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Fallen Angel - Einmal Ferox, immer Ferox?

von JessiJJ
GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P16
Beatrice "Tris" Prior Eric OC (Own Character) Tobias "Four" Eaton
08.07.2020
22.08.2020
6
12.445
2
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22.08.2020 1.614
 
5. Ist das sein Ernst?!

Entgeistert sah ich Eric hinterher, nachdem er sich so ruckartig von mir gelöst hatte.
»Ist das jetzt sein ernst?! Will der mich umbringen oder mir einfach nur weh tun?« fragte ich mich und bewegte mich noch immer keinen einzigen Millimeter.
„Jetzt beweg dich endlich hier her oder brauchst du eine Extraeinladung?!“, knurrte er wieder, doch ich zog nur meine Augenbrauen hoch.
„Du bist doch wahnsinnig! Das ist Selbstmord, wenn ich gegen dich kämpfe.
Vor allem, weil wir erst einen Tag training hatten!“, entgegnete ich noch immer geschockt darüber, dass Eric auch nur daran dachte mit mir zu kämpfen.
„Das ist nicht mein Problem. Es ist nun mal deine Strafe für deine Respektlosigkeit. Außerdem bist du keine Neueinsteigerin, was das Kämpfen angeht.
Ich weiß nicht was dir zugestoßen ist, dass du so bist wie du nun mal bist, aber das ist mir auch egal.
Und jetzt komm hier her oder ich werde dich dazu zwingen. Wir kämpfen, bis einer - heißt du - aufgibt. Aber gewöhne dich nicht daran aufzugeben...denn ein Ferox kämpft bis zum bitteren Ende.
Aber ich will mal nicht so sein, immerhin  musst du morgen wieder trainieren können. Solltest du dich allerdings noch mal so verhalten, dann werde ich keine Gnade mit dir haben.“, sagte er und ich sah ein beunruhigendes Funkeln in seinen Augen.
Er freute sich darauf.
Ihm machte das alles hier richtig Spaß.
Und doch würde ich mich, trotzdem geringer Gewinnchancen nicht davor drücken gegen ihn anzutreten.
Ich würde kämpfen, bis zum bitteren Ende.
Ich hatte mir vorgenommen nie wieder aufzugeben und mich nicht unterbuttern zu lassen, also konnte Erik sich warm anziehen, denn einfach würde ich es ihm nicht machen.

Entschlossen ging ich also auf ihn zu und stellte mich genauso wie er in Kampfstellung.
Ich beobachtete ihn. Seine Haltung, seine Verteidigung und seine Körpersprache.
Als ich sah, wie ein kleines, kaum wahrzunehmendes Zucken durch seinen rechten Arm ging, duckte ich mich unter seinem Schlag hinweg und trat in der selben Bewegung in seine Seite. Dann stellte ich mich wieder gerade auf und lächelte kurz triumphierend, doch das war mein Fehler.
Ich ließ mich ablenken, durch einen Treffer den ich landen konnte und ließ dabei außer acht, dass Eric sich nicht von einem kleinen Treffer beeindrucken ließ.
»Glückstreffer!« dachte ich und Eric's Ratschlag vom Training schoss mir mal wieder durch den Kopf: „Du musst spannung halten und egal was passiert, lass dich nicht ablenken durch einen Glückstreffer. Bleib konzentriert und fokussiert.“
So kam es, dass ich einen Sekundenbruchteil später auf dem Rücken landete. Ohne es zu wollen verließ ein leises Stöhnen meinen Mund und ich rang um Luft. Durch das Adrenalin merkte ich während des Kampfes nicht, wie sich meine eh schon gereizte Haut auf meinem Rücken spannte. Doch der Sturz auf den Rücken ließ mich das volle Ausmaß meiner Schmerzen spüren, welches ich für einen Moment nicht mehr unterdrücken konnte.

Lange konnte ich mich allerdigs nicht auf meine Schmerzen konzentrieren, denn Eric trat unaufhaltsam auf mich ein. Jedoch konnte ich einige Tritte trotz meiner Schmerzen abwehren. Dennoch als Eric plötzlich meine ungeschützten Rippen traf, explodierte ein unerträglicher Schmerz und ich stöhnte gequält auf.
Kurz zögerte Eric, was ich nutze, um ihm die Beine unter dem Körper weg zu ziehen und mich unter Schmerzen aufzurichten.
Ich nutzte das erneut aufkommende  Adrenalin in meinem Körper und blendete sowohl die Schmerzen in meinem Rücken, als auch die, die sich von meinen Rippen in den gesamten Thorax ausbreitenden, aus. Ich riss mich zusammen, sammelte all meine Kraft und trat nun meinerseits auf Eric ein.
Als er allerdings meinen Fuß packte und ihn ruckartig weg zog fiel ich auf ihn drauf.
Aus versehen rammte ich Eric so meinen Ellenbogen ins Gesicht und es knackte unheilvoll.
»Ha! Karma ist eine Bitch! Merk dir das Eric. Außerdem, was sagte meine Mutter mir immer... Hochmut kommt vor dem Fall.« dachte ich gehässig, denn wie sagte er eben noch? Wir kämpfen bis jemand aufgibt und ich hatte mir geschworen nicht die jenige zu sein.
Schnell richtete ich mich wieder auf und holte zu einem nächsten Schlag aus, doch ich vergaß meine Deckung aufrecht zu erhalten.
Somit hatte Eric freie Bahn und schlug mir gegen die Kehle. Augenblicklich blieb mir die Luft weg und ich richtete mich gänzlich auf, um ein Stück von ihm weg zu taumeln.
»Scheiße tat das weh!« dachte ich und merkte nicht, wie Eric sich ebenfalls erhoben hatte.
Erst, als ich eine Faust aus dem Augenwinkel sah, realisierte ich, dass wir noch immer im Kampf waren.
Doch als ich zur Abwehr ansetzen wollte, traf mich die Faust auch schon an der Schläfe und mir wurde kurz schwarz vor Augen.
Sekunden später lag ich schon wieder auf dem Boden und Eric über mir grinste selbstgefällig. „Gib doch einfach auf, Engelchen. Sieh ein, dass du verloren hast und lebe mit dieser Schande.“, sagte Eric und auch ihm sah man die Anstrengungen des Kampfes an.
Als Antwort stöhnte ich nur gequält auf und versuchte wieder einen klaren Kopf zu bekommen. Als ich ihm dann in die Augen sah, fand ich etwas womit ich nicht gerechnet hatte. Verlangen und Reue.
Doch bevor ich mir einen großen Kopf darüber machen konnte, waren die Gefühle schon wieder verschwunden und ich schnaubte.
»Ich muss eine neue Taktik ausprobieren. So wie es jetzt lief würde ich nämlich nicht mehr lange aushalten.« überlegte ich und dachte an die Waffen einer Frau.
„Ein Ferox gibt niemals auf!“, knurrte ich dann und stand so plötzlich vor ihm, dass er gar nicht reagieren konnte, als ich ihn einfach küsste.
Als ein verdächtiges kribbeln von meinen Lippen aus durch meinen ganzen Körper ging ignorierte ich es.
Kurz war er geschockt und stand einfach nur da, doch dann erwiderte er den Kuss und ich musste grinsen.
»Jetzt hab ich dich an den Eiern, Eric!« dachte ich triumphierend und holte dann auch schon mit meinem Knie aus, welches ich ihm dann in die eben genannten Eier rammte.
Keuchend löste er sich von mir und ging in die Knie und bevor er etwas sagen konnte schlug ich ihm mit meiner Faust gegen seine Schläfe.
Stöhnend ging er nun ganz zu Boden und sah zu mir auf. „Du spielst mit unfairen Mitteln...“, zischte Eric und ich konnte seine Wut förmlich greifen. Als ich zu einer Antwort ansetzte konnte ich mir ein Grinsen einfach nicht verkneifen und sagte: „Du wolltest spielen, doch du hast nie etwas von Regeln gesagt. Außerdem wolltest du doch den Teufel in mir sehen.“
Ich hörte ihn knurren doch ignorierte ich es und ging ein wenig schleppend von der Matte. Das Adrenalin verließ meinen Körper rapiede, sodass sich meine Schmerzen bemerkbar machten. Durch meine schmerzenden Rippen viel mir das Atmen schwer, sodass ich nur sehr flach atmete, aber dafür stark beschleunigt. Jeder Atemzug fühlte sich an als würden sich meine Rippen in meine Lunge bohren.
» Gott wie konnte ich bloß so blöd sein und mich mit Eric... Einem Anführer und Ausbilder... Verdammt , Meinem Ausbilder anlegen ? Scheiße nochmal warum muss er mich auch so provozieren. Wieso kann ich mein verdammtes Maul nicht halten??? Wieso hab ich mich auf diesen Scheiß bloß eingelassen?  Oh fuck, wenn wir morgen trainieren werden ich komplett am Arsch sein! Jede Bewegung wird schmerzen und Eric... Er wird locker die Chance nutzen und mich quälen, er wird...« Plötzlich wurde ich aus meinen Gedanken gerissen, als eine wütende Stimme ertönt, die mich zusammenzucken ließ.
„Was glaubst du, was du da tust?! Ich wüsste nicht, dass einer aufgegeben hätte, also komm gefälligst wieder her!“, brüllte Eric mir hinter her und stöhnend blieb ich stehen.
„Können wir nicht einfach unentschieden sagen? Du kennst nun meinen Teufel und ich durfte dich vermöbeln. Ich glaube das reicht für einen Abend. Außerdem bin ich mir sicher, dass du noch mal die Gelegenheit bekommst mit mir zu kämpfen.
Denn ich werde auch weiterhin nicht springen wenn du es sagst.“, antwortete ich und hörte ihn knurren. Einen Sekundenbruchteil später wurde ich auch schon wieder an eine Wand gedrückt und spürte seinen heißen Atem in meinem Nacken.
»Was soll das ? Wird das etwas zur Gewohnheit, dass Eric mich zwischen sich und einer Wand einschloss? Es nervte und schmerzte ziemlich gegen die Wand gedrückt zu werden, doch diese Nähe ließ mich trotzallem Ein gewisses  Kribbeln in der Magengrube verspüren. Aber dies nervte mich nur noch mehr, da ich meinen Körper für diese Reaktion auf Eriks Nähe und dessen Atem auf meiner Haut, hasste.«

„Du solltest aufpassen, wie du mit mir sprichst! Kann sein, dass ich dich heute unterschätzt habe, doch das wird kein zweites mal passieren.
Außerdem hab ich mich zurück gehalten. Hätte ich ernst gemacht wärst du jetzt tot.“, zischte er mir zu, doch seine Worte hatten nicht die gewünscht Wirkung auf mich, denn statt Angst breitete sich Erregung in mir aus und ein warmer Schauer lief über meinen Rücken.
»Ich wusste wirklich nicht mehr, was mein Problem war. Wie konnte es sein, dass ich diesen Mann hasste und mein Körper dennoch so auf ihn reagierte. Wenn das so weiter ging weiß ich nicht wie lange mein Kopf noch über meinem Körper stand.« dachte ich und versuchte mich von ihm zu lösen.
Nach einigen Versuchen, ließ er mich dann los und sah mich ausdruckslos an.
Sein Blick glitt über meinen Körper und meine Verletzungen und dann sagte er kühl: „Gehen wir zur Krankenstation. Danach solltest du schlafen gehen. Denke nicht, dass du jetzt eine andere Behandlung von mir bekommst, nur weil du ein paar Verletzungen hast.“, dann packte er mich fast schon schmerzhaft an meinem Oberarm und schleppte mich hinter sich her.







Sorry Leute, ich hab durch die Arbeit vergessen am Donnerstag ein Kapitel hoch zu laden.
Deswegen jetzt ein neues Kapitel.
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