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Zusammen gewachsen (Arbeitstitel)

von Ein3
GeschichteSchmerz/Trost, Liebesgeschichte / P16 / Gen
Hermine Granger Severus Snape
10.07.2020
01.08.2020
9
10.621
6
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11.07.2020 915
 
Wisst Ihr was? Es ist Wochenende, was solls, hier ist noch ein Kapitel.
Viel Spass^^
Lasst mich wissen, was ihr denk, ja?
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15.05.1998 - St. Mungo

„Severus, man sagte mir, Sie seien wieder wach. Willkommen unter den Lebenden. Darf ich reinkommen?“ grüßte Kingsley Shacklebolt den Mann im Krankenbett, während er die Tür hinter sich schloss. Snape nickte leicht, ohne ein Wort. Sein Hals war noch verbunden, aber er fühlte sich wieder klar bei Verstand. Die letzten Tage ließen sich in seiner Erinnerung nicht klar voneinander abgrenzen. Man hatte ihn unter einen Haufen Tränke gesetzt. Lediglich Bruchstücke, die für ihn nicht klar von Träumen zu unterscheiden waren, waren ihm präsent. Kingsley zog sich einen Stuhl von dem kleinen Tisch unter dem Fenster seines Krankenzimmers an sein Bett und setzte sich zu ihm. „Wie geht es Ihnen, Severus?“ nahm er das Gespräch auf. „Wie soll es mir schon gehen?“, raspelte Snape. Seine Stimme, immer noch tief, war leiser als gewohnt und hatte seinen samtig schnarrenden Ton noch nicht zurück erlangt. „Was wollen Sie, Kingsley?“ Ihm war nicht nach Smalltalk. Er plante, sollte heute noch irgendwer ihn besuchen, um ihm Absolution zu erteilen und sich wort- und tränenreich zu entschuldigen, diesen gegen ärztlichen Rat ins nächste Jahrtausend zu hexen. Minerva hatte den Anfang gemacht. Sie hatte ihn schon besucht, kaum hatten die Heiler ihn für stabil genau für einen kurzen Besuch erklärt. Sie hatte ihm von seinem Freispruch erzählt, sich wortreich entschuldigt und ihn unter Tränen nahezu beschimpft, dass er niemanden in den Plan eingeweiht hatte. Sie hatte ihm versichert, dass auch Albus Dumbledore von ihr schon einiges zu hören bekommen hatte. Severus Snape hatte verbal nach ihr schnappen wollen, aber es kam noch kein vernünftiger Ton aus seiner Kehle. Er hustet, Schmerz dröhnte dumpf durch seinen Körper. Seine Kehle brannte wie Feuer und die Heiler warfen Minerva ohne großes Federlesen raus. Diese Art von Besuchen hatte es einige gegeben. Minerva war noch einmal wieder gekommen, Poppy war da gewesen, gefolgt von Potter. Keiner dieser Besuche war angenehm gewesen, aber Potter war der, der seinen Entschluss hatte Reifen lassen, den nächsten, der es wagte emotional zu werden, zu verhexen. Er sehnte sich nach Ruhe. Genau genommen ewiger Ruhe, aber die war ihm ja nicht vergönnt gewesen. Er hatte nicht geplant zu überleben und musste jetzt erst mal seine Gedanken und Emotionen sortieren. Er war frei. Seine Schuld beglichen, seine Fehler so gut es geht gesühnt. Nun musste er sehen, wie es weiter gehen sollte.
„Severus, die Welt steht in Ihrer Schuld. Ich wollte mich versichern, dass Sie alles haben, was Sie brauchen und auf dem Weg der Genesung sind.“, erklärte Kingsley und war Minerva dankbar, dass sie ihn vorgewarnt hatte. Das Gemüt des Tränkemeisters hatte sich durch seine Nahtoterfahrung und seine derzeitige Verfassung nicht verbessert. „Mir geht es blendet, Kingsley.“, gab Snape zu verstehen. Selbst seine jetzige Verfassung transportierte seine Stimme zuverlässig eine gute Portion Sarkasmus. „Ist das dann alles?“, setzte er nach. Kingsley seufzte. „Ich möchte nur sicher stellen, dass Sie alles haben, was Sie brauch und Sie wissen lassen, dass, sollten Sie etwas brauchen, ein Wort genügt. Hermine Granger hat, mit Hilfe von Harry und dem Portrait von Albus, Ihre Unschuld bewiesen. Minerva wird es schon erzählt haben, Sie sind in allen Anklagepunkten frei gesprochen.“ „Unschuld? Hat das Ministerium jetzt vollkommen den Verstand verloren? Welcher Vollidiot hat den Ministerposten übernommen?“, schnappte Snape und bereute seine Unvorsichtigkeit gleich. Er sollte langsamer und leiser sprechen. „Ich. Ich bekleidet übergangsweise diese Position, Severus. Und Sie sind freigesprochen von allen Vergehen, die Sie als unser Spion verübt haben. Ich bin auch hier um Ihnen den Orden des Merlin erster Klasse anzubieten.“ Diesen hätte er vor einigen Jahren schon bekommen sollen, als er Black festgesetzt hatte. Damals hatte er ihm etwas bedeutet. Heute nicht mehr. Er wollte nur, dass Kingsley ging und ihn in Frieden ließ. Er wusste alles, was er wissen musste. Der dunkel Lord war tot. Potter hatte es tatsächlich geschafft. Miss Granger, die unerträgliche Besserwisser, hatte ihn bergen wollen und fand ihn gerade so noch lebendig. Sie stabilisiert ihn, bis Poppy eintraf, die ihn ins Mungo schickte. Dort war er nun. Aus welchem Grund auch immer hatte Miss Granger dafür gesorgt, dass er freigesprochen wurde, noch ehe er wieder bei klarem Verstand war. Der dunkel Lord war tot und er war freigesprochen worden. Jetzt musste sich sein Organismus nur soweit erholen, dass er Magie wirken konnte, dann würde er diesen Ort verlassen und….ja was würde er dann tun?! Er wusste es noch nicht, aber er würde es herausfinden. Er hatte genug Gold, um erst mal Leben zu können und als Meister der Tränke musste er sich darum eh keine Sorgen machen. Er kannte den Großteil der Zauberergemeinschaft des Landes. Er hatte die Stümper seit über 10 Jahren, fast 20 Jahren unterrichtet. Die brauchten jemanden, der alles, was komplizierter als einen Schwelllösung war, für sie braute. Kingsley schien zu begreifen, dass der Mann vor ihm nicht antworten würde. Die Heiler hatte ihm gesagt, dass er noch unter diversen Tränken stand und noch schnell erschöpft war. „Severus, ich fürchte, Sie müssen mich entschuldigen. Ich komme Sie ein anderes Mal erneut besuchen. Ich wollte auch nur nach Ihnen sehen und Ihnen mitteilen, dass alles geregelt ist und Sie ein freier Mann sind.  Ich kann Ihnen für Ihr Handeln nicht genug danken.“ Mit diesen Worten stand der Minister auf, schob den Stuhl zurück an seinen Ursprungsort und verließ das Krankenzimmer.
Severus Snape war weiterhin in seinen Gedanken gefangen.
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