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Immortal Army of Justice

GeschichteFantasy, Übernatürlich / P16
Haytham Kenway OC (Own Character) Reginald Birch
08.07.2020
15.11.2020
23
40.137
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05.08.2020 1.568
 

Prolog V



*** Ablenkung und Abschied ***




„Master Kenway, wenn ihr jetzt einfach geht, dann Gnade euch Gott!“ Entschieden zog ich seinen Mund zu mir herunter und drückte mich an ihn.
„Aber... euer Ruf. Seid ihr sicher, dass ihr das wollt?“ meinte er wieder schwer atmend an meinem Ohr.
„Ja, ich will das und wenn ich ehrlich bin, ich kann mich nicht mehr lange beherrschen!“ Das war sein Stichwort und in Sekunden hatte er mich hochgehoben, meine Röcke zur Hüfte hochgeschoben und drang in mich ein.
Wir vergaßen in diesem Moment alles um uns herum und es war mir egal, was morgen sein würde oder die nächsten Tage.
Es galt dieser Moment jetzt!
Und meine gute Erziehung war dahin für diesen Augenblick!
Seine Hand krallte sich in meinen Oberschenkel, als er laut Stöhnend kam und mich ebenfalls zu meinem ersehnten Höhepunkt brachte.

Atemlos lehnte er an mir, sein Kopf auf meiner Schulter und ich umklammerte ihn immer noch mit Armen und Beinen.
„Mistress Alberts, diese Reise nach Boston werde ich wohl nicht so schnell vergessen, dank euch!“ raunte er in mein Ohr.
„Ihr sprecht mir aus der Seele, Master Kenway. Noch ist diese Überfahrt nicht beendet, also kann ich euch noch ein paar mehr Eindrücke schenken. Natürlich nur, wenn ihr damit einverstanden seid!“ meinte ich süffisant und sah in seinen Augen, dass er durchaus damit zurecht kam.

Wir lösten uns voneinander und langsam fing er an, mich aus meinem Kleid zu befreien. Auch Haytham entledigte ich nach und nach seiner Kleidung und küssend schob er mich auf die Koje zu.
Er setzte sich auf die Kante und hob mich auf seinen Schoß.
„Es wäre einfacher, wenn ihr mich bei meinem Vornamen nennen würdet, Mistress Alberts!“ meinte er lächelnd und sah mich erwartungsvoll an.
„Das würde ich gerne tun, aber dann tut mir umgekehrt ebenso den Gefallen. Ich heiße Isabelle.“
Mit einer gekonnten Drehung lag ich unter ihm.
„Es freut mich, euch näher kennen zu lernen, Isabelle. Mein Name ist Haytham.“ erklärte er mir dann, auch wenn ich seinen Vornamen ja schon kannte.
„Ich mag euren Vornamen, Haytham!“ sagte ich einfach nur und zog seinen Mund zu mir. Wir verloren uns ein weiteres Mal ineinander und er ließ mich seine geschickten Finger spüren, ehe er mich ein zweites Mal nahm.
Sein Höhepunkt war hart und als er meinen Namen an meinem Hals hauchte, kam auch ich, doch ich konnte meine Lautstärke nicht so zügeln und ein lautes Haytham kam über meine Lippen.
Lächelnd sah er auf mich herab.
„Isabelle, jetzt weiß die ganze Mannschaft, was wir hier treiben!“ grinste er mich breit an. „Sollen sie es doch wissen, dann gibt es auch keine Spekulationen oder Gerüchte, Haytham.“ meinte ich praktisch gedacht.
„Das stimmt allerdings.“ er drehte sich von mir und zog mich zu sich.
„Ich glaube, jetzt wird euch nicht mehr so schnell langweilig werden!“ kam es selbstsicher von Haytham.
„Zumindest des Nachts nicht.“ lachte ich leise und schlang meine Arme um ihn und war ruckzuck eingeschlafen.

Am Morgen erwachte ich erholt wie schon lange nicht mehr, ich hatte tief und fest geschlafen. Als mein Blick zur Seite ging, sah ich in diese grauen Augen von Master Kenway.
Ein genuscheltes „Guten Morgen, Haytham“ war alles, was ich zustande brachte.
„Den wünsche ich dir auch, Isabelle!“ kam es leise von ihm und ich bekam einen leichten Kuss auf die Stirn.
Auf dem Schiff herrschte schon wieder reger Betrieb und auch wir sollten uns langsam fertig machen.
„Das Frühstück wartet bestimmt schon, Haytham. Los, aufstehen!“ meinte ich euphorisch und befreite mich aus seiner Umarmung und stand auf.
Ein resigniertes Seufzen war alles, was aus meinem Bett kam.
Doch auch er stand auf und fing an, sich anzuziehen.

Und so verbrachten wir die restlichen Tage auf See gemeinsam und ich war froh über seine Gesellschaft. Vermutlich wäre ich sonst hier auf dem Schiff eingegangen und im schlimmsten Falle einfach von Bord gesprungen!

Um die Mittagszeit am 8. Juli vernahmen wir nur die Worte des Kapitäns, dass man alles zum Anlegen bereit machen sollte.
Wir sahen uns beide stirnrunzelnd an und Haytham sprach Mr. Smythe darauf an, es war nebelig und man sah überhaupt nichts.
Seine Antwort war kurz und knapp, dass nämlich die Möwen ihnen alles sagten was sie wissen müssten.
Kurz darauf sah ich dann tatsächlich andere Schiffe, ich konnte einen Hafen ausmachen. DAS war also Boston? Es sah im ersten Moment nicht anders aus, wie jede andere Hafenstadt auch.
Doch ich hatte ja auch nur Dover und Bristol bisher gesehen.
Ich ging in meine Kabine und fing an, meine Habseligkeiten in meine Truhen zu packen. Viel war es nicht, doch ich hatte Angst etwas zu vergessen.
Dabei fiel mir dann Gullivers Reisen in die Hände und ich setzte mich seufzend auf meine Koje.
Jetzt hieß es Abschied nehmen von Haytham und wer weiß, ob wir uns überhaupt noch einmal wieder sehen würden.
Dann hörte ich von nebenan, wie auch er seine Sachen packte und ich beschloss, ihm das Buch zurück zugeben. Ich hatte es gelesen und ich war sehr begeistert davon, was ich ihm auch schon kundgetan hatte.
Als ich klopfte, hörte ich nur ein mürrisches „Herein“ von ihm.
„Haytham, ich wollte dir dein Buch wiedergeben.“ erstaunt sah er auf mich hinunter und dann auf das Buch.
„Du kannst es ruhig noch behalten und mir später wieder geben.“ meinte er leichthin.

„Aber wer weiß, wann wir uns wieder sehen werden...“ er ließ mich nicht ausreden, sondern nahm mich in den Arm.
„Wir werden uns wiedersehen, dafür werde ich sorgen. Ich werde dich schon finden, Isabelle. Und wenn ich jeden Stein und jeden Grashalm befragen muss.“ kam es lachend von ihm und er gab mir einen langen Kuss, welcher mich genau das glauben ließ.
„Warum glaube ich dir das aufs Wort, Haytham?“ meinte ich breit grinsend.
„Weil ich ein sehr hartnäckiger Mann sein kann und du es schon zu spüren bekommen hast!“ und wieder bekam ich diesen leidenschaftlichen Kuss, in welchen er all seine Gefühle versuchte zu legen.
Wir lösten uns von einander und ich ging hinaus um jemanden von der Mannschaft zu bitten, meine Truhen zum Kai bringen zu lassen.
Es würde dort eine Kutsche auf mich warten, die mich zu meinem neuen Zuhause für die nächsten Wochen und Monate bringen würde.

Dann endlich konnten wir von Bord, auf der einen Seite war ich froh drum, wieder festen Boden unter den Füßen zu haben.
Auf der anderen Seite tat es mir weh, Haytham nicht mehr wieder zusehen.
Wir hatten uns die Tage aneinander gewöhnt und ich fand, er war ein sehr angenehmer Gesellschafter.
Es half aber nichts, wir mussten nun fürs erste getrennte Wege gehen und wer weiß, was die Zukunft noch für uns parat hielt.
So standen wir dann etwas unbeholfen auf dem Kai und er nahm meine Hände in seine, seine grauen Augen ruhten auf mir.
„Isabelle, ich verspreche dir, wir werden uns wieder sehen. Ich vermisse deine Nähe jetzt schon, wenn ich ehrlich bin. Ich hoffe, das auch du mich nicht vergisst!“ sprach er leise mit mir, es hatte sich ein Herr genähert, welcher anscheinend sehnsüchtig Haytham in Empfang nehmen wollte.

„Ich vermisse dich auch schon und dieser Gedanke, dass ich Nachts jetzt wieder alleine sein werde, macht mich wahnsinnig, Haytham.“ meinte ich traurig und versuchte nicht zu heulen.
Meine Truhen wurden gerade an mir vorbei getragen, doch Master Kenway deutete einem Träger kurz anzuhalten. Er öffnete eine seiner eigenen und nahm ein Bündel hinaus und legte es kurzerhand in eine meiner Kisten. Ich sah ihm mit großen Augen dabei zu.
„Was war das denn jetzt, Haytham?“ fragte ich einfach.
„Du wirst es spätestens beim Auspacken wissen und dann wirst du sicherlich noch eine Weile, gerade auch Nachts, an mich denken!“
Ein vorsichtiger Kuss auf meine Stirn war mein Stichwort.

„Ich wünsche dir viel Erfolg bei deiner Mission, Haytham. Und ich freue mich auf ein Wiedersehen!“ ich reichte ihm meine Hand und er gab mir einen Handkuss.
„Das wünsche ich dir auch, Isabelle. Ich verspreche dir, ich finde dich.“
Und damit löste ich mich von ihm und ging in Richtung meiner wartenden Kutsche.
Hinter mir hörte ich ein freudiges „Master Kenway, Master Kenway“ von dem wartenden Herren, der jetzt endlich seine Begrüßung loswerden konnte.
Er war mir unheimlich mit diesen hellen grünen Augen und mich schüttelte es.

Als ich in meinem Gefährt saß, sah ich zu diesen beiden Männern, welche sich auf den Weg Richtung Innenstadt machten.
Haytham warf mir einen letzten Blick zu und lächelte zuversichtlich, auch ich versuchte es, doch es gelang mir nicht.
Als wir außer Sichtweite waren, brach ich in Tränen aus und mein Großmeister neben mir versuchte mich zu beruhigen.
„Isabelle, wie ich sehe, hast du ihn schon kennen gelernt! Ich hoffe, das wird nicht noch für Probleme sorgen. Du weißt, Birchs Vorhaben nach dem Vorläufertempel zu suchen, kommt unserer Suche nach den Artefakten in die Quere!“ meinte er jetzt etwas zornig zu mir und ich musste mir eingestehen, dass er Recht hatte und ich vermutlich einen großen Fehler begangen hatte.
Wir wussten, dass Master Birch seinen besten Mann losschicken wollte, nur hatte ich nicht bedacht, dass es Haytham sein könnte!
Oder konnte er uns vielleicht sogar noch nützlich werden?


~~~



Anmerkung

Ich hoffe, euch hat dieser Einstieg in die neue Geschichte gefallen.

Ich danke für die viele Aufrufe, die Favos und Sternchen! <3

Ich wünsche euch einen schönen Mittwoch und trinkt bei den Temperaturen genug!!!

LG eure Mrs. Shaytham Corway
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