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Weil Liebe nie zerbricht

GeschichteFamilie, Liebesgeschichte / P12 / Het
Brian Littrell OC (Own Character)
09.07.2020
11.07.2021
23
43.078
1
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09.07.2020 1.199
 
Brian Littrell hatte alles was zu träumen möglich war. Eine erfolgreiche Karriere, eine großartige Ehefrau, einen perfekten Sohn und die besten Freunde der Welt. Nichts fehlte Ihm. Dachte er -zumindest bis gestern Nachmittag. Nachdenklich, tief in Gedanken versunken saß er in seinem Büro.  Er hatte sich zum Fenster umgedreht und starrte heraus. Immer wieder kam Ihm das Interview von gestern in den Sinn. Eine bestimmte Frage hatte Ihn ziemlich aus der Bahn geworfen. Er seufzte und lehnte sich nach vorne. Den Kopf legte er zwischen seine Hände. Warum nur, brauchte Ihn dies nun so aus der Fassung?

Flashback am Tag zuvor

Die Jungs waren heute zu einem Interview bei Z100 in Atlanta. Brian war bester Laune und hatte mächtig Spaß. Er blödelte mit Nick herum und ärgerte Kevin brüderlich. Heute war es ein besonderes Interview. Kein klassisches Radiointerview. Sie saßen in einem netten Studio und mehrere hundert Fans saßen vor Ihnen. Das Interview wurde ebenfalls weltweit gestreamt. Das Interview war angenehm und viele Fragen der Fans wurden vorgelesen. Benji, der Moderator zog eine neue Frage aus dem Glas. „Ok. Eine Frage von Lucy aus New York... Wenn Eure erste große Liebe heute an Eure Tür klopfen würde, was würdet Ihr tun?“ Brian lachte vergnügt. Eine nette Frage. Doch je länger er darüber nachdachte, um so irritierter wurde er. Die Antworten der anderen bekam er gar nicht richtig mit und Nick musste Ihn anstupsen, dass er antworteten konnte. Er lächelte leicht und fuhr sich übers Kinn. „Also, wenn sie heute klopfen würde? … Gute Frage. Es sind nun schon weit über 20 Jahre vergangen und wir haben uns alle entwickelt und ein Leben aufgebaut“, begann er diplomatisch. Nick stöhnte neben Ihm auf. „Rok, rede dich nicht raus. Los sag schon.“ Er lachte und knuffte Ihn in die Seite. „Ich würde sie natürlich hereinbitten und mich mit Ihr unterhalten. Das wäre bestimmt spannend.“ Er versuchte zu lächeln und sich seine Unsicherheit nicht anmerken zu lassen. Aber je länger er an Mina dachte, um so verunsicherter wurde er.

Flashback Ende

Er schob seinen Oberkörper wieder nach oben. Wie lange hatte er nicht mehr an sie gedacht? Schuldgefühle überkamen Ihn, dass er sie vergessen hatte. Dabei war sie einer der besondersten Menschen, die er je kennen gelernt hatte. Doch als der große Erfolg in Europa kam, hatten sie sich getrennt. Zu lange hätten sie sich nicht gesehen. Er hatte Ihr damals versprochen, sobald er wieder da war, sie anzurufen und sie wieder zu sehen. Seine Brust füllte sich mit Schmerz, denn dazu war es nie gekommen. Er hatte sie buchstäblich vergessen. Plötzlich klopfte es an der Bürotür und Baylee schob den Kopf herein. „Dad?“ Brian drehte sich um. „Ja?“ „Ist alles ok? Du bist schon den ganzen Nachmittag hier.“ Brian fälschte ein Lächeln. „Alles gut. Ich habe versucht zu schreiben.“ Baylee nickte. „Kommst du runter? Mum sagt, dass Essen ist fertig.“ Brian nickte leicht. „Sicher. Bin gleich da.“ Baylee schloss die Tür wieder und Brian blickte noch einmal aus dem Fenster. Wo sie jetzt wohl war? Was sie machte? Hatte sie eine Familie? Er seufzte. Dies war nicht angebracht, sich darüber Gedanken zu machen. Er machte sich auf den Weg nach unten in die Küche und versuchte ein Lächeln aufzusetzen. Leighanne stand an der Kochinsel und lachte. „Mum, dass ist gemein“, hörte er Baylee schimpfen. „Ach stell dich nicht so an. Irgendwann erfährt Stella es sowieso.“ Sie sah Brian und strahlte. „Hey Babe.“ Er sah zur Theke, an der Baylee mit Stella saß. Baylee war seit einigen Monaten mit Ihr zusammen. Die erste Liebe. „Dad, verbiete Mum irgendwelche Babystorys von mir zu erzählen.“ Brian grinste leicht. „Sorry, Bub. Keine Chance. Du warst so ein süßes Baby. Das muss man erzählen.“ Er sah zu Stella. „Hi, Stella.“ Stella lachte. „Hallo, Mr. Littrell.“ Er seufzte. „Autsch. Das macht mich so alt. Nenn mich doch Brian, ok?“ Stella nickte lächelnd. „So, jetzt setzt Euch doch endlich hin. Sonst wird alles kalt“, mahnte Leighanne und gab Brian im Vorbeigehen einen Kuss. Er fühlte sich immer noch furchtbar. Sein Leben war doch perfekt. Er schüttelte sich innerlich und er schaffte es tatsächlich sich auf das Essen zu konzentrieren. Sie lachten viel und er war stolz auf seinen Sohn, dass er ein so großartiges, bodenständiges Mädchen gefunden hatte. Nach dem Essen half Stella Leighanne beim Abräumen. „Ach Liebes. Lass das. Ich mach das schon. Los geh zu den Jungs“, sagte sie lächelnd. „Brian zeigt dir bestimmt ein paar Bilder von Baylee als Baby“, sagte sie grinsend. Stella lachte auf und lief rüber ins Wohnzimmer. „Oh Dad, nein. Nicht die Videos“, sagte Baylee und schüttelte den Kopf. „Da musst du jetzt durch“, lachte Brian und schon liefen einige Videos über den großen Fernseher. Brian lächelte und Leighanne kuschelte sich endlich zu Ihm. „Awww, dass war bei der Never Gone Tour. Du warst …  zwei“, sagte Leighanne. Baylee stöhnte auf. „Für die Bühne geboren“, sagte Stella und knuffte Ihn in die Seite. In diesem Moment klingelte es an der Tür. Brian sprang auf. „Ich gehe schon.“ Er lief lächelnd zur Tür und öffnete. Doch im nächsten Moment verging es Ihm gehörig. Das konnte unmöglich sein. Er schluckte schwer. „Mina?“, murmelte er. Mina sah Ihn geschockt an. Das musste das falsche Haus sein. „Hi“, presste sie hervor und schluckte. „Ich … ich … eigentlich wollte ich … das muss das falsche Haus sein. Entschuldige“, stammelte sie und drehte sich um. „Hi, Mum“, kam es fröhlich hinter Brian und er sah irritiert zwischen Stella und Mina hin und her. Stella war Minas Tochter. Mina lächelte gezwungen. „Hallo, mein Schatz. Bist du soweit?“ Stella nickte und griff Ihren Rucksack. „Bye Mr. Littrell“, sagte sie freundlich. Doch Brian war nicht in der Lage irgendetwas zu erwidern. Sie war hier. So nah. Womöglich all die Jahre. Minas Herz raste und sie lächelte gezwungen. „Danke, dass sie da sein durfte“, murmelte sie und drehte sich um. „Moment“, kam es prompt. Doch Brian hatte keine Ahnung was er Ihr sagen wollte. Fragend sahen Mina und Stella Ihn an. „Ähm… wir … wir geben eine Party. Am Samstag. Ein paar Freunde kommen.  Kommt doch auch. Also ... Ihr … zwei. Baylee freut sich bestimmt.“ Stella strahlte. „Danke. Wir kommen gerne. Nicht wahr, Mum?“ Mina strich Ihr über die Wange. „Ich schau was ich machen kann. Dann muss ich meine Schicht tauschen.“ Stella drehte sich um und lief zum Wagen. „Das Chestain kann auch mal ohne dich auskommen. Da laufen genug Ärzte herum.“ Brian hielt inne. Sie hatte Ihren Traum wahr gemacht und war Ärztin geworden. Sie sah Brian noch einmal an, doch sagte nichts. Brian sah sie immer noch verwirrt an. „Bye“, sagte sie leise und lief eilig zum Wagen. Stella winkte aus dem Wagen heraus vergnügt. Mina starte den Wagen und fuhr los. An einer Ampel sah sie Ihre Tochter an. Sie sah so glücklich aus. „Was?“, fragte Stella lachend. „Nichts. Es ist nur … du hättest mir ja mal sagen können wer Baylees Eltern sind.“ „Warum? Ist doch nicht wichtig. Sind doch auch nur Menschen.“ Mina presste die Lippen zusammen. Oh doch, mein Kind. Das ist wichtig. Sehr wichtig, dachte sie. Sie konnte unmöglich zu dieser Party gehen. Das würde alles wieder hervorholen. All den Schmerz, all die Gefühle. All die Sehnsucht.
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