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Fallen Angel - Einmal Ferox, immer Ferox?

von JessiJJ
GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P16
Beatrice "Tris" Prior Eric OC (Own Character) Tobias "Four" Eaton
08.07.2020
22.08.2020
6
12.445
2
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27.07.2020 2.206
 
3. Training

Als ich den großen Saal betrat, war ich überwältigt von der Menge an Menschen und der Lautstärke, welche hier herrschte.
Kurz sah ich mich um und fand meine Freunde an einem Tisch relativ mittig. Ich setzte mich in Bewegung und ließ mich Sekunden später vor Tessa und Cole fallen.
„Angel! Da bist du ja. Wo warst du heute Morgen? Eric sah nicht begeistert aus, als du nicht unter uns warst und ist gleich abgehauen, um dich zu suchen.", sprudelte es aus Tessa heraus und ich konnte mir ein Grinsen nicht verkneifen.
› Sie haben sich Sorgen gemacht. Ich weiß gar nicht mehr, wann das das letzte mal vorkam.‹ dachte ich und sagte dann: „Ich konnte nicht mehr schlafen und so bin ich gegen 05:00 Uhr in die Trainingshalle gegangen und hab schonmal ein bisschen trainiert.
Eric fand mich da und hat mir eine kleine Standpauke gehalten und ich konnte mein vorlaut es Mundwerk mal wieder nicht halten.
Kann sein, dass ich es mir ein klitze, kleines, bisschen mit ihm versaut habe..."
Ich lachte etwas gezwungen und sah in die großen Augen von Cole und Tessa.
„Was hast du getan?", fragte nun Cole nach und konnte sich sein belustigtes Grinsen nicht verkneifen.
„Es kann möglicher weise sein, dass ich nachdem er sagte, er würde mir die Flügel stutzen, wenn ich nicht lernen würde Respekt vor ihm zu haben, ich sagte, dass er aufpassen solle, dass ich ihm am Ende nicht sein Ego stutze.", nuschelte ich gerade so, dass man meine Stimme noch hörte und sah auf mein Essen.
Eine Sekunde blieb es leise, doch dann fingen meine Freunde plötzlich an los zu prusten und ich sah auf.
„Echt, Angel! Du hast größere Eier in der Hose als so mancher Mann!", lachte Cole und Tessa musste sich schon die Lachtränen weg wischen.

Nach einigen Minuten hatten sich die beiden wieder beruhigt und wir aßen schnell zu Ende.
5 Minuten bevor das Training los ging betraten Cole, Tessa und ich die Halle und sahen, wie Eric gerade einen Boxsack zusammen schlug.
›Wow! Wie kann ein Mensch nur so heiß aussehen, wenn er verschwitzt ist?‹ fragte ich mich und betrachtet ihn noch einen Moment, bevor ich den Blick abwendete, weil er sich plötzlich zu mir umdrehte und mich mit seinen blauen Augen förmlich durchbohrte.
Nach 1er Minute betraten dann auch Tris und Four die Halle. Sie unterhielten sich und verabschiedeten sich dann mit einem kurzen Kuss, bevor Tris durch die Halle zu ihren Initianten lief.
Abgelenkt von Four und Tris merkte ich erst, als Eric uns zu sich rief, dass er sich neben eine Tafel gestellt hatte und nun mit vor der Brust verschränkten Armen auf uns wartete.
„Wisst ihr was das ist? Das ist euer Leben.", sagte Eric so gelangweilt, dass man schon fast denken könnte, dass es ihm egal wäre wer von uns lebt und wer stirbt.
„Eure Initiation ist gegliederte in zwei Phasen. In der ersten werden wir uns auf Kampf -und Waffentraining konzentrieren. Im der zweiten Phase werdet ihr euch in Angst Simulationen euren schlimmsten Ängsten stellen müssen.
In jeder Phase werdet ihr von uns rund um die Uhr bewertet und wer am Ende der ersten Phase über der roten Linie ist hat nichts zu befürchten.", erklärte Four weiter.
„Was geschieht mit denen unter der Linie?", fragte Jil, eine kleine und schlanke Ken.
„Zu euren Eltern dürfen ihr nicht zurück, also denk mal scharf nach, Ken. Ich dachte das ist eure Stärke...", brummte Eric genervt und sagte dann an uns alle gewandt: „Heute fangen wir mit einigen Kampf -und Verteidigungstechniken an.
In 3 Tagen fangen wir mit den richtigen Kämpfen an."
Als Eric geendet hatte übernahm Four wieder und zeigte uns alle Techniken, um kämpfen zu können.
Ich versuchte sie mir einzuprägen und setzte die Anweisungen wenig später auch um.
Nach 4 Stunden in denen ich auf den Boxsack eingeschlagen und getreten hatte merkte ich langsam, wie meine Hände aufplatzen und zu schmerzen anfingen.
„Du musst gezielter zuschlagen. Du hast eine unerwartet Körperkraft, die du aber nur dann nutzen kannst wenn du gezielt und ohne zu zögern zuschlägst.", hörte ich plötzlich Eric's leise Stimme direkt neben meinem Ohr und schreckte zusammen.
Augenblicklich bildete sich eine Gänsehaut auf meinen Armen und ein warmen Schauer lief mir über den Rücken.
Überrascht sah ich zu Eric auf und sah in seinen Augen etwas aufflammen, dass ich nicht zuordnen konnte.
„Mach ich dich etwa nervös, Angel?", raunte er mit kratziger Stimme und kam mir noch näher.
›Was hat er vor? Und wieso reagiert mein Körper so extrem auf ihn? Eric ist das größte Arschloch, welches ich je kennen gelernt habe, also was läuft bei mir falsch?!‹ dachte ich verwirrt und wollte gerade einen Schritt zurück machen, als Eric plötzlich meine Arme griff und diese anhob.
„Du musst spannung halten und egal was passiert, lass dich nicht ablenken durch einen Glückstreffer. Bleib konzentriert und fokussiert!", raunte er wieder und drehte sich dann weg um zu Ian, einem Altruan zu gehen und ihn wegen seiner fehlenden Kraft an zu schnautzen.
Eine halbe Stunde später sollten wir dann aufhören und zum Abschluss nochmal 10 Runden durch die Halle laufen.
›Was ist das nur zwischen Eric und mir? Warum fühle ich mich plötzlich so zu ihm hingezogen und warum verhält er sich mir gegenüber so anders als bei den anderen?‹ dachte ich mehr als nur verwirrt, als ich meine Runden zog und bekam gar nicht mit, wie ich immer schneller wurde.

≈ Sicht: Four ≈

Ich war gerade dabei einer Initiantin namens Tessa zu helfen ihre Schlagtechnik zu verbessern, als ich plötzlich sah wie Eric zu einer anderen ging.
An und für sich ist das ja nichts ungewöhnliches, doch seine Körperhaltung sagte nichts aus, was auf Wut oder Ärger hindeutete.
Verwirrt beobachtete ich ihn weiter und sah zu, wie er der Initiantin plötzlich so nah kam, dass man denken könnte er wolle sie küssen.
Doch er flüsterte ihr anscheinend etwas zu, was sie zusammenzucken ließ.
›Was läuft denn da? Wenn ich es nicht besser wüsste, würde ich sagen,dass Eric auf die kleine stand.‹ dachte ich verwirrt und ging etwas näher an sie heran.
„Mach ich dich etwa nervös, Angel?", hört ich Eric auf einmal mit kratziger Stimme sagen und zog die Augenbrauen zusammen.
Auf einmal hatte ich das Gefühle ein Déjà-vu zu haben und dachte an letztes Jahr, als Tris und ich uns angenähert hatten.
Doch bevor ich mich mit diesem Satz beschäftigen konnte machte Eric plötzlich einen weiteren Schritt vor, packte die Arme der Initiantin und sagte dann etwas das mich an meinem eigenen Verstand zweifel ließ: „Du musst spannung halten und egal was passiert, lass dich nicht ablenken durch einen Glückstreffer. Bleib konzentriert und fokussiert!"
›Wer ist der Kerl? Seit wann gab Eric, der große, böse, kalte Anführer , kleinen Initiantinnen Ratschläge?
Kann es etwa sein, dass dieses Mädchen, welches schon jetzt mehr Ferox war, als wahrscheinlich jemals zuvor in ihrem Leben eine Amite, Eric's eigentlich nicht vorhandenes Herz erweichte?‹ fragte ich mich und sah Eric hinter her, als er sich von dieser Angel abwandte und zu einem Altruan hinüber ging, welcher ähnlich wie Tris damals, keine Kraft besaß um richtig zu schlagen.
Nach 30 Minuten beendete ich das Training mit den Worten: „Ihr könnt aufhören für heute. Lauft zum Abschluss noch 10 Runden durch die Halle und geht dann zum Mittagessen."
Alle hörte auf der stelle auf und schüttelten erstmal ihre schwachen und schmerzenden Arme.
Alle bis auf eine...
Angel.
Sie lief unbeirrt ihre Runden, doch sah sie irgendwie sehr in Gedanken versunken aus.
Nach ihrer 5. Runde nahm plötzlich ihr Tempo zu und sie sprintete schon fast.
›Was ist denn jetzt los?‹ fragte ich mich, weil es fast so aussah als wollte sie vor ihrem eigenen Schatten flüchten.
Genau in dem Moment, als ich zu ihr laufen und sie fragen wollte was los sei, rannte sie in Eric rein, welcher sich ihr in den Weg gestellt hatte.
›Na das konnte ja lustig werden.‹ dachte ich und joggte langsam zu den beiden.

≈ Sicht: Eric ≈

Nachdem Four das Training beendet stellte ich mich wieder zu der Tafel und mein Blick klebte förmlich an Angel.
›Diese weiße Haut und die ebenso weißen Haare ließen sie wirklich wie eine Engel erstrahlen.
Ihr Körper war schlank, doch hatte sie perfekt geformte Kurven und dieser Hintern...‹ dachte ich und spürte wie meine Hose ein Stück enger wurde.
Ich wusste selbst nicht, was es letztlich war, aber irgendwas an ihr zog mich an.
Ich konnte nicht sagen ob es nun ihr Körper war, ihre unerwartete Karft oder ihr vorlautes Mundwerk und ihr Mut sich mir zu widersetzen.
Es reizte mich wenn sie mir widersprachen wie heute Morgen. Sie sah irgendwie süß aus, wenn sie sauer wurde und sich nicht mehr zurück hielt.
Gerade als sie ihre 5. Runde anfing bemerkt ich wie sie so in ihren Gedanken war, dass sie immer schneller und schneller wurde, bis sie anfing zu sprinten.
Da kam mir eine Idee.
›Es wird Zeit sie wieder etwas zu ärgern. Wer weiß vielleicht ergibt sich ja die möglichkeit mit ihr ein Wortgefecht auszutragen.‹ dachte ich vorfreudig und stellte mich Sekunden später in ihre Bahn.
Wie erwartet läuft sie frontal in mich hinein.
Erschrocken schrie sie kurz auf und wäre fast auf ihren niedlichen Hintern geflogen, wenn ich nicht meinen Arm um ihre Hüfte geschlungen hätte, um sie aufzufangen.
„Du solltest besser aufpassen wo du mit deinen Flügeln hinfliegst, Engelchen.
Wir wollen ja nicht, dass du dir noch einen brichst.", raunte ich schelmisch und auch ein bisschen hohn lasse ich in meine Stimme ein fließen.
Schnell versuchte sie sich von mir zu lösen, doch ich hielt sie weiterhin fest.
Ihre wohlgeformten Brüste rieben sich an meiner Brust und ich musste mich zusammenreißen nicht über sie her zu fallen.
Als sie merkte, dass ihr widerstand keinen Sinn hatte, blitzen ihre Augen ihn wütend und herausfordernd an und sie fauchte fast genau so leise ich wie ich zu vor sprach: „Würdest du dich nicht, mit deinem nicht vorhandenen Astralkörper, in meinen Weg stellen, dann könnte ich so schnell »fliegen« wie ich es möchte.
Und jetzt nimm deine Finger weg von mir, bevor der Zorn Gottes über dich kommt!"
„Sie hat recht Eric. Lass sie los.", hörte ich plötzlich die Stimme von Four, welcher diesen höchst witzigen Moment unterbrach und knurrte laut: „Four hast du nicht irgendwelche Hochzeitsvorbereitungen zu machen oder Kinder Planung zu betreiben? Irgendwas das mich nicht mit deiner Anwesenheit nervt?!"
›Merkte er denn nicht, dass er störte?!‹ dachte ich genervt und sah dabei weiterhin in diese unglaublich schönen, grau-blauen Seelenspiegel von Angel.
„Nein, zufälliger weise nicht, aber selbst wenn, ist das hier um Längen spannender.", antwortete Four beiläufig und ich konnte sein Grinsen förmlich sehen.
„Na wenn das so ist, sollte ich Gott's Lieblingsengel wohl lieber weiter fliegen lassen.", sagte ich so gelangweilt, dass man meinen könnte, dass ich über das Wetter redete.
Ich ließ Angel also los und entfernte mich nach einem letzten Blick langsam von ihr, doch als sie anfing laut fauchend zu sprechen, konnte ich mir mein siegessicheres Grinsen nicht mehr verkneifen: „Der Lieblingsengel von Gott war Lucifer! Ein gefallener Engel, verbannt aus dem Himmel und Schrecksherrscher der Hölle!" - „Du hast es erfasst, Engelchen!", rief ich ihr herablassend über die Schulter zu und ging weiter.
Doch schon im nächsten Moment spürte ich einen Luftzug und reagierte sofort.
Ich drehte mich um, fing ihren Arm ab und drehte sie so, dass ich sie, in einem Sekundenbruchteilen, in einem Schwitzkasten hatte.
Ein zischen ging durch die Halle und plötzlich hörten alle auf zu rennen.
„Vielleicht sollte ich dich statt Engelchen, lieber Teufelchen nennen.", provozierte ich sie weiter und kassierte einen unerwarteten Tritt in den Magen.
Erschrocken von ihrer Tat und der Kraft, welche sie aufbrachte, ließ ich von ihr ab und sie ging einige Schritte zurück.
„Du kannst mich mal Eric! Sprich mich am besten gar nicht mehr an!", fauchte sie und das Feuer in ihren Augen schürte mein Verlangen nach ihr.
Als sie sich allerdings weg drehte, um weiter zu laufen, musste ich, auch wenn ich es nicht wollte, wieder reagieren, denn niemand sprach so mit mir oder gar einem anderen Anführer.
Also packte ich sie im Nacken und drückte sie dann mit meinem ganzen Körpergewicht gegen den naheliegenden Stützpfahl.
Dann kam ich ihrem Ohr wieder ganz nah und knurrte halb erregt, halb wütend: „Du kleine, Initiantin hast Respekt mir gegenüber zu haben. Ich werde dir wohl früher die Flügel stutzen müssen als gedacht!
Heute Abend, nach dem Abendessen bist du um Punkt 20:00 Uhr hier. Dann kannst du mir zeigen wie viel Teufelchen wirklich in dir steckt.
Solltest du nicht auftauchen, bist du raus. Haben wir uns verstanden Angel ?!"
Sie war anscheinend so geschockt von meiner Aktion, dass sie nur ein nicken zu standen brachte.
Dann löste ich mich ganz von ihr und brüllte, kalt wie immer, durch die Halle, als wäre nichts gewesen: „Wer hat euch erlaubt auf zu hören?! Lauft gefälligst weiter und als Strafe hängt ihr noch 10 Runden und 50 Sit up's hinten dran!"
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