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365 Days - Massimo & Nicola

GeschichteSchmerz/Trost, Liebesgeschichte / P18 Slash
11.07.2020
27.09.2020
4
6.076
1
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11.07.2020 1.692
 
Hi liebe Leser und Leserinnen!

Dieser Film „365 Days“ hat ja ganz schön Staub aufgewirbelt. :)) Ich muss sagen, ich habe ihn ganz unvoreingenommen auf Netflix gesehen, wie noch niemand darüber berichtet hatte. Da muss ich wohl ziemlich bald dran gewesen sein. :)) Der Hauptdarsteller war ganz schön heiß – aber die Dialoge echt mies. Da habe ich schon viele Gay-Romances gelesen, die stilistisch einfach viel besser waren. Tja, gsd gibt es Fanfiktions und da kann vieles besser gemacht werden. :))

Wünsche euch viel Vergnügen beim Lesen!
Eure Schwarze Lady

Inhalt: Don Massimo hatte nach Lauras Tod allen Frauen abgeschworen. Doch was hatte er sich dabei gedacht, den hübschen Nicola einzustellen? Der junge Mann brachte ihn auf verruchte Gedanken, die er als Don niemals haben durfte. Und konnte er Nicola wirklich trauen - oder arbeitete er für seine Feinde?

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Kapitel 1

Don Massimo knöpfte sein neues cremeweißes Hemd von Armani zu. Wie immer schmiegte es sich an seinen gestählten Körper, wie eine zweite Haut. Genauso perfekt saß seine neue Stoffhose. Er würde Nicola, seinem neuen Einkäufer, einen Bonus zahlen. Der Junge hatte wirklich ein gutes Auge für Mode und seine Maße. Und das war auch gut so. Nach Lauras Tod durch Annas Männer konnte er seine alten Sachen nicht mehr tragen. In seinem Schlafzimmer und seinen Schränken hing überall ihr Duft und das hatte ihn wahnsinnig gemacht. Mit seinen eigenen Händen hatte er Anna dafür bezahlen lassen. Sie hatte gelitten und es hatte ihm gefallen, zuzusehen, wie die Luft aus ihren Lungen wich, als er ihre Kehle immer fester drückte. Zuerst hatte sie noch geglaubt, er wäre in der Nacht in ihr Schlafzimmer gekommen, um sie hart durchzuficken, so wie sie es immer gewollt hatte. Hart und schnell. Anna trug sogar seine Lieblingsdessous, die er ihr einmal gekauft hatte. Aber schnell ist ihr klar geworden, dass er der letzte Mensch sein würde, den sie in dieser Nacht sehen würde.

„Don?“ Ein Klopfen unterbrach seine alten Gedanken. Es war schon Monate her, aber er musste immer noch an seine geliebte Laura denken.

„Komm rein, Mario.“ Mario war schon die rechte Hand seines verstorbenen Vaters gewesen und er war der einzige, dem er hundertprozentig vertrauen konnte. Laura hatte er auch vertraut, aber ihnen war ein gemeinsames Leben verwehrt geblieben.

Die Tür zu seinen Gemächern öffnete sich und Mario sah ihm ernst entgegen.
„Massimo, es gibt ein Problem.“

Er warf einen letzten Blick in den riesigen Ganzkörperspiegel, nickte Mario darin zu und ging mit ihm mit. Schweigsam stiegen sie die Treppen hinab in die große Eingangshalle, seines luxuriösen Anwesens. Wenn Mario nichts weiter erläuterte, war es ihm mehr als unangenehm. Dann ging es selten um seine Feinde, sondern um seine eigenen Männer. Das traf Massimo dann immer besonders hart. Er hatte es so von seinem Vater gelernt. In Italien war Familie heilig und seine Männer waren für ihn so etwas wie eine große Familie, nachdem er seine eigene ganz verloren hatte. Laura war schwanger gewesen, hatte er durch die Obduktion erfahren. Eine leibliche Familie hatte er somit nicht mehr. Sie war durch seine Feinde ausgerottet worden. Aber er hatte schon vorgesorgt. Durch Laura war er für seine Feinde angreifbar geworden. Darum hatte er jetzt im geheimen zwei Leihmütter in Amerika bezahlt, die seine Kinder austragen würden. Nach seiner angebeteten Laura kam ihm keine Frau mehr ins Haus. Er hatte Anna unterschätzt und er war allen Frauen überdrüssig geworden. Außer den namenlosen Nutten, die ihm immer wieder einmal einen Blowjob besorgten, betrat keine Frau mehr sein Anwesen. Die weiblichen Angestellten hatte er alle entlassen, aber er hatte sie gut entlohnt und ihnen andere Jobs besorgt. Darum hatte er jetzt männliche Putzkräfte oder eben seinen männlichen Einkäufer Nicola ... der mitten auf dem teuren Teppich zwischen seinen Bodyguards kniete und die Hände am Rücken gefesselt hatte. Seine platinblonden schulterlangen Haare verdeckten sein feines Gesicht, da er den Kopf gesenkt hielt und seine Schultern zitterten.  Massimo fixierte Domenico scharf, was ging hier vor sich? Domenico war sein zweiter Mann und er war für die Angestellten zuständig.

„Das haben wir auf seinem Handy gefunden.“ Domenico übergab ihm sogleich das noch fast neue Smartphone, dass er Nicola zu seinem Dienstantritt übergeben hatte.

Silberweiß, sehr schlank und leicht, er hatte es selbst ausgesucht, nach dem erfolgreichem Bewerbungsgespräch mit dem Jungen. Massimo wusste nicht mehr, warum ihm das damals so wichtig gewesen war, aber es passte einfach perfekt zu dem jungen gepflegten Mann, dessen helle Augen ihn damals so fasziniert hatten. Genauso wie seine platinblonden langen Haare, die ihn an Lauras letzte Frisur erinnerten ... wenn er ihn von hinten nehmen würde ... verdammt ... diese Gedanken hatte er die letzten Monate erfolgreich verdrängt. Aber seine devote Haltung hier auf dem Teppich, regte einfach zu sehr seine dunklen Fantasien an. Doch diese durfte er sich nicht erlauben. Nur nachts, wenn er selbst seinen Schwanz wichste. Nicola war der Sohn eines älteren Mitarbeiters, den bereits sein Vater eingestellt hatte. Er war nur ein kleiner Handlanger, aber stets treu ergeben. Nicolas Vater hatte sich tausendmal unterwürfig bei ihm bedankt, dass er seinem Sohn diese Chance gegeben hatte. Viele Söhne hatten sich für diese Stelle beworben, um sie eines Tages als Sprungbrett auf einen wichtigeren Posten zu nutzen. Massimo hatte niemanden bevorzugt, nicht die Reichen und nicht die Armen. Er hatte sich die Jungen alle genau angesehen und aus seinem Bauch heraus entschieden. Damit hatte er sicher einige Reiche vor den Kopf gestoßen, aber das war ihm egal. Er war der Don, und der Don war niemandem Rechenschaft schuldig. Nicola war ihm ehrlich und dankbar erschienen, auch etwas schüchtern und zurückhaltend. Vielleicht sogar ehrfürchtig und nicht offensichtlich schleimig. Er wollte genau diese Stelle und nichts anderes von Massimo. Doch anscheinend hatte sich Massimo schon wieder von einem hübschen Gesicht und Körper täuschen lassen. Aber die hellen Augen waren ihm so rein erschienen...

„Er hat unzählige Fotos von dir geschossen Don.“ Marios Stimme holte ihn aus seinen Gedanken und er entriegelte endlich das Smartphone.  

Als Don hatte er alle Mitarbeiter immer unter Kontrolle. Aber er schnüffelte nicht willkürlich in ihrer Privatsphäre herum. Er tippte den Master-Code ein und war sogleich im Fotoalbum „Don“ ... nein, eigentlich stand da „Dom“. Massimo atmete tief ein und aus und versuchte seine verruchten Gedanken im Zaum zu halten. Mario hatte recht, Nicola hatte Fotos in jeder Lebenslage von ihm auf seinem Handy ... am Pool, beim Umkleiden ... mal mit mehr und mal mit weniger Stoff an seinem gestählten Körper. Massimo wusste, dass er gut aussah und diese Schnappschüsse streichelten sein Ego immens. Er wusste, dass Nicola ständig sein Handy bei sich hatte, er hatte gedacht, dass er damit ständig nach neuen teuren Stücken für ihn suchte, nicht aber, dass er heimlich seinen Schwarm ablichtete. Massimo hatte schon ein paarmal das Gefühl gehabt, dass Nicola ihn anders als andere Männer betrachtete und seine eigenen Fantasien mit dem liebenswerten und unkomplizierten Blondschopf waren auch nicht besser. Das war zwar in Italien kein Problem, aber als Don konnte er keine Männer ficken. Das würde das heilige italienische Sittenbild der Familie zerstören. Denn auch wenn er immer den aktiven Part haben würde, würde ihn jeder als Schwuchtel bezeichnen, der auch für andere die Beine breit machte. Als Mann und Don musste er immer der Dominante sein und niemals der Unterwürfige. Niemand dürfte ihn für schwach halten, nicht seine Feinde und schon gar nicht seine „Familie“.

„Ich bin seine Anrufe, SMS und Kontakte durchgegangen Don. Er hatte mit niemand Unbekanntem telefoniert oder geschrieben. Aber wir wissen nicht, ob er nicht ein weiteres Handy hat und damit unsere Feinde über dich am laufenden hält. So wie es aussieht ist er auf dich angesetzt worden, um kompromittierende Fotos von dir zu schießen.“ Domenico fasste Nicola in seine langen platinblonden Haare und riss ihm den demütig gesenkten Kopf zurück.

Sofort trafen sich ihre Blicke und Massimo konnte sein Flehen und seine Tränenspuren nur zu deutlich sehen. Nein, Nicola würde ihn nie verraten, aber Nicola hatte Angst, dass er es tat. Nicht nur ein Don konnte keine Schwuchtel sein, um sein Gesicht nicht zu verlieren, auch keiner seiner Männer. Schwäche war einfach tödlich in diesem Geschäft.

„Für wen arbeitest du? Wo hast du dein anderes Handy? Dein Zimmer haben wir komplett durchsucht. Rede! Und belüge deinen Don nicht!“ Domenico riss ihn an den Haaren nach oben, sodass Nicola soweit es ging aufrecht kniete.

Nicola hatte Schwierigkeiten mit dem Gleichgewicht, weil seine Hände mit Handschellen am Rücken gefesselt waren. Ein Zittern durchlief den schlanken Körper und das gefiel Massimo gar nicht. Außer er zitterte unter ihm vor Verlangen und Hingabe zu seinem Don ... nein ... seinem Dom. Verdammt! Seine Sexsucht würde ihn noch ins Grab bringen, so wie seine Frauen ... aber vielleicht würde es mit einem Mann anders werden, weniger kompliziert. Aber das war nur ein Wunschdenken, gerade eben war es verdammt kompliziert. Er musste das beenden, ohne sein Gesicht zu verlieren.

„Ich arbeite für Don Massimo ... nur für ihn.“ Kam ihm Nicolas bebende Stimme zuvor. „Bitte“, er sah Massimo flehend an. „Bitte, glauben Sie mir ...“

„Warum dann die vielen Fotos?“ Domenico verstärkte seinen Griff in den platinblonden Haaren und Nicola schrie auf.

„Zum Einkaufen!“, rief Nicola verzweifelt.

„Schwachsinn“, erwiderte Domenico.

„Das reicht!“ Alle starrten den Don an. Er holte ein Klappmesser hervor und spielte in seiner rechten Hand damit. „Ich werde ihn selbst befragen, in meinen Gemächern und niemand wird uns stören. Dann werden wir sehen, ob er eine heilbare oder eine unheilbare Wunde davontragen wird.“ Das Klappmesser schwang gekonnt durch seine Finger und Nicola wurde kreidebleich dabei.

„Bitte Don ...“, wimmerte er leise und eine einzelne Träne bahnte sich ihren Weg über seinen hohen Wangenknochen.

Don Massimo nickte seinen Bodyguards zu. Sie fassten Nicola brutal an den Oberarmen, zogen ihn hoch und schleiften ihn zu seinen Räumlichkeiten. Nicola versuchte auf die Beine zu kommen, aber sein Kopf blieb gesenkt und sein Mund verschlossen.

Massimo steckte das Handy ein, verabschiedete sich von Mario und Domenico ebenfalls mit einem Nicken und folgte ihnen.

Es war mindestens genauso kompliziert, vielleicht sogar noch viel komplizierter. Wie sollte er nun Nicolas Tränen trocknen, ihn hart durchficken, wie sie es sich offensichtlich beide wünschten, aber ihm trotzdem eine sichtbare Narbe verpassen, damit niemand misstrauisch wurde und ihn dabei nicht zu zerbrechen …?

TBC...
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