Killing me softly

von Hennessy
GeschichteDrama, Romanze / P18
Chrollo Lucilfer Feitan Hisoka OC (Own Character)
06.07.2020
31.07.2020
6
16.275
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06.07.2020 1.070
 
Prolog;

                                                                                           
Laut hört man wie der Regen gegen die zersplitterten Fenster knallt. Das Licht des Mondes reflektiert die eingedrungene Nässe am Boden, so dass es fast nach Glitzer aussieht. Der Wind pfeift durch die große Lagerhalle und lässt die löchrigen Blechwände zittern.  

In der Halle, in mitten einer Großstadt, sieht man zwei männliche Gestalten aufeinandertreffen. Der eine bewegt sich, mit seinem Rücken zu den zerbrochenen Fenstern, sodass seine roten Haare durch das Mondlicht hell leuchten, auf den Sitzenden zu. Sein Gesicht liegt im tiefen Schatten. Ihm gegenüber ein dunkelhaariger Mann dessen Haut, durch das Licht, unnatürlich blass wirkt. Er sitzt, sich den Kopf auf der Hand stützend, auf einem hohen Berg aus zerbrochenen Steinen.

Als der Rothaarige vor ihm zum Stehen kommt erhebt er seinen Blick und begrüßt den anderen mit einem sanften Lächeln: “Hisoka..”, hört man ihn mit ruhiger Stimme sagen, “schön, dass du jetzt da bist.”

Der Angesprochene leckt sich kurz über die Lippen und antwortet ruhig: “Du benötigst meine Hilfe?”, seine Augen wirken wie die eines Raubtieres welche seine Beute wehrlos, direkt vor seiner Nase, findet. Eigentlich wäre dieser Moment perfekt für einen Kampf mit dem Anführer, denn keiner der anderen Mitglieder ist anwesend. Hisoka wartet schon zu lange darauf ihn zu töten. Jedoch spürt er das die Zeit noch nicht reif ist. Außerdem interessiert es ihn was der Chef von ihm will, ihm wurden schließlich nie oft Aufträge anvertraut.

“Ja, du wirst etwas für mich stehlen.”, stillt er Hisokas Neugierde ein wenig.  

“Oh?”, erwiedert dieser nur. Auf seinem Gesicht spielte ein nichtssagendes Lächeln. Diebstahl gehört zu den alltäglichen Aufträgen der Phantom Gruppe, also wundert ihn nicht der Auftrag an sich, sondern das gerade er ihn ausführen soll. Für gewöhnlich soll er nur in wichtigen Kämpfen und gegen starke Gegner dabei sein, denn genau dafür schlägt sein Herz. Für blutige Kämpfe um Leben und Tod bei welchen der Ausgang ungewiss ist. Nicht für langweilige Diebstähle. Das spiegelt sich auch auf Hisokas Gesicht wider, denn aus Neugierde wurde pures Desinteresse und er spürt wie ihn der Auftrag schon jetzt nervt.

Der Chef, dem Hisokas Stimmungswandel nicht entgeht, klappt sein Buch auf, welches er immer bei sich trägt, und holt ein Bild aus einer der Seiten hervor. Noch kann Hisoka nicht sehen was sich auf diesem befindet, jedoch wartet er geduldig.  

“Es geht um eine junge Frau,” fängt er an zu erklären, hält das Bild dabei zwischen zwei Fingern und lässt es hin und her gleiten, “sie hat eine ungewöhnliche Kraft, welche uns bei unseren zukünftigen Plänen von Bedeutung sein könnte.”  

Vielleicht ist dieser Auftrag doch kein normaler Diebstahl. Sein Interesse steigt bei dieser Beschreibung erneut und sein Lächeln wird langsam wieder breiter. Er hofft auf eine starke Frau, welche er jagen kann. Vielleicht will der Chef ihm deshalb diesen Auftrag geben, weil er weiß wie sehr Hisoka starke Menschen liebt.  

“Chrollo, sag mir wie stark sie ist.”, antwortet er mit leicht bebender Stimme. Der Dunkelhaarige hörte sofort wie interessiert Hisoka an dem Mädchen ist. Allerdings muss Chrollo ihn enttäuschen.

Er klappte sein Buch wieder zu und antwortet: “Gar nicht, sie ist schwach,” Hisoka lächelte noch immer, jedoch verloren seine Augen ihren Glanz, “ich brauche sie, weil sie Menschen aus jeglicher Entfernung beobachten kann. Ihre Fähigkeit könnte unser Handeln stark beeinflussen.”, flüchtig streicht er sich durchs Haar und lächelt gefährlich, “In meiner Hand wird sie uns helfen können, egal ob freiwillig oder gezwungen. In der Hand der Mafia allerdings kann uns diese Fähigkeit auch Probleme bereiten.”

Hisoka atmet enttäuscht aus. Dann stemmt er seine rechte Hand in die Hüfte und hält seine andere Chrollo hin, damit er ihm das Bild des Mädchens gibt. Er hat wirklich keine Lust ein Mädchen für ihn zu fangen und würde ihm am liebsten die Kehle aufschneiden für diesen Auftrag. Seit wann war er der Mann für solche Aufträge. Jeder andere wäre besser dafür geeignet. Vor allem weil man bei Hisoka befürchten muss, dass er die Ware umbringt bevor er sie abliefern kann, denn er lässt nur die Starken länger leben. Sein Inneres sträubt sich diesen Auftrag anzunehmen, allerdings muss er. Er muss noch länger den Schein wahren. Schließlich war er momentan ein festes Mitglied der Phantom Gruppe. Zumindest bis er Chrollo endlich sein Herz aus der Brust reißen und ihn beim Sterben zusehen kann. Allein der Gedanke daran lässt ihn zufrieden seufzen.

Chrollo ignoriert Hisokas Eigenart und überreicht ihm das Bild. Bestimmt fügt er hinzu: “Du kannst es aufklappen, dort stehen alle wichtigen Informationen die du benötigst um sie zu finden. Ich gebe dir zwei Monate, dann werde ich sie brauchen.”  

Mit diesen Worten verabschiedet er sich mit einem leichten Lächeln. Hisoka guckt ihm nur genervt hinterher. Den Auftrag hatte er für eine Sekunde vergessen.  

Nachdem Chrollo schließlich aus der Halle verschwunden ist, beguckt sich der Rothaarige zum ersten Mal das Bild. Es war eine junge Frau zu sehen, welche ihm in sein Gesicht lacht. Ihre grünen Augen wirken glücklich und sie trug ein leichtes pastellfarbenes Kleid welches ein wenig durch den Wind angehoben wurde und so ihre Oberschenkel zeigte. Ihr Alter schätzt Hisoka auf 18-20 Jahre, zumindest war sie es auf dem Foto. Ihm gefallen ihre langen lockigen Haare und ihre zierliche Gestalt. Allerdings ändert dieser Fakt nichts an seinem Desinteresse, denn nur weil ihr Aussehen ihn anspricht, ist sie trotzdem schwach. Wahrscheinlich wird sie kaputt gehen sobald er sie gefangen hat. Er wird nicht mal einen Finger rühren müssen um sie zu brechen. Kurz begutachtet er noch das Bild und prägt sich dann die gegebenen Informationen auf der Innenseite ein.  

Dieser Auftrag wird ihm keine Freude bringen, das steht für ihn fest. Seine Mundwinkel ziehen sich nach unten. Schwäche ist abstoßend. Schwache Menschen müssen sich ihrem Schicksal fügen und liegen ganz klar unter ihm in der Nahrungskette. Er wird sich zurückhalten müssen sie nicht zu töten, ganz bestimmt.


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Hey ihr :)
Ich hoffe, wenn sich jemand her verirrt hat und bis hierhin gelesen hat, dass euch der Prolog soweit gefallen hat.
Und natürlich das ich einen kleinen Vorgeschmack geben konnte~
Für Kritik, Verbesserungsvorschläge und alles der gleichen bin ich immer dankbar C:
Bis dann! ♫
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