küche. Ich erzählte ihm von meinem Traum und erntete ein „Och man, das hätte ich auch gerne mal. Du reist herum und dann kannst du mittlerweile sogar im Schlaf spannende Sachen erleben!“ Doch er grinste mich an, sein Sarkasmus hatte sich auch weiter entwickelt.

„Ja, das ist voll spannend...“ in dem Moment fiel mir ein, dass ich im Traum ja Koordinaten gespeichert hatte. Aus reiner Neugierde suchte ich auf meinem Mobilfunkgerät danach und erschrak. Dort befand sich tatsächlich eine Datei mit der Beschreibung „Anticosti Daten“. „Das... Yannick, das ist unheimlich. Die Daten die ich letzte Nacht gespeichert habe, sind hier drauf!“ ich reichte ihm das Gerät und er sah mich ebenfalls erstaunt an.

„UND es steht sogar ein Datum und eine Uhrzeit dabei! Es ist angeblich der 27.03.2022 um 18 Uhr gewesen! Mum, das kann doch gar nicht funktionieren!“ er starrte immer noch auf das Display und auch ich konnte es nicht fassen.

Mit einem Wisch war meine Hoffnung, gegen Ende des Jahres zurück reisen zu können, vom Tisch! Enttäuscht schaute ich in meine Kaffeetasse. „Das ist wirklich scheiße!“ und meine Faust donnerte auf den Tisch.

„Mum, ich weiß, du wolltest schneller wieder zurück. Aber... das hier ist wichtiger. Wir sollten mit William und Tobias darüber reden, vielleicht haben sie ja noch einen Vorschlag.“ meinte mein Sohn einfach. „Ja, das sollten wir tun. Also los, auf geht es. Willst du bei mir mitfahren oder selber?“ fragte ich um Ablenkung bemüht. „Ich fahre selber, ich wollte nachher noch zu Tom nach der Arbeit.“

Als ich im Büro meines Mentors saß und von meinem Traum berichtete, erntete ich auch hier nur ungläubige Blicke. Tobias war zugeschaltet und auch er konnte es nicht glauben. „Alex, dass ist doch unmöglich. Jetzt kannst du sogar schon in die Zukunft sehen? Oder wollen diese Isu uns das nur glauben machen?“ fragte er in die Runde, doch es war eher so, als spräche er mit sich selber.

„Tobias, ich habe keine Ahnung. Was aber auch merkwürdig ist, dass ich ein Datum bekommen habe, so als würde man mir einen Countdown vorhalten.“ es fiel mir siedendheiß ein, dass Loki von dem Ende gesprochen hatte! „Erinnert ihr euch an die Aussage von Loki noch? Das Ende? Was, wenn er genau das damit meinte? Doch, was passiert dann? Und warum gerade Anticosti?“ Keiner der Anwesenden konnte mir das beantworten.

Aber der Großmeister hatte dann doch noch gute Nachrichten zu verkünden. Sie waren in Spanien noch einmal fündig geworden und hatten einen der einfachen Armreif gefunden. „Es war seltsam, dieses Artefakt war auch sehr leicht zu finden. Es befand sich in einem alten Bauernhaus in der Pampa von diesem kleinen Spanischen Kaff. Aber du sagtest es ja auch schon, es ist zu einfach, da wird sicherlich noch etwas nachkommen.“ meinte er jetzt.

„Das befürchte ich auch. Wir können uns nur darauf verlassen, dass wir uns, wenn es soweit ist, entsprechend verteidigen können.“ sagte ich jetzt etwas besser gelaunt. jetzt fehlte nur noch EIN Armreif. Und jetzt erklärte ich den beiden Herren auch, was mir diesbezüglich durch den Kopf ging.

„Alex, dass ist zu riskant. So oft in kurzer Zeit reisen ist nicht gut. Du hast die Warnungen selber gehört und uns auch davon erzählt.“ meinte William und er hatte ja Recht.

„Ich hatte auch schon überlegt, dass ich ganz zurückreise und dieses Artefakt hole und euch dann eine entsprechende Nachricht hinterlasse, sodass ihr dann entsprechend handeln könnt. Doch das wäre zu unsicher, über die Jahrhunderte gehen ja gerne Schriftstücke und Dinge verloren.“ ich sah meinen Mentor jetzt an und hoffte, er würde mir raten, die letzte Reise anzutreten. Doch weit gefehlt....

„Das ist keine Option, wir müssen das anders hinbekommen. In deinem Traum kam auch Mrs. Cormac vor, sagtest du?“ ich nickte nur. „Kannst du diese Träume irgendwie steuern oder wirst du einfach hineingezogen und kannst nichts machen?“ fragte mich William jetzt.

„So wie es aussieht, kann ich nichts machen. ich hatte einige Monate überhaupt keine Träume mehr. Erst als ich wieder aus Suhl zurück war, war ich wieder mit Faith unterwegs.“ klärte ich die beiden jetzt auf. „Diese Momente tauchen willkürlich auf.“ erklärte ich.

„Hmmm...“ kam es frustriert von Tobias. „Und wenn wir einfach dieses Risiko eingehen, dass du zu deinem Templer reist und von dort aus den Ring suchst? Vielleicht haben wir ja wieder Glück und es ist uns dann möglich ohne großes hin und her, alles zu aktivieren.“ Wenn ich ehrlich bin, diesen Gedanken hatte ich ja schon geäußert.

Leise gab mein Mentor nur ein „Aber... ich möchte nicht, dass du einfach so gehst!“ von sich. Mit offenem Mund starrte ich ihn an! „William, das werde ich doch auch nicht. Wir werden einen Plan haben und du kannst dich entsprechend darauf vorbereiten! Ich … verlasse euch doch nicht einfach so. Wo denkst du hin...“ und mir stiegen die Tränen in die Augen.

„Auch ich möchte das nicht, Alex.“ kam es zögerlich von Herrn Schäfer. „Ich habe in den letzten Monaten mehr gelernt, als ich es für möglich gehalten habe. Du hast uns allen bewiesen, dass man einfach auch mal etwas anderes zulassen muss. Eine andere Meinung und vor allem auch Vertrauen zulassen muss. DAS fehlt unserer Gesellschaft gerade am meisten und es hat noch nicht einmal NUR mit Assassinen und Templern zu tun. Es ist... Herr Gott... ich klinge so kitschig wie in einem Disney-Film... für unser aller Wohlergehen wichtig, dass wir MITEINANDER arbeiten, und nicht GEGENEINANDER! Das hast du bewiesen, Alex. Und aus diesem Grunde würde ich dich auch lieber hier behalten. Du könntest noch so vieles erreichen!“ Im Hintergrund hörte ich eine Frau schniefen... es war Marie. Die beiden schienen sich gesucht und gefunden zu haben!

Ich saß da und starrte vom Telefon zu meinem Mentor und zurück. Mein Blick verschwamm und ich heulte drauf los. Mir fehlten die Worte, jetzt steckte ich in einem bösen Zwiespalt. Ich würde so wahnsinnig gerne hier bleiben und diesen Frieden weiter mit aufbauen, auf der anderen Seite hatte ich ein Versprechen gegeben und ich vermisste Haytham!

Schniefend sagte ich nur „Ihr wisst gar nicht, wie ich euch vermissen werde. Glaubt mir, ich werde sicher einen Weg finden, mit euch Kontakt zu halten.“ Wie, das wäre die wichtige Frage dahinter. „Aber ihr habt Recht, diesen Armreif werden wir hier nicht so ohne weiteres bekommen, nicht ohne einen halben Krieg vom Zaun zu brechen. Ihr solltet in Zukunft lieber versuchen, nach und nach euch mit den Templern des britischen Ritus gut zustellen. Und ich werde dann jetzt anfangen... alles zu ordnen.“

In diesem Moment fiel mir Marius wieder ein, von ihm hatte ich seit Ewigkeiten nichts mehr gehört. „Tobias, sagen sie mal, haben sie etwas von meinem Ex gehört? Mir fällt auf, dass ich schon lange keine Nachricht mehr von ihm bekommen habe!“ fragte ich den Großmeister nun.

„Ab und zu telefoniere ich mit ihm, aber er ist immer sehr kurz angebunden. Ich mache mir tatsächlich auch Sorgen um ihn. Vielleicht rufst du ihn an oder fährst mal direkt bei ihm vorbei. Seit er befreit ist, hat er sich sehr zurück gezogen. Ich meine, er war ja schon immer etwas seltsam, doch seit neuestem... ich weiß nicht. Vielleicht kannst du ja aus ihm schlau werden!“ meinte er nur.

„Ich denke, dass ist eine gute Idee. Vielleicht mag Yannick auch mitkommen. Die beiden sollten sich eh wieder annähern. Es war ja sonst auch immer sehr friedlich zwischen uns.“ sagte ich jetzt grüblerisch und machte mir schon eine Liste, wann ich was zu erledigen hatte.

Ich verabschiedete mich jetzt von beiden und ging zu Laura. Sie sah mich traurig an. „Du gehst dann bald, ja? Entschuldige, ich hatte das gerade im Vorübergehen gehört. Auf der einen Seite finde ich es total spannend, dass du es wagst. Aber ich wüsste nicht, ob ich mir das zutrauen würde!“ meinte sie dann anerkennend.

„Der Schritt ist nicht leicht und Tobias und William haben es mir gerade auch nicht leichter gemacht.“ seufzte ich nur. „Dann heißt es jetzt für mich, dass ich allmählich alle kleinen Pläne in die Tat umsetze und dann... werde ich wieder zu meinem Verlobten reisen!“ Laura sah mich immer noch traurig an. „Ich bin neidisch, Alex. Wirklich! Weißt du eigentlich, sobald du nur in Gedanken bei ihm bist oder seinen Namen erwähnst, dann strahlst du regelrecht. So eine Liebe würde ich auch gerne finden!“ und ich sah, wie ihr eine Träne über die Wange lief.

„Laura, du bist jetzt 22 Jahre alt, du wirst sie sicherlich noch finden. Aber, auch wenn es dumm klingt, suche nicht zwanghaft danach, dann klappt es definitiv nicht. Und ich bin mir sicher, du wirst deinen Traummann auch noch finden!“ ich nahm sie in den Arm, mehr konnte ich nicht tun. Um sie vom Thema abzulenken, fragte ich nach den Büchern und Unterlagen, aus denen sie die Informationen hatte. Sie erzählte mir dann, dass das Hausmädchen, welches sich so beschwerte, Fiona Wakefield hieß und viele Jahre bei Jenny im Haus gedient hatte. Das würde mir dann sicher auch ein bisschen weiter helfen.
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