Tenshi ka akuma!

von Maryjosy
GeschichteFreundschaft / P12
09.07.2020
09.07.2020
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Mies gelaunt schlug ich die Haustür zu und warf mich mit dem Gesicht voran auf die Couch.
Wieder ein scheiß Tag, so wie jeder.
“Welche Laus ist dir denn über die Leber gelaufen?” fragte meine große Schwester und beugte sich über meinem Gesicht.
Doch ich brummte nur in das Kissen hinein.
Einige Minuten wartete sie noch bis sie seufzend aufstand.
“Ich glaube ich weiß ganz genau was du hast”
Ich drehte mein Kopf so, dass ich sie von hinten sah. “Wieso fragst du dann überhaupt?”
“Weil ich deine große Schwester bin Taro und mich um dich sorge”
“Hm” gab ich nur von mir und richtete mich auf.
Aus dem Seitenwinkel sah ich, dass sie in der Küche herumwerkelte.
“Hat es mit Basketball zu tun?” hakte sie weiter nach.
“Hm”
“Jetzt sei nicht so ein Miesepeter und erzähl deiner Schwester, was du auf dem Herzen hast”
Wenn ich jetzt nicht reden würde, dann würde sie mir den Rest meines Lebens damit auf die Nerven gehen.
“Na gut, ja es hat damit zu tun. Heute war wieder ein Übungsmatch und anscheinend mache ich mit meinem Aussehen und mit meiner Fähigkeit allen angst und stelle sie in den Schatten. Sie hatten mich sogar als Monster bezeichnet und danach auf die Bank gesetzt, sieht so aus als werde ich nie wieder spielen können und dann bin ich direkt ausgetreten. Ich habe auf den ganzen scheiß keinen Bock mehr.  Ich habe nur noch eine Handvoll Leute, denen ich vertrauen kann und die anderen werfen mir andauernd angsterfüllte oder hasserfüllte Blicke zu” brummte ich in das Kissen hinein.
“Dachte ich mir schon, dass dich das bedrückt, aber weißt du was, die anderen sind einfach zu blöd zu sehen was für ein toller und begabter Mensch du bist. Alles Idioten” lächelte sie mir zu.
Ich schmunzelte. Ein bisschen Recht hatte sie ja schon.
“Trotzdem halte ich es hier nicht mehr lange aus”
“Dann habe ich gute Neuigkeiten für dich, unsere Großeltern haben uns eingeladen nach Japan umzuziehen, sie hätten eine schöne Wohnung frei, doch bisher war ich mir nicht sicher ob ich dieses Angebot annehmen soll. Ich wusste nicht, ob du Australien nicht vermissen würdest”
“Mich hält nichts mehr hier, außer meine Freunde, aber die verstehen das … bitte nimm das Angebot an, ich will endlich mal was anderes sehen als Tag für Tag die gleiche Schule, die gleiche Umgebung, die gleichen Leute … die die mich  hassen” meinte ich diesmal bittend und das tat ich echt selten.
Sie blickte mich erst überrascht an und lächelte dann.
“Na gut ich werde Oma und Opa bescheid geben”
“Danke Schwesterherz” grinste ich sie an und umarmte sie.
“Womit habe ich denn das verdient” lachte sie.

Und so dauerte es zwar knapp einen Monat bis der Tag der Abreise gekommen war und ich endlich nach Japan flog.
Lächelnd erinnerte ich mich zurück als mich meine besten Freunde von mir verabschiedeten.
“Das ist so unfair ich würde so gerne mitkommen”
“Krass Japan ist so weit weg von Australien”
“Besorg uns mal Flugtickets, dann können wir dich besuchen”
“Hab viel Spaß und treibs nicht zu wild”
“War ja klar, dass du immer nur an das eine denkst”
“Wir werden dich vermissen”

“Taro du faule Socke beweg deinen Arsch aus dem Auto und hilf mir mit reintragen” fauchte meine Schwester Jessica mich aus der Wohnung an.
“Ja Ja” rief ich.
“Ja Ja heißt leck mich am Arsch, dass weißt du hoffentlich”
“Klar sonst würde ich das doch nicht sagen” konterte ich.
“Du kleiner Hosenscheißer, komm nur her und ich ziehe dir die Ohren lang”
Ich bin gespannt was noch alles auf mich zukommen würde.

...

Viel zu früh für meine Verhältnisse quälte ich mich aus dem Bett.
Da wieder Montag war und ich immer noch nicht alt genug bin um vollständig zu arbeiten, muss ich wohl oder übel auch hier in Japan die Schule besuchen.
Gähnend machte ich mich für die Schule fertig, packte meine Tasche und zog so eine komische Schuluniform an.
Daran muss ich mich erstmal gewöhnen.
Müde tapste ich die Treppen herunter und gesellte mich zu Jess.
“Ah du bist pünktlich wach, schön. Ich habe heute auch meinen ersten Arbeitstag, deswegen kann ich dich an der Schule absetzen. Hier sind die Formulare, der Direktor weiß aber über alles bescheid”
Ich nickte und nahm die Formulare entgegen.
“ Seirin High also” murmelte ich.
“Ja das ist eine ziemlich neue Schule und hat einen guten Ruf. Dort gibt es auch einen Basketball Club der auch nicht ganz schlecht sein soll”
“Hm ich werde kein Basketball mit Teams und Matches spielen, nur noch für mich alleine. Da mache ich auch keinem angst”
“Sei doch nicht immer voreilig, warte doch erstmal ab, vielleicht ist es doch gar nicht so schlecht wie du denkst”
“Hm” murmelte ich nur nahm mir das Stück Brot,
“Jetzt komm sonst sind wir beide noch zu spät” merkte ich an und öffnete die Tür.
“Oh nein ich habe ja gar nicht auf die Zeit geachtet, dann hopp hopp wir dürfen keine Zeit vertrödeln”
Viel zu kurz dauerte die Fahrt zur Schule und ehe ich mich versah stand ich schon vor dem Eingang, während hinter mir meine Schwester mit quietschenden Reifen weg düste.
Seufzend betrat ich die Schule und machte mich schon innerlich dafür bereit von allen angsterfüllt oder verachtend angestarrt zu werden, doch überraschenderweise kam alles anders als erwartet.
Als ich durch die Gänge trat wurden mir überraschende, erstaunte Blicke zugeworfen. Klar erschreckten sich auch manche, aber das war wohl eher meine Größe und meine orangenen strubbeligen Haare Schuld.
Ich musste grinsen, vielleicht würde Japan besser werden als gedacht.
Ich blickte noch einmal auf meinen Stundenplan.
“Klasse 1-A, dass müsste sie sein”
Ich atmete noch einmal tief durch, klopfte und trat in die Klasse hinein.
Der Lehrer blickte auf und lächelte mich leicht an.
“Ah auf dich habe ich schon gewartet, komm nach vorne und stelle dich vor”
“Mitschüler, ich bitte um eure Aufmerksamkeit … Kagami wach bitte auf … ab heute wird dieser neue Schüler in die Klasse kommen, seit bitte nett zu ihm”
“Ähm … ja … hallo erstmal, ich bin Taro Akurama, ich komme aus Australien, freut mich euch kennen zu lernen”
Wusstet ihr, mein Nachnahme Akurama, leitet sich von Akuma ab.
Ich war also nicht nur mit einem angsteinflößenden Aussehen und einer ungeheuren Fähigkeit ausgestattet, sondern passend dazu mit so einem Nachnamen.
Der Lehrer zeigt mir ein Platz der frei war, schräg hinter diesem Kagami und neben dem hellblauen Jungen.
Ich packte auch gleich direkt das Buch und ein Collegeblock aus.
“Hallo ich bin Kuroko Tetsuya und das da hinter mir ist Kagami Taiga, wenn du was brauchst oder fragen hast dann kannst du dich gerne an uns wenden”
“Das ist echt nett von euch, das werde ich bestimmt in Anspruch nehmen” lächelte ich zurück.

Etwas später …

Ich seufzte erleichtert auf als es zur Pause schellte.
Kuroko tippte mich an und ich schaute auf.
“Komm wir führen dich herum und wenn du Lust hast, kannst du dich in den Pausen gerne zu uns setzen, wir sind immer offen wir neue Freunde und außerdem soll dieser Basketball Freak Kagami mal mehr Freunde haben, sonst wird der noch Basketball süchtig”
“Hey ich stehe noch neben dir” meinte dieser auch sogleich beleidigt.
Ich musste lachen.
“Kagami spielt also Basketball”
“Nicht nur ich, Kuroko hier auch. Wir beide sind zusammen im Basketballclub dieser Schule. Spielst du auch?”
“Ne nicht so wirklich” log ich.
Ich wollte im Moment etwas wegkommen, vom Basketball. Das hieß aber nicht das ich nie wieder spielen würde. Aber ich hatte das Gefühl, dass diese beiden auch nicht ganz normal waren und vielleicht würde ich mich sogar später anmelden. Aber noch nicht heute.
“Schade du kannst uns gerne besuchen kommen, vielleicht bist du dann mehr interessiert !”
“Gerne”
Ich hatte irgendwie im Gefühl, dass es schon bald sehr interessant werden würde und Kuroko und Kagami waren auch sehr nett.
...
“Hey jetzt träum doch nicht schon wieder, erzähl mir lieber wie die Schule war” meckerte mich meine Schwester an.
“Wirklich gut, ich habe Kagami und Kuroko kennen gelernt, beide sind auch im Basketball Club. Sie haben mir auch schon direkt angeboten beizutreten”
“Und?”
“Später aber noch nicht jetzt”
“Hast du etwa angst davor, wieder als Monster abgestempelt zu werden?”
“Ich weiß nicht, obwohl ich glaube, dass ich nicht der einzige mit besonderen Fähigkeiten bin,  Kuroko und Kagami haben auch welche, glaub ich”
“Na das hört sich doch wirklich gut an. Man merkt auch gleich, dass es dir hier besser geht, du lächelst nämlich!” grinste meine Schwester mich an.
“Hä gar nicht, dass ist ein motorischer Tik, der kommt und geht!” grummelte ich und stapfte schmollend in mein Zimmer.
Ich hörte meinen Schwester noch laut lachen als ich mich schon auf mein Bett geschmissen hatte.
// Blöde Kuh//
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