Ein neues Leben

von HanHan00
GeschichteDrama, Fantasy / P16
Albus Dumbledore Draco Malfoy Harry Potter Lucius Malfoy Minerva McGonagall Severus Snape
09.07.2020
24.09.2020
26
57.654
50
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Dieses Kapitel
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16.09.2020 2.139
 
Hallo zusammen! *vorsichtig um die Ecke guck*,

Erstmal eine ganz große Entschuldigung. Ich habe in den letzten Tagen einfach keine Zeit gefunden, am nächsten Kapitel zu arbeiten, was mir sehr weh tut! Doch bei uns in der Schule ist es total stressig, da man jetzt versucht den Stoff, den man durch Corona versäumt hat, aufzuholen... Es tut mir sehr leid, und ich hoffe ihr reißt mir nicht den Kopf ab ; D

Wie dem auch sei. Ich möchte euch nicht länger aufhalten und wünsche euch ganz viel Spaß mit diesem Kapitel!


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Die nächsten Tage verliefen wenig ereignisreich. Harry verbrachte viel Zeit damit, seine Aufgaben zu erledigen und da Severus auffiel, wie gehetzt Harry wirkte, als er ihn allein zurückließ, blieb er bei dem Jungen.

Auch nachts wachte Harry immer wieder auf, da er von Alpträumen geplagt wurde. So beschloss Snape, dass er jede Nacht bei ihm schlafen durfte. Harry nahm dieses Angebot dankend an. Er fühlte sich vollkommend sicher in der Gegenwart des Tränkemeisters.

An einem schönen Tag, Ende Juli, circa einen Monat vor Beginn der Ferien, wurde Severus in Dumbledores Büro gebeten. So setzte Severus Harry bei „Tante Mina“ ab.

Vor einigen Tagen hatte Minerva McGonagall dem Jungen, während eines Abendessens angeboten sie so zu nennen. Severus zynischer Kommentar, er solle sie besser „Urgroßmutter Mina“ nennen, war bei der restlichen Gesellschaft nicht sonderlich gut angekommen.

Die Angesprochene schoss zornige Blicke auf ihn ab, die verdeutlichten, man solle sich besser nicht mit ihr anlegen, Harry warf Severus einen vorwurfsvollen Blick zu, der sagte „Darüber reden wir später!“, Dumbledore hüstelte und verschluckte sich fast an einem Zitronenbonbon und Poppy Pomfrey, Flitwick und Professor Sinistra sahen schockiert zu Snape hinüber.

„Ich würde dich gerne so nennen… Tante Mina!“ meinte Harry dann leise, um die angespannte Stille zu unterbrechen, und grinste glücklich zu der alten Dame hinüber.

An diesem Abend, als Severus und Harry zurückgekehrt waren, funkelte Harry den Mann wütend an. „Du warst sehr gemein, zu Tante Mina! Du solltest dich entschuldigen!“ mit diesen Worten kehrte er Severus den Rücken zu und verschwand in seinem Zimmer.

Erst nach langem zureden und dem Versprechen, sich zu entschuldigen, schaffte Snape es, Harry dazu zu bringen, schlafen zu gehen und ihm zu verzeihen.

Und so stand er jetzt mit einem glücklich hin und her hüpfenden Kind vor Minerva MgGonagalls Büro und hielt einen Blumenstrauß in der Hand. Harry hatte ihn gezwungen mit kleinen roten Schleifchen zu verzieren.

Als die Tür geöffnet wurde, sah Minerva den beiden entgegen, wobei sie Harry anlächelte. Als sie den Strauß in Snapes Händen erblickte, runzelte sie die Stirn.

„Es tut mir… leid, Minerva!“ presste dieser heraus.

„Für Mich? Das ist nett! Und so schöne Schleifchen!“ sie schmunzelte amüsiert.

Snape antwortete nicht.

Dann wandte er sich Harry zu.

„Ich hole dich später ab! Mach keinen Unsinn!“

„In Ordnu…“ setzte Harry zu sprechen an, doch Severus war bereits im Gang verschwunden. Er ging mit wie immer, rauschendem Umhang zum Schulleiterbüro.

Als er hineintrat, sah Dumbledore ihm bereits erwartungsvoll entgegen.

„Severus! Schön, dass du hier bist! Ich hoffe, du hast dich bei Minerva entschuldigt?“

„Ja!“ sagte Snape knapp.

„Schön, schön…“ murmelte der Direktor. Snape befand, dass dieses unerträgliche Augenzwinkern verboten werden sollte. „Setz dich doch.“ Wollte er dann.

Leicht widerwillig kam Severus der Aufforderung nach. Ohne Umschweife begann der Schulleiter zu reden.

„Du weißt sicherlich, welcher Tag übermorgen ist.“

„Mittwoch?“

„Auch. Aber… am Mittwoch…“

Genervt verdrehte Severus die Augen.

„Machen sie´s nicht so spannend, Albus! Kommen sie zum Punkt!“

„Am Mittwoch, also in einer Woche, ist Harrys Geburtstag! Sein sechster Geburtstag, um genau zu sein.“

Severus schwieg. Wie konnte er das vergessen?

„Severus, ich weiß, sie machen sich nicht viel aus Festen, doch ich denke, Harry verdient eine schöne Geburtstagsfeier!“

„Mhm… da haben sie, mal wieder, recht!“ murmelte Severus in Gedanken. Was zu Teufel schenkte man einem Kind zum Geburtstag? Plötzlich kam ihm eine Idee…

Er stand auf.

Verwirrt sah Dumbledore zu dem Mann auf.

„Ich brauche ein Geschenk!“, meinte er dann vorsichtig. Der Ältere strahlte ihn an. „Dann muss ich in die Winkelgasse. Ich brauche sowieso noch Zutaten!“
„Gut, mein Junge! Du könntest Harry mitnehmen.“, schlug Albus dann vor.

„Natürlich.“, meinte der Jüngere knapp und erhob sich. „Dann sollte ich mich am besten sofort auf den Weg machen!“

„Tu das, mein Junge!“

„In Ordnung, Schulleiter, wir sehen uns beim Abendessen!“ mit diesen Worten rauschte er aus dem Büro und befand sich einige Minuten später vor Minerva McGonagalls Büro.

Nachdem er zweimal klopfte, ging die Tür auf und er sah sich Minerva gegenüber. Er erklärte ihr die Situation, und, dass er jetzt mit Harry nach London in die Winkelgasse fahren würde. Die Verwandlungslehrerin schien darüber nicht im mindesten verwundert und schob Harry, der über und über mit Krümeln versehen war und immer noch einen von McGonagalls berühmten Ingwerkeksen in der Hand hielt, in Snapes Arme.

„Es war toll, Tante Mina! Du bist die schönste Katze, die ich kenne!“ frohlockte er, während Severus vergeblich versuchte, seine verkrümelten Klamotten zu säubern.

Nachdem sie sich von der alten Dame verabschiedet hatten, kehrten sie Richtung Kerker zurück.

„Severus? Wohin gehen wir?“ wollte Harry wissen.

„In die Winkelgasse…“ murmelte Severus. Sogleich begann Harry den Professor mit Fragen über die Winkelgasse zu bombardieren, die dieser so gut es ging beantwortete.

So standen sie kurze Zeit später an der Apperiergrenze in Hogwarts. Verunsichert sah Harry zu dem Mann auf, der seine kleine Hand ergriff und ihn näher an sich heranzog.

„Halte dich gut fest und lasse unter KEINEN Umständen aus! Wir apperieren jetzt nach London!“ erklärte dieser streng und erntete ein Nicken von dem Jungen.

„Also gut dann los!“

Ehe Harry sich versah, verschwamm die Welt vor seinen Augen und er hatte das schreckliche Gefühl durch einen Schlauch gezogen zu werden. Gerade als er dachte, zu ersticken, verschwand das Gefühl und hinterließ nur eine leichte Übelkeit. Um nicht vorne über zu kippen, festige er seinen Griff n Severus Hand, welcher ihn vorsorglich auch noch an den Schultern packte.

„Alles in Ordnung?“

„Mir ist schlecht!“ antwortete das Kind und sackte an Severus lange Beine. Dieser ging in die Knie und sah ihn besorgt an.

Einige Minuten hockten sie so da, bevor Harry sich näher umsehen konnte. Er schloss, dass sie sich in einer recht abgelegenen Gasse befinden mussten.

„Wo sind wir genau?“ wollte er Junge leise wissen.

„In London! Geht es wieder? Dann können wir losgehen!“ meinte Severus und erhob sich würdevoll.

Er ergriff erneut nach Harrys Hand und zog ihn zum Ende der Gasse.

Sie gingen eine Weile, durch London, bis sie eine Art Pup erreichten, welchen Snape mit Harry an der Hand betrat. Dieser staunte nicht schlecht, als sie wenige Minuten später in der Winkelgasse standen.

Zuerst brachte Severus den zutiefst entzückten Jungen, in die Apotheke, wo er einige Zaubertrankzutaten ersteigerte. Harry sah sich beeindruckt in dem Verkaufsraum um, in dem sich hunderte Phiolen, Gläser und Kessel mit verschiedensten Gebräuen, stapelten. Im Anschluss darauf gingen sie zu Flourish an Blotts, wo Severus einige Schulbücher für Anfänger kaufte, die für Harry gedacht waren. Seiner Meinung nach konnten sie sich nicht schnell genug, um die Bildung des Jungen kümmern.

Harry sah verzückt auf die Einbände, auf denen fliegende Drachen, tanzende Häuser und Quidditchspieler abgebildet waren.

Als sie auch dieses Geschäft verlassen hatten, gingen sie zusammen zu Florean and Fortescues Eissalon, wo sich das glückliche Kind ein Eis aussuchen durfte. Kurz darauf verließen sie die Winkelgasse. Severus hatte beschlossen auch in einem „gewöhnlichen Muggelladen“ Lektüren zu besorgen. Also gingen sie in die Richtung, aus der sie schon früher am Tag gekommen waren und wo Severus einen Buchladen vermutete.

Kurz bevor sie die Buchhandlung erreichten, spürte Severus plötzlich, wie sich das Kind an seiner Seite verspannte.

„Harry, was ist los?“ wollte er verwirrt wissen, und erschrak über den panischen Ausdruck in dessen Gesicht. Der Junge ließ seine Hand los uns starrte ihn angsterfüllt an.

„Ich… dachte du… es…“ stotterte er. Seine Augen schwammen in Tränen.

„Was ist los?“ wollte Severus erneut wissen, diesmal jedoch energischer.

Harry schreckte unter seinem Ungeduldigen Blick zusammen, ließ Severus Hand los, als hätte er sich verbrannt und stolperte einige Schritte zurück. Severus runzelte verirrt die Stirn. Dann folgte er dem entsetzten Blick des Jungen. Als er sah, wer da hinter ihm stand, wirbelte herum, sodass er wieder an Harrys Seite stand. Er blickte in das plumpe Gesicht von Vernon Dursley.

Hinter dessen massigen Körper erspähte Severus auch seine Frau und seinen Sohn.

Wut und Hass stiegen in ihm empor.

Doch ehe er auch nur einen Mucks von sich geben konnte, war die dicke, fleischige Hand, des Onkels vorgeschnellt und hatte Harry an den Haaren gepackt und eine kräftige Ohrfeige verpasst. Der Junge wimmerte voller Angst und Schmerz auf, als der Mann erneut zu Schlag ausholte, doch Severus reagierte blitzschnell. Er zückte seinen Zauberstab und stellte sich schützend vor Harry, wobei er den Schlag, der gegen das Kind gerichtet war, auffing.

„Wie können sie es wagen, meinen Junge anzugreifen?!“ schnarrte er bedrohlich leise, sodass jeder Erstklässler vor Angst in Ohnmacht gefallen wäre.

Der Klops wich zurück. „IHREN Jungen?! Diese Missgeburt hat keine Familie, außer uns! Wer sind sie?!“

„Ich bin Severus Snape, ein Lehrer aus Hogwarts und ja… MEIN JUNGE. MEIN KIND!! Und ich schwöre ihnen, wenn sie ihn noch einmal anfassen, fluche ich sie ins nächste Jahrhundert!“. Der Mann vor Severus wich einen Schritt zurück.

„Sie können die Missgeburt haben! So einen widerlichen, faulen Bastard will kein normaler Mensch. Er ist nur gut zum Putzen und Vögeln.“, meinte er dann mit einem dreckigen Grinsen im Gesicht.

„Das werden sie noch bereuen, sie Schwein! Das Ministerium wird sie innerhalb von wenigen Tagen zur Rechenschaft ziehen. Und jetzt verschwinden sie, ehe ich mich vergesse!“. Snape richtete seinen Zauberstab auf Dursley. Dieser wich noch weiter zurück.

„Sie sollten den verdammten Bengel mal benutzen… um sich abzureagieren!“ meinte Vernon dann, und sah mit hässlichem Blick zu Harry hinunter, dem stumme Tränen über die Wangen rannen. Petunia keuchte auf, als Snape nach vorne trat und dem Kloß, von Ehemann im selben Moment, Blut aus der, nun gebrochenen Nase, spritzte.

„Vernon? Oh Gott! Wie konntest du nur, Snape!?“

„Auch schön dich wieder zu sehen, Tunia!“, sagte er zynisch. „Lily wäre enttäuscht von dir! Oh, nein… Sie würde dich und deinen Widerling von Mann, töten!“

„Was weißt du denn schon, Snape?! Sie hatte einen anderen und nun sieh dir an, was daraus geworden ist!!“ sie nickte mit angewidertem Gesichtsausdruck auf Harry.

„Ein intelligenter, tapferer Junge, dem schon zu viel Schreckliches angetan wurde? Und du und dein Schwein von Mann und Sohn, seid schuld! Und jetzt verschwinde und ich schwöre dir, solltest du oder deine widerliche Familie jemals wieder meinem Jungen auch nur ein Haar krümmen, dann…“ er ließ sie Drohung unvollendet.

Mit einem letzten, fast ängstlichen Blick wandten sich die Dursleys ab und verschwanden in der Menge.

Sofort wandte Severus sich dem Kind hinter sich zu und blickte auf die geschwollene Wange.

„Harry. Komm her!“ bat er mit sanfter Stimme.

Der Junge zögerte, dann hauchte er: „Bitte… tu mir nicht… weh!“

„Ich verspreche es dir!“ Severus griff nach der zitternden Hand des Kindes, dann zog er ihn an sich.

„Ich werde dir niemals weh tun. Auf keinen Fall!“ schwor er und strich die Tränen aus Harrys Gesicht.

„Wir sollten jetzt nach Hause gehen.“, meinte er nach einer Weile, und hob den Kleinen Jungen hoch. Harry drückte sein Gesicht in das schwarze Hemd und ließ seinen Tränen freien Lauf.

Einige Sekunden später, wurden beide erneut durch den Schlauch gezwängt und befanden sich wenige Sekunden später auf den Ländereien von Hogwarts.

„Alles in Ordnung?“, fragte Severus leise. Harry nickte zur Antwort stumm in seinen Umhang.

So ging der Mann mit dem Kind auf dem Arm Richtung Schloss.

Dort angekommen ging er so schnell wie möglich in seine Gemächer. Er setzte den weinenden Harry sanft aufs Sofa und deckte ihn zu. Dann holte er eine spezielle Salbe, die er auf seine Wange strich. Sofort verschwand der leichte Schmerz und der Junge seufzte leise auf.

„Danke!“ hauchte Harry.

„Das ist selbstverständlich.“, antwortete Severus nur.

„Sev… Severus? Du hast zu… Onkel gesagt, dass… ich jetzt dein… Kind bin…?“

„Das ist richtig. Ich habe dich sehr, sehr gerne. Und für mich bist du wie mein Kind. Tja jetzt musst du wohl mit mir vorlieb nehmen…“

Weiter kam er nicht, denn die dünnen Arme des Jungen schlangen sich um seinen Hals. Severus strich Harry vorsichtig über den Rücken. Plötzlich spürte er etwas nasses an seiner Halsbeuge und ihm fiel auf, dass Harry erneut weinte. Doch er war sich sicher. Dies waren Freudentränen.

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Sooo das wars mal wieder.
Jetzt habe ich eine Frage an euch: Welchen Namen soll Severus Katze haben? Schreibt mir doch gerne in die Kommentare! Die beste Idee, werde ich dann benutzen!

Natürlich würde ich mich auch sehr über eine Empfehlung oder einen Favoriteneintrag freuen!

Bis dahin wünsche ich euch eine gute und besonders gesunde Zeit!
Liebe Grüße
Eure Hannah
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