Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Fallen Angel - Einmal Ferox, immer Ferox?

von JessiJJ
GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P16
Beatrice "Tris" Prior Eric OC (Own Character) Tobias "Four" Eaton
08.07.2020
22.08.2020
6
12.445
2
Alle Kapitel
7 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
13.07.2020 1.695
 
Hey Leute :)
Es ist so weit. Hier ist das zweite Kapitel.
Ich weiße, die neue Woche ist gerade mal 10 Minuten alt, doch ich kann es einfach nicht erwarten das Kapitel online zu stellen.
Ich hoffe es gefällt euch und wie schon beim letzten Kapitel erwähnt, würde ich mich über Rückmeldungen jeder Art freuen.
Jetzt aber viel spaß beim lesen!
Eure JessiJJ





1. Willkommen bei den Ferox

Am morgen wachte ich durch die aufkommende Sonne auf.
Unter starken Schmerzen stand ich auch gleich auf und begab mich ins Badezimmer. Dort betrachtete ich mich erstmal im Spiegel und sah, wie schlimm es mich gestern wieder mal getroffen hatte.
Mein Wange war etwas angeschwollen und bläulich verfärbt. Als ich mein T-Shirt anhob sah ich, wie mein Bauch in blauen und lilanen Farben erstrahlte...
„Na klasse!“, sagte ich sarkastisch und zog mich aus, um schnell zu duschen.
Danach ging ich nur mit einem Handtuch bekleidet wieder in mein Zimmer und zog mir mein Outfit für heute an.

https://pin.it/1iMAhaE

Auch die Kette, welche meine Mutter bis zu ihrem Tode getragen hatte zog ich an und ging anschließend in die Küche, um Frühstück zu machen.
Nachdem der Tisch gedeckt war ging ich ins Zimmer meiner Schwester.
Leise setzte ich mich an ihr Bett und strich ihr eine Strähne hinters Ohr.
Von dieser leichten Berührung wurde Jamie wie jeden Morgen wach und sah zu mir auf.
„Guten Morgen“, flüsterte ich und lächelte sie an.
„Morgen“, antwortete sie noch etwas verschlafen und gähnte.
Gerade als ich aufstehen wollte, um die Jungs zu wecken, hielt sie mich fest und sagte leise: „Du wirst heute gehen oder? Du wirst dich nicht für die Amite entscheiden.“

Geschockt sah ich sie an und Tränen bilden sich in meinen Augen. „Jamie, ich...“ - „Es ist okay, Angel. Ich weiß was du alles einstecken musstest seitdem Mum tot ist. Ich verstehe dich und ich werde es auch den Jungs erklären wenn du weg bist.“, unterbrach mich Jamie und ich stellte mal wieder fest, dass auch sie nicht ihrem alter entsprach.
›Sie ist ähnlich wie ich, schnell erwachsen geworden...‹ dachte ich und schüttelte den Kopf.
„Es tut mir leid, Jamie.“, sagte ich nur, gab ihr einen Kuss auf die Stirn und ging aus dem Zimmer.
Schnell atmete ich durch und ging auch schon ins angrenzende Zimmer.
Auch die Jungs schliefen noch und ich prägte mir diesen Anblick genau ein.
›Sollte ich wirklich gehen? Könnte ich es ihnen wirklich antun?‹ fragte ich mich, doch als ich hörte, wie mein Dad aus dem Schlafzimmer kam, ging ich auf Liam zu.
Mit einem Kuss auf die Stirn weckte ich ihn auf und strich ihm einem durch die strubbeligen Haare.
Grinsend wünschte ich auch ihm einen guten Morgen und drehte mich dann auf die andere Seite des Zimmers, um diesen Vorgang bei Ben zu wiederholen.
Auch er sah mich verschlafen an und streckte dann die Arme nach mir aus.
Wie jeden Morgen nahm mich ihn auf die Arme und ging dann zu Liam zurück, um ihn ebenfalls hoch zu nehmen.
Dann machte ich mich wie gestern Abend auf den Weg in die Küche und setzte die Jungs auf ihre Stühle ab.

Stille erfüllte den Raum und nach dem Essen räumte ich wieder alles ab, um den anderen die Zeit zu geben, sich fertig zu machen. Eine Halbestunde später gingen wir dann zusammen zur Bestimmungszeremonie.
Dort angekommen setzten wir uns hin und ich nahm meine beiden Brüder auf den Schoß, um ein wenig Platz zu sparen.
Nach einer langweiligen rede ging es dann auch schon los und die ersten Namen wurden aufgerufen.
Ich wurde erst ganz am Ende aufgerufen, da mein Nachname mit R beginnt und so ging  ich mit zitternden Beinen und rasendem Herzen nach vorne.
Als ich vorne ankam sah ich nochmal zurück zu meiner Schwester, welche mir Unterstützung schenkte indem sie aufmunternd Nickte.
Dann drehte ich mich wieder zu den Schalen, nahm das Messer, schnitt mir in die Hand und hielt sie über eine der Schüsseln.
Als ein Tropfen meines Blutes in die Schüssel fiel rief der Man vor mir, ich glaube er hieß Marcas, auch schon: „Ferox!“
Ich drehte mich von ihm weg und ging auf meine neue Fraktion zu, welche mit tosenden Beifall auf meine Entscheidung reagierte.

Ein letztes mal sah ich zu meiner Familie und sah, wie Jamie versuchte die Jungs zu beruhigen und mein Vater mich mit seinen Blicken am liebsten töten wollte. ›Es tut mir leid meine kleinen. Ich liebe euch, aber ich musste gehen.‹ schoss es mir durch den Kopf und ich hoffte, dass meine Jungs stark genug für meine Entscheidung waren.
Mehr Zeit blieb mir allerfings nicht mehr, denn die Ferox sprangen plötzlich auf und rannten raus in den Flur.
Dann ging es die Treppe, 10 Stockwerk nach unten und dann aus dem Gebäude raus.
Durch mein Training, welche sich seit Jahren unentdeckt bei den Amite vollzogen hatte, um auch nur ein Chance bei den Ferox zu haben, machte mir als Fraktionswechslerin die Anstrengung nicht so zu schaffen wie manch anderen.
Lange liefen wir allerdings nicht. Als wir an Pfählen ankamen, die die Zuggleisen stützten kletterten wir nach und nach alle hinauf.
Oben angekommen musste ich zugeben, dass dies anstrengender für mich war, als das Laufen, doch lange nachdenken konnte ich nicht.
Unter mir vibrierte es und Sekunden später sah ich wie der Zug kam.
Durch die Geschwindigkeit, die der Zug hatte nahm ich an, dass wir auf ihn drauf springen mussten und lief den gebürtigen Ferox hinterher.
Als er an mir vorbei rauschte war es ein unglaubliches gefühl.
Ich dachte nicht lange nach, sprang und hielt mich an einer Metallstange neben der offenen Türe fest. Dann zog ich mich rein und setzte mich an die Wand.
Adrenalin pumpte durch meine Adern und ich fühlte mich großartig.
„Hey, ich bin Cole und das ist Tessa.“, sagte ein Ken und setzte sich zusammen mit einer Candor zu mir.

https://pin.it/6okxqTj

(Cole - natürlich ohne die Tattoos)

https://pin.it/5zgkTT4

(Tessa)

„Angel“, antwortete ich knapp und sah zu ihnen. ›Cole sah gut aus und freundlich schien er auch zu sein. Tessa wirkte recht schüchtern auf mich, war aber sehr hübsch und auch sie lächelte mir feundlich zu. Sympatisches Duo. ‹ dachte ich und wurde erst von Cole aus meinen Gedanken gerissen. „Angel? Also wie der Engel?“, fragt er und sah mich neugierig an. „Ja, was dagegen?“, entgegnete ich genervt und fuhr zur Sicherheit schon mal meine emotionale Schutzmauer auf.
„Nein, kein bisschen. Ich find den Namen schön.“, sagte er freundlich und hielt beschwichtigend die Hände hoch. Wir redeten noch einen Moment über dies und das und schwiegen dann.
Nach etwa 5 Minuten gingen die Türen plötzlich wieder auf und man hörte erste Schreie.
Ich sah wie einige gebürtige Ferox aus dem Zug, auf ein Dach sprangen, wo schon andere Ferox warteten.
Kurz sah ich zu Cole und Tessa bevor ich aufstand, Anlauf nahm und einfach los lies. Ich fühlte mich endlich frei und spührte wieder, wie Adrenalin durch mich durch schoss.
Mit den Füßen aufkommend schlitterte ich schließlich noch ein paar Meter über das Dach und musste einige Schritte nach vorne laufen, um nicht zu fallen.
Auch Cole kam mehr oder weniger stehend auf dem Dach an und half Tessa dabei sich nicht lang zu legen.
Zusammen gingen wir dann zu den Ferox und mischten uns unter die Menge.

Nach kurzem Warten waren auch alle anderen bei uns angekommen und ein großer, gut gebauter, tätowierter Mann begann mit kalter, monotoner Stimme zu sprechen: „Hergehört Initianten! Mein Name ist Eric. Ich bin einer der Ferox Anführer und Ausbilder. Wenn ihr zu einem von uns werden wollt ist dies euer Weg hinein.
Also Freiwillige vor. Sonst wähle ich.“, sagte Eric und zeigte hinter sich, wo ein Loch klaffte und es locker 8 Stockwerke freier Fall waren bis nach unten.
„Ist Wasser dort unten, welches unseren Fall abbremst?“, fragte ein Candor und ich verdrehte die Augen.
›Als ob er uns das sagen würde.‹ dachte ich und genau in dem Moment sagte Eric: „Spring und finde es heraus. Letzte Chance gibt es Freiwillige?“
Ohne lange zu überlegen, weil ich hoffte wieder dieses Freiheitsgefühl zu haben, rief ich: „Ich tus...“, nahm Anlauf, sprang auf die Dachkante und ließ mich fallen.
Wenn ich gekonnt hätte, hätte ich den freien Fall in die Länge gezogen. Es war ein unglaubliches Gefühl, doch leider kam ich schon nach 5 Sekunden unten an und wurde von einem Netz aufgefangen.
Dort wurde ich dann von einem Mann aus dem Netz gehoben und von einer Frau neben ihm gefragt: „Gesprungen oder geschubst?“ - „Wenn ich sage geschubst, darf ich dann nochmal?“, stellte ich die Gegenfrage und sah ein Grinsen im Gesicht der Frau. „Nein, aber ich mag dich jetzt schon. Wie ist dein Name?“, fagte die Frau wieder also antwortete ich: „Schade, ich heiße Angel und ja, ich bin gesprungen!“ - „Erste Springerin Angel!“, rief nun der Mann wieder und ich wurde mit Jubel in Empfang genommen.
Nach und nach kamen auch die anderen.
Cole sprang als 4. und Tessa folgte ihm mit dem 5. Platz.

Als sie neben mir standen, sprach  Tessa mich plötzlich an und sagte: „Du bist doch verrückt! Aber auch verdammt cool, Schwester. Eric sah echt überrascht aus, als du von jetzt auf gleich am fallen warst...“
Lachend umarmte sie mich und ich erwiderte die Umarmung.
Ich wusste jetzt schon, dass sie und auch Cole mir wichtig  sind. Nachdem auch der letzte Springer unten ankam, sprang Eric.
Als er stand sah er sich kurz um und sein Blick blieb bei mir hängen.
Kurz sah ich sowas wie Anerkennung in seinen Augen aufblitzen, doch dann fing er wieder kalt und monoton an zu sprechen: „Willkommen bei den Ferox, Fraktionswechsler. Die erste Hürde habt ihr überstanden. Das ist Four und neben ihm ist Tris seine, wenn er es denn irgendwann mal hinbekommen würde eine Hochzeit zu Planen, Ehefrau.
Die gebürtigen Ferox zu Tris, die Wechsler zu Four und mir.
Wir werden euch ausbilden, aber zunächst wird Four euch alles Wichtige zeigen und erklären.“, nach dieser Rede drehte er sich weg und ging durch den selben Gang, durch den auch Tris gerade mit den gebürtigen Ferox verschwunden war.
Review schreiben
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast