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The Revenge

von Jadda
GeschichteAbenteuer, Drama / P12 / Gen
Buck Wilmington Chris Larabee J.D. Dunne Josaih Sanchez Nathan Jackson Vin Tanner
08.07.2020
05.11.2020
14
13.551
 
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08.07.2020 888
 
Four Courners lag im noch halb im Dunkeln, als sich die Reiter fertig machten. Der Richter war gestern in den Ort gekommen und hatte die Männer aufgefordert einem Wagenzug entgegen zu reiten. Die Siedler hatten immer wieder Ärger gehabt und Travis wollte sicherstellen, dass alle heil ankamen. Sein guter Freund Ben Morten leitete den Wagenzug und er schuldete ihm noch etwas.

"Danke Chris. Bitte grüßen Sie Morton von mir und seien Sie vorsichtig. Morton meinte in seinem Telegramm, es hätte schon zwei Tote gegeben."

Chris Larabee nickte dem Richter zu und sah zu seinen Freunden. Ezra sah mißmutig aus, es war eindeutig nicht seine Uhrzeit. Er richtete sein Jacket und saß auf. Sie würden nur zu sechst reiten, da Vin sich noch von einer Verletzung am Bein erholte. Er stand auf einen Stock gestützt mit Mary an der Seite und sah ihnen bei ihren Vorbereitungen zu. Es war ein schon jetzt heißer Morgen und sie hofften alle auf baldigen Regen. Die Dürre der letzten Wochen hatte die Böden ausgelaugt und der kleinste Wind erzeugte Staubwolken auf den sandigen Wegen der Stadt.

Chris nickte Vin zu und zog sich in den Sattel. Es war lange Zeit ruhig geblieben in der Stadt, aber er war froh, dass Vin zur Not für Ordnung sorgen würde. Daran würde auch sein lädiertes Bein nichts ändern. Der Richter trat zu seiner Tochter und legte einen Arm um sie. Mary zog ihren Schal enger und lächelte. Chris hatte nach dem Tod seiner Frau lange gebraucht um wieder Nähe zu zulassen. Mary hatte ihm einen Weg geöffnet, von dem er dachte, ihn nie wieder zu finden.

"Los geht´s!" Chris brachte sein Pferd in Gang und führte des Troß gefolgt von Ezra und Buck an. Sie würden rund zwei Tage brauchen, um den Wagenzug zu erreichen, der in Red Hill auf sie wartete. In 5 Tagen würden sie wieder vor Ort sein. Sie ritten aus der Stadt und schlugen den Weg Richtung Osten ein.

***

Niemand nahm den kleinen Trupp Reiter war, der sich oberhalb der Stadt im Schatten einer Baumgruppe niedergelassen hatte. Sie beobachteten die Stadt seit Tagen und warteten auf ihre Gelegenheit. Als der Trupp die Stadt verlies, lächelte einer der Männer. "Alles klar. Das ist es, worauf der Boss gewartet hat. Informieren wir ihn." Er nahm nochmals das Fernrohr an sein vernarbtes Auge und lächelte. "Chris Larabee hat die Stadt verlassen." Im Fokus des Fernrohres sah Mitch Belfore eindeutig den schwarz gekleideten Reiter.

"Los!" Er wendete sein Pferd grob und ritt scharf an. Cougan wurde langsam ungeduldig und dann konnte er mehr als ungemütlich werden. Dale Cougan hatte mit dem Mann in schwarz noch eine Rechnung offen und hatte eine Gruppe Männer hinter sich, die ihm blind folgten. Er sorgte für sie, in dem er ihnen gute Ziele für ihre Raubzüge aussuchte. Die meisten seiner Leute wussten nicht viel über den Boss, nur dass er eine eiskalte skrupelose, aber vor allem eine verbitterte Seele hatte. Cougan hatte ebenso wie er Narben aus dem Straflager, allerdings verbarg er die meistens unter seinem roten Hemd.

Belfore brauchte nicht lange bis ins Lager. Insgesamt waren sie 20 Männer und die meisten schliefen noch, als er und seine zwei Kumpanen ihre Pferde zügelten. Aber nicht Dale Cougan, er saß abseits des Feuers, schärfte sein Messer und sah ihm erwartungsvoll entgegen. Mitch Belfore nickte seinem Boss nur zu. Mehr bedurfte es nicht, denn sie ritten seit Jahren zusammen. Von der eigentlichen Gang waren nur noch drei Männer über, der Rest war irgendein Abschaum, der sich nach und nach zusammengefunden hatte. Doch sie folgten Cougan willig, denn er sorgte immer für gute Einnahmen. Dafür verlangte er absoluten Gehorsam. Das wussten seine Männer, nicht nur einmal hatten sie gesehen, wie er Männer zusammengeschlagen hatte, die ihm Widerworte gegeben hatten. Am Ende vertraute Cougan aber nur seinen alten Weggefährten.

Neben Belfore war da noch Owen Manford, dessen sadistische Ader ihn immer wieder abstieß. Manford war ein drahtiger Kerl mit dunklen Klamotten, der am liebsten seine Peitsche ölte. Er kam aus dem Süden und hatte als Aufseher auf einer Plantage gearbeitet. Jetzt suchte er sich andere Opfer für seine Peitsche. Sie war für ihn aber nicht nur Folterinstrument, sondern auch effektive Waffe. Er war ein wahrer Künstler mit dem Ding.

Der dritte im Bunde war Andrew McGraw, der ähnlich wie Manford lieber den Boss das Reden überließ. McGraws kahler Kopf war meistens von einem breiten Stetson bedeckt. Er war auch der einzige von ihnen, der Lesen und schreiben konnte. Ihm hatten sie den Hinweis auf Larabee zu verdanken. McGraw und er selbst waren schon im Gefangenenlager mit Cougan zusammen und kannte die Geschichte. Cougan hasste diesen Mann und hatte nach seiner Entlassung lange nach ihm gesucht. McGraw hatte dann dieses Heftchen in die Hand bekommen. "The magnificant seven", von irgendeinem Schreiberling aus dem Osten. Seit dem lagen sie auf der Lauer.

Cougan steckte sein Messer wieder ein und erhob sich. Er kam auf ihn zu und sah ihn fragend an.

"Sechs Reiter mit Ausrüstung. Richtung Osten. Der Mann in schwarz war dabei."

"Warten wir ab, was McGraw berichtet." Dieser hielt sich seit einigen Tagen in der Stadt auf, um die Lage unauffällig zu sondieren. "Er wird sicher bald zu uns stoßen. Weck die Männer auf!"
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