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Alle Legenden sind wahr…noch immer

von Mindy
GeschichteDrama, Schmerz/Trost / P16 Slash
Alexander "Alec" Lightwood Isabelle "Izzy" Lightwood Jace Wayland / Jonathan Christopher Herondale Magnus Bane
06.07.2020
16.08.2020
10
43.490
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16.08.2020 939
 
Epilog


Die nächsten drei Tage erholte Alec sich zunehmend, so dass er bald wieder zur Arbeit gehen würde.
Wäre es nach ihm gegangen, hätte er wohl schon heute beim Rat vorbeigesehen, doch Magnus hatte es untersagt. Er wollte, dass sein Mann sich wirklich erholte…vielleicht brauchte er dessen Nähe auch noch etwas dringender, als umgekehrt.
Obwohl Alec all diese Schmerzen hatte erdulden müssen, war Magnus es, der manchmal in der Nacht aufschreckte oder schlecht träumte, von seinem Vater, von der Vergangenheit und davon, Alec zu verlieren.
Alec zog ihn dann immer etwas näher zu sich, als wolle er ihm zeigen, dass er da war, und Magnus genoss das Gefühl, gehalten zu werden. Sein Vater lebte noch und irgendwann würden sie sich damit befassen müssen, denn er würde immer eine Bedrohung für Alec und ihn darstellen.
Diese Gedanken verdrängte Magnus aber vorerst.

„Du gehst also morgen?“, fragte der Hexer beim Frühstück.
Alec nickte in seine Kaffeetasse. „Rosales vermisst mich bestimmt schon.“
„Ach, der.“ Magnus winkte schnaubend ab. Außer Lydia hatte sich keiner von diesen Menschen blicken lassen, um nach Alec zu sehen, dabei war Alec außerordentlich dafür gelobt worden, dass er geholfen hatte, diese Verschwörung einzudämmen und Asmodeus erneut zu verbannen.

Plötzlich klopfte es an der Tür.

Sie drehten die Köpfe.
„Erwartest du jemanden?“, fragten sie synchron, woraufhin beide den Kopf schüttelten. Magnus hob die Hand und öffnete damit die Eingangstür, während Alec und er sich erhoben, um nachzusehen, wer gekommen war.
„Lorenzo“, stellte Magnus fest. Er hatte ein Déjà-vu. „So häufig in Alicante die letzte Zeit.“
Und wieder unangekündigt.
„Ungewöhnlich, ich weiß.“ Lorenzo trat ein, die Hände ineinander gefaltet. „Ich wollte nur persönlich Bescheid sagen, dass Tilda Hill bestraft wurde und die Hexenmeistergemeinde jederzeit bereit ist, sie dem Rat auszuliefern.“
„Das freut uns zu hören“, sagte Alec, die Arme hinter dem Rücken verschränkt.

Sie hatten sicher noch nicht alle Mitglieder dieser neuen Bewegung gefangen, das würde alle Institute in den nächsten Monaten, wenn nicht Jahren, beschäftigen.

„Und ich wollte persönlich kundtun, wie sehr mich freut, dass Sie auf dem Weg der Besserung sind“, sagte Lorenzo nun an Alec gewandt.
Wenn man bedachte, wie Lorenzo zu Anfang ihrer Bekanntschaft noch mit Alec geredet hatte, war das ein wirklich großer Erfolg.
„Danke, dass Sie bei der Suche nach mir geholfen haben“, entgegnete Alec und neigte leicht den Kopf. „Ich weiß das zu schätzen.“
Lorenzo lächelte. „Keine Sorge, ich wurde für meine Dienste fürstlich entlohnt, obwohl Ihre Schwester mich noch etwas runtergehandelt hat. Andrew zuliebe, habe ich mich darauf eingelassen.“ Er hielt kurz inne. „Es läuft im Übrigen tadellos zwischen uns. Letztens waren wir in einer doch recht geschmackvollen Bar und erst gestern in der Keramikausstellung, von der ich erzählt habe. Sie haben wirklich etwas verpasst.“
„Zweifellos“, log Alec und war zum ersten Mal froh, verletzt gewesen zu sein.

Lorenzo wiegte den Kopf. „Nun gut, da der offizielle Teil erledigt ist, gibt es tatsächlich noch eine andere Sache, die ich mich genötigt sehe zu klären. Mit euch beiden.“
Sein Blick für Alec wurde deutlich unfreundlicher. „Sie haben meinen Partner geküsst.“
„…“ Das ließ Alec dieses Leben wohl nicht mehr los.
„Du hast es ihm erzählt?!“, zischte Magnus ungläubig.
„Natürlich nicht“, zischte Alec zurück. „Er hat es zufällig…ist doch völlig egal, es war bedeutungslos. Aber fürs Protokoll, Andrew hat mich geküsst.“ Warum musste er das eigentlich ständig wiederholen?
„Da stimme ich zu und auch Andrew sieht es so, aber Fakt ist, dass ich daran glaube, dass alles auf der Welt im Gleichgewicht sein muss. Magnus wird Ihnen das bestätigen“, sagte Lorenzo in gewohnter Oberlehrer-Manier und lief einen Schritt auf sie zu. „Wir Hexenmeister wissen, dass alles seinen Preis hat. Gleichgewicht ist wichtig, in allen Dingen, nur so kann die Welt funktionieren. Durch diesen Ausrutscher, so unbedeutend er sein mag, ist ein Ungleichgewicht entstanden, das ich zu beheben gedenke.“

Diese Worte verwirrten Alec und er überlegte, ob Lorenzo ihn nun verprügeln wollte, um das Gleichgewicht wieder herzustellen, doch dieser ignorierte ihn, lief auf Magnus zu und drückte dem völlig entgeisterten Hexenmeister zielstrebig einen Kuss auf die Lippen.
Alecs Kinnlade klappte herunter, während Magnus entsetzt die Augen aufriss.
Nach wenigen Sekunden löste Lorenzo sich und verzog das Gesicht, als hätte er beim Essen etwas erwischt, das nicht mehr gut war. „Puh, das war äußerst…unerfreulich.“
„Das kann ich nur bestätigen!“, fuhr Magnus auf und wischte sich mit der Hand mehrfach über den Mund. Was fiel diesem Clown eigentlich ein?!
„Ja, aber nötig. Sie küssen meinen Freund, ich Ihren. Wir sind Quitt“, erklärte Lorenzo dem noch immer völlig neben sich stehenden Alec, wobei seine Worte von einem mahnenden Blick begleitet wurden.
Offenbar eine Art Warnung, es nie wieder soweit kommen zu lassen.

Nun klatschte Lorenzo in die Hände und wandte sich mit scheinbar guter Laune ab. „Na dann, es war mir eine Freude, die meiste Zeit zumindest. Ich empfehle mich.“
„Wa…Lorenzo!“ Alec fand endlich seine Stimme wieder und zog in Erwägung, den obersten Hexenmeister von Brooklyn an seinem lächerlichen Zopf zurückzuziehen und zu skalpieren.
Magnus stieß allerlei Flüche und Verwünschungen aus, während er vor sich hin spuckte und zum Esstisch zurücklief, um ein großes Glas Orangensaft hinunterzustürzen.
Alec hatte sich immer noch nicht entschieden, ob er Lorenzo eine reinhauen musste. Er tendierte zu ja.
„Lorenzo! Moment Mal! Lorenzo!“
„Gleichgewicht, meine Herren! Das wird Ihnen hoffentlich eine Lehre sein.“
„LORENZO!“

Alec folgte dem Hexer zum Ausgang, doch dieser war bereits hinaus spaziert, begleitet von der Tür, die sich durch Zauberhand hinter ihm schloss.

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Ich weiß, Lorenzo ist hier vermutlich ein wenig OOC geraten, aber hey, ich fands super witzig und hoffe, ihr grinst jetzt auch gerade XD

Danke fürs Lesen! *Konfetti werf*
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