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Trick the Death

MitmachgeschichteDrama, Thriller / P18 / Mix
Coriolanus Snow OC (Own Character)
10.07.2020
26.04.2021
29
86.906
12
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Dieses Kapitel
2 Reviews
 
 
15.07.2020 506
 
Medea seufzt.
Es ist perfekt.
Ihr großer Traum von den Spielen wird endlich wahr. Langsam schreitet sie um das Hologramm. Die Arena ist wunderschön und alles ist so wie es sein sollte.
Im Hintergrund hört sie wie die letzten Schliffe zu den Mutationen besprochen werden. Sie vertraut ihrem Team nicht einmal diese kleine Entscheidung an ohne sich vorher alles genau angehört zu haben.
Nicht ohne Grund ist sie Oberste Spielmacherin. Seit fünf Jahren schon und diese Spiele werden ihre beste Arbeit. Zu ihrem persönlichen Jubiläum sollte sie sich auch Mühe geben. Es wird viel erwartet und sollte etwas schief gehen - ihr Kopf wird rollen müssen.
Aber es läuft perfekt. Sie lächelt breit und wendet ihre blutroten Augen ihrem Team zu.
„Ich will das letzte noch einmal sehen."
Das Hologramm erscheint und das Biest in all seiner Pracht. Nur ein kleiner Fehler.
„Die Zähne, Crutio."
Ein kleines Tippen und sie ist zufrieden.
Wunderschön.

Nach einem langen Tag im Center der Spielmacher muss sie noch dem Präsidenten einen Besuch abstatten. Sie verehrt ihn, aber gleichzeitig fürchtet sie ihn auch.
Er begrüßt sie und bietet ihr einen Drink an. Die nimmt dankend an, hütet sich aber einen Schluck zu nehmen.
„Ich denke Sie sind sich bewusst wie wichtig diese Spiele sind. Für mich. Für Panem. Für Sie persönlich, Medea.”
Medea braucht nichts antworten. Natürlich weiß sie es. Sie weiß welche Gefühle der Präsident für diese Spielen hegt, dass er seinen eigenen persönlichen Groll ausleben möchte.
Vorzuwerfen hat sie ihm nichts. Ein wenig Verständnis hat sie sogar für den Mann.
„Sie haben sich lange gehalten für einen Obersten Spielmacher. Normalerweise war ich immer schnell von ihnen ... enttäuscht.”
Er blickt sie erwartungsvoll an. Jetzt darf sie sprechen.
„Ich habe noch nie jemanden enttäuscht und habe es nicht vor. Sie haben bereits gemerkt dass mein Gründe dafür kein Versagen zuzulassen jede Schwäche überwiegen, Sir“.
Er lacht. Er lacht aus vollem Halse.
„Medea, ich werde sie vermissen. Es ist schön jemandem an diesem Posten zu haben der so einen Ehrgeiz mitbringt. Und so gut mit Worten umgehen kann!“
Medea zwingt sich zu lächeln.
„Wissen wir schon etwas über die Tribute, Medea?”.
„Sir, ich wollte es nicht zu einfach machen. Wir haben uns entschieden die Ernten ganz natürlich verlaufen zu lassen. Ich habe da so ein Gefühl. Die Tribute dieses Jahr werden exquisite, Sir“.
„Nun gut. Wir werden sehen”.

Und damit ist Medea entlassen.
Auch wenn der Präsident ihrer Meinung nichts davon versteht wie man die Spiele unvergesslich macht - sie weiß es. Oh ja, sie weiß es ganz genau.
Der Gedanke an die Arena und an alles was sie vorbereitet hat lässt sie vor Glück erschauern.
Ganz plötzlich überfällt sie die Neugier wer wohl gewinnen wird? Welcher Tribut liegt gerade in seinem Bett und weiß noch gar nichts von dem Glück das ihm zuteil wird?

Zufrieden fällt Medea in einem tiefen, traumlosen Schlaf. Albträume kennt sie nicht. Nein, in ihren Träumen sieht sie diese Nacht die Mutationen die genau das tun was sie sollen.
Es ist ihr schönster Traum seit langem.
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