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Fallen Angel - Einmal Ferox, immer Ferox?

von JessiJJ
GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P16
Beatrice "Tris" Prior Eric OC (Own Character) Tobias "Four" Eaton
08.07.2020
22.08.2020
6
12.445
2
Alle Kapitel
7 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
20.07.2020 1.499
 
Hey ho XD
Hier bin ich wieder!
Ich hoffe euch gefällt das neue Kapitel und ich würde mich überraschen ein paar Reviews freuen!
LG JessiJJ




2. Schlaf! Was ist das?


Ein wenig erschöpft folgte ich Cole und Tessa zu dem Schlafsaal. Four hatte uns gut 2 Stunden rum geführt und uns gezeigt, was für uns am wichtigsten war.
Dazu gehörte beispielsweise die Krankenstation, die Grube, die Trainingsräume, der Schlafsaal natürlich und auf die frage eines Candor, ich glaube er hieß Alex, zeigte er uns auch noch das Tattoo Studio.
Gerade kamen wir vom Essen und ich dachte an den Moment zurück, als wir unsere alte Kleidung verbrennen mussten.

≈ Flashback ≈

„Hier werdet ihr schlafen. Bevor ihr fragt... Jungs und Mädchen schlafen hier zusammen. Da ihr 12 Initianten seid sind genug Betten da.
In 10 Minuten erwarte ich euch beim Essen.
Max möchte euch persönlich begrüßen.
Eure alten Sachen wechselt ihr mit denen die auf eurem Bett liegen und verbrennt sie anschließend.“, sagte Four und verschwand auch schon.
Ich setzte mich auf ein Bett neben Tessa und legte mich kurz hin. Dadurch, dass das Adrenalin inzwischen nachgelassen hat kamen nun die Schmerzen in meinem Bauch wieder an die Oberfläche.
Auch die Emotionen, welche ich bisher unterdrückt hatte kamen wieder hoch.
›War es wirklich die richtige Entscheidung gewesen zu gehen? Ben und Liam haben nun ihre einzige Mutter Figur verloren, welche sie hatten. Ich hab sie schließlich auf -und großgezogen. Was ist wenn Dad...‹ weiter könnte ich meinen Gedanken nicht mehr folgen, da mich jemand an der Schulter rüttelte. Ich öffnete die Augen und sah Cole, in einem schwarzen T-Shirt, welches seine Muskeln betonte und in einer Lederhose.
›Cole sieht echt nicht schlecht aus in Ferox Kleidung. Aber Eric sieht immer noch um länge besser aus... Warte! Was denke ich den da?!‹ dachte ich geschockt, doch wieder bracht Cole mich ins hier und jetzt: „Komm schon Angel! Du hast noch 4 Minuten, dann müssen wir da sein!“
Mit diesen Worten sprang ich geschockt auf und begann mich umzuziehen, doch weil ich so gehetzt war vergaß ich mein Hämatom am Bauch zu verstecken und hörte Tessa scharf die Luft einziehen.
›Fuck!‹ dachte ich und zog mir schnell einen Pulli an. „Was ist da passiert?“, fragt Tessa noch immer geschockt, als ich mir eine Hose anzog.
„Muss wohl beim in den Zug klettern passiert sein.“, log ich. Als ich eine Sekunde später meine Sachen gepackt hatte und auf sah, sah ich wie Tessa die Stirn runzelte. „Du lügst...“, sagte sie und für einen Moment verfluchte ich sie dafür eine ehemalige Candor zu sein.
„Ich will nicht drüber reden!“, knurrte ich, doch nicht weil ich sauer auf sie war sondern, weil die Erinnerungen an den letzten Abend zu Hause wieder hoch kamen.
Mit meinen Sachen ging ich zu dem Feuer und schloss einmal kurz die Augen bevor ich die Sachen los lies und somit auch mein damaliges Leben los lies. Dann machte ich mich zusammen mit Cole und Tessa auf den Weg zum Essen.

≈ Flashback Ende ≈

Es war ein schönes Ritual der Ferox, um zu symbolisieren, dass man sein altes Leben und seine alte Fraktion hinter sich ließ und nun ein Ferox - Initiant war.
Als wir im Schlafsaal ankamen machte ich kurzen Prozess, weil ich so müde war und zog mich bis auf die Unterwäsche aus.
Prüde war ich noch nie wirklich und durch das Jahre lange Training für die Ferox hab ich einen Körper auf den ich stolz war.
Einige Jungs hörte ich pfeifen, als ich mich in Unterwäsche aufs Bett setzte und Sekunden später auch schon lag.
Es war mir egal, ob sie mich in Unterwäsche sahen oder was sie von mir dachten. Ich wollte nur noch schlafen.
Doch auch 3 Stunden später lag ich noch wach im Bett und wälzte mich hin und her, weil mich meine eigenen Gedanken am schlafen hinderten.
Stöhnend setzte ich mich auf und sah auf die Uhr.
›Toll 02:37 Uhr. Ich werde morgen beim ersten Training so fertig sein.‹ dachte ich genervt und lege mich zurück ins Bett.
Zum Glück schien ich dann irgendwann doch endlich eingedöst zu sein.

★ Traum ★

Ich stand auf einem Feld der Amite und genoss die Sonne, welche auf mich herunter schien.
„Wie konntest du mich ein zweites mal verlassen, Illy? Wieso bist du nicht bei mir geblieben?!“, knurrte plötzlich eine mir nur all zu bekannte Stimme hinter mir. Schnell drehte ich mich um, doch es war bereits zu spät. Ein Schlag traf mich so gewaltig an der Wange, dass ich zu Boden fiel und mir Tränen in die Augen schossen.
Dann traf mich ein Tritt und noch einer und dann noch einer.
Es wurden immer mehr und dann hörte ich wieder die Stimme von meinem Dad: „Du gehörst mir! Ich hab dich einmal verloren aber ein zweitesmal lasse ich das nicht zu!“
Plötzlich traf mich ein Tritt am Kopf und mit einem Stöhnen wurde alles dunkel um mich herum.

★ Traum Ende ★

Keuchend und schweißgebadet wachte ich wieder auf und sah mich panisch um.
›Er ist nicht hier! Ich bin bei den Ferox und in Sicherheit.‹ dachte ich und versuchte mich zu beruhigen.
Als ich wieder auf die Uhr sah war es 04:29 Uhr und ich beschlossen duschen zu gehen.
Schlafen könnte ich jetzt eh nicht mehr und außerdem konnte ich mir so sicher sein, dass keiner spannerte.
Nach dem Duschen schlich ich mich aus dem Schlafsaal und machte mich auf den Weg zum Trainingsraum bei dem Four sagte, dass wir dort trainieren würden.
Es war ungewohnt wirkliche Geräte zum trainieren zu haben und sich beim laufen nicht ständig umschauen zu müssen, aus Angst jemand könnte mich dabei sehen und darauf ansprechen.
Anfangs lief ich mich 7 Runden locker ein und machte anschließend 30 Liegestütz.
Danach machte ich 5 Minuten Pause und stellte mich dann an die Boxsäcke.
Zu Hause hatte ich immer einen Baum, hinter dem Haus, um welchen ich mehrere Decken gewickelt hatte und früh morgens, als noch alle schliefen, einige Übungen gemacht hatte.
Es kam nicht gerade selten vor, dass ich gegen den Baum getreten oder geschlagen hatte und mich verletzte, doch hier brauchte ich die Angst nicht haben.
Breitbeinig stellte ich mich vor den Boxsack und hob die Fäuste.
Für jeden trainierten Ferox musste es wahrscheinlich so aussehen, also ob ich warlos auf den Boxsack einschlug -und trat, doch ich hatte nie gelernt, wie man das richtig machte.
Ich habe zu Hause immer trainiert, um einerseits eine Chance für die Ferox zu haben und andererseits, um meine Wut, welche sich durch meinen Vater aufgestaut hatte, heraus zu lassen.

Erst als ich merkte, wie meine Hände anfingen zu schmerzen hörte ich auf und rannte nochmal 3 Runden durch die Halle.
Doch bei meiner zweiten Runde wurde ich von einer Stimme unterbrochen: „Wieso bist du nicht im Schlafsaal gewesen?!“, brüllte Eric auf der anderen Seite der Halle und ich blieb gleich wie angewurzelt stehen.
Nach wenig Sekunden machte ich mich auf den Weg zu ihm, indem ich quer durch die Halle lief.
Bei ihm angekommen holte ich zwei mal tief Luft bevor ich sagte: „Ich konnte nicht schlafen und in einem dunkelen Raum mit 11 anderen, schlafenden Menschen zu liegen hörte sich für mich nicht sehr reizvoll an.
Außerdem hab ich mal gehört, dass Sport am Morgen, Kummer und Sorgen vertreibt.“, antwortete ich wie gewohnt etwas vorlaut und frech.
Eric zog eine Augenbraue hoch und sah mich dann von oben bis unten einmal an.
„Was bist du denn für eine Amite?“, fragte er kühl wie immer, doch ich hörte eine gewisse Neugier aus seiner Stimme heraus.
„Ich bin keine Amite. Ich bin eine Ferox.“, entgegnete ich gleich und hörte ihn nur höhnisch lachen, als ich zu meinem Wasser lief.
„Die möchtest du mal werden, Initiantin. Noch bist du keine und jetzt geh zum Essen wie alle anderen auch! In 40 Minuten geht das richtige Training los. Mal sehen wie du dich dann schlägst, Amite.“, sagte Eric. „Angel.“-„Was?“, fragte Eric nun etwas verwirrt, doch fing sich schnell wieder. „Mein Name ist Angel, nicht Amite!“, fauchte ich nun leicht gereizt und wollte an Eric vorbei gehen, doch er hielt mich am Oberarm fest und zog mich an sich. Nur um mich dann zwischen ihm und der Wand ein zu quetschen.
Ich merkte sofort, wie mein Atem schneller wurde und wie die Stellen an denen sich unsere Haut berührt anfing zu prickeln.
„Pass auf wie du mit mir redest, Angel. Sonst muss ich dir wohl mal die Flügel stutzen.
Und das wollen wir doch nicht oder?“, knurrte Eric leise und betonte meinen Namen extrem.
Da ich mir vorgenommen hatte mich nie wieder einschüchtern zu lassen und ich nun mal ein vorlautes Biest sein konnte, fauchte ich ein: „Kannst es ja versuchen. Aber sein nicht enttäuscht, wenn ich dir am Ende dein Ego stutze.“, zurück und löste mich von ihm, als er durch meine Worte kurz aus der Fassung kam.
Dann verschwand ich und machte mich auf den Weg zu meinen Freunden.
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